Der neue Kommunismus: gefährlich wie eh und je

Von MAX ZIMMER | Der 200 Geburtstag von Karl Marx als mediales Spektakel, die wiedererstarkende Kapitalismus Kritik, eine Partei im Bundestag, die Che Guevara verehrt und wachsendes Unverständnis über ökonomische Grundprinzipien: Es bahnt sich, 28 Jahre nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, ein neuer Kommunismus an.
Mal ist dieser neue Kommunismus auf die heutige Zeit angepasst, und in schöne Worte verpackt, mal ist er altbekannt.
Grundsätzlich geht es um die Ablehnung individueller Verantwortung, von Eigentumsrechten, Dezentralisierung, “Ungleichheit“ und wirtschaftlicher Freiheit.
Mit Euphemismen wie “soziale Gerechtigkeit“ oder “Chancengleichheit“ wird hierbei im Stil des trojanischen Pferdes eine Politik im Sinne dieser ideologisch bedingten Ablehnung untergemischt, die einen Sozialismus 2.0 mit sich bringt.
Während der “klassische“ Sozialismus der 20er und 30er Jahre, genau so wie später auch der 40er, 50er und 60er vor allem ganz offen sein autoritäres Gesicht zeigte, und einfach verstaatlichte, verbot und kontrollierte, so ist der Neo Sozialismus in gewisser Weise klüger.
Man hat aus den Fehlern der Planwirtschaft gelernt, und versucht nun, die Kräfte der westlichen Marktwirtschaft mit den eigenen kollektivistischen Wahnvorstellungen zu vereinen.
So redet man zwar auf der einen Seite gegen “Kapitalismus“ und “Neoliberalismus“, lobt aber auf der anderen Seite die “soziale Marktwirtschaft“ Ludwig Erhards (ein bekennender Anhänger der freien Marktwirtschaft und Kapitalist).
Politische Konsequenz dieses Denkens ist eine Politik der Besteuerung, Umverteilung, Regulierung, Subventionen und Vorgaben, um sozusagen eine gelenkte Marktwirtschaft statt einer Planwirtschaft zu erhalten.
Statt also wie mit den 5 Jahresplänen der DDR verhofft man in keynesianischer Tradition, die Marktwirtschaft einfach “basteln“ und sowohl Konjunktur wie auch Wohlstandsverteilung einfach beliebig kontrollieren zu können.
Ein marktfeindlicher Kapitalismus, wenn man so will.
Dass so etwas nicht funktioniert muss wohl einfach genau so die Geschichte aufzeigen, wie beim ersten Sozialismus.
Die Ideologen dieser Welt müssen mit ihren Ideen erst richtig gegen die Wand fahren, Leichenberge und zerstörte Nationen hinter sich lassen und millionen von Menschen mit sich reißen, um zu erkennen, dass ihre Ideen vielleicht doch nicht so gut waren.
Aber am Ende ist dann sowieso nie die Idee schuld, sondern nur die Umsetzung.
Es war eben kein ECHTER Sozialismus.

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