Wenn Fußball politisch wird

Von ADRIÁN | Gestern beim DFB-Pokalfinale kam ich mit einem Bekannten in eine interessante Unterhaltung zur Vermischung zwischen Fußball und Politik.
Es sollte bekannt sein, dass so ein Stadion eine Möglichkeit ist, politische Botschaften zu verbreiten. Viele Vereine haben, zum Teil nach Problemen mit Rechtsextremismus, politische Banner schon längst aus ihren Stadien verbannt wie z.B. die beiden großen Berliner Vereine.
Doch andere Vereine leben von dieser Politik. Das bekannteste Beispiel ist der FC St. Pauli. Dieser wurde nach einem großen Rechtsextremismusproblem beim HSV quasi komplett von der Antifa gekapert. Im Stadion sieht man Sprüche wie „kein Bier den Faschisten“, aber auch Ché Guevara-Flaggen oder direkt die der Antifa. Der Verein ist links oder sogar linksextrem, von den meisten Fans bis hin zur Führung.
Gegenbeispiel ist der BFC Dynamo (Berlin), der ehemalige Stasiclub, der in der DDR zufälligerweise zehn mal hintereinander Meister wurde. Heute sind dort die meisten Fans rechtsextrem und zum Beispiel bei HoGeSe aktiv.
Diese Vermischung zwischen Politik und Fußball richtet enormen Schaden an. Leute mit anderer Ausrichtung und unpolitische werden geradezu vergrault, ich kenne zum Beispiel einen liberalen St. Pauli-Fan, der sich dort sehr unwohl fühlt. Dazu wird der Ruf eines Vereins durch so etwas geschädigt, beim BFC sogar sehr stark. Für so einen alten Verein wird da die Chance verbaut, wieder groß zu werden.
Hier sollte einfach wie bei Religion in der Schule Neutralität gelten.

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