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Der Kanzler zeigt dem Land seine ganze Ratlosigkeit

Bei Caren Miosga zeigt sich Merz ohne Plan und ohne Botschaft – in der schwersten Krise seiner Koalition droht er der SPD, bis jetzt sei er „sehr geduldig gewesen“. Es klingt an diesem Abend nach Endspiel. 

IMAGO/ARD/Thomas Ernst/dts Nachrichtenagentur

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Mit milder Stimme, besorgten Augen und angestrengter Stirn beugt sich Friedrich Merz weit über den Tisch bei Caren Miosga und lässt das Publikum am Sonntagabend recht ungefiltert an seiner eigenen Ratlosigkeit teilhaben. Eine Botschaft hat er den Deutschen nicht mitgebracht. Die große Unruhe, die das politische Berlin ergriffen hat, wird von diesem Kanzler kaum besänftigt, der nicht den Eindruck vermittelt, er selbst habe noch den letzten Glauben an einen guten Ausgang.

Konfrontiert mit seinen desaströsen Umfragewerten wird er schmallippig, den Missmut nehme er ernst – „und wir werden vielleicht noch mehr erklären müssen, wo wir stehen“. Für Beschönigungen bleiben dem Kanzler wenige Ansatzpunkte. Er habe mit Lars Klingbeil gesprochen – dass der damit kokettiert, er lasse sich gerne von Friedrich Merz anbrüllen, sei „ironisch gemeint“ gewesen, das habe Klingbeil ihm versichert. Na dann. Merz bemängelt, dass in der Sendung nicht genug über Erfolge der Regierung gesprochen werde. Wirklich etwas anbringen kann er aber auch nicht – außer der zahllose Male widerlegten Unwahrheit, nach der es durch effektives Regierungshandeln gelungen wäre, die Asylzahlen um zwei Drittel zu reduzieren.

Dann setzt er zu einer ganzen Reihe von Drohungen an, bei denen nicht ganz klar ist, an wen sie sich eigentlich richten. Er habe „keine Vollmacht, die CDU umzubringen“. Er stockt. Kompromisse, meint er in Richtung der SPD, seien keine Einbahnstraße. „Ich bin bis jetzt sehr geduldig gewesen“, sagt der Kanzler, ohne zu sagen, wie das in Zukunft aussähe. „Die Zweifel werden größer“, mit weit aufgerissenen Augen schiebt er leicht verzögert hinterher: „nicht an mir“. Aber an der Koalition und der SPD. Er sage Bärbel Bas und Lars Klingbeil: „Unterschätzt die Stimmung in der Union nicht. Die wird unfreundlicher.“ Droht er nun seinem Koalitionspartner damit, dass er selbst die Kontrolle verliert?

Bärbel Bas’ Attacke, wonach Ideen, den Sozialstaat zu kürzen, „menschenverachtend“ wären, bezieht Merz nicht auf sich. Er fordert sie und Lars Klingbeil aber dazu auf, jetzt bitte zur Regierungsarbeit zurückzukehren. Sprachlich öffnet der Kanzler immer wieder das Fenster zum Ausstieg, immer wieder klingt es nach Endspiel. Die Vertrauensfrage sei aber dennoch nichts, worüber er jetzt nachdenken müsse.

An anderer Stelle meint Merz: „In dieser Koalition muss die CDU vorkommen“. Als stärkste Kraft im Parlament ist das eine sehr kleine Minimalforderung – dass ein Kanzler diese Forderung nach einem Jahr in den Raum stellen muss, ist ein klares Zeichen dafür, wie depressiv auch die Innenansicht dieser Koalition ist. Merz bleibt in sich gekehrt, bei Miosgas mäßig lustigen Witzfragen zu Buckelwal Timmy, der FDP oder Söders „Wurst-Life-Balance“ fühlt man ein wenig mit ihm.

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Immer wieder spricht er darüber, was seine „Erwartung“ wäre – man weiß dabei nie so ganz, ob damit seine Zukunftserwartung, eine Forderung an die SPD oder nur eine traurige Erinnerung daran gemeint sein soll, wie die Dinge eigentlich laufen müssten, wäre die Welt gerecht zu Friedrich Merz. Linke Mehrheiten gebe es nicht mehr, den Weg zu einer Minderheitsregierung schließt er mit klaren Worten aus. Das soll so viel heißen wie: Die alternativlose Koalition ist zum Fortbestand verdammt, auch wenn es dafür keine positive Perspektive gibt, die es auch nur vermögen könnte, den Kanzler selbst zu überzeugen.

