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Rentenreform: Dient das System noch dem Menschen – oder der Mensch schon dem System?

Hurra, die Regierung hat eine Reform hinbekommen! Doch die Pläne der Rentenkommission dienen vor allem den Rentenkassen, nicht den Menschen. Ehrlich wäre etwas anderes.

imago images/Steinach

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Kritiker des Sozialstaates warnen genau davor: vor einem System, das sich am Ende auf Kosten der Menschen selbst erhält. Manche Vorschläge der Rentenkommission laufen jetzt genau darauf hinaus.

Im journalistischen Mainstream herrscht derweil Jubelstimmung: Hurra, die Regierung hat eine Reform hinbekommen! Viele Kollegen überschlagen sich allein deshalb schon vor Begeisterung – und vermeiden einen kritischeren Blick auf die Sache selbst. Ja, die Regierung hat eine Reform hinbekommen, toll – aber das allein ist kein Wert. Der Wert liegt in der Sache. Und die Sache ist deutlich weniger glamourös, als manch ein medialer Jubelperser es erscheinen lässt.

Alle, fast alle, werden in Zukunft geschröpft werden – das ist die Botschaft der 33 Punkte, die die Kommission am Dienstag präsentiert hat. Bis auf die „Bestandsrentner“ – diejenigen, die heute vom System profitieren – werden alle ihren Beitrag leisten. Allein darin darf man schon eine zentrale Ungerechtigkeit erkennen:

Ausgerechnet die Rentnergeneration, die mit ihrer Kinderlosigkeit auch noch einen kollektiv erheblichen Anteil an der Schieflage der Kassen hat, kriegt von den Einschnitten im Rentensystem, die jetzt kommen sollen, nichts mit. Die Rechnung zahlen die Zukunftsrentner – diejenigen, die jetzt arbeiten und es auch noch für einige Jahre tun werden.

Für alle Gegenwartsrentner haben Union und SPD im vergangenen Jahr nochmal einen Geldsegen beschert – mit zusätzlicher Rentenerhöhung und teurer Festsetzung des Rentenniveaus bei 48 Prozent bis 2031. Das kann man den davon profitierenden Menschen durchaus gönnen – man muss aber anerkennen, dass diese Gönnermentalität dann auf Kosten aller anderen finanziert wird.

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Zynisch könnte man sagen: Klar, dass die Rentner- und Vorrentnerparteien SPD und Union ihren Kernwählerschaften, die in oder kurz vor der Rente stehen, nichts zumuten werden. Die Union hat unter Menschen im Alter von 60 Jahren und älter 37 Prozent geholt – deutlich mehr als im Bevölkerungsdurchschnitt, wo man ja insgesamt nur 28,5 Prozent der Stimmen gewann. Gleiches gilt für die SPD, die mit 23 Prozent unter den über 60-Jährigen ebenfalls deutlich besser abschnitt als mit ihren 16 Prozent insgesamt.

Es sind die Rentner, die diese Parteien tragen – und dafür auch effektive Interessenvertretung bekommen haben. Mit über 40 Prozent Anteil an der Gesamtwählerschaft sind sie auch die nach Alter relevanteste Wählergruppe. Das, könnte man zynisch zusammenfassen, ist eben die real existierende Demokratie der Bundesrepublik: eine Gerontokratie, die Herrschaft der Alten. Dass sich viele Alte auch für die Jungen interessieren – die meisten haben ja doch noch Kinder und Kindeskinder – bleibt politisch unbeachtet.

Es sind politische Logiken, die hier durchschlagen – ihnen folgend wird auch das System umgebaut. Die Alten kriegen ihren Abgang aus der Arbeitswelt noch, sehr relativ gesprochen, „vergoldet“, damit sie Union und SPD treu bleiben. Die arbeitenden Menschen hingegen werden vor allem auf ihre Rolle als Beitragszahler reduziert.

Selbstständige werden ab sofort in die gesetzliche Rentenversicherung gedrängt – nicht in ihrem eigenen Sinne, sondern vor allem, um sie als Zahlerstützen für das System zu gewinnen. Minijobs sollen abgeschafft werden. Über sechs Millionen Menschen sollen so ihre Beschäftigungsform verlieren. Angeblich hilft ihnen das. Am Ende soll es aber vor allem dem Rentensystem helfen.

Das ist „Solidarität“ von ihrer schlechtesten Sorte: von oben herab verordnete Zwangssolidarität, die am Ende auch nicht Menschen, sondern einem System dient. Die grundlegenden Probleme des umlagefinanzierten Rentensystems löst es natürlich nicht. Sofern man in die Zukunft blicken kann, hat dieses Rentensystem weiter ein Ablaufdatum auf der Stirn.

