„Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ – eine Abrechnung

Von EVA GOLDERBIET | Eine Schule nach der anderen schließt sich dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage an“. Was steckt hinter diesem schönen, bunten Namen? Ein Erfahrungsbericht.

Eine „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ mitten im Herzen des bunt-grünen Baden-Württemberg,  in der Landeshauptstadt Stuttgart. Eine Schule wie jede andere. Ich gehe zu dieser Schule, die aktiv das Projekt „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ betreibt, welches seit seiner Einführung das Leitmotiv von meiner Schule geworden ist.
Offiziell soll dieses Projekt, das vom sogenannten „Netzwerk für Demokratie und Courage“ ins Leben gerufen wurde, Zivilcourage lehren und Rassismus aufs strengste meiden und verurteilen. Klingt eigentlich sehr anständig.  Doch wer und was genau steckt dahinter und wie werden diese Ziele umgesetzt?

Angeblich soll das Couragenetzwerk Demokratie fördern und gegen Menschenverachtung vorgehen – das Gegenteil ist der Fall

Das Couragenetzwerk wurde von Jugendorganisationen, unter anderem der Grünen und Linken Jugend schon im Jahr 1999 gegründet. Heute sind seit 2016 die stellvertretenden Vorsitzer dieser Organisation Monika Lazar (B90/Grüne) und Susann Rüthrich (SPD). Seit neuester Zeit, besonders seit Anfang der Flüchtlingskrise, haben sich ihm viele Schulen in Deutschland angeschlossen. Ich kann nicht sagen, ob jede Schule die Vorgaben des Projektes im gleichen Maße erfüllt, oder ob die Umstände in verschiedenen Schulen verschieden sind. Hier werden die Auswirkungen von „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ auf meine Schule beschrieben.
Die Umsetzung des Projektes erfolgte zum Anfang recht harmlos: den Schülern wurde ab und zu im Unterricht oder auf schulischen Veranstaltungen in verschiedenen Zusammenhängen vermittelt, was Rassismus und Zivilcourage sind. Alle waren sich einig: Zivilcourage – gut, Rassismus – schlecht. Diese Maßnahme hätte eigentlich auch gereicht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Jedoch war dies erst der Anfang: es folgten verpflichtende Veranstaltungen, bei denen für links geworben und vor rechts gewarnt wurde, sodass darauf folgend das politisch-rechte Meinungsspektrum nun von vorwiegend jüngeren, aber auch älteren Schülern, als falsch und teilweise sogar als kriminell eingestuft wurde und eingestuft wird. Dieses Ereignis hat die Idee der Demokratie an unserer Schule komplett zu Fall gebracht. Jetzt gilt: links – gut, rechts – schlecht. Alles was nicht links ist, ist rechtsextrem. Die meisten fühlen sich jetzt sogar dazu verpflichtet, gegen alles, gegen jeden und gegen jede Meinung, die nicht der linken Ideologie angehört, zu kämpfen.

AfD-Anspielung auf einem offiziellen Social-Media-Kanal des Netzwerks. Der Feind ist klar.

Weitere Flyer und Plakate, die groß im ganzen Schulhaus ausgestellt wurden, verstärkten den Hass gegen Menschen, die trotz allen Maßnahmen nicht links geworden sind. Dabei ist es egal, welches Thema das anbelangt: sei es die Flüchtlingskrise, das Sozialsystem, die Wirtschaft, der Diesel, die Parteien, die Bildungspolitik… wenn es auch nur jemand wagt, seine Meinung offen auszusprechen, die den Couragenetzwerkidealen widerspricht, wird er von den Lehrern zurechtgewiesen oder von den anderen Schülern entweder verbal oder manchmal sogar mit körperlicher Gewalt angegriffen. Wenn nun ein Lehrer diese Auseinandersetzung regeln soll, toleriert er die Gewalttat und schimpft auf denjenigen ein, der seine persönliche Meinung geäußert hatte. Es werden sorgfältig Schulbücher gewählt, in denen linke Vorstellungen als selbstverständlich, und rechte Vorstellungen als eine Schande dargestellt werden – ganz gleich, welches Schulfach. Die Frage, welche Meinung die richtige ist, wird gar nicht mehr diskutiert, vielmehr geht es nur noch um den richtigen Weg im „Kampf gegen Rechts“. In Ethik wird die Gender-Ideologie als 100-prozentige Wahrhaftigkeit vermittelt, in Mathe rechnet man  den Prozentanteil von „Rechtspopulisten“ in Deutschland aus, in Biologie werden die negativen Auswirkungen von Diesel-Autos besprochen, in Politik spricht man über Homophobie (natürlich ausschließlich über die von den „alten weißen Männern“) und in Latein werden Texte über Fremdenhass übersetzt, die nicht in der Antike geschrieben wurden.

