Werbung:

Werbung:

Welche Fragen das Rentenpaket beantwortet – und welche die Bundesregierung offenlässt

Oberflächlich betrachtet wirkt die geplante Rentenreform wie ein guter Kompromiss. Doch die Beitragspflicht für Selbstständige und Minijobber wird nicht nur Arbeitsanreize senken. Maßnahmen wie der „Niveauzuschlag“ konterkarieren auch die verbliebenen Ziele der wenig ambitionierten und viel zu spät einsetzenden Reform.

Friedrich Merz und Bärbel Bas unterstützen die Vorschläge der Rentenkommission und wollen sie als Paket umsetzen. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Werbung

Die Rentenkommission der Bundesregierung hat einen Katalog mit 33 Empfehlungen vorgelegt, den Bundeskanzler Friedrich Merz und seine SPD-Sozialministerin Bärbel Bas nun umsetzen wollen. Doch die Reform lässt viele Fragen offen und könnte bald zu neuen Diskussionen und Verwerfungen führen.

Der massive Anstieg der Beitragssätze für Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Jahr 2028 und darüber hinaus (Apollo News berichtete) ist ein zentrales Problem des Kompromisspakets für Versicherte und Unternehmen – auch wenn dadurch ein Einstieg in die bei schrumpfender Bevölkerung zwingend notwendige Kapitaldeckung gemacht wird.

Kein Rentner soll zusätzliche Lasten tragen, sondern nur die Beitrags- und Steuerzahler. Dafür sorgt der geplante „Niveauzuschlag“ als Nachfolger der Haltelinie beim Rentenniveau. Zwar spricht die Rentenkommission von einer Wiedereinsetzung und Erhöhung des bis 2031 ausgesetzten Nachhaltigkeitsfaktors. Eine Senkung des Rentenniveaus unter die bisherige Rechtslage schließt die Kommission allerdings gleichzeitig aus.

Dafür sollen kurzfristig Milliarden aus dem Bundeshaushalt mobilisiert werden. Um eine Berechnung der Kosten, die bis Mitte der 2040er-Jahre erheblich ausfallen dürften, drückt sich die Kommission in ihrem Bericht jedoch. Angesichts der Lage der öffentlichen Haushalte und der rapide ansteigenden Verschuldung wird diese Idee auch schwerer umzusetzen sein, als Friedrich Merz und seine Minister derzeit glauben machen wollen.

Die Altersgrenzen für den Eintritt in den Ruhestand sollen für die Jahrgänge nach 1964 weiter ansteigen. Zwei Drittel jedes Jahres an zusätzlicher Lebenserwartung sollen „in Arbeit“, ein Drittel „in Rente“ verbracht werden. Dadurch soll die Zahl der Beitragszahler erhöht werden – und eine Signalwirkung auf die Senioren ausgehen. Doch über das Signal hinaus brauchen diese vor allem eines, wenn man will, dass sie länger arbeiten: einen echten Anreiz.

Lesen Sie auch:

Denn in einer Marktwirtschaft kann niemand gezwungen werden, (mehr) zu arbeiten. Diese Entscheidung muss jeder Einzelne individuell treffen. Wer es sich leisten kann, kann, soll und wird weiterhin einen früheren Austritt aus dem Berufsleben wählen – 44 Prozent beabsichtigen das laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK (Apollo News berichtete).

Einen solchen Anreiz für längeres Arbeiten sollte die Aktivrente darstellen. Dieser zusätzliche Freibetrag für Personen, die neben dem Rentenbezug weiter arbeiten, ist jedoch auf Arbeitnehmer beschränkt. Freiberufler und Bauern etwa sind davon dezidiert ausgeschlossen (mehr dazu hier). Nun sollen aber auch Selbstständige in die Rentenkasse einzahlen. Gleichbehandlung im Alter ist hier offenbar eine Einbahnstraße.