Das ist einfach Mathematik: Wenn irgendwann, demographischer Wandel sei Dank, zwei Rentner von einem Beitragszahler getragen werden müssen, wird es keine Minijobs mehr geben, die man abschaffen könnte. Und auch keine Selbstständigen, die man noch ins System zwingen könnte. Insofern ist diese Reform vor allem ein Notnagel.

„Kinder kriegen die Leute immer“, meinte Konrad Adenauer in rheinisch-lapidarem Ton bei der Einführung der Umlagefinanzierung. Damals hob man Millionen Menschen in Westdeutschland aus der Altersarmut – Menschen, die in den Umbrüchen der Zwanziger-, Dreißiger- und Vierzigerjahre, zwischen Weltkriegen und Inflation, oft mehrmals alles verloren hatten. Ohne Zweifel ein großes Verdienst.

Das Problem: Die Leute haben keine Kinder mehr bekommen. Sexuelle Revolution, Feminismus und „die Pille“ sei Dank. Alles Entwicklungen, die unsere Gesellschaft freier gemacht haben. Nur war es am Ende die Generation dieser Zeit, die, allgemein gesprochen, zwischen 68er-Mindset und Selbstverwirklichung das Kinderkriegen vergessen hat. Und so ein ordentliches Stück Verantwortung für den Zustand der Rentenkassen trägt.

Es ist ironischerweise genau diese Generation, die jetzt noch die letzten Früchte vom Rentenbaum abschütteln kann. In ihrer Selbstwahrnehmung – und oft auch tatsächlich – ist das nicht unverdient. Es ist nur ironisch und bitter für alle Nachgeborenen. Die müssen sich nun fragen: Ist dieses Rentensystem noch ein System, das für uns da ist – oder ist es nicht umgekehrt? Die Vorschläge der Rentenkommission lesen sich weitgehend genau so: Die Menschen arbeiten für das System. Hier wird aus dem Sozialstaat ein Zwangsmodell, das auch nicht so wirklich sozial ist.

Beispielhaft zeigt sich das an der Abschaffung der Minijobs. Manche Politiker sind tatsächlich dreist genug, diese Maßnahme, die Millionen Menschen betrifft, als Dienst an ebenjenen Menschen zu verkaufen. So tat es Anfang des Jahres der CDU-Arbeitnehmerflügel CDA: „Wer arbeitet, soll abgesichert sein – mit Ansprüchen, Rechten und echter sozialer Teilhabe“, lautete dort die plakative Forderung. In Wahrheit ist das Ziel die Absicherung des Rentensystems.

Ähnlich geht es den Selbstständigen. Die zahlen übrigens oft genug schon viel Geld in die Rentenkassen, nämlich dann, wenn sie als Selbstständige noch Mitarbeiter beschäftigen. Ihnen selbst soll jetzt die Wahlfreiheit genommen werden, die Altersvorsorge privat und damit für sich sicherer zu organisieren. Ist das noch „Solidarität“ – oder ist das zitronenartiges Auspressen? Jedenfalls ein weiteres von viel zu vielen Argumenten dafür, in diesem Land nicht mehr selbstständig zu werden.

Wenn das wenigstens der Preis für eine Reform wäre, die wirklich einem großen Wurf gleichkäme, müsste man das alles nicht anprangern. Doch der große Wurf bleibt aus. Immerhin: Für die junge Generation gibt es jetzt so etwas wie eine Hoffnung auf eine Rente – damit hat kaum jemand gerechnet. Und immerhin gibt es überhaupt mal irgendeine Reform, immerhin fasst mal eine Regierung das Rentensystem an.

Und nicht alles ist schlecht: Die Abschaffung der Rente mit 63 ist überfällig. Der Einstieg in eine Kapitaldeckung der Altersvorsorge auch. Nur das Grundproblem der Umlagerente – das bleibt. Und lässt sich ehrlich gesagt auch durch keine Reform der Welt lösen, denn Kinder lassen sich nicht herbeireformieren.

Es bräuchte schon eine gewisse Ehrlichkeit, die selbst Friedrich Merz mal gefunden hat: Als er meinte, die gesetzliche Rente werde in Zukunft „nur eine Säule“ der Alterssicherung sein. Der Mumm, diese Wahrheit nochmal auszusprechen, ist auf dem Reformweg mit der SPD offenbar mal wieder verloren gegangen. Jetzt redet Merz lieber von „die Rente bleibt sicher“. Er weiß, dass dem nicht so ist.

