Amerika in Flammen

Von Sebastian Thormann | In der letzten Woche konnten man sehen, wie Behörden in vielen US-Städten versagt haben. Versagt, ihrer grundlegendsten Funktion nachzukommen, nämlich ihre Bürger zu schützen. Angefangen hat das mit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch brutale Polizeigewalt.

Aufgabe der Polizei ist es Bürger vor Verbrechen und Gewalt zu schützen, in diesem Fall passierte das genaue Gegenteil: Es war ein Polizist von dem in völlig ungerechtfertigter Weise Gewalt ausging. Minutenlang kniete er auf dem Nacken des Festgenommenen, der wohl noch am Tatort starb. Zurecht ist die Empörung über dieses niederträchtige Verbrechen groß. Quer durch das politische Spektrum ist man sich einig, dass die verantwortlichen Beamten bestraft werden müssen. Inzwischen sind auch alle daran Beteiligten in Haft.

Das ist die eine Seite des Behördenversagens. Die andere ist, dass sich die Innenstädte großer US-Metropolen über Tage nachts in einem Zustand der Gesetzlosigkeit befunden haben.

Was hat es mit Antirassismus zu tun, wenn man Geschäfte plündert, ganze Häuser niederbrennt, Polizisten und Unbeteiligte tötet? Man plündert keine Läden und holt sich das neuste iPhone aus dem zerstörten Apple Store, man klaut keinen neuen Fernseher aus dem Target-Supermarkt um die Ecke oder tötet schwarze Polizisten aus Protest gegen Rassismus. Das ist ganz eindeutig nicht das, was George Floyd gewollt hätte, das machte auch seine Familie klar. Die Gewalt lenkt nur vom friedlichen Protest in vielen anderen Städten ab.

Man muss sich nur den Kontrast zu diesen friedlichen Demonstrationen anschauen, dann sieht man es handelt sich bei den Randalen um Leute, denen es in keinster Weise um Floyds Tod, sondern nur um blinde Zerstörungswut geht. Hunderte solcher Krimineller zogen durch Manhattan, Washington D.C., Los Angeles und andere Städte. Sie zerstörten dabei oft Geschäfte, die selbst von Angehörigen ethnischer Minderheiten betrieben worden waren. Ein schwarzer Feuerwehrmann z.B. hatte gerade erst mit all seinem Ersparten eine Bar in Minneapolis eröffnet, als Randalierer sie zerstörten und in Brand setzten. Und dabei sind die Randalierer selbst in vielen Fällen Weiße.

Dass es Leute gibt, die dieses Verhalten damit rechtfertigen, dass angeblich Kapitalismus rassistisch und unterdrückerisch sei und man mit dieser Zerstörung Rassismus bekämpfe, ist nur noch abstoßend. Solchen Gewalt-Rechtfertigern geht es offensichtlich nicht um eine ernsthafte Debatte, wie man Polizeigewalt verhindern kann, etwa indem man die in den USA besonders schwer mögliche Ermittlung gegen Polizeibeamte leichter macht. Nein, hier gilt: Manche Leute wollen die Welt nur brennen sehen.

Und die lokalen Behörden versagten vielerorts auf ganzer Linie. Die Polizei musste sich aus ganzen Stadtteilen zurückziehen, die damit der offenen Anarchie überlassen wurden. Und das über Tage. Etwa jeder fünfte Amerikaner lebt in einem der Gebiete, die sich gezwungen sahen nächtliche Ausgangssperren zu verhängen.

Die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung macht klar, was die Aufgabe des Staates ist, nämlich das Recht auf “Leben, Freiheit und das Streben nach Glück” zu schützen. James Madison, einer der amerikanischen Gründerväter, schrieb damals treffend: “Wenn Menschen Engel wären, wäre keine Regierung notwendig. Wenn Engel Menschen regieren würden, wären weder externe noch interne Kontrollen der Regierung notwendig.“

Dass jetzt in vielen Städten Soldaten auf der Straße sind, ist kein Wunder, da die lokale Polizei mit dem Gewaltausbruch schlicht überfordert ist. Man muss immer wachsam sein, wenn das Militär im Inneren eingesetzt wird, so etwas ist nicht normal. So etwas sollte auch normalerweise nicht passieren. Wer sich aber die Bilder der letzten Woche anschaut, wo die Polizei nicht nur an einem, sondern an mehreren Tagen hintereinander nicht fähig war, die Zerstörung ganzer Straßenzüge zu verhindern, dem wird klar: viele US-Städte befinden sich tatsächlich in einem Ausnahmezustand.

