Der Doppelstandard des Terrors

Von EVA GOLDERBIET | Am 21. April am Morgen jagten Attentäter auf Sri Lanka an 6 Orten gleichzeitig Luxushotels und christliche Kirchen in die Luft. Über 200 Menschen wurden getötet, an die 500 verletzt. Das Ausmaß und der Schaden der Explosionen übertreffen  das Attentat in Christchurch, deren Attentäter auf Muslime abzielte und bei dem an die 60 Menschen starben. Dieses Mal waren Christen das Motiv.

Mittlerweile hat sich der IS zu der Tat bekannt, jedoch ist noch von den Behörden die Verbindung zwischen dem IS und den Attentätern nicht untersucht bzw. noch nicht nachgewiesen.

Diese Anschläge sind kein Einzelfall. Insbesondere in der östlichen Welt haben Christen  viel zu leiden- der Kampf der Religionen nimmt wohl nie ein Ende. Eigentlich sollte die Religion als ein Friedensstifter dienen, jedoch verursachen die Menschen dahinter immer wieder Krieg. Damals waren es die Kreuzzüge, heute ist es der IS oder andere Religionsfanatiker. Zumindest ist die Zahl der christlichen Fanatikern gesunken, jedoch wächst leider auch gleichzeitig der Anteil der muslimischen.

Jeder solcher Anschläge ist schlimm und zu verurteilen: Das ist ein Gebot unserer Werte, aber auch der Menschlichkeit. Man sollte aber auch bedenken: Alle Menschen sind in ihrer Würde gleich. 

Wie schon oft ist ein interessantes Phänomen in den Medien und der Gesellschaft zu beobachten: die unterschiedliche Behandlung von solchen Fällen.

Was ist nach dem abscheulichen Attentat auf Muslime in Christchurch geschehen? 

1) weltweite Riesen-Spendenaktionen (umgerechnet 6,6 Millionen Euro für 60 Todesopfer)

2) weltweit hunderte Gedenkveranstaltungen in Kirchen und Moscheen, 

3) aus Solidarität tragen tausende Nicht-Muslime, darunter auch die Premierministerin Neuseelands ein Kopftuch 

4) Muslime auf führenden Positionen verurteilen pauschal Christen

5)  Politiker, Prominente und Geistliche sowohl Christen, als auch Muslime der ganzen Welt drücken „leidenschaftlich“ ihr Mitgefühl aus

Was ist nach dem abscheulichen Attentat auf Christen durch mehrere Moslems geschehen?

1) es gibt nicht einmal öffentliche Angaben zu der Höhe der Spendengelder, es gab in den Medien kaum aktive Spendenaufrufe

2) Gedenken an die Opfer nur vor Ort am Ostermontag und einige Gedenkgottesdienste in christlichen Kirchen, ein Trauermarsch in einem Dorf in Dänemark zum Gedenken an drei tote Kinder eines dänischen Milliardärs

3) KEIN EINZIGER Nicht-Christ trug ein Kreuz als Zeichen der Solidarität

4) christliche Geistliche auf führenden Positionen rufen Christen dazu auf, Muslime vor Beschimpfungen zu bewahren

5) einige Prominente, führende Politiker und Geistliche zeigen ihr Mitgefühl und warnen vor Rückschlägen der Christen auf Muslime

So, wie mit den Opfern von Christchurch umgegangen wurde, sollte für jeden einzelnen Fall solcher Art gelten. Das Nicht-Handeln der Stillen hat uns jedoch einen krassen Doppelstandard gezeigt.

Genauso wie 2 Tweets von Heiko Maas diese Bevorzugung der muslimischen Gemeinschaft vor der christlichen:

Nach Christchurch:

„Der grausame Terroranschlag in #Christchurch trifft friedlich betende Muslime. Wenn Menschen allein wegen ihrer Religion ermordet werden, ist das ein Angriff auf uns alle. Wir stehen zusammen an der Seite der Opfer. Stay strong, New Zeeland!“

Nach Sri Lanka:

„Die Nachrichten aus #SriLanka machen fassungslos. Wir sind in den Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und hoffen mit den Verletzten. Am #Osterfest so viel Hass zu erleben schmerzt. Ostern ist ein Fest der Liebe, das uns lehrt: Hass umsererseits kann nie die Lösung sein.“

Heiko Maas sieht also den Mord an 50 Muslimen durch einen Christen als einen „Angriff auf uns alle“ – der Mord an über 200 Christen durch mehrere Muslime bringt in ihm hingegen eine Sorge hervor: Der „Hass unsererseits“, also der Hass der Christen und der Menschen des Westens. 

Grundgesetz Artikel 3 Absatz 1: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Diese Aussage sollte nicht nur im juristischen Sinne gelten, sondern auch im Handeln von Politikern.  Aber da man das Christentum und Christen den lieben langen Tag beleidigen und kritisieren, den Islam aber nur mit Samthandschuhen anfassen kann, verwundert das einen nicht. 

2 Antworten

  1. 29. April 2019

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  2. 29. April 2019

    […] über Der Doppelstandard des Terrors — Apollo News […]