Wer die Wohlfahrt der Menschen und nicht die Wohlfahrt des Wohlfahrtssystems im Blick hat, wird aber nicht darum herumkommen: Alterssicherung wird eine Frage der individuellen Vorsorge werden. Dazu sollte man die Menschen befähigen und unterstützen, vor allem aber ermutigen. Das wäre ehrlich und fair. Nur an dieser und jener Stellschraube zu drehen, dem System auf die eine oder andere Art eine Atempause zu verschaffen, verschiebt das Kernproblem nur. Und es gaukelt den Bürgern auch Sicherheit vor, die es nicht gibt. Ehrlich wäre es, die Systemfrage zu stellen – und den Menschen dabei zu helfen, eigene Antworten zu finden.

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158 Kommentare

  • Bitte bei AN auch bedenken dass die Mehrzahl der Boomer bereits mit 16j -17j Jahren Systemeinzahler war. Heutzutage starten viele der jungen Menschen ihre Ausbildung rund 5 bis 7j später. Fangen da also erst an ins System einzuzahlen. Soviel an Ehrlichkeit sollte man auch den Boomern zukommen lassen.

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    • Ein Beweis:
      https://www.bpb.de/themen/bildung/dossier-bildung/159282/welche-abschluesse-erreichten-schueler-frueher-und-heute/
      WIR hatten keinen Handwerkermangel. Dafür haben wir heute einen, und obendrein eine ganze Menge Geschwätzstudierte ohne Job.

      • @gudrun1 die ganzen NGOs benötigen doch Fachkräfte im dumm schwätzen.

      • #Gudrun1
        Volle Zustimmung. Der „Wortleser“ ist ein übler Troll.

        • Warum hast du so viele Nicks und bist nicht registriert?

          8
        • War ist Byte Writer (das Original) nicht registriert?

          -3
        • Der Wortleser ist ein linksextremer Sabotierender.

          2
      • Geschwätzstudierte – da beschreibst du dich perfekt!

        • Das ist aber keine Frau!!! Schau die Kommentare an, dann weißt du wer das ist!

          9
        • Hetzender Nichtdenkender!

          1
        • Tauch ab, Nachwuchsente!

          -7
        • Ach Trolli, bitte, geh deinen Therapeuten quälen, der wird dafür bezahlt.

          -7
    • Heute:
      erstmal ALG 2 oder Abschluss nachholen oder die Lehre 2 mal abbrechen.

    • Die Regierung hat GAR NICHTS hinbekommen!
      DA LIEGT EIN VORSCHLAG AUF DEM TISCH UND SONST NICHTS!

  • Das ist ein guter Artikel, der richtige Frage stellt.

    Schaut man sich an, was uns wieder einmal als Reformen verkauft werden soll, wird schnell klar, das der Mensch hier nur noch das System tragen -NEIN lediglich noch Weile verlängern- soll.

    Auch die Politik weis ganz genau was hier schief läuft und wo das ganze Steuergeld und die Beiträge von Versicherten veruntreut werden.

    Nehmen wir nur die Defizite der Krankenversicherungen. Natürlich mag unser ehemals vorbildliches Krankensystem auch durch frühere „Reformen“ bereits kaput gewirtschaftet worden sein. DAS ist aber nicht der Grund für die Defizite. Der Liegt zum Großteil einfach darin, das aus den Beiträgen der Versicherten, Millionen „unversicherte“ mit finanziert werden!

    Die Politik will dies lediglich nicht ändern, sondern greift lieber noch eine Weile bei denen noch tiefer in die Taschen, die bereits horrende Beiträge entrichten. Die Politik erkauft sich auf diese Weise lieber Zeit bis zum totalen Zusammenbruch.

    Bei der Rente das gleiche Spiel!

    • Reform heißt immer Leistungskürzung bei gleichzeitiger Beitragserhöhung!

    • „Das ist ein guter Artikel, der richtige Frage stellt. “

      Drei essentielle Fragen fehlen im Artikel:

      1. Frage: „Wo ist unser erwirtschafteter Wohlstand geblieben?“

      Wirtschaftswunder, Made in Germany, Exportweltmeister, Schwarze Nullen.
      Das war einmal. Nun brechen Brücken zusammen, mindestens jedes dritte Kind lebt in Armut, Rentner müssen auf ihre alten Tage Flaschen sammeln, das Land muss 1 Billion Euro Schulden aufnehmen und es reicht immer noch hinten und vorne nicht.

