Bombenanschlag auf AfD-Büro in Döbeln

Von MAX ZIMMER | Im sächsischen Döbeln hat es vor dem örtlichen AfD Büro am Donnerstagabend eine Explosion gegeben, nach Polizeiangaben handelte es sich um einen Sprengsatz, der aller Wahrscheinlichkeit nach bewusst dort platziert wurde.
Die Ermittler gehen von einer politisch motivierten Tat aus.

Bei dem Anschlag handelt es sich um eine der schwersten politischen Gewalttaten der letzten Jahre.
Während im Weimar-Stil Bomben vor Parteibüros hochgehen und extremistische Terrorgruppen offene Gewalt gegen eine basisdemokratische Partei anwenden, ist sich der Stellvertretende Ministerpräsident von Sachsen Martin Dulig nicht zu schade, die Profiteure dieses Angriffs zu benennen.
Auf Twitter teilte dieser mit:

“Für den Anschlag auf das AfD-Büro in Döbeln gibt es keine Legitimation. Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern. Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie.“

Nach einem Anschlag auf die AfD hält Herr Dulig es für angemessen, die Opfer des Terrors erst einmal im gewohnten Duktus in die Pfanne zu hauen.
Die AfD profitiert also von Angriffen auf sich, und ist gleichzeitig die größte Gefahr für die Demokratie.
Diesen Spagat der Ignoranz muss man auch erst mal schaffen.
Anstatt sich klipp und klar gegen jede Art von politischer Gewalt und Terror zu stellen, die Täter in aller Härte zu verurteilen und sich solidarisch mit allen friedlich am demokratischen Diskurs teilhabenden Menschen- auch innerhalb der AfD- zu erklären, wird der Anschlag instrumentalisiert, um im gewohnten Stil Stimmung zu machen, und das Narrativ der demokratiefeindlichen AfD zu bedienen.
Vielleicht sollten wir anfangen, die Demokratiefeinde zu bekämpfen, die diese Bombe platziert haben, statt direkt jene anzugreifen, die von ihr getroffen wurden.

3 Antworten

  1. Hünlich sagt:

    Im September sind Landtagswahlen. Auch für Herrn Dulig. Und ich werde im August alle die ich kenne an diesen Anschlag erinnern.
    Auch an die Staatsanwaltschaft die die Verdächtigen schon wieder auf freien Fuß gesetzt hatt.

  2. moneypenny sagt:

    „Der Anschlag hilft der AFD“???
    Demnach sollte ich also, wenn ich irgendwen (oder irgendeine Partei) unterstützen will, einen Anschlag auf ihn/sie verüben? Oder wie?

  3. nordseeschwalbe sagt:

    Es erstaunt mich immer wieder, wie fest die Leute davon überzeugt sind, dass die AFD „böse” ist. Die Stigmatisierung des politischen Gegners ist perfekt gelungen. Wahnsinn.