Bricht das Monopol der Deutschen Bahn?

von Karl Dramm | Seit März 2018 ist es soweit: Die Deutsche Bahn hat einen neuen Konkurrenten im deutschen Schienenverkehr – das Busunternehmen FlixBus/FlixTrain, welches bereits seit 2013 mit Fernbussen der DB das Leben schwer macht. Der Fernbusriese aus München befährt nun zwei Fernverkehrsstrecken zwischen Köln und Hamburg, sowie Stuttgart und Berlin mit eigenen Zügen.. Das ganze zu Preisen ab 9,99€!
Als die beiden Unternehmen, HKX und Locomore insolvent gingen, sah der Eisenbahnnewcomer seine Chance, den Eisenbahnverkehr in Deutschland – mehr als nur von der DB AG dominiert – etwas aufzumischen. Kleine Preise, hoher Komfort – das ist das was FlixTrain verspricht. 39,99€ für die Strecke Stuttgart-Berlin als höchstmögliche Preis spricht für das Unternehmen. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn kostet hingegen knapp 115€. Hier schlägt der Neuanbieter das Monopol um Längen. FlixTrain ist gerade deshalb so erfolgreich, da auch die Pünktlichkeit der Züge keine Seltenheit ist. Was die Politik offiziell seit 1993 auf der Agenda stehen hat, wird nun im kleinen Maße Realität: Konkurrenz auf der Schiene.
Wie man sieht: Der Herausforderer FlixTrain scheint trotz schlechter Bedingungen im Markt mithalten zu können (viele seiner Vorgänger waren pleite gegangen).  Wirklich gefährlich wird FLixTrain der DB mit zwei Strecken und noch wenigen Fahrten bisher nicht – aber bereits 2019 soll es höhere Taktzahlen geben sowie neue Strecken. Dies hat zur Folge, dass die DB Strecken weiter und weiter an FlixTrain abgeben muss und der Markt sich so ausweitet – eine großartige Chance, den Eisenbahnmarkt neu aufblühen zu lassen sofern im ÖPNV bereits einige Privatunternehmen vor der DB Strecken zugeteilt bekommen!
Konkurrenz belebt das Geschäft und das DB-Defactomonopol hat lange genug – zum Leidwesen der Bahnreisenden – sein Unwesen getrieben!

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