      2. Frage: „Ist Deutschland pleite?“

      Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt hat dies in einem Interview einmal so angedeutet. Die Parteien, die diese Zustände zu verantworten haben, werden nicht abgestraft, sondern sogar weiterhin von vielen Wählern unterstützt und wiedergewählt.

      Daher lohnt sich noch eine …

      3. Frage: „Ist der deutsche Michel noch zu retten?“

      • An der Verschuldung verdienen und an der erwirtschaften Leistung.
        Deutschland ist nicht souverän ,,,,

    • „Auch die Politik weis ganz genau was hier schief läuft und wo das ganze Steuergeld und die Beiträge von Versicherten veruntreut werden.“

      Na, wenn Sie das sagen… Ich persönlich würde unseren Politikern niemals soviel Einsicht und Urteilsvermögen zutrauen. Oder leisten die am Ende sogar selbst noch Beihilfe? Das wäre ja furchtbar, ganz entsetzlich und eine Schande!

      • Doch Blaumann, es ist VORSATZ (Wissen und wollen), keine Dummheit!

        • ja Kennedy, das weiß ich. Es liest sich an zitierter Stelle aber für mich zunächst so, als ob die Politik nur eine passive Beobachterrolle bei der Veruntreuung einnimmt. Dass dem nicht so ist, stellen Sie ja am Ende Ihres Beitrags fest. Ich muss mir wirklich angewöhnen, erstmal komplett alles durchzulesen, bevor ich drauflos tippe🙈.

          0
  • Mann kann nicht andauernd Gelder zweckentfremden und verschleudern und sich dann wundern, das es für den eigentlichen Zweck nicht ausreicht!

  • Da blickt doch niemand mehr durch. Vor kurzem noch wurde medienwirksam der Mindestlohn für Geringverdiener angehoben. Im nächsten Schritt wird das ganz mini-Job Konzept abgebügelt. Auch, dass Arbeiter nun für die Fehler aus der Politik geradestehen sollen, wird in dem neuen Papier natürlich nicht erwähnt. Wer nichts einzahlt ist der Gewinner. Wer sich krumm macht, kriegt noch eins übergezogen. Supererfolg, Herr Merz. Dass Sie da nicht selbst drauf gekommen sind (wie Sie ja selbst bei der PK heute Morgen sagten). Damit ist die Front also klar, und das Resultat ebenso: „Demokratische Mitte“ 0 – AfD 1.

  • Glaubt jemand, dass die kapitalgedeckte Rente nicht der nächste Selbstbedienungsladen wird, um Haushaltslöcher zu stopfen? Ich glaube nicht daran.

  • „Ausgerechnet die Rentnergeneration, die mit ihrer Kinderlosigkeit auch noch einen kollektiv erheblichen Anteil an der Schieflage der Kassen hat, “

    Moment mal!
    Ich habe für mich selber eingezahlt, ordentlich.
    Ich habe keine Kosten durch Kinder erzeugt, wie Kindergarten, Schule, immer mehr Beamte zur Verwaltung, Gesundheitssystem, Uni, mitversicherte Ehefrau, …
    Ob die in die Welt gesetzten Kinder jemals arbeiten, weiss man nicht.

    Ganz sicher belasten aber Millionen Nichteinzahler mit zahlreichen Kindern das ganze System!
    Bevor man die deutschen Rentner schlecht macht, sollte man auch daran denken!

    148
    • „auch noch einen kollektiv erheblichen Anteil an der Schieflage der Kassen hat, “

      Die Schieflage in den Kassen entsteht hauptsächlich dadurch, dass die DAFÜR eingezahlten Beträge einfach für andere Zecke geplündert werden.
      Z.B. Klingbeil gerade erst wieder 2 Milliarden aus der Krankenkasse. Aus der Rentenkasse sind es inzwischen 1Billion. Wenn ich SO mit meinem Geld umgehen würde, würde ich wahrscheinlich verhungern.

      • Jo, wenn die so mit ihrem Geld umgehen würden, würden die auch verhungern.

        Deswegen gehen sie mit unserem Geld so um.

    • Sie hassen die weißen Boomer und geben es selbst sogar zu.
      Noch nicht mitbekommen?