Ein späterer Renteneintritt für Akademiker ist nach dem Willen der Kommission nun vom Tisch – er hätte einen verfassungsrechtlich schwer zu rechtfertigenden Systemwechsel begründet. Dasselbe gilt für eine Bindung von Bestandsrenten an die Inflation statt an die Lohnentwicklung. Abgeschafft werden soll ferner nicht nur die abschlagsfreie „Rente mit 63“, die der Jahrgang 1962 im Alter von 64 Jahren und acht Monaten – also zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze – wahrnehmen kann.

Auch der Renteneintritt mit Abschlägen vor Vollendung des 64. Lebensjahres soll der Vergangenheit angehören. Künftig sollen Abschläge maximal für drei Jahre in Kauf genommen werden dürfen. Auch Altersteilzeit soll erst später als bisher möglich sein. Das „Blockmodell“ der Altersteilzeit mit einer Arbeitsphase und einer Rentenphase soll abgeschafft werden. Die Flexibilität der Arbeits- und Lebensmodelle im Übergang zur Rente wird so eingeschränkt.

Auch das Problem, dass bei geringen Rentenansprüchen kaum ein Unterschied zur Grundsicherung im Alter besteht – obwohl viele Tausend Euro an Beiträgen geleistet wurden –, wird durch die Reform nur angeschnitten. Grundsätzlich will die Kommission nur einen Teil der erworbenen Rentenansprüche auf andere Sozialleistungen anrechnen. 70 bis 80 Prozent der Beiträge sollen aber in vielen Fällen weiterhin verloren sein. Wie das mit der Eigentumsgarantie des Grundgesetzes, der auch die gesetzlichen Rentenansprüche unterliegen, systematisch zu vereinbaren sein soll, bleibt offen.

Zur kurzfristigen Entlastung der Rentenkassen soll außerdem ein Erfolgsmodell sofort abgeschafft werden: Minijobs sollen bald der Vergangenheit angehören. Dieses Instrument wurde einst eingeführt, um den Unterschied zwischen sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und schwarzer Gelegenheitsarbeit zu verwischen – eine legale Möglichkeit, in begrenztem Umfang (auch neben dem Hauptberuf) zu arbeiten, würde verteuert und de facto entfallen. Der Gaststättenverband Dehoga beklagt daher „wenig Weitsicht“, der Handelsverband HDE spricht von einem „gefährlichen Irrweg“ (mehr dazu hier).

Ausreichen wird diese Reform vermutlich nicht. Auch die Verpflichtung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, dem hochverschuldeten Staat Geld zu überweisen, damit dieser es in einem „öffentlichen Fonds“ am Kapitalmarkt gewinnbringend anlegt, wird schon in wenigen Jahren korrekturbedürftig sein.

„Nicht für ambitioniert genug“ hält der Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr die Vorschläge angesichts der „finanziellen Schieflage“. Seine Sachverständigenrats-Kollegin Veronika Grimm kritisierte gegenüber dem Handelsblatt die Pläne, die Kapitaldeckung in die Gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren. Und auch Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung nannte das Paket in der Rheinischen Post „zu vorsichtig“.

Insgesamt bleibt aber festzuhalten: Durch den nahenden Renteneintritt der geburtenstärksten Jahrgänge um 1964 kommt eigentlich jede Reform zu spät. Die Generation der Babyboomer hat ihre gigantischen Rentenansprüche nicht gegenfinanziert – weder durch angespartes Kapital noch durch eine (annähernd) populationserhaltende Kinderzahl. Zumindest in der letzten Phase ihres Erwerbslebens hätte sie für ihren Lebensabend sparen müssen.

Dass die Kommission eine „lebensbegleitende Finanzbildungsstrategie“ empfiehlt, widerspricht diametral der Aussage von Bärbel Bas, wer gesetzlich versichert sei, müsse sich „um nichts kümmern“ in Sachen kapitalgedeckter Rente (Apollo News berichtete). Das ist mutig und wohl die wichtigste Aussage des Empfehlungspapiers – denn der Staat allein wird auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein, die Probleme mit Demographie und Rente in den Griff zu bekommen. Trotz der wachsenden Abgabenlast muss daran jeder Einzelne arbeiten.

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

72 Kommentare

  • Nachtrag:

    Will das die Bundesregierung erreichen?

    Nämlich die Gesellschaft weiterhin zu spalten.

