Die Ideen des März: Warum eigentlich nicht?

Von MAX ZIMMER | Die Gründung einer “US Space Force“ist sinnvoll und wird den USA einmal mehr eine militärische Vormachtstellung geben, und große strategische Bedeutung bekommen.

Im März dieses Jahres äußerte Trump das erste mal eine, je nach Sichtweise, revolutionär-geniale oder schwachsinnige Idee: Nämlich die Gründung einer “US Space Force“, einer Teilstreitkraft der US Armee für den Weltraum.
Eine Sache ist unbestreitbar: Es wäre ein Meilenstein der US-Raumfahrt.

Seit 2011 ist die NASA nicht mehr in der Lage, bemannte Weltraummissionen durchzuführen.
Damals wurde das Space Shuttle Programm aus Kostengründen beendet, und fortan war man auf russische Sojus-Raketen angewiesen.
Auch wenn die USA wohl bald wieder selbst im Stande sind, bemannte Flüge durchzuführen, war dieser Tiefpunkt in der US-Raumfahrtgeschichte dennoch symptomatisch für die Fortschrittsmüdigkeit westlicher Gesellschaften.
Dass es mittlerweile wieder bergauf geht ist nicht nur durch private US-Projekte wie SpaceX zu erkennen, sondern eben auch durch das Zurückkehren des Bewusstseins in Wahsington, wie Prestigeträchtig der Weltraum für Amerika ist.

Auch wäre die Gründung einer Space Force ein militärisches Novum.
Nicht nur, dass die letzte strukturelle Erneuerung der US Armee 1947 erfolgte. Auch gab es bisher keine nennenswerten technischen Expansionen seitens einer Armee ins All, abgesehen von Interkontinentalraketen.
Damit wären die USA allen anderen Staaten einen Schritt voraus, was angesichts der steigenden Rivalität mit Russland und China von großer Relevanz ist.

Wie genau eine mögliche Space Force aufgestellt wäre, wie viele finanzielle Mittel sie zur Verfügung hätte und was ihre Aufgaben wären steht im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen.
Sicher ist nur, dass sie früher oder später strategische Bedeutung bekommen wird, denn in anderen Teilen der Erde schläft man nicht.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch China bald anfangen wird, etwaige Pläne zu schmieden.
Noch haben wir die Chance gegen Chinas bevölkerungsmäßigen und vielleicht auch bald wirtschaftlichen Vorsprung anzukämpfen und unsere Überlegenheit zu wahren. Ihnen das Feld der Führungsmacht nicht kampflos zu überlassen ist nur pragmatisch.

Die Space Force wird den USA gut tun. Sie wird die Raumfahrt und die technischen Möglichkeiten, in den unendlichen Weiten zu operieren, vorantreiben und den USA einmal mehr eine militärische Vormachtstellung geben.
Zudem beträgt der jährliche US-Militäretat etwa 600 Milliarden Dollar. Im Vergleich: Der Raumfahrt-Gigant NASA verfügt jährlich über etwa 20 Milliarden Dollar.
Die Finanzierung der Space-Force sollte also möglich sein.
Wieso also nicht?

3 Antworten

  1. Moritz sagt:

    Also. Ich will mich ja nicht beschweren. Aber die US Army machen grade ne grosse Transformation durch in der aus den grossen Divisionen kleine besser einsetzbare Brigaden werden

  2. Anarchokapit(A)list sagt:

    Ich bin für Tricia Helfer als Space Commander!

    Hat schon als Number Six in Battlestar Galactica eine äußerst gute Figur gemacht 😉

    http://galactica.wikia.com/wiki/Number_Six

  3. c3po sagt:

    Da steckt doch bestimmt wieder apollo-news dahinter! Schön dynamischer Artikel mit witzigem Titel – dass die Iden des März mit der Ermordung Cäsars endeten ist dir aber schon klar…? 😉

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