      • Ja, das ist wirklich arm: anstatt die Ausbeutung des Landes zu kritisieren, schießen sie sich auf die Boomer ein. Nicht die halbe Welt beutet das System aus, sondern die Boomer.
        Übrigens: „In Deutschland engagieren sich rund 44 Prozent der 65- bis 74-Jährigen ehrenamtlich. Das bedeutet, dass fast jeder zweite Rentner in dieser Altersgruppe einen Teil seiner Zeit für das Gemeinwohl, in Vereinen oder in der Nachbarschaftshilfe zur Verfügung stellt.“
        Wenn die mal alle weg sind, wird’s lustig, Freunde.

        • Du hast keine Freunde!

          -1
    • Dann soll die Rentenkasse meine eingezahlten Rentenbeiträge ausbezahlen,dann will ich nix mehr von denen….

      • Die Mindest-Versicherungszeit bei der Rentenversicherung beträgt 5 Jahre.
        Wer drüber liegt bekommt Rente, wer drunter liegt nicht, der kann seine geleisteten Beiträge auszahlen lassen.
        Für in Deutschland vorübergehende Beschäftigte usw. ist das schon eine praktische Angelegenheit.

        • Warum nennst du dich Gudrun? Jeder erkennt deine Kommentare…

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        • #Wortleser Gudrun1.1 Oberoberlehrer Die Stahlkappe
          hau ab.

          -2
      • Noch so einer, der das Umlagesystem nicht versteht. Es gibt übrigens keine ‚Rentenkasse‘, die Ihnen irgendetwas ausbezahlen könnte.

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        • Achtung, das hieß Versicherung. Die Versprechen in Bezug auf Leistung werden nicht gehalten. Die Bedingungen im Bezug auf Kosten / Beiträge werden nicht gehalten. Es gab nie eine Bedingung Anzahl Kinder, oder Lebenserwartung! Jeder wusste das gelogen wird. Aber Beschimpfen, oder Vorwürfe man hat Bedingungen nicht erfüllt sind unverschämt. Ich habe der RV offiziell eine Einmalauszahlung gegen Rentenverzicht angeboten. Abgelehnt, wurde ich sofort machen. Ein weiterer Punkt muss auch bedacht werden, Angestellte kammerfähiger Berufe zahlen dieselben Beiträge bei 30% höheren Rentenbezügen, Grund, keine Umverteilung und Geldanlage. Wir haben vor der Nase ein System das zeigt wie es geht und nutzen es aus ideologischen Gründen nicht.

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        • Herr Klingbeil, Sie sollten hier nicht mitreden!

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        • Noch so einer, der meint, er hätte das Maul aufzureißen, weil er nicht sinnerfassend lesen kann.

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        • Das liegt am System umlageverfahren ,wenn immer weniger einzahlen dann klemmt systemwechsel ?

          0
    • Sie haben leider nicht für sich selbst eingezahlt. Das ist ein Umlagesystem. Sie haben immer nur für die aktuellen Rentner gezahlt und sich eine Anwartschaft erworben.

    • „Ich habe für mich selber eingezahlt“ – das ist eben genau falsch. Sie haben über Umlage für die Generation Ihrer Eltern und Großeltern gezahlt. Das, was Sie eingezahlt haben, ist längst weg. Das ist das Prinzip Umlagefinanzierung, das jetzt zusammenbricht.

      „Ich habe keine Kosten durch Kinder erzeugt“ – Ja, deswegen fehlen jetzt in den jüngeren Generationen diejenigen, die Ihnen die Rente per Umlage finanzieren würden. Das ist kein Verdienst, das ist das Gegenteil davon.

    • Man sollte auch daran denken ,das 900 Mrd seit 1959 geklaut wurde.
      In ARD und ZDF kein Thema .
      Für Spahn steht der Grund Fest ,wir werden immer älter

      • Aber auch immer kränker

    • Ignorieren Sie solche arbeitsscheuen linken Schmarotzer!

  • AfD-Chefin Alice Weidel kritisiert die Rentenkommission für fehlende Vertretung von Arbeitnehmern sowie die geplante Abschaffung von Mini-Jobs. „Hunderttausende Jobs im Einzelhandel würden vernichtet“, sagt sie.

    https://www.welt.de/videos/video6a3a817ae880869d9f533ecc/weidels-statement-zur-rente-ein-desaster-im-uebrigen-mit-ansage-ist-der-plan-die-mini-jobs-abzuschaffen.html

    • Die Alte soll in der Schweiz bleiben!!!

