Steht Macron bald alleine da?

Von MAX ROLAND | Der französische Präsident reist nach Straßburg. Vor dem EU-Parlament will er für seine EU-Visionen werben. Die Reformbemühungen Macrons, die noch vor wenigen Monaten als die Zukunft der bröckelnden Union galten, haben mehrere Dämpfer bekommen. Aus Europa gibt es starken Gegenwind. Auch aus Berlin. Und das, obwohl die Bundesregierung sich zunächst offen gegenüber Macrons Plänen gezeigt hatte. Aber sowohl Merkel als auch Scholz haben mittlerweile Zurückhaltung signalisiert. Aber gegen die Pläne Macrons, z.B. den gemeinsamen EU-Haushalt, hat sich Deutschland noch immer nicht gestellt.

Aber Deutschland sollte es. Denn ein gemeinsamer EU-Haushalt bedeutet unterm Strich, dass deutsches Geld nur schneller umverteilt wird. Ein EU-Finanzminister wird mit großer Wahrscheinlichkeit das weiterführen, was Draghi begonnen hat, nämlich eine Euro-Politik zugunsten der Pleitestaaten Südeuropas. Aus deutscher Sicht wäre es nicht zu bedauern, wenn Macrons Pläne letztendlich scheitern.

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