    Natürlich kann ich (Jahrgang 1970) die Sorgen der jüngeren Generation verstehen, aber dann den Bestandsrentner oder Babyboomern vorzuwerfen, sie würden ja keinen Beitrag zu dieser „Rentenreform“ leisten, führt zu einer weiteren, sehr wahrscheinlich gewollten Spaltung.

    Wir sollten alle verdammt aufpassen und vorsichtig sein und uns nicht in dieses „Spiel“ hineinziehen bzw. hineintreiben lassen.

    Vielmehr sollten wir alle geeint zusammenstehen und den Verantwortlichen mal deutlich die Leviten lassen und auf die Finger klopfen, vor allem, dass sie uns mal Rede und Antwort stehen, warum sie denn über Jahrzehnte hinweg in die Rentenkasse gegriffen haben, um dieses Geld dann fachfremd u zweckentfremdet zu „verschleudern“, z.B.Haushaltslöcher zu schließen (weil sie es nicht hinbekommen) oder in irgendwelche Kriege zu stecken mit denen wir definitiv nichts zu tun haben – absolut gar nichts.

    • Wenn ich nur sehe wieviel Milliarden in die Ukraine geflossen sind , und sowieso haben die sogenannten boomen Jahrzehnte lang in die rentenkasse einbezahlt ,mir würde reichen diese Beiträge plus Zinsen und Zinseszins ausbezahlt zu bekommen dann bräuchte ich nix mehr vom Staat…..

  • Es war zu lesen das die neu zu schaffende Rente aus Kapitalerträgen dem Eckrentner monatlich 77o EUR zusätzlich Rente einbringen soll.
    Rechnen Sie bitte mit und nehmen Sie an wir hätten heute dieses System vollumfänglich installiert.
    Zurzeit haben wir 4,2 Millionen Personen die Rente beziehen. Rechnen wir einmal überschlägig

    42000000 x 770 = 3234000000 = 3,234 Milliarden monatlich
    3,234 x 12 = 38,808 Milliarden jährlich!
    (Alle Zahlen in EUR)

    Gibt es tatsächlich Fonds mit einer derartigen Ausschüttung?
    Warum legt der Staat nicht selbst Geld in diesem Font an?
    Wie verhält sich der Staat zukünftig gegenüber der Wirtschaft, die ja bekanntlich derzeit nicht zum Besten dasteht, jedoch wesentlich für einen erfolgreichen Font ist?

    Für Fehlerkorrekturen bin ich dankbar, da ich von Wirtschaftsmathematik als technischer Mathematiker nicht viel verstehe

    • Leider stimmt das nicht, es ist VIEL VIEL schlimmer

      off. Quelle
      https://www.destatis.de/DE/Im-Fokus/Rente/_inhalt.html
      Auszug
      Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bezogen am 1. Juli 2025 rund 21,5 Millionen Personen eine gesetzliche Rente. Gut 4,1 Millionen von ihnen erhielten dabei sowohl eine eigene als auch eine Hinterbliebenenrente.

      Daher haben ja auch UNION und SPD auch noch die Prozente bei BTW 2025 bekommen, weil eben mehr als 20M im Rentenalter sind und jene die hauptsächlich wählen.

      Altersgruppe BTW 2025
      https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2025-02-23-BT-DE/umfrage-alter.shtml

      Wären es nur ca. 4M, ist die 5% Hürde in Sicht, wäre wünschenswert.

      • Danke Freigeist für die Ergänzung. Wie gesagt bin Techniker, kein Wirtschaftsexperte. Jedoch eine Kapitalrendite vonn 770 EUR monatlich schien mir nur wenig glaubwürdig.

  • So sägt man weiter an dem Ast, auf dem man sitzt. Schwarz/Rot verliert den Boden unter sich, weil sie die Leute schlechter stellt, deren Stimmen sie zum Überleben benötigt. Dabei sind die geburtenstärksten Jahrgänge vor 1966 bereits zu dreiviertel verrentet und nach über vierzig Jahren Rentendiskussion ist der Gipfel nahezu erreicht. Die beste Lösung wäre es versicherungsfremde Leistungen umzuschichten. Die Rentenversicherung könnte dann locker die Ansprüche aus den Einnahmen bewältigen, während der Betrag zur Stützung der Rentenkasse wegfallen könnte. Man will aber lieber weiter die Rentenkasse und Wähler abziehen.

