Finnland: Das Grundeinkommen ist gescheitert

Von MAX ROLAND | Lange Zeit galt Finnland als das Vorzeigeland für alle Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens.  Umso überraschender für mich die Nachricht, dass die Regierung in Helsinki ihr Experiment beendet hat. Das berichten mehrere Medien, unter anderem „Fox News“.  Nun soll der Weg in die andere Richtung gehen: Fördern und Fordern. Das Konzept aus Schröders Agenda 2010, einer der Hauptgründe für unseren Wohlstand, an der wir ja mittlerweile wieder fleißig sägen, soll nun in Finnland eingeführt werden. Ein schwerer Schlag für alle BGE-Fans: Anscheinend funktionierte es doch nicht so gut, wie es immer propagiert wurde.  Und das, was hier durch das BGE ersetzt werden sollte, wird jetzt das BGE ersetzen. Aber der populistischen BGE-Rhetorik wird das natürlich keinen Abbruch tun.  560 Euro gab es als Grundeinkommen in Finnland. Darin sehen die Befürworter den Grund des Scheiterns: Es war einfach zu wenig Geld. Es war einfach nicht genug Grundeinkommen. Ein hartnäckiger Traum, der sich da noch hält. Dass das BGE fatale Folgen für jede Volkswirtschaft hätte, das weiß jeder, der ein wenig von Finanz-und Wirtschaftspolitik versteht. BGE-Befürworter sehen das aber tatsächlich nicht, sie verstehen einfach nicht, wie das BGE Löhne drücken und unterm Strich die Einkommen in diesem Land verschlechtern würde. Sie wollen es nicht sehen. Fakten bleiben aber-auch, wenn sie nicht in den sozialistischen Traum passen.