Bluttat in Münster hat wohl keinen islamistischen Hintergrund

Von ERIK SNIPER | Der Mann, der am Samstag einen Kleintransporter in eine Menschenmenge fuhr, mindestens zwei Menschen tötete und sich dann selbst richtete, ist nun von Ermittlern identifiziert worden. Er hat laut WELT nicht im Namen des Islam gehandelt und ist deutscher Staatsbürger. Jens R. wurde 1969 in Olsberg im Sauerland geboren und lebte in der Nähe des Tatorts in Münster. Die Tat soll nach Ermittler keinen terroristischen Hintergrund aus irgendeinem ideologischen Lager haben. Noch ist die Anzahl der Todesopfer nicht genau geklärt. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagt, es gebe entgegen ersten Informationen drei Tote, zwei Opfer und den Täter, der sich selbst gerichtet habe. Zuvor hatte das Bundesinnenministerium von insgesamt vier Toten gesprochen. Nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ soll der Täter in der Vergangenheit psychisch auffällig gewesen sein. Seine Wohnung sei am Abend nach Sprengstoff durchsucht worden. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Das ZDF berichtete, der Mann habe vor kurzer Zeit einen Suizidversuch unternommen.