  • Dem allgemeinen Wunsch nach einer Sanierung der Staatsfinanzen sind enge Grenzen gesetzt. Läuft bereits der grundrechtliche Eigentumsschutz leer, ist vor allem die sogenannte „Rentenreform“ schon heute nichtig. Womöglich erübrigt es sich bereits dadurch, dazu im Deutschen Bundestag ein Gesetz zur Abstimmung zu stellen.

    • Nur zur Erinnerung: Es ist höchstrichterlich zur Auflage gemacht, dass der vom Haushaltsgesetzgeber jeweils gewählte Ansatz nicht unerörtert bleiben darf. Lagert nunmehr die Bundesregierung schon im Vorfeld die Erörterungen an eine sogenannte „Kommission“ aus, sollte es erlaubt sein, danach zu fragen, ob damit den Anforderungen des Souveräns noch Genüge getan ist? Wie völlig absurd es ist, was gegenwärtig im Zusammenhang nicht zuletzt in Sachen Rente der Bevölkerung als vermeintliche Problemlösung angetragen wird, zeigt sich schon daran, dass dann auch Prüfungen nicht mehr vom Examanskandidaten persönlich zu absolvieren wären, sondern von Dritten, die sich gegen eine entsprechende Bezahlung in seinem Auftrag den Mühen zu unterziehen hätten. Mithin erinnert all das besonders an die universitäre Unsitte, Qualifikationsschriften von Ghostwritern schreiben zu lassen bzw. inzwischen gleich einen KI-generierten Text vorzulegen.

      • Korrektur: Statt „Examanskandidat“ müsste es Examenskandidat heißen.

  • Dem Staat den Zugriff auf die Einzahlungen aus der kapitalgedeckten Rente zu überlassen, ist in etwa so, wie wenn ich zu den Schnecken im Garten sage „passt auf meinen Salat auf“ … irgendwann sind diese Mittel auch für andere Aufgaben schon ausgegeben, wenn sie an die Rentner fließen sollten.

  • Machen wir uns nichts vor. Auch diese Rentenreform, die jetzt ansteht, ist auf Sand gebaut, denn die Begleitumstände sind finster:

    Erstens
    Alle gesunden Frauen müssten genügend Kinder bekommen (mindestens zwei vor dem dreißigsten Lebensjahr).

    Zweitens
    Die Schulen müssten wieder ehrlich Leistung messen dürfen, so dass allerhöchstens 25% eines Altersjahrgangs das Recht auf den Besuch einer Hochschule erteilt bekommt.

    Drittens
    Die Universitäten dürften keine öffentlichen Mittel mehr erhalten, wenn dort Gender-Ideologie gelehrt wird, statt Forschung in innovativen Bereichen (Weltmarkkonkurrenz).

    Viertens
    Die Unternehmen müssen sich in diesem Land wohlfühlen und dürfen nicht ideologisch vertrieben werden (Energiepreise, Bürokratismus usw.)

    Nur dadurch wird man Rentenleistungen von 70% erreichen können!

    • Genau so und nicht anders ist es!
      Aber leider grätscht die ideologisch bornierte Politkaste dazwischen, anstatt nur den Rahmen zu setzen. Nein, der Deutsche muss immer zu irgendetwas ‚erzogen‘ werden. Freiheit des individuums erträgt diese Kaste nicht. Die streben immer nach totaler Macht und Kontrolle.

  • Leute die von all dem nichts selber zu tragen haben doktern an einem System herum das aus dem 19. Jahrhundert stammt.
    Da haben wir Glück, Lenin’s Spruch über die Deutschen könnte heute lauten: die Deutschen warten, bis es eine App gibt mit der sie online, eine Bahnsteigkarte kaufen können um den QR zu benutzen mit dem sie protestieren.