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147 Kommentare

  • Wenn es doch nur eine Alternative zu dieser desaströsen Koalition mit der SPD gäbe…

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    • Die gibt es ja, aber er will sie nicht, weil er Angst vor Lars und seinen Schlagertrupps hat. Das letzte Mal, als die aufmarschiert sind und im ganzen Land die Büros der Union gestürmt, die dortigen Mitarbeiter gefesselt, geknebelt und mit Baseballschlägern bedroht haben, hat Pinocchio noch nicht vergessen. Seid der letzten Attacke ist er Lars‘ Pudel!

      141
      • Wenn es ja nur Schlagertrupps wären, es sind aber vielmehr Schlägertrupps, aber natürlich haben sie Recht, der Münchhausen hat panische Angst vor den Antifa Schlägertrupps!

      • Angst vor der Beamtenpartei. Pinoccio ist weiter links als die Linken. ZB. Rentenbesteuerung, Klimawahn-Subventionen, Enteignung kranker alter Menschen, Kriegstreiberei, Finanzierung der hebräischer Atomwaffen … usw …

      • Glauben Sie im Ernst, eine schwarz-blaue Koalition sei weniger desaströs?
        Dieser ganze Koalitionsunsinn kommt doch überhaupt an seine Grenzen.

        -111
        • Völlig richtig. Deswegen muss es eine AFD-Alleinregierung sein. Sonst geht nix weiter in diesem Land.

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        • @waldschrat
          Ich verstehe nicht genau, worauf Sie hinaus wollen.
          Sie haben es richtig gestellt . Mein Fehler !
          Wo bei man sich bei der AFD genau an den Namen halten sollte ! Sie ist eben die Alternative für Deutschland und nicht das Allheilmittel für Deutschland .
          Denke und hoffe nur dass man es nicht mehr schlechter machen kann als derzeit !

          18
        • @Olaf.Kloeckner

          Ich verstehe nicht genau, worauf Sie hinaus wollen. Ich hätte gegen Schwarz-Blau erst einmal nichts einzuwenden, aber jenseits meiner Stammtischprovokationen, die ich hier poste, habe ich gewichtige Zweifel an der außenpolitischen Orientierung der AfD und glaube daher nicht, dass AfD und CDU/CSU per se besser zusammenpassen als CDU/CSU und SPD. Ich plädiere hier nur gegen das Wunschdenken, es würde mit einem Schlag alles besser werden. Die Versprechen der AfD sind doch auch kaum finanzierbar. Ein Versuch wäre es wert, ist vermutlich aber zur Zeit nicht realistisch; und Zeit, dass sich die AfD beweisen muss, wird es.

          Der „Koalitionsunsinn“, so meine Worte, kommt deswegen an seine Grenzen, weil bislang jeder Koalitionsvertrag, der in den letzten 10 Jahren geschlossen wurde, schon nach einem Jahr Makulatur war.

          -7
        • Wäre der letzte Versuch überhaupt noch so etwas ,mit den uns zur Verfügung stehenden demokratisch legitimen Mitteln, wie Realitätsbezogene Politik zum Wohle und einer Chance auf eine demokratischen Zukunft des Landes zu erhalten !

          Alles andere ist und würde der Definition von Wahnsinn entsprechen !

          Warum sagen sie nicht Frei heraus was sie Meinen ? Ich kann es mir denken !
          Vielleicht tut es aber auch erst ein mal eine präsidiale Demokratie !

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        • Die Partei der Messermigration, des Klimawahnsinns und der Steuermilliarden von Afghanistan bis Ukraine (statt für Bildung, Rente, Gesundheit etc.) und die AfD?😳🤔🤣

          8
        • ,,habe ich gewichtige Zweifel an der außenpolitischen Orientierung der AfD“

          Genau.
          Egal ,ob der Kühlschrank leer ist,die Heizung nicht funktioniert und die innere Sicherheit sich in Luft auflöst.
          Hauptsache Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch, im Donbass und in Lampukistan verteidigt!🙈🤡🤣

          7
    • Hier ist die Alternative!
      Tramp und Putin stellen den Zustand von 1989 wieder her! Denn ansonsten gibt es für uns nur einen Weg und der endet in Schutt und Asche!