Auf Bildern in Schulbüchern wird penibel darauf geachtet, dass immer schwarze und/oder arabische Kinder abgebildet werden und in allen Geschichten sind Migranten stets die offensichtlich-unbestreitbaren Guten.
All das, was meine Schule unter der Leitung des Direktors, der das Programm des Couragenetzwerkes brav durchführt, unterdrückt das Individuum und macht aus vielen einzelnen eine einzige Masse, die so gewaltig ist, dass alles, was ihr nicht entspricht, niedergerissen oder umgepolt wird.
Unter dem schönen, bunten Namen „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ verbirgt sich die systematische Bekämpfung von allem was nicht linksgrün ist.

Eva Golderbiet ist 14 Jahre alt und damit die jüngste und erste weibliche Autorin bei Apollo.

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8 Antworten

  1. Linus B sagt:

    Das ist wirklich bedrückend. Meine Schule ist nicht in diesem Netwerk, da gibt es auch keine systematische Unterdrückung anderer Meinungen, es sei denn man hat die falschen Lehrer. Meistens wird dann gegen die AfD geschossen.
    Mein Geschichtslehrer wirft Herr Höcke, von dem ja jeder halten kann was er will, vor, dass er eine NS-Diktatur einführen will und den Holocaust vollenden will. Mein Englischlehrer sagt, nachdem er sich explizit gegen Trump und Gauland ausspricht, dass es ihm „eine Ehre wäre“, wenn er auf der „neutrale Schulen – Plattform“ auftauchen würde, weil er uns gegen die AfD „Indoktriniert“ (wörtliches Zitat). Mein Ethik Lehrer, der ab und zu einen halb vollendeten Hieb gegen die AfD ausgeführt hat, veranstaltet eine Diskussionsrunde zum Thema Kernkraft vs Solarkraft, in deren Fazit er herbeigezogene Argumente für Solarkraft hineinschreibt, gegen die ich sinnvoll argumentierte, wo er mir auch Recht geben muss, diese Liste der herbeigezogenen Argumente erweitert er aber nur.

    Es gibt aber auch positiv Beispiele, wie z. B meine Gemeinschaftskunde Lehrerin, die in einer Arbeit zum Thema Obergrenze für Flüchtlinge meine Meinung als sehr stark einstuft und ihren Unterricht auch komplett neutral veranstaltet.

  2. Jannis F. sagt:

    Denke das Problem ist auch dass Schulen sich gar nicht mehr wehren können. Die kriegen von iwelchen Stiftungen Druck diesen antirassismus Quatsch zu machen und die können nichts machen.

  3. karlkrumhardt sagt:

    Beeindruckender Bericht. Das sind ja wirklich schlimme Zustände – aber es gibt „da draußen“ viele, die das anders sehen! Die Verteidiger von Vernunft und Freiheit waren zwar immer schon in der Minderheit, am Ende muss aber auch der Dümmste erkennen, dass die Sonne sich um die Erde dreht und nicht umgekehrt…. Halte durch! (Am besten mit etwas Humor und ein paar Freunden!)

  4. Svenja sagt:

    Bei mir ist es ähnlich schlimm, dabei ist meine Schule nichtmal in dem Netzwerk. Sind hauptsächlich die Lehrer, die ständig von sich aus links-grünes Gedankengut einwerfen. Durchhalten!

  5. Kein Jebsen sagt:

    Krass! So schlimm ist es bei mir nicht (meine schule ist aber auch in diesem blöden Netzwerk). Immer dagegenhalten!

  6. Annamierl sagt:

    Es ist wie fast alles bei rot-grün total verdreht: es ist immer das Gegenteil von dem, was daraufsteht, drin. George Orwell 2018.
    Durchhalten-eskommen auch wieder andere Zeiten….

  7. Tom sagt:

    Erinnert mich an den Film die Welle!

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