Russland legt sich mit der Schweiz an

Von MAX ZIMMER | Es ist das einzige Land in Westeuropa, mit dem Russland bislang keinen diplomatischen Konflikt hatte.
Doch auch die sonst streng neutrale Schweiz sah sich jetzt zu einem klaren Machtwort genötigt.
Laut einem Bericht der schweizer Behörden soll jeder vierte russische Diplomat ein Spion sein.
Dass diese Tatsache zu dringendem Handlungsbedarf führt, sah Bern schnell ein.
Daher folgte ein kritisches Statement des Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten.
Die Reaktion Russlands?
Wie immer: keine Einsicht, keine Dialogbereitschaft, kein Wille zur Besserung, sondern Schuldabweisungen, Zeigefinger bis hin zu latenten Lügen Vorwürfen und den omnipräsenten westlichen Verschwörungen gegen Russland.
Wenn jemand nicht des Kremls Spiel spielt, ist er Teil des unmoralischen.
So äußerte sich der russische Botschafter wie folgt:

“Wir betrachten jede derartige Erfindung als schlichtweg absurd und als einen weiteren Versuch russophobe Stimmung anzuheizen.“

Alles beim Alten: Vorwürfe gegen russische Institutionen, Vertretungen, Politiker oder Diplomaten?
Westliche, russophobe Hetze!
Scheinbar egal, von wem sie ausgeht:
Denn dass die Schweiz ein seit etwa 200 Jahren neutraler, und nie in einem außenpolitischen Streit involvierter Staat ist, dürfte auch den Propagandisten des Kremls bekannt sein.
Dass man also schlecht die alte Leier des bösen Nato Westens spielen kann, ist klar.
Aber es dürfte Russia Today und Sputnik nicht schwer fallen, auch diesen Konflikt wieder einseitig und zu Gunsten Russlands darzustellen.
Denn wenn eine Sache stimmt, dann die: Moskau hat immer Recht.

1 Antwort

  1. moneypenny sagt:

    „Jeder vierte Diplomat ein Spion“… Die spinnen, die Russen! Haben aber den wunden Punkt des Westens prompt entdeckt: “Russophobie”… Ha! (Wieso redet eigentlich niemand über USophobie? Trumpophobie?… AfDphobie?… )