    • Sicher keine demokratische! Sei froh, hier herrscht Meinungsfreiheit, auch wenn bei AN oft gehetzt wird!

      -180
      • Warum keine demokratische? Könnten Sie das näher erläutern?

      • @Stern in welchem Universum kreist dein Stern das du heute in Deutschland zum Schluss kommst es herrsche Meinungsfreiheit!?

        • Früher war Stern ganz vernünftig….

          0
  • Nach dieser Vorstellung denke ich ändert sich nichts zum Besseren.

    Wäre das ein Bewerbungsgespräch gewesen würden wir ihm mitteilen das wir uns zugunsten eines anderen Kandidaten entschieden hätten.

    • Max: „Der Kanzler zeigt dem Land
      seine ganze Ratlosigkeit“

      Ich: „Der Kanzler zeigt dem Land
      seine ganze Unfähigkeit.“

      (Brauche ich nun einen Bademantel?)

      • Du brauchst nur das, was uns die Zugereisten Kriminellen jeden Tag vor Augen führen. Sie akzeptieren einfach nicht die deutsche Polizei und die deutsche Justiz ! Warum wohl werden große Aufmärsche der Zugereisten, mit Juden hassenden Parolen , nicht behelligt? Blanke Angst der Verantwortlichen, weil sie wissen, das die Zugereisten Waffen haben und aus Ländern kommen, wo Krieg und Mord an der Tagesordnung sind!

        • Es sind keine „Zugereisten“, sie werden hereingerufen.

          8
  • Nun, vielleicht eine Abwägung:

    Welche Optionen hat die Union?
    #1: Weiter wie gehabt und auf Besserung hoffen; eine andere Mehrheit gäbe es nur mit Grünen + SED, die wahrscheinlich noch extremere Zumutungen für die Union bedeuten würde.
    #2: Minderheitsregierung wie Bismarck; aber Fritz ist mehr Hering als Bismarck und eine formelle Koalition mit der AfD wäre derzeit der (medialen) Öffentlichkeit nicht zu vermitteln.
    #3: Kanzlerwechsel wie anno `66; aber da fehlen der Union die echten Alternativen – nicht derer, die glauben es zu können, sondern, die es wirklich könnten.
    #4: Neuwahlen; aber die CSU in Umfragen aktuell unter der 5% Hürde. Und nachdem Karl Carstens schon 1983 gezögert hatte, den Bundestag nach der fingierten Vertrauensfrage aufzulösen, hat Steinmeier das vorab bereits abgelehnt.
    Fazit: Es bleibt bei #1.

    Welche Optionen hat die SPD?
    #1: Weiter wie bisher und das Beste hoffen; denn alternative Machtoptionen gibt es ohne AfD-Verbot nicht.
    #2: Mäßigung ihres Einflusses in der Koalition; ist aber gegen die Mehrheit aus Parteilinken und JuSos innerparteilich nicht mehrheitsfähig, zumal man dort auch glaubt, immer noch zu wenig Einfluß in der Koalition zu haben.
    #3: Neuwahlen; aber bei einem Mittelwert der Umfragen von 14% mit fallender Tendenz keine gute Idee.
    Fazit: Es bleibt bei #1.

    Daher die ernüchternde Feststellung: Derzeit ist die bestehende Koalition tatsächlich „alternativlos“.

    • Merz hat auf dem rechten Feld eine Mehrheit mit der AfD….aber mit den Linken kuschelt es sich natürlich besser. Dumm nur, dass er bei denen DEREN Politik mittragen und verkaufen muss. Aber wer selbst keine Politik machen will, überlässt sie halt anderen.^^

      • Falsch, wenn die AfD Politiker klug sind, verweigern sie jede Zusammenarbeit mit der CDU. Denn diese Partei hat uns die heutigen Probleme gebracht und ist nicht reformierbar! Sie muss vollkommen weg, denn der Geist von Merkel schwebt über diesen CDU Dusseln!