  • Was mich hier an etlichen der Kommentare stört: Viele suchen die Schuld bei anderen, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass der Gürtel jetzt enger geschnallt werden muss. Ja, es gibt eine Schuld der anderen (z. B. die verbrecherische Implementierung linksgrüner Ideologie in praktisches Regierungshandeln).

    Es gibt Einflüsse, zu denen wir allerdings nichts können (z. B. der unaufhaltsame Aufstieg Chinas zur Werkstatt der Welt).

    Es gibt aber auch Dinge, die wir selbst zu verantworten haben, die Ausfluss unseres Egoismus sind: Haben wir unseren Töchtern erzieherisch vermittelt, dass es zur Lebenswirklichkeit einer Frau gehört, später mal Kinder zu bekommen oder haben wir nur über Noten, Studium, Karriere mit unseren Töchtern gesprochen?

    Haben wir das Abitur vehement für unsere Kinder eingefordert, obwohl wir ahnten, dass sie eher praktisch begabt sind und haben deswegen nur Parteien gewählt, die Leistungsdumping im Wahlkampf versprachen?

  • „Kein Rentner soll zusätzliche Lasten tragen, sondern nur die Beitrags- und Steuerzahler.“
    Rentner sind Beitrags- und Steuerzahler ☝️

  • Es ist völlig offensichtlich, was die Bundesregierung hier spielt.

    Die kapitalgedeckte Zusatzrente gibt es bereits. Jeder, der will, kann bereits heute nach Herzenslust riestern oder rürupen. D.h., es gibt eigentlich keine sachliche Notwendigkeit für eine weitere, kapitalgedeckte Rente.

    Das einzige, was die Regierung mit ihrer „Rentenreform“ anstrebt, ist die Kreation eines milliardenschweren Reptilienfonds.

    Und spätestens, wenn die nächste „Eurorettung“ ansteht, wenn wieder mal eine „Energiewende“ finanziert werden muss, oder „UnsereUkraine“, oder wenn irgendeine zukünftige Fachkraft der deutschen Christdemagogie sich ein „Sondervermögen“ ergattern möchte, ist das Geld aus der Kapitalrente weg.

    Das war früher oder später in jedem Land so, wo etwas derartiges ausprobiert wurde.

    Politiker können nicht mit Geld umgehen. Und sobald es sich halbwegs für sie lohnt, wird auch diese Spardose geknackt und wir werden mit ein paar Glasperlen abgespeist.

    • Ganz genau so wird es kommen. Nur Geld das vor dem gierigen Staatsapparat sicher ist, ist auch für die Zusatzrente geeignet. Aber wie schwer das ist, sieht man ja am Prinzip Betriebsrente, das sich der Staat auch bereits zur Beute gemacht hat und nach belieben so starkbesteuert, das man es besser in den Sparstrumpf steckt, als es als es einer Blackrock Marionette vor die Füße zu legen.

    • Riester ist abgeschafft. War ein totaler Flop für die Gutgläubigen, aber super für die Versicherungen.
      Kapitalgedeckte Rente (Geldanlage in ETFs und gemanagte Fonds) ist kein Wundermittel.
      Hinweis meiner Depotbank:
      „Investieren birgt Verlustrisiken“.
      Horrorszenario: Nach 50 Jahren Arbeit und Beiträge fallen zum Renteneintritt die Kurse. Und dann? Vorher hat der Staat 50 Jahre lang von den Erträgen aus Zinsen und Dividenden schon 25%
      Steuern abkassiert.
      Wenn das alles so einfach und toll wäre, wie Merz, ausgerechnet Merz, es verspricht: Warum ist da niemand vor 50 Jahren darauf gekommen, als der demografische Wandel mit all seinen Rentenproblemen schon vorhersehbar war?

  • Rentenbeiträge für Minijobber sind nichts anderes als Raub und Wegelagerei. Aus diesen Beiträgen erwachsen keine nennenwerten Rentenansprüche. Wer als Ehepartner nur Teilzeit oder Minijob arbeitet, dessen Ansprüche liegen weit unterhalb der Grundsicherung, die es auch ohne Beiträge gibt. Armutsrentner, die Minijobs als Zusatzverdienst genutzt haben, werden dieser Möglichkeit beraubt und müssen jetzt Flaschen sammeln. Für die Gastronomie ist der Wegfall der Minijobs wohl der letzte Sargnagel.

