Haarscharf am rechten Putsch vorbei – mal wieder

Von MAX ROLAND | Die IB hat in einer großangelegten Aktion heute einen Anschlag auf unsere Demokratie verübt. So wollen es beide Seiten aussehen lassen: Die Wahrheit sieht anders aus.

Die Reaktion der Medien und Politiker könnte für die IB nicht besser sein. Man könnte meinen, die Fake-Empörung sei durch die rechten Aktivisten kalkuliert gewesen.

Wahrscheinlich brauchte das politisch linke Spektrum mal wieder ihren Moment im Rampenlicht. Schließlich wurde in den vergangenen Tagen nur über Frank Magnitz geredet. Der war niedergeschlagen worden, wahrscheinlich von linksextremen Gewalttätern. Geht gar nicht. Also nicht die Tat an sich, sondern dass die AfD tatsächlich ein Opfer war und als solches im Rampenlicht stand, ohne der Böse zu sein – untragbar. Doch Gott sei Dank gab es mal wieder einen massiv staatsgefährdenden Anschlag von rechts! Die häufen sich aber auch in letzter Zeit. Schlimme Hetzjagden, wo 2 Meter leicht gejoggt wird, oder Terrorzellen, die mit einem Luftgewehr kurz vor dem Marsch auf Berlin stehen. Und jetzt wurde die Demokratie mal wieder durch einen solchen Anschlag aufs Schlimmste erschüttert. Bühne frei für die „Identitäre Bewegung“, eine Gruppe von völkischen Nationalisten, die viel kleiner ist, als sie sich eigentlich gibt. Diese Gruppe hat in einer Protestaktion gegen linke Gewalt vor Parteizentralen und Medienhäusern unter anderem Plakate befestigt, auf denen Sätze wie „Wann thematisieren Sie linke Gewalt?“ standen. Ein anderes Plakat, welches an der SPD-Parteizentrale befestigt wurde, zeigte die Bilder des verletzten Frank Magnitz mit den Worten: „Wir brechen euer Schweigen.“ Es ist die richtige Aktion, durchgeführt von den falschen Leuten. Vor dem Redaktionsgebäude der „Taz“ kam es zu einem kleineren Zwischenfall: Eine Mitarbeiterin riss die Plakate von der Glasfront herunter und begann, ein kleines symbolisches Grab zu malträtieren. Daraufhin schob ein IB-Mann die Frau leicht zur Seite. Sie griff ihm an den Hals und begann, hysterisch etwas von „Angriff“ zu keifen. Nach mehreren Sekunden ist die Szene wieder vorbei. Die IB veröffentlichte dieses Video, welches den Vorfall zeigt:

Daraus wurde dann schnell eine „gefährliche Körperverletzung“, die durch die IB begangen worden sein soll. In diese Richtung ermittelt jetzt auch der Staatsschutz. Und die politische Linke darf sich endgültig daran setzen, die Begrifflichkeiten der deutschen Sprache auch ganz offiziell im Duden umzudefinieren, wenn ein Wegschieben eine gefährliche Körperverletzung und eine gefährliche Körperverletzung (Magnitz) für viele Linke nur noch ein „Schubsen“ ist.

Plakataktionen von verqueren, rechten Gruppen sind also „ein Angriff auf die Pressefreiheit und damit auf unsere Demokratie“, wie das Bundestagsmitglied Tabea Rößner von den Grünen sagt. Dann muss unsere Demokratie unfassbar schwach sein. Und Antifa-Journalisten wie Hanning Voigts von der „Frankfurter Rundschau“ stilisieren sich mit peinlichen Tweets bereits als Nachfolger der „Weißen Rose“, weil sie in ihrem Großraumbüro eine Beleidigung auf Twitter oder ein Plakat an der Hauswand sehen mussten. Was haben diese Leute Glück, dass es die IB gibt – womit könnte man sonst so schön Selbstdarstellung betreiben? Dabei merken sie gar nicht, dass sie das Spiel der IB mitspielen, indem sie diese Kleinsttruppe zu einem Faktor machen. Die politische Linke braucht jede noch so kleine Spinnergruppe, die mit viel Phantasie und noch mehr Haltung durch die gewogene Presse zur neuen Bedrohung der Demokratie gemacht werden kann. Linke und Rechte schaukeln einander hoch: Wahrheit und Vernunft bleiben auf der Strecke.