Wer jetzt aber die Randale völlig ausklammert, und ein Bild vermittelt wonach Polizei und Militär in solcher Weise im Einsatz sind um ein Phantom zu bekämpfen und eine “Militärdiktatur” zu errichten, verzehrt die Wahrheit auf dreiste, völlig verantwortungslose Weise. Für den bisher nur angedrohten Einsatz von Bundestruppen in den einzelnen Staaten gibt es eine enge gesetzliche Grenze.

Ja, es gibt Rassismus in den USA, der bekämpft werden muss. Trotzdem ist es völlig ungerechtfertigt, wie einige Akteure auf beiden Seiten des Atlantiks Rassismus pauschalisieren und versuchen Amerika als bösartig und zutiefst rassistisch darzustellen.

Amerika wurde nicht wegen sondern trotz der Sklaverei gegründet. Die Vereinigten Staaten haben in dem Konflikt um die Sklaverei den bis heute blutigsten Krieg ihrer Geschichte geführt und ihre schwarzen Landsleute im Süden befreit. In den 1960er hat die US-Regierung Truppen im Süden eingesetzt, um die fast hundert Jahre zuvor erkämpften Rechte der Afroamerikaner wieder durchzusetzen und die Segregation zu beenden. Seitdem hat sich viel geändert. Die überwältigende Mehrheit der Amerikaner ist nicht rassistisch. Tatsächlich zeigen Studien, dass sie weniger rassistisch sind als viele europäische Länder.

Das Versprechen Amerikas ist ein eigenverantwortliches Leben voller Möglichkeiten, in dem die Regierung vom Volk, durch das Volk, für das Volk dieses Recht schützt und schon gar nicht selbst verletzt. Das ist es, was die Amerikaner einfordern können, darauf kommt es an.

8 Antworten

  1. Carsten Caschy Knobloch sagt:

    Die Polizei traut sich hier wie das in ganze Stadtviertel nicht mehr rein, weil sie von Kriminellen drangasiliert werden. Die meisten Straftaten und Gewalttaten in den USA werden übrigens von Schwarzen an Schwarzen verübt bzw. an anderen ethnischen Gruppen wie Asiaten.

  2. Coven Berlin sagt:

    Wer schützt uns weiße vor dem Rassismus der Linken und des wütenden Mobs?

  3. thomas sagt:

    gut

  4. Thomas sagt:

    ,,Ja, es gibt Rassismus in den USA, der bekämpft werden muss’‘

    danke für diesen Satz. Den hätte ich auf solchen Seiten hier nicht erwartet, wo meist so getan wird, als gäbe es keinen Rassismus. Dort sind die bösen Linken immer schuld.

    Aber dennoch schade, dass hier Trump nicht kritisiert wird. Ganz ehrlich ich bin konservativ und ich kritisiere Trump. mit keinem Wort das eskalierende und infantile Verhalten von ihm.

    Trump hat als Präsident versagt. Auch Menschen, die amerikafreundlich sind und Amerika lieben (tu ich auch) darf das aussprechen

