Bundeswehr-Tornados nicht tauglich für NATO-Einsätze

Von ERIK SNIPER | Dass die Bundeswehr in einer Ausrüstungskrise steckt, ist bekannt. Nun haben Untersuchungen an den Tornado-Jets gezeigt: die Jäger sind zu schlecht für die gemeinsamen Einsätze mit der NATO. Unter anderem sind sie nicht abhörsicher und haben kein verschlüsseltes Kommunikationssystem. Die Jäger wurden in den 80’ern eingeführt und konnten damals noch Atomwaffen der Amerikaner abwerfen. Sie sollten bis 2035 im Einsatz bleiben. Doch anscheinend haben sie ihre Kapazitätsgrenze erreicht und können nicht mehr weiter gewartet werden. Ohne flugfähige Kampfjets kann Deutschland seinen NATO-Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Durch das jahrelange Kaputtsparen, das noch weit vor von der Leyen begann, hat die Bundeswehr jetzt katastrophale Zustände in der Ausrüstung. Sie hat beispielsweise auch sechs U-Boote, von denen sechs nicht schwimmen, zahlreiche Hubschrauber, die nicht fliegen und einen Airbus A400M, der nicht abheben darf. Der G36-Skandal steckt ihr ebenfalls noch tief in den Knochen. Die Unmengen an Geld, die der Bundeswehr seit etwa 2016 zur Verfügung stehen, wurden bis jetzt nur für fatale Fehlkäufe verwendet. Zum Beispiel für Kreuzer mit hoffnungslos veralteter Technik. Wie die NATO auf diese Einsatzunfähigkeit reagieren wird, ist noch unklar. Wie die Bundeswehr in Zeiten von illegalen Invasionen seitens der Türkei und einer sich zuspitzenden Gaza-Kriese im Ausland für Sicherheit sorgen soll, kann ebenfalls nicht gesagt werden.

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