        • Danke, genau dieser Meinung bin ich auch. Diese Union muss ganz weg, braucht niemand. Deren Wähler haben in der AFD eine viel bessere Heimat!

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    • Irrtum. Der Realität aus Inflation, Arbeitslosigkeit, Insolvenzen und Kriminalitätsstatistik ist es egal, was linksgrün denkenden Wählern und Journalisten „vermittelbar“ ist. Die steigen parallel zur Lernkurve an.

    • „…aber Fritz ist mehr Hering als Bismarck.“ – Wunderbares, weil absolut treffendes Bild: Danke dafür…

    • Die AfD lag bisher nicht falsch. Alles ist eingetroffen. Die Union greift Vorschläge der AFD auf. Dann kann sie auch gleich mit ihr koalieren. Vieles lässt sich auch im Koalitionsvertrag ausformulieren. Es liefe!!

      • Die CDU kann das nicht machen, dann würden ja die jahrelange suggerierten Beschreibung der AfD sich in Luft auflösen.

  • Freundlichen Dank an apollo, daß Ihr Euch für mich immer wieder opfert, Abstoßendes für mich in ganzer Länge anzuschauen und zu hören, um es dann in relativ kurzem Text prägnant zu subsumieren – ……immer nach dem heroischen Motto „Einer muß die Drecksarbeit ja machen“. 👍

  • Ich hatte nicht die Zeit, alles zu lesen. Können Sie es morgen noch mal posten?

  • Viel- und Schönredner haben noch niemals Veränderungen bewirkt. Sie machen sich die Hände nicht schmutzig, haben sie doch genug mit ihrer Imagepflege zu tun.

    • Übergangsgeld
      Bereits nach einem Tag Amtszeit stehen einem Bundesminister rund 81.000 Euro Übergangsgeld zu. Je nach Dauer der Amtszeit kann das Übergangsgeld auf knapp 243.000 Euro steigen, das maximal zwei Jahre nach Ausscheiden gewährt wird. Das Übergangsgeld wird ab dem zweiten Monat mit privaten Einkünften verrechnet…

      Ruhegehalt
      Wer mindestens vier Jahre lang Bundesminister war, erhält eine Pension von 4.990 Euro pro Monat. Mit jedem weiteren Jahr als Regierungsmitglied steigt die Pension um weitere 430 Euro monatlich bis maximal 12.908 Euro…
      steuerzahler.de

      Rückblick auf die Ampel-Koali
      Eigentlich müssen Bundesminister vier Jahre im Amt sein, damit sie Anspruch auf Pension haben. Doch für die der geplatzten Regierung gilt eine Ausnahme…

      Sollte dem Bundeskanzler das Misstrauen ausgesprochen werden, reicht laut Bundesministergesetz „eine ununterbrochene Zugehörigkeit zur Bundesregierung von mehr als zwei Jahren“ für das volle Ruhegehalt…
      (dpa, tagesspiegel.de)

  • Liebes Ausland,

    Ich habe diese Regierung nicht gewählt.
    Ich habe die Regierung vor dieser Regierung nicht gewählt.
    Ich habe die Regierung vor diesen beiden Regierungen ebenfalls nicht gewählt.
    Und die Regierung davor auch nicht.

    Es sind nicht alle Menschen in Deutschland so, wie es von außen scheint.

    Mir ist klar, dass das von außen nicht erkennbar ist. Aber bitte vergessen sie nicht, das ca. 20% hier ganz okay sind. Möglicherweise sind die aber zeitnah bettelarm. Bitte denken sie daran, wenn demnächst größere Flüchtlingsbewegungen von Deutschen aus Deutschland in Richtung ihrer Länder streben.

    Vielen Dank!

  • Merz regiert für den Apparat und dessen Nutzniesser. Das sind vor Allem Leute im sozialen Sektor und deren Angehörige, die auf die jährlich über 2 Billionen Euro zugreifen, die als Steuern und Sozialabgaben umverteilt werden. Grössere Privatindustrien, die von Gesetzesgestaltung und staatlichen Aufträgen leben, gehören auch dazu: Energie, Baubranche. Für diese Leute läuft’s. Die Sozis haben das verstanden. Die Partei mag schrumpfen, aber deren Parteigänger kontrollieren die Mittel der Umverteilung. Dahinter liegt die Machtfrage, die Merz nicht stellen kann. Vermutlich fehlt ihm auch die Ambition dazu, denn er weiss, dass er und seine Generation in den kommenden Jahren abtreten werden. Er ist eine Übergangsfigur, die den falschen Zeitpunkt erwischt hat.

