Die LINKE und die Kirche – der Beginn einer Liebesaffäre

6 Antworten

  1. Maria Leuschner sagt:

    Liebe Elisa David, ich bin stolz und glücklich und vor allem dankbar, dass es so junge und klarsichtige Menschen wie Sie es sind gibt. Das Wesen von Kirche und der Verlogenheit der Linken haben Sie großartig analysiert. Danke!!

  2. Hanno Ulrich sagt:

    Erschreckend mit welchem Feindbild junge Leute heute noch erzogen werden.
    Dabei will ich die 350 Toten an der innerdeutschen Grenze nicht schön reden und sehe auch die 1961 errichtete Mauer historisch betrachtet als falsches Mittel. Aber fast 5000 Flüchtlingstote im Mittelmeer an der Außengrenze der EU werden ignoriert.
    Mal abgesehen von den Kriegen und Toten, die im Namen des offensichtlich heiligen Kapitalismus, gemacht wurden.
    Siehe 1. Und 2. Weltkrieg, Vietnam, Kosovo, Irak uvm.

    Übrigens war ich nie in einer Partei und habe auch niemals eine staatliche Funktion ausgeübt. Allerdings versuche ich schon den Verstand zu gebrauchen. Und finde schon aus humanistischer Sicht, jeden Systemtoten ein zuviel, da dahinter immer ein tragisches Schicksal steht.

    Das alleine rechtfertigt Dialoge.
    Warum darf das nicht stattfinden?

    • Max Roland sagt:

      Naja. Also das sind ja einige Vergleiche, wo „hinkend“ wirklich noch beschönigend wäre.

      1.: Der Vergleich zwischen den „Flüchtlingstoten“ und den Opfern der Mauer ist so nicht ernsthaft vertretbar. Denn die eine Grenze war ein Gefängnis und jeder einzelne Tote ist dort durch ein totalitäres Regime ermordet worden, die andere Grenze ist Ausdruck des legitimen Wunsches zu kontrollieren, wer in ein Land kommt. Ja, da ist jeder Tote auch einer zu viel und tragisch, aber das sind völlig andere Umstände, Maßstäbe etc. die man da sehen muss.

      2.Es wurde nie auch nur ein Krieg im Namen des Kapitalismus geführt. Schon gar nicht der 1. Weltkrieg – der hatte mit Kapitalismus gar nichts zu tun.Und auch der zweite war nicht im Namen des Kapitalismus geführt worden – woher nehmen Sie das bitte? Der Kosovokrieg war eine humanitäre Intervention, das hat auch absolut gar nichts mit Kapitalismus zu tun, und auch der Vietnamkrieg wurde höchstens sekundär „im Namen des Kapitalismus“ geführt, wobei man hier einen Angriffskrieg abwehren wollte. Der Kapitalismus hat mit all diesen Kriegen wirklich nichts zu tun, die Behauptung, diese Kriege wären „für den heiligen Kapitalismus“ geführt worden ist historischer Schwachsinn.

      Und natürlich dürfen Dialoge stattfinden, dagegen sagt ja auch an sich keiner was. Nur ist ein Dialog zwischen Sozialisten und der Kirche irgendwie ein wenig skurril, wenn man bedenkt, dass Sozialisten die Kirche von Grund auf ablehnen und sich aus dem Christentum heraus oft der Widerstand gegen sozialistische Regime gebildet hat. Johannes Paul II wurde ja im Artikel erwähnt. Unsere „Feindbilder“ wurden uns übrigens nicht anerzogen – Unsere Meinungen haben wir uns selbst gebildet.

      Viele Grüße

  3. karlchen sagt:

    Religion und Sozialismus haben sich schon öfter zusammengetan: bei den Inkas, im alten Ägypten, in vielen christlichen Sekten im Mittelalter… Empfehlenswerte Lektüre dazu: der Todestrieb in der Geschichte von Igor Schaferewitsch

  4. Daniel sagt:

    Sehr schöner Artikel. Schön zu sehen dass die Jugend nicht vollkommen indoktriniert ist.