Holtzbrinck killt Steingart

Von AIR TUERKIS | Der Herausgeber des Handelsblatt, Gabor Steingart, galt als der kommende Mann innerhalb des Konzerns und als möglicher Nachfolger des Dieter von Holtzbrinck, Besitzer des gleichnamigen Verlagshauses, welchem neben dem „Handelsblatt“, „Der Tagesspiegel“ und die hälfte der Anteile an „Der Zeit“ gehört. Doch damit scheint nun Schluss zu sein. Laut SPIEGEL-Informationen soll der 55-Jährige vor der Ablöse stehen. Grund dafür ist wohl eine Ausgabe des „Morning Briefing“ welche er im Handelsblatt publiziert hat. Darin beschreibt er, als Mordhergang verbildlicht, wie Schulz Gabriel politisch ausgeschaltet hat. Äußerungen wie „Schulz will […] Gabriel, zur Strecke bringen und an dessen Stelle im Ministerium Quartier beziehen“, „Wenn kein Zucken der Gesichtszüge mehr erkennbar ist, will Schulz den Tod des Freundes aus Goslar erst feststellen und dann beklagen.“ oder „Schulz, der nichts Geringeres plant als den perfekten Mord.“ gehen Holtzbrinck zu weit: Bei Martin Schulz ist mittlerweile eine Entschuldigung im Namen des Handelsblatts eingetrudelt.

Steingart endet in jenem brisanten Artikel mit einem Zitat von Franz Grillparzer: „Allen Sündern wird vergeben nur dem Vatermörder nicht“.
Die Frage ob selbiges auch auf den Sohnesmörder zutrifft überlässt die Apollo Redaktion, nach Absprache mit allen Herausgebern, dem werten Leser!

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