  • „Zumindest in der letzten Phase ihres Erwerbslebens hätte sie für ihren Lebensabend sparen müssen.“
    Was für ein Schwachsinn!
    Warum hätten die sparen müssen, andere leben ihr Leben lang auf Kosten der Allgemeinheit. Jetzt werden immer mehr Leute ins Land geholt, die nie einzahlen, darüber wird sich hier aber nicht echauffiert, nur wieder einmal auf Menschen, die gearbeitet haben und nicht jedes Jahr ein Kind in die Welt gesetzt haben, da wir eh eine Überbevölkerung haben, dass das Übel für alles ist. Diese sogenannten Boomer haben ein Recht auf Wohlstand, genau wie alle anderen die arbeiten gehen und einzahlen, nichts mit Bürgergeld und auf der faulen Haut liegen…

    • So ist es !

    • Komplette Zustimmung Angelique 👍

  • Wurden bei dieser Rentenreform auch die Zahlungen für die Sofortrentner berücksichtigt? Ich meine jetzt die Sofortrentner nach Grenzübertritt mit dem Zauberwort auf den Lippen.

    • Die sind schließlich gGold wert,😂🙄

      • Das wird erst noch was geben, wenn die alle ins Rentenalter kommen ohne je gearbeitet zu haben und deren Kinder auch in der Hängematte liegen…

    • Die sind Götter, die darf man nicht kritisieren.

  • Es wird jetzt wieder postuliert, daß doe Altersvorsorge auf 3 Säulen stehen soll: gesetzliche Rente, Betriebsrente und persönliche Vorsorge, wie z.B. Immobilieneigentum. Nur wird geflissentlich veschwiegen, daß die Reneneinkünfte versteuert werden müssen. Ich muß wegen meiner Betriebsrente (28 Jahre Firmenzugehörigkeit) pro Quartal Steuervorauszahlungen leisten. Mir wird der Hals zugeschnürt, während die riesigen Steuereinnahmen vom Staat verpulvert werden.

  • Letztendlich läuft es darauf hinaus die Jungen Menschen überproportional für die Rente der Babyboomer Generation bluten zu lassen und ihnen gleichzeitig die eigene zusätzliche Versorgung aufzubürden. Mehrkosten für alle die noch was arbeiten und am ende hat man dann eingezahlt und erreicht nicht einmal das Grundsicherungsniveau mit seinen Rentenpunkten.
    Man weiß ja schon seit mindestens 20 Jahren wohin die Reise geht, daher immer dran denken beim Kreuzchen machen wer in dieser Zeit an der Regierung war.

    • Sie bluten nicht für die Rentner, sondern für Weltenretterhobbys der Regierung. Die Rentner bluten für die Pensionäre.

    • Die junge Generation gegen die Babyboomer „ausspielen“. Ist es vielleicht genau diese Spaltung, die man bewusst herbeizwingen will ???

      Ich darf hier nur an den alten Machiavelli erinneren:

      divide et impera

    • Quatsch. Denken Sie mal 30 Jahre weiter wenn dann die ersten, heute Jüngeren in Rente gehen wollen. Bei 1.3 Kinder werden die wohl von noch weniger Einzahlern leben müssen. Ist das dann etwas anderes als heute ? Nein, das System an sich ist falsch angelegt.

      • Deshalb brauchen wir mehr Migration aus Afrika. Die haben im Schnitt 10 Kinder. Von denen zahlt zwar niemals jemand irgendwas ein, aber das ist doch genau das, was die CDU seit Merkel vor hat. CDU – Alles Gegen Deutschland.

    • @Sven G. Sie vergessen das die jetzigen Rentner in das System 40 und mehr Jahre einbezahlt haben. Wollen Sie das man mit Ihnen die gleiche Diskussion führt wenn Sie in Rente gehen?
      Das System ist nicht richtig aufgestellt. Allerdings zur Wahrheit gehört auch das sich unsere Politiker immer aus der Rentenkasse bedient haben. Merz hat ja auch angekündigt das die 2 % die in den Zusatz Rentenfond gehen sollen, das entspricht ca 30 Milliarden in die Industrie investiert werden soll.

