Grüne fordern DB-Zerschlagung

von Karl Dramm | Anton Hofreiter, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, meint, dass die Deutsche Bahn  ihr Geschäft trennen müsse. 

 

 

Der Grünen-Fraktionschef hat gefordert, den Bahn-Konzern zu „zerschlagen“.  Zum einen in das Netz und zum anderen in den Transport.
Seit nach der Wende die Deutsche Bundesbahn „privatisiert“ wurde werden alle Strecken vom DB-Konzern, also der Netz-AG an den „bestmöglichen Betreiber“ (DB selber) gegeben.
Hofreiter meint nun, dass Reformen bei der Deutschen Bahn notwendig sind, dazu gehöre  die Aufteilung in Transport und Netze sowie der Verkauf von Tochterunternehmen. Durch die Unternehmenszersplitterungen mit diversenTochterfirmen gäbe es ein Chaos, welches durch eine klare Fusionierung und Aufteilung gelöst werden könne.
Wichtig ist auch, dass es essentiell für mehr Wettbewerb sei, dass das Transport- und Netzgeschäft getrennt werden müsse.
um mehr Geld in der Kasse für Projekte, Ausbaumaßnahmen und allgemein die Zukunft zu haben sollen ebenfalls milliardenschwere Tochterunternehmen wie DB Arriva oder DB Schenker verkauft werden – zusätzlich soll bei finanziellen Problemen eine Teilprivatisierung helfen.
Grund für die Forderung Hofreiters waren das jährlich schlechter werdende Image der Bahn, der schlechter werdende Service sowie langsam wachsende Konkurrenz durch FlixBus/Train und die „unternehmens“internen Probleme wie, das nur 20% der Züge problemlos auf der Strecke sind und eine Pünktlichkeitsquote von knapp 70%. Durch die Trennung sollen einige dieser Probleme behoben werden.
Aber auch der Konzern an sich möchte sich verbessern: Instandhaltungswerke für ICEs sollen künftig ausgebaut werden und das Personal aufgestockt werden, sodass es möglich ist aus den aktuellen bundesweiten 130.000 Fertigungsstunden 225.000 zu machen. Züge sollen so problemfreier werden und schneller wieder auf Strecke kommen, was sich auf den Gesamteinsatz auswirken soll.

Bei allen Differenzen muss man anerkennen, dass Hofreiter hier ein Problem anspricht: Die halbgare „Privatisierung“ der DB, welche bis heute staatlich massiv gefördert wird, verhindert die Entfaltung des Marktes auf den Schienen. Die DB ist eine riesige Käseglocke, die Wettbewerb und damit die Verbesserung des Service auf Gleis und Straße erschwert, wenn nicht sogar verhindert. Forderung von mehr Fördergeldern aber mit dem Milliardenprofit nicht einmal Probleme anpacken – die DB stellt aktuell einen einzigen Witz für den früher so hochgelobten deutschen Verkehr dar. Zum Glück werden immer mehr und mehr Strecken an Privatunternehmen verteilt, wie es auch sein sollte! Glückwunsch an die Grünen zu dieser Erkenntnis: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

1 Antwort

  1. karlchen sagt:

    Früher bin ich wirklich gerne Zug gefahren – wäre schön, wenn das in Zukunft auch wieder so wäre! 🚂☀️

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