AfD-Anfrage – Hysterie gegen Hysterie

Von MAX ROLAND | Die AfD schickt sich an, die Euthanasie wieder einzuführen! So zumindest lesen sich die Reaktionen in den Medien und der Öffentlichkeit auf eine kleine Anfrage, die die AfD-Fraktion im Bundestag an die Bundesregierung richtete.

In dieser Anfrage geht es um schwerbehinderte Menschen. in fünf Punkten stellt die AfD-Fraktion Fragen an die Bundesregierung: Wie sich die Anzahl der Schwerbehinderten in verschiedenen Altersklassen zwischen 2012 und 2017 entwickelt hat, welche Hauptursachen dafür verantwortlich gemacht werden, wie diese sich im genannten Zeitraum verlagert haben und warum, inwiefern sich die Zahl durch Heirat innerhalb der Familie entwickelt hat und wie viele dieser Fälle mit einem Migrationshintergrund zusammenhängen. Das sind die Fragen, wegen denen Sozialverbände große Anzeigen schalten und die AfD als „behindertenfeindlich“ verunglimpft wird. Das Erfragen von bloßen Statistiken sowie Ursachen für statistische Entwicklungen ist anscheinend Menschenfeindlich.

Ja, natürlich hat die AfD mit ihrer Anfrage ein Ziel gehabt. Sie wollte einen Zusammenhang von Verwandtenehen durch Zuwanderer aus bestimmten Kulturkreisen und Behinderungen von Kindern, die aus solchen Verbindungen hervorgehen, beweisen. Ein Instrument, um ein Problem bei Zuwanderern nachzuweisen. Ich frage mich aber: Hat die AfD nicht alles Recht, auf eine solche Entwicklung hinzuweisen? Dass Inzest-Beziehungen in islamischen Kulturen ein Problem darstellen, ist wahr. Bint-ʿamm ist arabisch und bedeutet „Tochter des Vaterbruders“. In der arabischen Kultur (in Teilen auch bei orthodoxen Juden und Kurden) ist ist die Bint-’amm die bevorzugte Frau für einen Mann. Die Tradition hat simple Gründe: Zusammenhaltung der (Groß)Familie, die in islamisch geprägten Kulturen bekanntlich einen ganz anderen Stellenwert hat, aber auch die „Reinhaltung“ des väterlichen Stammes. Das sind Traditionen, die es im Westen eben nicht mehr so gibt. Darüber, und dass daraus eben auch behinderte Kinder hervorgehen können, muss man offen sprechen. Das ganze darf nicht mit der Keule „Menschenfeindlich“ erschlagen werden, aber genausowenig hilft es, einfach auf muslimische Migranten zu zeigen und ansonsten nichts zu tun. Was wir brauchen, ist Aufklärung über die Gefahren von Inzest, gerade bei Menschen aus arabisch-islamischen Gebieten dieser Welt, die in unser Land kommen.