      • Merz hat sich ja beim BDI verplappert, er hat nicht gesagt, dass die zusätzlichen 2% dafür gedacht sind, um die Renten zu sichern, sondern um den Wohlstand unseres Landes voranzubringen. Also ist schon wieder vorprogrammiert, dass die Beitragssteigerungen ebenfalls fachfremd und zweckentfremdet verwendet werden. Also werden auch alle nachfolgenden Generation bei den Renten und ihren Beiträgen beklaut.

      • Ich glaube sie (und andere wohl auch) haben mich eindeutig missverstanden, denn mein Kommentar ist KEIN Angriff auf die jetzigen Rentner, sondern einfach eine Tatsachenbeschreibung. Vor 20 Jahren wäre es noch möglich gewesen mit einem relativ milden Hebel noch etwas zu verändern, da die Regierungen aber lieber alles in die Zukunft verschoben haben, sind jetzt härtere Maßnahmen nötig.
        Von daher ist mein Punkt ja gerade der, dass ich diese diese Diskussion nicht führen möchte wenn ich mal in Rente gehen sollte, sondern diese eben schon 20 Jahre zu spät kommt.
        Ich gehe aber auch schon seit dem ersten Tag seit dem ich Arbeiten gehe davon aus, von diesem Staat keine nennenswerte Rente zu erhalten. Zu den Jüngeren gehöre ich auch nicht mehr.

        • Das System ist von Anfang an, fein ausgedrückt (wegen des Fehlens eines Bademantels), falsch gelaufen. Das anfängliche 3:1 Verhältnis von Beitragszahler zu Rentner wäre niemals aufrecht zu erhalten gewesen. Dann hätten wir heute weit über 100.000.000 Menschen im Land und alle Erwerbsfähigen müssten arbeiten und die Zahl der Rentner würde exponentiell ansteigen wie auch die Gesamtbevölkerung. Es war also von Anfang an klar das das nicht möglich ist. Der Bürger hat die Verantwortlichen immer wieder gewählt und damit das System stabilisiert. Er hat aber auch zwangsweise immer mehr da reinzahlen müssen. Der Einzelne hatte keine Wahl. Und heute will natürlich jeder seine Rente bezahlt haben. Die aktuellen Rentner, die in Kürze folgenden, auch die Mittelalten haben ja schon horrende Mittel bezahlt.

          Und nun staunen alle das die Entscheidungsträger entscheiden ohne selbst davon betroffen zu sein. Sie merken jetzt schon das nicht die Boomer schuld sind, oder ?

          1
    • Hier sollten manche mal ihren Beißreflex ein wenig zurückfahren, wenn sie das Wort „Boomer“ hören. Nur weil ich dieses Wort benutzt habe, ist das nicht gleich ein Angriff.
      Ihr könnt ja nicht bestreiten, dass die demografische Entwicklung so aufgestellt ist, dass es sehr viele Menschen gibt, die jetzt in Rente gehen bzw. demnächst in Rente gehen werden, und es verhältnismäßig wenige Beitragszahler gibt, die eben jung sind. Nennt die Gruppen, wie ihr wollt, das ändert an der Sache nichts.
      Wollt ihr etwa bestreiten, dass dieses Problem nicht schon seit 20 Jahren bekannt ist und die Politiker es seit Jahren ignorieren?
      Wenn ihr in meinem Kommentar eine Spaltung zwischen Jung und Alt seht, dann fragt euch, ob nicht vielleicht die Spaltung bereits in euren Köpfen verankert ist. Mein Kommentar war gegen die Parteien gerichtet, die diese Situation sehenden Auges so weit haben kommen lassen, nicht gegen „die Alten“.

    • Wir „Babyboomer“ haben euch durch unsere Arbeit ein Leben im Wohlstand ermöglicht. Das war unsere Vorleistung. Das nannte man Generationenvertrag. Jetzt habt ihr euren Teil des Vertrags zu erfüllen.
      Und was macht ihr? Ihr heult rum und zerstört mit eurem Klima- und Flüchtlingswahn Wirtschaft und Wohlstand.