  • Merz hat im Grunde genommen gesagt, dass die SPD mit ihm und der Union machen könne was sie wolle, aber ja nicht glauben solle, sie könne mit ihm und der Union machen was die wolle…

  • Wenn man wissen will, was Merz „denkt“ und plant, sollte man Larry Fink von Blackrock einladen.

    • Richtiger Ansatz, aber auch der würde nur das Blaue vom Himmel herunter lügen.

  • Ich würde ihm raten: Besser ein Ende mit Schrecken… Aber ich glaube, das sieht er nicht.

  • Ich gebe dieser Koalition noch 3 Monate…

    • Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass der Kanzler die Vertrauensfrage stellt. Was hat er danach für eine Alternative. es gäbe nur 3.
      1) Minderheitsregierung
      2) neue Koalition und
      3) Neuwahlen
      wobei das zum folgendem Ergebnis führen würde:
      1) erfordert bei bestimmten veränderten Handeln ein Tolerierung durch die AfD, da steht die Brandmauer im Weg
      2) Koalition mit Wem (Grüne als dritter Partner?); für die CDU noch desaströser
      3) ein Desaster für die SPD und ein Einbruch für die CDU, man Stunde noch vor einem größeren Dilemma als 2).
      Ergebnis: Merz setzt auf weiter so und ein „Bismarck“ hinter Merz ist nicht erkennbar. Das alles ist der Grund für sein Ratlosigkeit bei Miosga.

  • Abgaben und Vorschriften erdrosseln die Bevölkerung und die Verantwortlichen können es nur noch durch „alternative Wahrheiten“ verstecken, bin gespannt wie lange noch 🤔

  • Flucht in Ketten.
    Im Orginal fliehen Tony Curtis und Sydney Poitier zusammengekettet aus dem Gefängnis. Als sie nach einiger Zeit die Ketten lösen können sind sie Freunde geworden.

    Flucht in Ketten, das Remake.
    Friedrich Merz und Lars Klingbeil ketten sich zusammen und fliehen ins Koalitionsgefängnis. Nach einiger Zeit werden sie beste Freunde und wenn sie nicht gestorben sind, dann koalieren sie noch heute.

    • Man merkt Merz doch den Hass auf Klingbeil an und dieser misst seinen Erfolg als Unionszerstörer in Frieder-Dezibel.

  • In so einer Position und in so einem Format die Krawatte wegzulassen, muss man sich leisten können.
    Ja, zumindest das kann er!
    Ein echter Macher.

  • Merz ist der Meinung man müsse es uns besser erklären. Na los, dann erklär uns mal bitte warum es möglich ist in Deutschland vollständig arbeitsbefreit, sich an allen Segnungen des Sozialstaates zu laben und ein fürstliches Leben zu führen, während Rentner und Leute die immer gearbeitet haben kaum noch über die Runden kommen.

  • Wenn in einem Unternehmen festgestellt wird, dass das Personal der Geschäftsleitung eine Gefahr für die gesamte Firma darstellt, weil es mit seiner Aufgabe überfordert ist, was würde dann wohl geschehen?
    a) Man lässt es weitermachen, weil sie den Job dringend brauchen?
    b) Es wird gegen geeignerte Leute ausgetauscht?

    Ob, Familie, Unternehmen, Bund, Länder oder Kommunen. Alles Unternehmen für die die gleichen mathematischen, physischen und bioligischen Gesetze gelten.

    • Ganz EINDEUTIG a)!
      Habe ich selbst sehr oft erleben müssen, in Konzernen UND Behörden.
      Und GENAU DAS ist ja die Ursache für Deutschlands Probleme.
      Merz ist nur die „Schaumkrone“, das Symbol für unsere Gesellschaft.
      Anstatt ENDLICH das Ruder herumzureißen, meckert man über Benzinpreise und Renten und ignorante Hysterie feiert fröhliche Urständ.

      • Genauso ist es!

      • Aber eine Schaumkrone, für die man den Schaumlöffel nutzt, weil man die nicht haben will, nicht die frische Schaumkrone auf dem Bier.

