Yücels Freiheit wurde mit kurdischem Blut erkauft

Von AIR TUERKIS | Auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Politikerin Sevim Dagdelen antwortete das Wirtschaftsministerium, dass zwischen 18. Dezember 2017 und 24. Januar 2018 31 Genehmigungen für Waffenlieferungen in die Türkei erteilt wurden. Auch wenn Außenminister Gabriel dementierte, dass es eine Gegenleistung für Yücels Freilassung gab und sie stattdessen auf seine wunderbaren Überzeugungskräfte (Erdoğan hat wohl einfach eingesehen, dass Gabriel die besseren Argumente hat) und die tolle Solidaritätsbewegung in Deutschland schob, sollte klar sein: Erdogan lässt Niemanden ohne triftigen Grund aus dem Gefängnis. Und wie wir wissen: Die „Warnung vor der Spirale der Gewalt“ und andere, gerne vom Auswärtigen Amt verwendeten Floskeln, haben noch nie irgendetwas bewirkt.

Man muss der Wahrheit ins Auge blicken: Ja, viele Menschen haben für  Yücels Freiheit demonstriert, haben sich solidarisiert und haben sich eingesetzt, aber freigelassen wurde er aufgrund von einem Waffendeal. Besonders prekär: Die Lieferungen enthielten Bomben, Torpedos, Raketen und andere Flugkörper, die wohl gerade dazu verwendet werden die Kurden zurück in die Steinzeit zu bomben. Wir wurden belogen. Meine Freude über #freedeniz ist jedenfalls verflogen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.