1.400 Hektar Wald für den Umweltschutz geopfert und weitere grüne Paradoxe

Von Lucy Mai | In den letzten Tagen war das Thema Windenergie wieder in aller Munde: Die einen bedauern den „Stillstand“ beim Ausbau von Windkraftanlagen, andere kritisieren die Form der Energiegewinnung als schädlich für Mensch und Natur. Jüngst tauchten Meldungen auf, wonach das Land Sachsen-Anhalt den Mindestabstand beim Bau von Windkraftanlagen unterschreiten will, um „durch den Mindestabstand verloren gegangene Fläche“ nutzbar zu machen, wie die grüne Umweltministerin Claudia Dalbert verlauten ließ. Auch wurde durch eine FDP-Anfrage bekannt, dass für den Bau von Windkraftanlagen in den vergangenen zehn Jahren etwa 1.400 Hektar (das entspricht etwa 2.000 Fußballfeldern) Waldfläche für den Bau von Windkraftanlagen in Deutschland gerodet wurden. 

Mittendrin: Die Grünen und die Ökostrom-Industrie. Es ist bekannt, dass der Ausbau der Windenergie in den letzten Jahren zurückgegangen ist, die Windkraft-Lobby spricht gar von einem „Stillstand“. Doch dies liegt viel weniger an den „zu strengen“ Abstandsregelungen, wie die Grünen immer wieder kritisieren, sondern vielmehr an der völlig absurden Subventionspolitik des EEG, welches noch von der rot-grünen Bundesregierung vor fast 20 Jahren konzipiert wurde. Und dennoch kritisieren Grüne und Windkraftlobby die Abstandsregelungen  regelmäßig als „Hindernisse für den Ausbau“.

Rechtfertigung hierfür ist selbstverständlich die Bedrohung durch den Klimawandel. Die Milliarden, die in der Ökostrom-Industrie stecken, werden dabei aber selbstverständlich nicht erwähnt. Kritik an möglichen Schäden an Umwelt und Natur durch die oben genannte Waldrodung gibt es hingegen nicht, obwohl regelmäßig Naturschutzorganisationen davor warnen. Während den Grünen die Natur sonst so sehr am Herzen liegt, sind die Umweltschäden hier natürlich für den Schutz des Klimas (oder besser gesagt: der Windkraft-Industrie) zu verkraften.

Wer den Grünen eine Verbindung zur Ökostrom-Industrie, einen der großen Profiteure der Panikmache um das Klima, unterstellt, wird in eine Ecke mit sogenannten „Klimaleugnern“ gestellt, die für Grüne ohnehin den Abschaum der Gesellschaft bilden. Auch der Bürger, der einfach wegen des Naturschutzes oder wegen des Schutzes seiner selbst, Windkraftgegner ist, wird als ein Ungläubiger der Energiewende verklärt.

Der gläubige Grüne kritisiert zwar den Lobbyismus aufs Härteste und will deswegen die Wahrheit über angebliche Verbindungen der Bundesregierung oder irgendwelcher Parteien zur Kohle-Industrie aufdecken. Doch bei den eigenen Verbindungen der Partei kann dann gerne wieder der Klimawandel als Begründung herhalten. 

3 Antworten

  1. Konrad Kugler sagt:

    Haben die Zeitungsmacher schon einmal darüber nachgedacht, wann diese gedruckt werden können?
    Vielleicht früh am Morgen, wenn die Sonn aufgeht und der Wind auch weht.

  2. Konrad Kugler sagt:

    Wem nutzt die Verteufelung der Kernkraft? Der Ölindustrie.
    Heizen mit billigem Strom ist schlecht fürs Ölgeschäft.

    Wer ist der größte Umweltschädiger? Jürgen Trittin.
    Er hat ein 100000-Dächer-Programm aufgelegt zur Stromerzeugung. Mit seiner Ignoranz hat er nicht erkannt, daß er damit den Ölkonzernen das Geschäft der Hausheizung rettet.
    In den 1990er Jahren hieß es, daß eine thermische Kollektoranlage zur Warmwasserbereitung im Jahr 1000 Liter Heizöl einspart.
    Die Rechnung: 1000 Liter mal 100000 Dächer = 100 Millionen Liter Heizöl
    würden pro Jahr n i c h t verbrannt.

    1400 Hektar macht doch nichts her. Das sind 14 Millionen Quadratmeter.

  3. moneypenny sagt:

    Den Grünen ist die Umwelt, zu der ja auch die Menschen gehören, scheißegal. Das „Klima“ geht vor. Sie sind nicht grün, sondern links.