9 Antworten

  1. williwob sagt:

    Jede Diktatur ist in den Augen der Diktatoren „Demokratie“! Nachdem im 3.Reich alle Gegner und Andersdenkenden ausgeschaltet waren, war auch Hitlerdeutschland eine Demokratie – die Mehrheit wollte ja das, was geschah! In Diktaturen wird mittels einseitiger verzerrender und lügender Massenpropaganda der politische Gegner und Andersdenkende zum Feindbild erklärt und attackiert. In Diktaturen werden Andersdenkende bis zur Vernichtung beschimpft, ausgegrenzt, gejagt, gehetzt, zur Abwanderung gezwungen. In Diktaturen werden aus ansonsten sachlich neutralen unabhängigen staatliche Behörden und Institutionen dienbare und nutzbare Befehlsempfänger und Roboter der Diktatoren gemacht, Kritiker und Verweigerer aus diesen Staatsorganen entfernt. In Diktaturen herrschen Willkür, Angst, Bedrohung und Verbote. In Diktaturen herrscht Unsicherheit des Eigentums, der Vertragssicherheit, des Bestandschutzes, der Verlässlichkeit. In Diktaturen herrscht eine regierungswillige Zweiklassenjustiz, die Täter schützt und Opfer kriminalisiert. In Diktaturen werden massiv Gesellschaftsmittel zweckentfremdet für den Machterhalt der Mächtigen, es werden Millionenprestigeobjekte zur Vergötterung der Mächtigen angestoßen, es werden Millionenmittel in den Kampf gegen Andersdenkende gesteckt, es fehlen genau diese Millionenmittel an den Stellen, wo sie wirklich gebraucht würden. In Diktaturen herrscht Einigkeit, Zusammenstehen, Haltung und Gesinnung im Sinne der Regierung statt unzähliger differenter bunter, diverser und toleranter Meinungen. Wer genau erkennt sich in Merkel-Deutschland noch einer Demokratie zugehörig?

  2. Demmel sagt:

    Gignoskein seauton hieß es bei den alten Griechen: erkenne Dich selbst.
    Das ist der Beginn eines Denkens, das das Individuum auffordert, sich mit sich selbst und seiner Identität auseinanderzusetzen, sich selbst zu finden.
    Was also kann an Identität so schlecht sein, daß sie gleich als rechtsetrem gilt. Oder waren, hab ich bis jetzt nur noch nicht gemerkt, die ollen Griechen doch alles schon Nazis oder sonstwie rechte Spinner und gar nie nicht Dämonkraten.
    Dann ginge mir ein Licht auf. Die Alt-Griechisch -Pauker auf der Penne waren mir des öfteren doch schon suspekt: heureka! und Vergelt`s Euch Gott für diesen Geistesblitz.

    • Max Roland sagt:

      Zwischen Selbsterkenntnis und Kollektivistischer Identitätspolitik gibt es einen Unterschied. „Erkenne dich selbst“ und ein positiver Bezug zur eigenen Identität ist richtig. Kollektivismus ist falsch.Und „Ethnopluralismus“à la IB, sprich die Trennung von Menschen anhand ethnischer Merkmale, ist doch nun wirklich abzulehnen. Falls sie das nicht so sehen, sollten Sie vielleicht nochmal auf die „Penne“.

      • Demmel sagt:

        Hoho, Herr Roland,
        das Wortgeklingel von „kollektivistischer Identitätspolitik“ ist arg zusammengeschustert. Wer so denkt und sich so ausdrückt , zieht wahrscheinlich die Antagonisten Feuer und Wasser auch zu Feuerwasser zusammen.

        • Raubtierkapitalist sagt:

          @Demmel

          In der DDR gab es eine kollektivistische Identitätspolitik. Es wurde auch bis zum Erbrechen von Identität geschwafelt. „Unser Vaterland heißt DDR!“ war ein beliebter Slogan bei FDJ-Veranstaltungen. Eine kollektivistische Identitätspolitik ist also kein „zusammengeschustertes Wortgeklingel“ – gab es ganz real in der DDR, gab es ganz real in der Sowjetunion, gibt es ganz real in China.

          Gab es auch ganz real im 3. Reich – ebenso kollektivistisch. Nur mit dem Unterschied in der Bezeichnung, dass es bei den Nazis „Volksgemeinschaft“ und nicht „Kollektiv“ genannt wurde.

          Demmel schrieb: „Wer so denkt und sich so ausdrückt , zieht wahrscheinlich die Antagonisten Feuer und Wasser auch zu Feuerwasser zusammen.“

          Aus dem Mischen zweier anderer Antagonisten (?) wurde in den 20er/30er Jahren ein ziemlich hochprozentiges und toxisches Feuerwasser: Nationalsozialismus.

          Der existierte und wütete auch ganz real.