    • Sie haben die Variante c) vergessen: Wie würde ein Unternehmen handeln, wenn keine geeigneteren Leute verfügbar sind?

      • „Sie haben die Variante c) vergessen:“ Die Variante (c) im Unternehmen wäre tatsächlich die Betriebsschließung. Niemand kann auf Dauer ein defizitäres Geschäft betreiben. Dafür sorgt schon das Finanzamt. Z. B. Betrieb ohne Gewinnerzielungsabsicht.
        Bezogen auf den Staat, gäbe es durchaus Alternativen zum Bisherigen. Deshalb entfällt hier Variante (c).
        Bei Familien bliebe die Privatinsolvenz der letzte Ausweg, sofern sich keine fundierte Beratung findet. Gläubiger wird man nicht los nur weil der Haushaltsvorstand nicht rechnen kann oder will.

  • So spricht ein Mensch am Rande des depressiven Zusammenbruchs. Tief gekränkt über den Liebespartner SPD, der er bis zuletzt die Nibelungentreue hält. „Nie würde er mit der AFD zusammenarbeiten „. Also niemals fremd gehen.

    • Dabei war der Wählerwille 2025 eindeutig.
      Es wäre viel einfacher gewesen mit der Afd 5% Uneinigkeit auzuräumen, als mit der SPD 95% Uneinigkeiten auszuräumen.
      Unter der SPD-Minderheitsregierung leidet das ganze Land. Erst hat Merz der SPD dazu verholfen, dann wollte er sie auch noch „wieder groß machen“, und jetzt scheitert er an ihr. Dies alles unternimmt er für die EU und die Ukraine, aber nicht für Deutschland. Ein ganzes Land fragt sich, wessen Kanzler er ist.

      • Er ist Kanzler von Lars‘ Gnaden…

        • Ich bezog mich auf ein Land.

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      • „Dabei war der Wählerwille 2025 eindeutig.“
        Der Wählerwille, das scheue Reh, das noch kein Mensch in freier Wildbahn gesichtet hat.

        • Der Wählerwille besteht ja auch nicht aus Linksradikalen Terroristen – logisch sieht man die nicht in freier Wildbahn. Die gehen arbeiten, kümmern sich um Kinder und Familie …

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      • Merz wollte ja auch die AfD halbieren. Im Moment reduziert er die CDU und verhilft der SPD unter die 10%-Schwelle. Einen besseren Wahlkämpfer kann sich die AfD aktuell nicht ausdenken.

      • Mit der CDU/CSU unter Merkel fing doch der ganze Wahnsinn in Deutschland an.
        Immer mehr links-grüne Politik, dann der Migrationswahnsinn der uns bis heute Terror, Mord, Vergewaltigung und Bedrohung bringt.
        Nein, die CDU/CSU ist nicht die Lösung unserer Probleme, sondern die Ursache.
        Die anderen links-grünen Parteien verschärfen diese noch.

      • ,,Dabei war der Wählerwille 2025 eindeutig.“

        Stimmt. 79% wählten WEITER SO!

  • Nun ja. Die Querschüsse in der Koalition kamen bisher zu fast 100% aus der Unionsfraktion. Von daher finde ich die Aussage von Hr. Merz zum ‚Unmut‘ in der Unionsfraktion schon seltsam. Kompromiss bedeutet halt, dass man sich irgendwo zwischen den Extrempositionen trifft und da sehe ich jetzt nicht, dass die SPD keine ‚Kröten geschluckt‘ hätte. Leider fehlt auch hier Herrn Merz die Erfahrung, wie man das Mögliche durchsetzt, ohne ständig Porzellan zu zerschlagen. Fr. Merkel konnte das. Er kann es halt nicht.
    PS
    Er könnte es natürlich mit den Grünen versuchen. Einfacher wird es aber dann wohl auch nicht. Nur anders.

    -17
    • Welche „Kröten“ hat die SPD geschluckt?

    • Au weia, wenn ich unter ihrem Realitätsverlust leiden würde, hätte mich mein Umfeld längst einliefern lassen.
      Fast egal, was Merz sagt, irgendein SPDler widerspricht und heult rum „Ist mit der SPD nicht zu machen“, sogar, wenn es im Koalitionsvertrag steht wie „Keine Steuererhöhungen“. Dürfte Ihnen aber in ihrer Filterblase entgangen sein.

