Giffey und Kahane Hand in Hand: Gesinnungsterror soll in die Kindergärten

Von MAX ROLAND |  „Ene mene Muh – und raus bist du!“ Ein Kinderreim, der zur Überschrift eines KiTa-Totalitarismus wird.

 

Bundesfamilienministerin Giffey (SPD) macht Erziehung gerne zur Sache des Staates. Erst will sie eine KiTa-Pflicht, jetzt soll auch die Meinung und Erziehungsentwurf der Eltern geprüft, und im Zweifel korrigiert werden.

 

Im Roman „Vaterland“ von Robert Harris wird ein alternativer Geschichtsverlauf beschrieben, in dem die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen und ganz Europa unterjocht haben. Der Protagonist, Xaver März, ist KriPo-Sturmbannführer bei der SS, die die Aufgaben der Polizei übernommen hat. Er hat eine tendenziell systemkritische Einstellung. Sein kleiner Sohn ist fest in das System der Hitler-Jugend eingebunden. Im Buch wird März von seinem eigenen Sohn denunziert. Etwas, was wir uns nicht vorstellen können, weil es so pervers ist, ist in totalitären Regimen Realität: Während Maos „Kulturrevolution“ ermordeten Kinder ihre Eltern, weil sie nicht Linientreu genug waren.

In Deutschland hat währenddessen das Bundesfamilienministerium eine neue Broschüre vorgestellt. „Ene mene Muh – und raus bist du!“ ist der Titel der Broschüre, für die Ministerin Giffey das Vorwort formuliert hat. Die Broschüre hat ein Ziel: Sie soll Erzieher im Umgang mit „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ sensibilisieren. Klingt erstmal harmlos. Doch was dahintersteht, verstört nachhaltig.

In der Broschüre werden Ratschläge erteilt, wie man solches Gedankengut bei Kindern erkennen und entgegenwirken kann. Im Vorwort schreibt die SPD – Bundesfamilienministerin Giffey: „Wir erleben (…) einen deutlichen Anstieg rechtspopulistischer Bewegungen.“ Deshalb sei es „wichtig, die frühkindliche Bildung demokratisch zu gestalten (…).“

Ganz besonders lobt Frau Giffey „die Handlungshinweise und Hilfsangebote“ in der Broschüre. Diese werden den Erziehern anhand von Fallbeispielen beigebracht. In einem Fall wird eine Mutter beschrieben, die sich Sorgen macht, weil Flüchtlingskinder aufgenommen werden. Sie fürchtet, dass sich die Bildung verschlechtert.  Ihr soll erklärt werden: „Diese Sorgen sind unbegründet.“  Sie solle bitte „Vielfaltspädagogik“ beachten. In einem anderen Beispiel wird erklärt, wie man Kinder aus „völkischen Elternhäusern“ erkennt: Trägt z.B. das Mädchen Kleid und Zöpfe und wird Zuhause „zu Haus-und Handarbeiten angeleitet“, dann ist das ein Zeichen dafür, dass es sich um einen „völkischen“ Haushalt handelt. Die Broschüre empfiehlt in einem solchen Fall, die Eltern zum Gespräch zu bitten, und ihnen zu erklären, dass „autoritäre und geschlechterstereotype Erziehungsstile die vielfältigen Möglichkeiten von Kindern einschränken (…).“

Die Kindergärten prüfen über die Kinder die Lebensweise der Eltern und korrigieren, wenn sie es für nötig erachten. Was kann schon schiefgehen? Dem Staat zuzugestehen, so das Familienleben zu kontrollieren, hat mit einer freien Gesellschaft nichts zu tun. In der DDR und unter den Nazis wurden die Kinder eben solchen Gesinnungskontrollen unterzogen, um im Zweifel die Eltern als „Systemfeinde“ zu enttarnen. Passend zu dieser Kontinuität entstand die Broschüre maßgeblich in Kooperation mit der „Amadeo-Antonio-Stiftung“, die von Annetta Kahane gegründet wurde, einer Frau, die in der DDR für die Stasi arbeitete und eben das war, wozu sie jetzt Kinder machen will: Zu Denunzianten. Mit der Stasi für die freie Gesellschaft? Demokratische Bildung mit dezidierten Antidemokraten wie Kahane zu gestalten, das unterstreicht die Absurdität unseres pathologischen Kampfes gegen „Rechts“.

1 Antwort

  1. nordseeschwalbe sagt:

    „Völkisch“? Dieser Begriff war doch bis vor kurzem komplett verpönt – und wird nun als neuer Kampfbegriff gegen alles Normale und Gesunde in Stellung gebracht? Die kennen echt keine Scham und keinen Anstand, diese Gesinnungsfaschisten!

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