Sawsan Chebli und die Vertreibung der Juden: Lachsmiley

Von MAX ROLAND | Es ist nicht das erste mal, dass ich über Sawsan Cheblis Twitterperlen schreibe, und es wird auch nicht das letzte mal sein, wenn sie so weitermacht.

Sawsan Chebli – es ist, soweit ich mich erinnere, das dritte mal, dass ich mich an einem schönen Abend hinsetze, um mich dem zu widmen, was sie auf Twitter herausposaunt. Chebli und Twitter: das ist eine Beziehung wie zwischen einem Alkoholiker und Jack Daniels. Denn selten tut sich die SPD-Staatssekretärin einen gefallen mit dem, was sie auf dem Kurznachrichtendienst verlauten lässt.

Gestern reagierte Chebli auf eine Meldung in der „Süddeutschen Zeitung“ über die neuste Eskalation im Krieg der Hamas gegen Israel. Chebli ist selbst das Kind von Arabern aus dem Gebiet Palästina, das ist für den Verlauf der Geschichte vielleicht nicht irrelevant. Sie schrieb: „Wann hört dieser Wahnsinn auf? Eigentlich ist es nicht zu viel verlangt, sich ein Leben zu wünschen, ohne die permanente Sorge, dass das Haus morgen platt gemacht wird oder die Angst, plötzlich von Raketen beschossen zu werden u. in Bunker fliehen zu müssen.“ An diesem Statement ist erstmal kein Problem zu erkennen: Zwar sind es die ewigen Plattitüden, dass ja beide Seiten irgendwie schuld haben, was eine Verharmlosung der Terroristen ist, aber das soll jetzt nicht das Thema sein.

Auf Cheblis Tweet antwortete ein gewisser Salah Abdel Shafi. Shafi ist der Abgesandte der PLO, der Gruppe, die in den „Palästinensergebieten“ quasi regiert (Die Leute, die im Parlament den Holocaust leugnen, und als „moderate Partner“ für Europa gelten), in Wien. Dieser Mann schreibt: „Der Wahnsinn endet mit Ende der israelischen Besatzung und illegaler Besiedlung Palästinas“. Ein Statement, welches klassisch für die arabischen Antisemiten der Region ist, wenn sie gegenüber Westlern auftreten: Denn es kann so oder so interpretiert werden. Man kann aus diesen Zeilen sowohl eine Absage an die israelische Siedlungspolitik sehen, wie es Shafi auf Nachfrage sicher auch bestätigen würde. Genauso liest es sich aber als ein Statement, welches die Vernichtung Israels fordert. Wie reagiert die Staatssekretärin des Landes Berlin für Internationales und bürgerschaftliches Engagement? Verurteilt sie die Aussagen, aus denen man ohne viel Mühe die kryptische Forderung nach der Judenvernichtung herauslesen kann? „Dich gibt es auch noch“ schreibt Chebli mit einem Smiley. „Wie geht es Dir? Wo bist Du jetzt Botschafter oder bist Du in Ramallah? Melde Dich, wenn Du mal in Berlin bist.“

Wer auf den Twitteraccount der Vertretung in Wien geht, deren Chef Shafi ja ist, dem wird fast schlecht. Denn anstatt tatsächlich etwas zu vertreten (Die Frage wäre allerdings, was?), wird dort unter einem pseudooffiziellen Logo billigste Hetze verbreitet. Israel wäre ein Apartheid-Staat, eine „Kolonialmacht“ (was impliziert, die Juden wären Fremde – antisemitisch bis ins Mark), und es wird den „Märtyrern“ gedacht, die durch die „israelische Besatzungsmacht“ starben. Das ist lupenreiner Judenhass. Mit dem Verantwortlichen dafür will sich Chebli jetzt wohl auf ein Käffchen treffen, nehme ich an. Jede Verurteilung von der Bluttat von Pittsburgh durch sie klingt da wie ein Hohn.

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2 Antworten

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Die Frau ist einfach dämlich. Aber diese Sache geht leider über Cheblis Doofheit hinaus: Antisemitismus ist wieder gesellschaftsfähig. Und das in Deutschland – dem „Das darf nie wieder passieren“-Land. Die ganzen Idioten quatschten nur nach, was alle sagen.

  2. Raubtierkapitalist sagt:

    Wer hätte gedacht, dass die alte Garde um und mit Ralf Stegner, Renate Künast und Claudia Roth noch irgendwie und in allen Bereichen übertroffen werden könnte…

    Mit Annalena Baerbock, Katharina Schulze und Sawsan Chebli geht’s… Respect!

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