GroKo: Die Alten versorgt, die Jungen betrogen

Von MAX ROLAND | „Leben wie Gott in Frankreich“ heißt es-noch. Denn dieses Sprichwort kann bald ersetzt werden, durch „Leben wie Senior in Deutschland“. Bei der momentanen GroKo-Horrorshow mit Personaldebatten, innerparteilichen Angriffen und Intrigen kommt ein Thema viel zu kurz: Generationengerechtigkeit. Eine Art von Gerechtigkeit, die vom SPD-Motto „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ wohl nicht umfasst wird. Denn wie bereits 2013 verteilt die große Koalition Rentengeschenke. Die junge Generation ging leer aus. Frei nach dem Merkel Motto „Ich kann nicht erkennen, was ich hätte besser machen können“, das bereits nach der Wahlniederlage der Union im September 2017 galt, hält die neue GroKo den Kurs auf den Ruin für die jungen Menschen im Land. Sicher, gute Ansätze sind zu erkennen: Mehr Geld für Bildung, Förderung von Familien. Aber das ist GroKo-Stil: Ein Problem mit Geld zudecken.Für die zukünftigen Generationen fehlt nach wie vor ein Gesamtkonzept. Anstatt für die Belastungen der Zukunft vorzusorgen, wird die Generation 60+ mit neuen Unsummen an Geld bedacht. Sicherlich habe ich Respekt vor der Lebensleistung der alten in unserer Gesellschaft und gönne ihnen jeden Euro, aber dabei möchte ich auch, dass ich für meine Lebensleistung später belohnt werde. Wenn ich irgendwann in den 2060ern in die Rente eintrete, dann möchte ich, dass ich von dieser Rente leben kann. Schlimm genug, dass unserer Generation ein Schuldenberg hinterlassen wird, der 70% der Wirtschaftsleistung entspricht. Und zusammen mit den aktuellen (ungedeckten!) Ausgaben im Renten-und Pflegensystem kommt man auf eine weit höhere Schuldensumme als jene, die Griechenland zum Pleiteland machte. Durch den demographischen Wandel werden immer mehr ältere durch immer weniger jüngere Versorgt werden müssen. Ein riesiges Problem für die Gesellschaft, vor dem sich die neue Regierung weiterhin erfolgreich drückt. Dieser Kurs wird auf einen Zusammenbruch des staatlichen Rentensystems hinauslaufen. Im Hinblick darauf, dass das Ressort für Arbeit und Soziales, welches sich auch um Rentenpolitik kümmert, wieder der SPD zufallen wird, möchte man als junger Mensch fast von der ASPD sprechen- der Asozialdemokratischen Partei Deutschlands.