  • Den Weg zu einer Minderheitsregierung [unter seiner Führung] schließt er mit klaren Worten aus. Nun, dann wird es eben ein anderer machen. Oder die CDU löst sich unter seiner Führung und Beibehaltung seiner Widersprüchlichkeit zwischen Brandmauer und behaupteter bürgerlicher Politik unter Federführung der SPD im Nichts auf. Die Eigendynamik ist auch öffentlich-rechtlich medial nicht mehr aufzuhalten. In der CDU tobt bereits der Kampf um die Plätze im Rettungsboot. So planlos, wie Merz jetzt schon lange agiert, wird er noch in diesem Jahr sowohl als Kanzler als auch als CDU-Chef hinschmeißen. Die Frage ist nur, ob vor oder nach den Wahlen im Osten.

    • Sorry aber hinschmeissen wird der nicht, im Leben nicht

      • Wenn die Fraktion ihn auf Grund zusammenbrechender Perspektiven der Fraktionsmitglieder abschiebt, wird er nicht anders können als vorher schnell selber das Licht auszumachen.. Die Absetzbewegungen für die Zeit nach ihm haben doch schon begonnen. In MVP anscheinend weite Teile vom Landesverband außer Amthor. Daß dem entweder nur halbherzig oder garnicht widersprochen wird, zeigt, wie unsicher man mittlerweile in der Führung ist. Von den üblichen Verdächtigen wie Wüst und Günther ist nix relevantes zu hören. Die tauchen alle ab und wissen nicht, wie sie die eigene Haut retten sollen. Und scheinbar rennen der CDU auch die Mitglieder weg, sodaß die gar keinen richtigen Wahlkampf mehr auf die Beine bringen.

    • Zu einer Minderheitsregierung hat er auch nicht genug Mum in den Knochen, denn das würde hart werden. Womöglich gar Bürgerkriegsähnliche Zustände dank der sogenannten von uns finanzierten Zivilgesellschaft. Davor scheint er eine Riesenangst zu haben. Stattdessen nimmt er die Sendung als Instrument in der er die SPD bittet und fleht der CDU auch ein Stück vom Kuchen zu überlassen. Schade, in ihn haben viele ihre Hoffnung gesetzt.

  • Wäre Merz nicht so schwach, dann hätte er nie mit der SPD koaliert. Es war von Anfang an klar, dass man mit der SPD nichts, aber rein gar nichts mehr in der notwendigen Form reformieren könnte.
    Merz ist schwach, schwächer als weite Teile der CDU. Schlimm genug, aber wir sollten viel mehr auf die SPD schauen, denn was aus deren Reihen kommt, ist ein noch größeres Problem.

  • Es gibt immer Alternativen. Diesen Unsinn hat Merkel eingeführt, weil sie sich keiner Diskussion stellen wollte.
    Merz ist zu einfach zu schwach, um sich gegen den linken Zeitgeist aufzulehnen.
    Andererseits weiß er, ein Zusammengehen mit der AfD würde die CDU spalten.
    Total verfahrene Situation. Einzige Lösung: Sein Rücktritt.
    Dann werden die Karten neu gemischt.

    • Eine Zusammenarbeit mit der AfD, würde die CDU nicht mehr spalten, als eine weitere Zusammenarbeit mit den Linksextremisten.

      Und wenn jemand wie Daniel Günther die Partei verlassen sollte, dann wäre das der überfällige Reinigungsprozess in der CDU, um sich wieder an der Mitte der Gesellschaft auszurichten.

      Aber keine Angst, so etwas wird nicht passieren. Dafür bräuchten Merz und die anderen Gummifiguren ein Rückgrat.

    • Eine Minderheiten – Regierung, die sofort im großen Stil abschiebt, kann innerhalb von einem Jahr viele Probleme lösen. Schnell wird die Mehrzahl der Deutschen zufrieden!!!!! sein, auch wenn die Zivilgesellschaft tobt!

