#Freetommy: Verhaftung wegen Gedankenverbrechen

Von MARVIN WANK | Der rechtsextreme politische Aktivist Tommy Robinson aus England wurde gestern während eines Livestreams von der Polizei festgenommen. Im Schnellverfahren wurde er, ohne dass er einen eigenen Anwalt hinzuziehen konnte, zu 18 Monaten Haft verurteilt.

In seinem Stream berichtete er über einen laufenden Gerichtsprozess, bei dem eine sogenannte „grooming Gang“ verurteilt werden sollte. Diese Banden ziehen durch das Land und vergewaltigen dabei wahllos Frauen, Jugendliche und sogar kleine Mädchen. Da diese zum Teil aus muslimischen Einwanderern bestehen, wollte er seine politischen Positionen mit diesem Prozess untermauern.

Dabei hat ihm die Gedankenpolizei von Airstrip One allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wegen „Störung der öffentlichen Ruhe“ wurde Robinson jetzt also zu einen anderthalben Jahr Gefängnis verurteilt.

Dabei ist zu beachten, dass dieser Gefängnisaufenthalt alles andere als ungefährlich für das Leben des Aktivisten sein dürfte. Denn vor etwa einem Jahr wurde ein Mann, der eine zwölfmonatige Haftstrafe für „hate crimes“ gegen Muslime verbüßte, tot im Gefängnis aufgefunden, wie die BBC berichtete: http://www.bbc.com/news/uk-england-bristol-38458529. Es ist wohl nicht unwahrscheinlich, dass Robinson ein ähnliches Schicksal erleiden könnte.

Man kann von den politischen Ansichten dieses Mannes sicherlich halten was man möchte. Ich persönlich würde mich keinesfalls zu seinen Anhängern zählen. Sich allerdings wie die Antifa auf Twitter bereits an dem bevorstehenden Schicksal Robinsons zu ergötzen, sprengt die Grenze des Makabren und des Moralischen.

Meinungsfreiheit ist eines der wichtigsten Grundrechte überhaupt. Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen – Von diesem Grundsatz der Aufklärung ist wohl nicht viel übriggeblieben.

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