    alles andere ist verlogen und heuchlerisch

  5. Werner sagt:

    Nach meiner Ansicht funktioniert die von den deutschen MSM auf allen Kanälen sichtlich durchgezogene Strategie nur sehr eingeschränkt, Pr. Trump für die Geschehnisse allein verantwortlich zu machen, und ihn als „Mittäter und Spalter der Gesellschaft“ zu dämonisieren. Reine Wahlkampfunterstützung mit unzulässiger Beeinflussung der Wähler von „ausländischen Regierungen“, „Agenten“ und „Hackern“, was man immer den Anderen, „die Bösen“, unterjubelt. Ganz übelster Hass und Hetze läuft aktuell ab, was man auch immer den Anderen, schon wieder „die Bösen“, unterjubelt. Wie kann Pr. Trump in 3,5 Jahren das schaffen, was Pr. Obama in ganzen 8 Jahren, und seine Vorgänger nicht fertig gebracht haben, aber ein Statement nach dem Anderen abgibt, um ihm zu schaden. Nur mit der großen F…, egal. Es wird wird immer verrückter und verzwickter – die deutschen MSM sind m.M.n. in größter Panik, weil sie in ihrer Glaubwürdigkeit auf dem letzten Loch pfeifen. Am 3. Juni 2020 präsentiert zur Mittagszeit die Tagesschau ausgerechnet Hr. Biden als Kämpfer gegen Rassismus – aber nur, weil er als Gegenkandidat gegen den „Oberrassisten Trump“ antritt. Dabei hat er selbst, neben dem Skandal mit dem Sohn in der Ukraine, ganz aktuelle Rassismus-, Belästigungs- und Begrabbsch-Skandale an der Backe, bei denen sich wiederum „MeeToo“ nach eigenem Statement total raushält: für Präsidentschaftskandidat J.Biden nicht zuständig, weil sie ganz total neutrale Kämpfer für Frauenrechte sind – aber manchmal bei bestimmten Personen eben auch gerade nicht. Bei dieser „Präsentation“ in der ARD-Tagesschau – ausgerechnet mit dem Mann als Bock zum Gärtner – sieht man, dass die Argumente gegen Null gehen, und die Politik mit ihren zwangsbezahlten, bzw. steuerzahlergesponserten MSM ihr Ende sieht – aber sich natürlich mit allen Mitteln dagegen wehrt. Vielleicht sind es auch Drogen oder der Suff, dass dort die Wahrnehmung „etwas getrübt“ ist. Um eine weitere brutale Gewalt bei den nächsten „Corona- Demos“ zu vermeiden, könnten die Demonstranten einfach paar Transparente gegen Trump mitführen, ebenfalls nur „als Show“ wie die MSM, denn da halten sich die „Gegendemonstranten“ der „Vernünftigen“ aus der „demokratischen Mehrheitsgesellschaft“, zum Einprügeln angewiesene Polizei, und „Aktivisten“ mit ihren schwarz gekleideten Schlägertruppen raus. Möglicherweise mit so einem großen Durcheinander, dass sie auf ihre eigenen Leute einkloppen, und die eigenen Autos abfackeln.

    • Jorgos48 sagt:

      Eine Frage, was wäre eigentlich passiert, wenn ein schwarzer Polizist auf dem Hals eines Schwarzen gekniet hätte? Oder ein Schwarzer Polizist auf dem Hals eines Weissen. Und aus welchem Grund wurde der Schwarze festgenommen ? War er unter Drogen, hat er Widerstand geleistet?

  6. Marc Greiner sagt:

    Es geht hier um etwas Grösseres, einen Aufstand, eine Revolution von Links. Der angebliche Rassismus ist nur vorgeschoben. Die Statistiken sprechen deutlich eine andere Sprache, seit Jahrzehnten. Wenn man schon Rassismus ausmachten möchte ist es Anti-Weissen-Rassismus, dies so am Rande.
    Die Opferindustrie nährt diesen Narrativ. Nur ein Beispiel aus der Schweiz: Der als Irak-Flüchtling in die Schweiz gekommene Schriftsteller, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann, hat vor 2-3 Jahren in der Weltwoche ein Interview gegeben über das was er hier erlebt hat. Keinen Rassismus aber linke Organisationen, welche sich um die Flüchtlinge „gekümmert“ haben, haben ihm und den Anderen erzählt, wie schlecht es in der Schweiz sei, wie ausgebeutet die Menschen, wie RASSISTISCH das ganze Land wäre. Der besagte Flüchtling war geschockt, hatte sogar Angst bekommen. Kurz gesagt: Er war intelligent und objektiv genug um zu erkennen das dies Blödsinn ist. Er wurde ein erfolgreicher Schriftsteller und ist, wenn ich mich nicht irre, der SVP beigetreten, eine konservative und erfolgreiche Schweizer Partei.
    In den USA ist es dasselbe: Man bekommt von Kindsbeinen an in linken Schulen und Unis eingetrichtert wie rassistisch der Weisse, und nur der Weisse, sei.
    Es gibt keine perfekte Gesellschaft, man wird mit Rassismus und anderen Misständen leben müssen. Aber das ist normal, gehört zum Leben.
    Fürchten sollte man sich vor denen, welche eine perfekte Gesellschaft versprechen. Und dafür „einige“ Opfer verlangen.

  7. J.Grossheim sagt:

    “Militärdiktatur” zu errichten, verzehrt die Wahrheit auf dreiste, völlig verantwortungslose Weise. Für den bisher nur angedrohten Einsatz von Bundestruppe”

    Muss wohl verzerrt heißen, wer die Wahrheit verzehrt dem wird übel.