  • Er weiß, dass es ausweglos ist. Die bereits damals stattfindende Abschaffung wurde 2010 von Sarrazin aufs Tapet gebracht und seit dem gründlich vorangetrieben, mit vielfach abgesicherten Mechanismen. Es ist nicht seine Politik, es ist die Politik, zu der Merz von der SPD und seiner unterwanderten Partei gezwungen wird. Merkels zerstörerischer Nachlass frisst sich wie ein Krebsgeschwür durch Politik und Gesellschaft und Merz ist als machtloser Verwalter des Untergangs ausgesucht worden, um die letzten Reste konservativer Politik mit ihm zu beerdigen.
    Irgendwie muss es ihm unklar gewesen sein.
    Aber tatsächlich sind die Deutschen schuld:
    Merkel hat naive Ignoranz zum Statussymbol „Resilienz“ erhoben und man hat begeistert mitgemacht, unangenehme Wahrheiten und deren Überbringer zu diskreditieren, schließlich wollte man auf jeden Fall zu den Guten gehören.
    Alles andere war schließlich rechts, nazi, rassistisch, wissenschaftsleugnend, putinversteherisch, also ganz klar abgehängt.

  • Wenn man sich in den 60 Minuten gestern Abend ein wenig in Psychoanalyse versuchte, vorausgesetzt man hat dazu eine Sensorik, dann konnte schnell klar werden, warum dieser Mann für das Amt des Kanzlers gemessen an seinen CDU-Vorgängern der Ungeeigneteste ist. Herr Merz ist zu harmoniebedürftig (er goß aufmerksam und höflich Frau Miosga Wasser in ihr Glas nach), seine „klösterliche“ Erziehung in den späten 50er und 60er prägte ihn, stets den unteren Weg zu gehen, die andere Wange hinzuhalten, nicht jähzornig zu reagieren. Dazu kommt eine Eitelkeit, die ihn für Kränkungen empfänglich macht. Er steht nicht über den Dingen, ist nicht souverän, ja beinahe schon naiv. Frau Merkel erkannte das sehr früh, weshalb sie ihn damals ausbot. Wer in seinem Gesicht lesen konnte, auf seine Gesten und Worte im Detail achtete, sah eine im Grunde unsichere Persönlichkeit. Nicht am Wissen darum, wie Politik richtig zu machen ist, scheitert Merz, er scheitert, weil er es allen(!) recht machen will. Das ist tragisch.

    • Dass Merkel in ausbooten wollte, weil er naiv war, ist grotesk.
      Sie hat naive Unterstützer um sich geschart und sie hat ihn abgesägt, weil klar war, dass er ihren linken Kurs nicht unterstützen würde und in seiner Impulsivität ihr mit zu viel Wahrheit gefährlich werden könne.

      • Nicht weil er naiv war, weil er als Katholik und „Bonner“ nicht „ihre“ Politik unterstützt hätte. Es war für Merkel vergleichsweise einfach, weil er nicht durchsetzungsfähig war, damals wie heute. „Naiv“ wirkt Merz manchmal bzgl. Eigenschaften, die es heute braucht, um in einem solchen Amt bestehen zu können. Dass es nicht allein um pol. Inhalte geht, hat Merz unterschätzt. Da müssen Sie schon differenzieren können.

        • Ich glaube tatsächlich, Merz ist naiv in die Falle „Kanzler zur Abschaffung konservativer Werte“ gestolpert. Mit ihm sollen die letzten Relikte konservativer Politik dramatisch scheitern und untergehen. Merkels Traum. Ansonsten hege ich immer noch die (naive) Hoffnung, dass er in einem seiner berühmt-berüchtigten Wahrheitstourette-Anfälle die Brandmauer einreißt…..und dann ist sie halt weg.
          Die Art, wie er gebetsmühlenhaft die Abgrenzung vom rettenden Blauschwarz oder zumindest der Minderheitsregierung repetiert, weist für mich auf eine unterdrückte Sehnsucht in diese Richtung hin, passt ja auch zu dem, was er vor der Wahl versprach….egal, wer zustimmt, sagte er.
          Und tatsächlich fand ich den rechten Vorwahlmerz authentisch, nicht überzeugend, weil klar war, dass er von links instrumentalisiert wurde.
          Ich habe den Verdacht, es geht gar nicht mehr um wirkliche Inhalte, es geht ausschließlich um das Wettrennen Abschaffung vs AfD.

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