Merz: „Viele Gemeinsamkeiten“ mit den Grünen

Von MAX ROLAND | „Die Hoffnung aller Konservativen“ wurde Merz schon genannt. Jetzt zeigt er, dass er kein Interesse hat, den Merkelismus ernsthaft zu beenden.

 

Friedrich Merz, hier vor der US-Flagge. Foto: Mozamaniac

 

Friedrich Merz schaffte es, seine Kandidatur für den CDU-Parteivorsitz perfekt zu inszenieren. Durch geschicktes Taktieren sorgte er dafür, dass die Medien erst seine Kandidatur herbeischrieben, und ihn anschließend zum Hoffnungsträger erklärten.

Inzwischen ist Merz ein derart konservativer Hoffnungsträger, dass er mit Cem Özdemir telefoniert hat: Und hellauf begeistert ist. So begeistert direkt, dass er die Bedeutung von Wörtern vergisst. Im Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ sagte er, die Grünen von Heute seien „sehr bürgerlich, sehr offen, sehr liberal und sicherlich auch partnerfähig“. Man wartet drauf, dass er von der Linkspartei noch anregende Impulse für die Marktwirtschaft erhält. Mit Cem Özdemir, einem engen Freund, teile er in „sehr vielen politischen Fragen eine Meinung“. Ja, Özdemir, dieses konservative Schlachtross, teilt mit dem, der angeblich den Merkelismus beenden sollte, in vielen Dingen eine Meinung.

Wenn für Merz die Grünen liberal und bürgerlich sind, dann zeigt das, wie er diese Begriffe interpretiert.  Um den CDU-Parteivorsitz bewerben sich nun also ein Grünenfreund, ein Gesundheitssozialist und die personifizierte Entkernung der CDU. Man kann ja fast nur hoffen, dass dieser Schatten einer einst konservativen, marktwirtschaftlich orientieren Partei bald über den Jordan geht.

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1 Antwort

  1. karlchen sagt:

    Mit der Bedeutung der Begriffe hat er es nicht so: So hat er auch gesagt, dass die AFD „offen nationalsozialistisch“ ist. Skrupellos.

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