          • Demmel sagt:

            Eben! Die Linken sind doch überall ganz große Phrasendrescher und vernebeln mit Ihren widersprüchlichen Begriffen mehr als , daß sie durch Worte Klarheit schaffen, Und da kann man auch die Nazi`s nun wirklich nicht extra erwähnen. Waren ja auch nur Sozialisten, die von der nationalsozialistischen deutschen Arbeiter-Partei.
            Es geht doch um den verstandenen Gebrauch von Worten. Und da sind mir konservative Positionen, wenn und weil tief gebildet , am hervorragendsten.
            Globalisierung oder Raubtierkapitalismus ist doch die Geisel der Gegenwart und wird von gerade den Linken überall in der EU-dSSR und den meisten nationalen Rumpfparlamenten vertreten und getragen.
            Der wahre Quell dieser menschenfeindlichen Strategien sitzt aber seit Jahrhunderten dort, von wo auch ein Marx finanziert wurde , damit er den Kontinent mit seiner rein materialistischen und gleichzeitig bedingungslos atheistischen Gesellschaftsanalyse spalterisch zerlegen helfen sollte und dies mit seinem bösartigen geistigen Virus auch getan hat. Bis heute ist dieses Virus wirkmächtig. Vor allem in Westeuropa viel mehr als in Osteuropa, wo man diese marxistisch- leninistische- stalinistische-maoistische Geisteskranklheit und Verlogenheit hinter ihren linken Parolen durch Leid verstanden und abgelegt hat.
            Hier, in Westeuropa, merken noch immer viele nicht, daß der Nihilismus und die Irrationalität der Linken auf allen Feldern die Transportschienen der menschenverachtenden Globalisierer dahinter sind. Die Linke ist nur nützlicher Idiot, der sehr oft tagespolitisch von den auf Langzeit angelegten Strategien der wahren Machthaber ablenkt.
            Letztlich geht es um „Licht und Wahrheit im Denken“., wie der russische Philosoph Iwan Iljin (1882-1954) sagt und fortfährt, „Licht und Wahrheit müssen errungen werden, denn die geistige Finsternis bringt mit sich stets die Gefahr, das lebendige Geheimnis der von Gott geschaffenen Welt zu entstellen oder zu verflachen und aus dem Menschen einen unfreien , weil voreingenommenen Beurteiler zu machen. In Wirklichkeit ist der Mensch aber zum freien Selbstschauen und zur freien schöpferischen Liebe geboren.“
            Dazu aber ist Identität und ihr Selbst-Verständnis m.E. Voraussetzung. Positionen der Linken auf der Basis von Nihilismus, Kollektivismus und Materialismus erzeugen nur Irrationaliät und Angst, selbst zu denken.
            Das ist genau die Absicht.
            Eine nicht bedingungslos atheistische Gegenposition wird nie dem Menschen das Recht auf Identität und Selber-Denken absprechen, weil dies eine Verletzung des von Gott gewollten Geschöpfes wäre : a priori
            Auch wenn einem die gedanklichen Ergebnisse nicht passen mögen. Das ist selbstredend nicht nur demokratisch, sondern viel tiefer anti-materialistisch, anti-nihilistisch und anti-atheistisch.
            Voraussetzungen, zu deren Entwicklung in den Menschen, in den Völkern sind: Bildung, Bildung, Bildung.
            Und daran fehlt es eben allüberall. Das geht soweit, daß Bildungsfeindlichkeit quasi als „kulturelle Besonderheit“ geduldet und quasi gefördert werden. Nur mit den Dummen treibt man die Welt um.
            Die ersten Opfer einer Revolution sind immer Konservative und wahrhaft Intellektuelle.
            Vor allem bürgerlich Konservative , nicht Liberale , sondern Konservative , sind als Bewahrer von geistigen Werten, von Ethos und Kultur nicht einfach dem manipulativen politischen Farbenkasten zuzuordnen, dazu haben sie viel zu viel persönliche Entwicklung hinter sich, die zur Persönlichkeit und zur charakterlichen Stärke und Individualiät geführt hat.
            Und genau das ist im Kollektivismus verpönt und verhaßt.
            Genau diese Haltung der Linken , egal ob Grün oder Rot, führt in der Gegenwart zu immer mehr Gewalt und Haß, weil die Irrationalität dies sogar zuläßt, ja fördert und Irrationalität die wirkliche , weil geistige Auseinandersetzung unmöglich macht auch und gerade auf Seiten linker Positionen..
            So wird die Linke in weiten Teilen selbst Opfer der von ihr geförderten Irrationalität und geschürten Angst, weil dies ihre inhaltlichen Schwächen letztlich und total. offenbart.

