Kalifornisches Eis und chilenische Berge

Von MAX ROLAND | Ich persönlich habe ja, als vorbildlicher deutscher Staatsbürger, meinen ökologischen Fußabdruck während der Ferienzeit sehr gering gehalten. Während andere über Weihnachten und Silvester in die weite Welt hinausflogen, habe ich es nicht weiter als zur Nordsee geschafft.

 

Zum Beispiel Katharina Schulze. Die Fraktionschefin der Grünen im bayrischen Landtag scheint anscheinend einen exklusiven Promoter-Vertrag mit dem Vielfliegerprogramm der Lufthansa zu haben – auf jeden Fall sammelt die gute Frau fleißig Meilen. Ihrem Instagram-Account zu Folge war Schulze schon in Tibet, Moskau, Seattle und vielen anderen Orten. Gleichzeitig setzt sich die Vielfliegerin gegen eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen ein – das braucht’s dann doch nicht. Sie kommt ja offensichtlich mit zwei Startbahnen auch überall hin. Über den Jahreswechsel war Katharina Schulze in Kalifornien, um, wieder laut ihrem Instagram, zu Schaukeln, mit einem Plastiklöffel Eis aus einem Plastikbecher zu essen (Ja gehts noch?!) und wahrscheinlich schöne Ideen abzugucken, mit denen man Bayern so ruinieren kann, wie den Staat an der US-Westküste.

Dann gibt es da noch Cem Özdemir. Der Star-Grüne hält sich momentan in Südamerika auf, um genau zu sein, in den Anden, wo er mit seiner Tochter von Argentinien nach Chile durch die Berge reitet – kein Witz. Eine Flugreise vom Kaliber Deutschland – USA bzw. Deutschland – Argentinien wären ungefähr 36 Trips einer Familie im alten Diesel in die Toskana, nur nebenbei. Die „Church of Global Warming“ erinnert an die katholische Kirche im Mittelalter: Wasser predigen und selbst Wein trinken.

Wer einen Urlaub geplant hat, aber sein Auto nicht mehr fahren darf, soll halt fliegen. Vielleicht teilen die Grünen ihre Vielfliegermeilen ja solidarisch. Lieber Cem, liebe Katha, viele Grüße übern Teich: Für mich war urlaubstechnisch leider nur ’ne Fahrt an die Nordsee drinne. Ich freu mich aber wieder auf euch, denn spätestens ab nächster Woche kommt ihr ja wieder zurück und erklärt uns, warum unser Diesel nicht mehr in die Innenstadt darf. Wer die Welt rettet, muss halt auch ab und an mal ausspannen.

4 Antworten

  1. quesRab sagt:

    Hello everyone. I am new user :). Greetings

  2. moneypenny sagt:

    Ich kann mir nicht helfen, ich find das trotzdem sympathischer als wenn die alle asketisch wören… Wobei durch die Anden reiten natürlich total bekloppt ist – aber das mit dem Eis in L.A, kommt schon nah an Cheblis Rolex ran!

    • Dwayne sagt:

      Aus Gründen der Konsequenz verlange ich schon von den Grünen, auf derartigen kapitalistischen Konsum und Wohlstandsgenuss zu verzichten. Genau so wie Sahra Wagenknecht weniger Diamanten tragen und Hummer essen sollte, während sie einen Heiligen Krieg gegen “die Reichen“ führt.

      • moneypenny sagt:

        Ich verstehe das Argument, aber vor den Fanatikern hab ich mehr Angst als vor den „Sündern“.