Kindheit in der ärmsten Stadt Westdeutschlands: Wie ein Arbeiterkind den Liberalismus entdeckte

5 Antworten

  1. Karl Neumann sagt:

    Verehrter Jan, ich darf doch “Sie” sagen ? Also, einer Ihrer Sätze hat mir zu denken gegeben : “Auch deshalb will ich in die Politik gehen und liberalen Aktivismus betreiben. ” Der ersten Hälfte Ihres Wunsches kann ich zustimmen, bei der zweiten hätte ich doch Bedenken. Ich denke hier an die nicht auf die leichte Schulter zu nehmenden Anfeindungen, denen momentan eine aktiv tätige liberale Partei ausgesetzt ist. Sie sollten sich daher diese geplante gedankliche Ausrichtung noch einmal gründlich überlegen. Erfolgreicher scheint mir ein Weg des demokratischen Sozialismus zu sein. Ein leuchtendes Beispiel für eine nachahmenswerte Karriere gibt hier ein aus dem Arbeiterstand zum Millionär aufgestiegener ehemaliger Würseler Bürgermeister, der es trotz gescheiterter Buchhändlerpraxis und Alkoholproblemen geschafft hat, in dem Brüsseler Bürokraten-Konglomerat bis an die Spitze aufzusteigen. Trotz seines Scheiterns in einer demokratischen Partei braucht der verdiente Politiker sich um einen sorgenfreien Lebensabend keine großen Gedanken zu machen. Wie gesagt, noch einmal gründlich das “Für und Wider” durch den Kopf gehen lassen und zeitig die entspreche Richtung bestimmen. Hier bietet sich der Eintritt in die entsprechende Jugendorganisation an. Am Steuer dieser Einrichtung steht ein vom zu schaffenden Wohl für die arbeitende Klasse absolut überzeugter junger Mensch, dem auch die Verstaatlichung von Großunternehmen nicht utopisch erscheint, der Ihnen als leuchtendes Vorbild dienen könnte.

  2. Bienchris sagt:

    Hallo Herr Schneider,
    Es tut gut zu erfahren, dass es noch rational denkende Jugendliche jenseits von FfF gibt. Ich kann Ihre Erfahrungen nur bestätigen. Meine Eltern konnten sich mit Fleiß ein kleines Eigenheim erarbeiten und 4 Kinder großziehen – weitestgehend mit 1 Verdienst. Alle 4 Kinder wiederrum haben sich mit viel Fleiß gute berufliche Positionen und damit ein bislang gutes Auskommen erarbeiten können, allerdings ging das schon schwerer als bei den Eltern. Der Staat wird immer raffgieriger, der Sozialstaat immer ausufernder, die Perspektiven und Löhne der meisten Arbeitnehmer immer schlechter. Ihre Generation wird es selbst mit viel Fleiß noch schwerer haben, sich einen gewissen Wohlstand zu erarbeiten. Zusätzlich geht immer mehr Freiheit verloren…Wäre ich jünger, ich hätte Deutschland wahrscheinlich schon den Rücken gekehrt.
    Ich wünsche Ihnen für die Zukunft viel Erfolg und das immer notwendige Quentchen Glück!

  3. Jan Schneider, ich könnte Ihre Urgroßmutter sein – aber Apollo News lese ich regelmäßig.
    Selbst ein Aufsteigerkind aus dem Ruhrpott-Handwerker-Milieu kann ich mich gut in Ihre Situation versetzen. Mein Rat: kämpfen Sie weiter, bilden Sie sich weiter, suchen Sie sich die richtigen Leute (und vielleicht eine passende Ehefrau!) Alles Gute Erika Schaeper

    • Jan Schneider sagt:

      Vielen Dank für Ihre warmen Worte Frau Schaeper. Das Ruhrgebiet wacht auf. Auch, wenn es mit FridaysForFuture nicht so aussieht: die Jugendlichen denken dirchaus kritisch und hinterfragend, und auch die SPD, Arbeiterverräter Nummer 1 verliert hier wie Sie wissen mehr und mehr an Boden. Also, Kopf hoch und weiter machen! Für unsere Zukunft. Besten Gruß und vielen Dank für Ihre Verdienste als Arbeiterin in unserem Land an Sie uns Ihre Familie, Ihr Jan Schneider