        • Max Roland sagt:

          Arg zusammengeschustert ist eher Ihre Definition von „Identität“ und die IB. Ihr sehr simpel gestrickter Versuch, einen positiven Selbstbezug und den Kollektivismus der IB gleichzusetzen, ist leider sehr durchsichtig und entweder aufgrund von Unwissen über die IBler oder sogar wider besseres Wissen entstanden. Wer linken Kollektivismus ablehnt, muss ihn Rechts genauso ablehnen. Denn dieser Kollektivismus ist Gift für jede freie Gesellschaft. Egal, ob es die linken Kulturmarxisten sind, die sich nicht als Individuum, sondern als Weiß, Schwarz, Homo oder Hetero oder Frau oder Mann sehen, und sich darüber und nur darüber definieren, oder die Rechtsradikalen, die sich nur als Teil einer Volkes oder eines Synonyms dafür begreifen können: Solche Leute sind nicht nur schwach, sondern auch gefährlich.

          • Raubtierkapitalist sagt:

            @Demmel

            Demmel schrieb: „Globalisierung oder Raubtierkapitalismus ist doch die Geisel der Gegenwart (…)“

            Das sind zuerst mal sozialistische Kampfbegriffe. Mit „Raubtierkapitalismus“ meinen Rote/Braune/Volkssozen doch Kapitalismus an sich. „Globalisierung“ bleibt meist auch nur schwammig umrissen: Freihandelsabkommen etc.
            Nun, mit Freihandelsabkommen habe ich erstmal kein Problem.

            Demmel schrieb: „Der wahre Quell dieser menschenfeindlichen Strategien sitzt aber seit Jahrhunderten dort, von wo auch ein Marx finanziert wurde (…).

            […]

            (…) der menschenverachtenden Globalisierer dahinter (…).

            […]

            Die Linke ist nur nützlicher Idiot, der sehr oft tagespolitisch von den auf Langzeit angelegten Strategien der wahren Machthaber ablenkt.“

            Wenn diese Globalisierer seit Jahrhunderten am Werk sind, dann handelt es sich um einen kleinen Zirkel von Verschwörern mit Plan zur Weltherrschaft? Ich möchte Dir echt nichts in den Mund legen, aber die Strippenzieher im Hintergrund, die seit Jahrhunderten wirken, die wahren Machthaber… Das kann ich mir auch bei Veranstaltungen von links, über nationalsozialistisch bis neurechts reinziehen. Zum Schluss hin wird dann auch immer – mehr oder weniger offen – gesagt, um wen es sich bei diesen Weltverschwörern handeln soll.

            Generell sprechen Aussagen dahingehend, dass eine bestimmte Clique irgendwie und seit Jahrhunderten das Weltgeschehen lenkt, den Menschen die Eigenverantwortung ab.

            Demmel schrieb: „Die ersten Opfer einer Revolution sind immer Konservative (…)“

            Ob das Ranking immer so stimmt, weiß ich nicht. Anarchisten traf es in der Sowjetunion recht früh und hart. Liberale, Libertäre und Kapitalisten in Person von Großgrundbesitzern (um mal diesen linken Kampfbegriff zu verwenden), traf es bei den sozialistischen Umstürzen/Umsturzversuchen in Südamerika ebenfalls zeitnah. Bei nicht wenigen Revolutionen traf es Juden; entweder weil sie Juden waren, und/oder als Macht hinter einer Weltverschwörung eines nebulösen „Kapitals“ ausgemacht wurden.

            Demmel schrieb: „Vor allem bürgerlich Konservative , nicht Liberale , sondern Konservative , sind als Bewahrer von geistigen Werten, von Ethos und Kultur (…).“

            Ich glaube, um den Begriff „liberal“, gibt es seit ein paar Jahrzehntenein generelles Missverständnis. Wie dem auch sei… Mir soll’s egal sein.
            Aber wenn man Kultur nicht mythisch begreift und/oder an einem nebulösen Mythos festmacht, dann ist auch die Ariane 5 Kultur. Zugegeben, Ariane 6 ist überfällig – ohne Fortschritt, ohne Kapitalismus aber nicht zu machen.

            In diesem Sinne:

            Peace – Love – Liberty 😉

  3. Demmel sagt:

    Gignoskein seauton hieß es bei den alten Griechen: erkenne Dich selbst.
    Das ist der Beginn eines Denkens, das das Individuum auffordert, sich mit sich selbst und seiner Identität auseinanderzusetzen, sich selbst zu finden.
    Was also kann an Identität so schlecht sein, daß es gleich als rechtsetrem gilt. Oder waren, hab ich bis jetzt nur noch nicht gemerkt, die ollen Griechen doch alles schon Nazis oder sonstwie rechte Spinner und gar nie nicht Dämonkraten.
    Dann ginge mir ein Licht auf. Die Alt-Griechisch -Pauker auf der Penne waren mir des öfteren doch schon suspekt: heureka! und Vergelt`s Euch Gott für diesen Geistesblitz.

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