      -19
      • Gerdolfo freut sich für Frau Weidel weil sie in der Schweiz leben darf🤣

  • „… die Pläne der Rentenkommission dienen vor allem den Rentenkassen“, in die dann wieder kräftig gegriffen wird.
    Ob nun euer Geld gleich zum Fenster hinaus geworfen wird, oder dazu erst in eine Kippermulde gelegt wird – der Endeffekt ist der Gleiche.
    Beispiel: Wer glaubt, dass die Kfz.-Steuer dem Erhalt des Straßennetzes dient, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
    Und ganz genau so ist es mit allen Abgaben und Sozialkassen.

  • Nun, der „Sündenfall“ war die Einführung des sog. „Nachhaltigkeitsfaktors“ in die Rentenversicherung im Jahre 2004.

    Damit war die Abkehr von der Lebensstandardrente zugunsten der Beitragsstabilität vollzogen mit dem Effekt, daß zwar die Beiträge für Arbeitgeber wie -nehmer stabil blieben, aber die Rentenhöhe sukzessive abgeschmolzen wurde,

    Die als Ergänzung gedachte „Riester-Rente“ war nur für die Versicherungsgesellschaften ein Geschäft, nicht für die Versicherungsnehmer.

    Und infolge der seit jahren stagnierenden Produktivität sind nunmehr noch nicht einmal mehr die Beiträge stabil zu halten; während sie steigen werden, wird über den Umweg des späteren Renteneintritssalters eine massive Reduktion der tatsächlichen Rentenhöhe erfolgen.

    Und wie 2004 werden auch jetzt diejenigen, die das „verbrochen“ haben bereits lange im Ruhestand sein, wenn die Auswirkungen spürbar werden.

    • Seit dem Wegelagerer Blüm werden die eingezahlten Rentenbeiträge Monat für Monat gestohlen, um die üppigen Pensionen der nie einzahlenden Beamten zu bezahlen.

      • Nun, 2004 war das Walter Riester; 1992 Norbert Blüm!

      • Stimmt ,schon fast vergessen !

  • ‚„Kinder kriegen die Leute immer“, meinte Konrad Adenauer in rheinisch-lapidarem Ton bei der Einführung der Umlagefinanzierung.‘

    Oft wiederholt, aber vollkommen unbelegt, diese Aussage.

    -11
    • Kommt drauf an. Würde Konrad Adenauer im Deutschland von heute leben mit all den sympathischen Zugereisten, von denen man meinen könnte, sie können nichts als Kinderkriegen, wäre die Kinder-Aussage absolut korrekt. Nur dass weder die Zugereisten noch deren Kinder in größerem Umfang zum guten Gedeih unseres Rentensystems beitragen werden. Ganz im Gegentum.

  • Von den Mitgliedern dieser sogenannten Rentenkomission zahlt nicht einer in die gesetzliche Rentenversicherung ein.
    Finde den Fehler.

  • Naja jetzt eine Bevölkerungsgruppe gegen die andere auszuspielen muss jetzt wohl nicht sein, oder. Ich bin selbst im Thema Rente seit 30 Jahren über unsere PK erfahren. Das staatliche Rentensystem funktioniert durch das Punktesystem und die Sterbetabellen, unabhängig der Kinder. Wenn nicht ständig Politiker die Rentenkasse für Leistungen bezahlen lassen die versicherungsfremd sind (Mütter/Grundrente, Anrechnungszeiten, etc). Auch eine Rente nach 45 Jahren ist völlig unschädlich. Fremdleistungen gehören der Rentenkasse ersetzt da sie keine Kernaufgabe sind. Zudem gehören Sozialkassen dem Zugriff der Politiker entzogen, bedeutende Änderungen sollten durch Abstimmung der Mitglieder geregelt werden. Dann hätten wir ein wirklich stabiles System. Die Realität sieht anders aus. Die Zuschüsse werden gekürzt was Defizite zur Folge hat. Aktuell versucht der Finanzminister 10-20 Milliarden bei der Rente einzusparen. Der neue Schuldenberg der CDU/SPD in Höhe von 500 Milliarden will finanziert werden.

    • Es geht der Regierung nicht um die Absicherung der Rente, sondern allein darum, wie sie noch mehr Geld aus der arbeitenden Bevölkerung pressen kann, um den Staat mit seinen überbordenden Ausgaben weiter finanzieren kann, ohne irgendwo kürzen zu müssen. Ausnahme: die Rente. Hier wird gekürzt, weil alte Menschen fpr den Staat ein nutzloser Kostenfaktor sind.

    • Zum Einsparen gibt es genug. Allein 528Mio € Kindergeld ins Ausland. Davon übrigens auch in die UA. NGO’s trockenlegen, usw.

