Zensur alternativer Medien: Trump kommt seinen Helfern zur Hilfe

2 Antworten

  1. Raubtierkapitalist sagt:

    Abgesehen davon, dass ich von Infowars etc. nichts halte, halte ich was von Meinungsfreiheit.

    Der letzte Satz des Artikels wirft die richtige Frage auf.

    Es sind private (!) Unternehmen mit Hausrecht. So wie jeder Verlag bestimmen kann, was er im Verlagshaus publiziert, können Facebook & Co. entscheiden, was auf ihren Plattformen publiziert bzw. entfernt wird.

    Anders sähe es aus, wenn der Staat Facebook & Co. dazu anhalten oder nötigen würde, bestimmte Inhalte/Meinungsäußerungen zu löschen oder eine Vorabrüfung von Inhalten (Prüfung > manuelle Freischaltung durch Facebook & Co) durchzuführen.

    Wer das Hausrecht von Facebook & Co. nicht mag, muß halt eigene Plattformen gründen oder zu Diaspora (diasporafoundation.org) etc. wechseln.

    • Max Roland sagt:

      Ein wirklich spannendes Thema. Auch aus der liberalen Ecke kommt mittlerweile die Forderung, die Social-Media Giganten zu regulieren (Sargon of Akkad: The Case for social Media Regulation https://www.youtube.com/watch?v=nVVbjlv4j6Y ), weil sie mittlerweile eine Plattform von gigantischer öffentlicher Relevanz sind. Ein US-Gericht hat ja geurteilt, dass Trump keine Menschen auf Twitter blockieren darf, weil er der Präsident ist und sein Account politische Relevanz hat und somit ein öffentlicher Raum sei. Das könnte ein Präzedenzfall werden (sagt zumindest Sargon). Ich kann auch dieser Seite einiges abgewinnen, muss ich sagen. Die Frage ist es auf jeden Fall Wert, sich offen und differenziert mit ihr auseinanderzusetzen, und für uns als Liberale nicht ganz einfach. Ich stehe aber natürlich nach wie vor hinter dem, was ich geschrieben habe.