  • Die Rentenreform ist eine Zumutung, warum wird der Elephant im Raum, die Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen, immer „übersehen“?

    Mütterrente, Grundrente, die beitragsfreien Anrechnungszeiten u. ä. sind soziale Wohltaten, also gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die in den Staatshaushalt gehören.
    Die werden aber durch nicht kostendeckende Bundeszuschüsse zu etwa 30 Mrd. € pro Jahr aus Beiträgen der DRV finanziert, der gesamte Überschuß, den die DRV bei den beitragsgedeckten Leistungen erwirtschaftet.

    Das hat kein Wahlkämpfer seinen Wählern gesagt.

    Mit diesem Beitragsgeldern hätte die DRV komfortabel Reserven für den demographischen Wandel anlegen und diesen abfedern können.

    Die Diskussion zum demographischen Wandel ist ein Vorwand, um die Subvetionierung des Sozialhaushaltes aus den Beiträgen aufrechtzuerhalten.

    Über alle Sozialkassen beläuft sich die Subventionierung des Gesundheits- und Sozialhaushaltes aus Beiträgen auf rund 90 Mrd €/Jahr, rund 5% MWSt!!!

  • Über das Fell des Bären kann man erst reden, wenn er erlegt ist.

    Die Wertschöpfung in diesem Land, die Industrie, ist gerade am Abrauchen. Tausende Arbeitsplätze gehen jetzt und in den nächsten Monaten für immer verloren.

    DARUM sollte sich Herr Merz jetzt vorrangig kümmern. UM DIE WIRTSCHAFT. Ansonsten wird auch ein neues Rentensystem diesem Land nicht mehr allzuviel helfen.

  • Nachdem ich fast alle Kommentare gelesen habe, bleibe ich ratlos zurück. Es wird viel über die Vergangenheit geschrieben. Es geht jedoch um die Zukunft. Und dazu finde ich fast keinen einzigen Vorschlag. Das Rentensystem ist „Umlagen finanziert.“ Also linke Tasche rechte Tasche. Außer das einige Euronen in der Tasche als Spielgeld verbleiben, wird immer weniger reinkommen. Aber es müsste immer mehr ausbezahlt werden. Wer hat für das Problem eine Lösung ? Ich sehe nicht, dass die Reform (wenn sie denn überhaupt so kommt) über eine oder mehrere Dekaden angelegt ist. Wer oder wie soll z.B. einem sehr großen Teil der Flüchtlinge im Alter ein Leben ermöglich werden ? Weil es sich hier bequem leben lässt, werden diese Menschen auch noch in 30/40 Jahren hier leben.

    • 1 Billion Euro wurde aus dem Nichts generiert. Die Hälfte davon wurde laut Bundesrechnungshof veruntreut.
      500 Milliarden Euro für das deutsche Renten System! Jeder, der 40 Jahre gearbeitet hat, könnte mit 70% in Rente gehen! Schauen Sie mal in andere EU Länder, wie hoch dort die Rente sind! Im Schnitt 70%. Franzosen und andere gehen mit 60 – 65 Jahren abschlagsfrei in Rente.

    • 2001- 2026
      528 Mio mal 25 Jahre =

      2001-2025 Steuergelder verschwenden
      70 Mrd Mal 25 Jahre =

  • Kapitaldeckung ist keine Lösung da das Geld auch nicht sicher ist. Einzig eine Steuergedeckte Grundsicherung ist staatlicherseits sinnvoll. Alles andere muss Eigenverantwortung sein.

  • Wenn durchgeführt, würden uns diese Reformen in den Stand von vor Gerhard Schröders Reformen zurück versetzen und damit auch alle Probleme wiederbeleben. Die hohe Arbeitslosigkeit, die explodierenden Sozialkosten und die mangelnde Flexibilität.
    Die deutschen Sozialversicherungen machen den Faktor Arbeit im internationalen Vergleich zu teuer.
    Teilweise fängt man das durch die Leiharbeiter auf, die maximale Unsicherheit bei geringen Löhnen erdulden, damit ihre festangestellten, gewerkschaftlich organisierten Kollegen mit dem Allerwertesten weich gebettet sind.
    Solange dieses grundsätzliche Problem der hohen Kosten deutscher Sozialversicherungen nicht angefasst wird, und selbst Gerhard Schröder hat das mit den Minijobs nur teilweise getan, solange bleiben auch alle daraus folgenden Probleme bestehen, insbesondere die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des Standort Deutschland.

    • @Philoket
      Die SV Abgaben waren schon vor 30 Jahren genauso hoch wie heute. Das Thema mit angeblich zu hohen Kosten, dürfte sich damit wohl erledigt haben. Über 30 Jahre lang wurden SV Beiträge nicht erhöht. Man stelle sich vor, die heute in Rente Gehenden u. Arbeitgeber, hätten lediglich 20-25% SV-Beiträge abgeführt. Undenkbar, sonst hätten unsere Eltern schon keine Rente mehr bekommen.

      -10
      • Deutsche haben auch im Vergleich zum Brutto relativ wenig Vermögen, Eigentum, Vorsorge, usw. Deutschland ist und war ein Billiglohnland.

        • Richtig, im Vergleich zum Brutto, die Bruttogehälter, Stichwort „Arbeitgeberbrutto“, sind nämlich durchaus hoch nur was netto davon übrig bleibt, ist ein Witz, Nettobilliglohnland wäre passender.

          11
      • Hä? Krankenkassenbeiträge die ja wohl zu Ihren SV Beiträgen gehören, sind regelmäßig gestiegen, die Parität wurde aufgehoben und Zusatzbeiträge eingeführt! Also stimmt Ihre Aussage so überhaupt nicht!

  • Seit Jahrtausenden übertragen Gesellschaften ihre Eigenverantwortung an vermeintlich wohlwollende Eliten, z.B. Gurus, Kirchen, Staat, … und beklagen anschließend wie Kleinkinder, wenn der Weihnachtsmann (wohlwollende Elite) eigennützig handelt, z.B. alle schröpft.

    Die Sehnsucht nach einer wohlwollenden Elite ist die Ursache und nicht die Folge, wenn beklagt wird, warum die Elite die Sehnsucht nicht erfüllt, z.B. alle schröpft.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Sehnsucht nach einem Weihnachtsmann nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • Politik ist die Bewirtschaftung des Menschen mittels Manipulation und Zwang (nach Oppenheimer).

    Whitney Webb für alle die sich die ganze Dosis geben wollen.

    Es tut so furchtbar weh.

  • Wenn von drei Kindern eines ins Ausland gegangen ist, das andere Beamter wurde, den Letzten hat es aus der Kurve getragen, der bekommt nun Grundsicherung. Trotz dreimal Nachwuchs kommt da nichts in die Rentenkasse. Das System muss vollständig auf eine andere Basis gestellt werden. Das allerdings schon vor 30/35 Jahren.

  • Ich bin Rentner – und wähle AfD. Seit meiner Selbständigkeit habe ich freiwillig in die Rentenkasse eingezahlt – aus Solidarität und der Einsicht, daß es ohne die Beiträge aller Berufstätigen nicht gehen wird. Die Probleme, die wir heute haben, hat Adenauer verursacht, er brauchte Geld für die Gründung der Bundeswehr.

  • Dem System Merz diene ich nicht.
    Ich verweigre das Arbeiten und Steuern zahlen.

  • Nachtrag:

    Will das die Bundesregierung erreichen?

    Nämlich die Gesellschaft weiterhin zu spalten.

    Natürlich kann ich (Jahrgang 1970) die Sorgen der jüngeren Generation verstehen, aber dann den Bestandsrentner oder Babyboomern vorzuwerfen, sie würden ja keinen Beitrag zu dieser „Rentenreform“ leisten, führt zu einer weiteren, sehr wahrscheinlich gewollten Spaltung.

    Wir sollten alle verdammt aufpassen und vorsichtig sein und uns nicht in dieses „Spiel“ hineinziehen bzw. hineintreiben lassen.

    Vielmehr sollten wir alle geeint zusammenstehen und den Verantwortlichen mal deutlich die Leviten lesen und auf die Finger klopfen, vor allem, dass sie uns mal Rede und Antwort stehen, warum sie über Jahrzehnte hinweg in die Rentenkasse gegriffen haben, um dieses Geld dann fachfremd und zweckentfremdet zu „verschleudern“, z.B. Haushaltslöcher zu schließen (weil sie es nicht hinbekommen) oder in irgendwelche Kriege zu stecken mit denen wir definitiv nichts zu tun haben – absolut gar nichts.

  • Gesetzliche Rentenversicherung abschaffen! Wer vorsorgen wii, soll das privat tun. Und schon ist das Kostenproblem gelöst, ganz einfach.

    • Dann dürfen aber auch keine Beiträge eingezogen werden.

  • Das System ist das System in allen Bereichen! Nichts geschieht zum Wohle der deutschen Bevölkerung. Kein Zufall. System!

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