    • Spalten klappt bei dir.

  • „Die Generation der Babyboomer hat ihre gigantischen Rentenansprüche nicht gegenfinanziert“
    Wie bitte? Die hatten die höchsten Beitragssätze, die inflationsbereinigt höchsten Bruttoeinkommen und somit auch die höchsten absoluten Einzahlungen für die Rentenkasse.

    Das Geld wurde dann aber für allen möglichen Kokolores ausgegeben und nicht für die Rentner ☝️

    • Bullseye 🎯

      Um über 1 Billiarde wurde die Rentenkasse bereits geplündert. Darüber redet aber niemand von den hohen Herren.
      Das Geld wäre da gewesen, aber es wurde den Renteneinzahlern wortwörtlich geraubt.

  • Jetzt der Generation der sog. Babyboomer ein bisschen den schwarzen Peter zuzuschieben, finde ich zu kurz gedacht und ihnen dann auch noch „vorzuwerfen“ sie hätten nicht genug gespart oder einfach zu wenig Kinder „gemacht“. Wie sieht es da dann mit der im Artikel erwähnhten Flexibilität der Lebensmodelle aus? Was ist mit Frauen, die gar keine Kinder bekommen können? Auch die „gigantischen Rentenansprüche“ mag in Summe vielleicht stimmen, aber hier wird der Eindruck vermittelt jeder dieser Generation würde horrende Renten beziehen. Das System hat immer den Eindruck vermittelt, dass man sich drauf verlassen konnte. Auch hier hat man nicht die Wahrheit erzählt. Hätte man von Anfang an mit offenen Karten gespielt, dann hätten ganz bestimmt ganz viele Babyboomer sicher noch mehr Eigeninitiative ergriffen, um für den Lebensabend vorzusorgen, aber denen jetzt so ein bisschen die Mitschuld für das Systemversagen zu geben, halte ich für falsch.

    • Da wir gerade beim Thema zu wenig Kinder sind. Es gab eine Zeit da wurde durch einen sozialdemokratischen Bundeskanzler die Agenda 2010 ausgerufen.
      Dies nahmen Gewerkschaft und Arbeitgeber zum Anlass unsere bis dahin guten Arbeitszeiten deutlich zu verlängern. Ab da hieß es 10 Strunden Arbeit 10 Stunden Feierabend. 6 Tage Arbeit 3 Tage frei egal ob Feiertag Wochenende oder sonstwas. Alle 8 Wochen durfte dann 7 Tage gearbeitet werden und dafür gab es dann leider nur 2 freie Tage. In dieser Zeit habe ich meine komplette Familie verloren die mit diesem Leben nicht mehr klar kam. Auch spätere Partnerschaften gingen schnell wieder in die Brüche. Nun ja, ohne Partnerin ist es als Single-Mann schwierig an eigene Kinder zu kommen.

  • Die Flexibilität soll eingeschränkt werden??????? Nach 42,5 Jahren hat unsere chemische Produktion geschlossen. Ich habe eine Abfindung bekommen, von der ich etwa 1 Jahr leben kann. Ich bin aber erst 60 und soll bis 67. Und werde in meinem Beruf nie mehr arbeiten können. Ich zahle derzeit freiwillig ein, um die Laufzeit zu erfüllen. Aber die graben mir alle Möglichkeiten ab, um nach soviel Jahrzehnten als Leistungsträger eine auskömmliche Rente zu haben. Um die Flexibilität einzugrenzen. Die Schweine!

    • Und die Verantwortlichen mästen sich selbst und leben wie die Made im Speck.

    • Du zahlst derzeit freiwillig ein? Dann bist du den Betrügern richtig schön auf den Leim gegangen!..

  • “ Die Generation der Babyboomer hat ihre gigantischen Rentenansprüche nicht gegenfinanziert–weder durch angespartes Kapital noch durch eine (annähernd) populationserhaltende Kinderzahl. Zumindest in der letzten Phase ihres Erwerbslebens hätte sie für ihren Lebensabend sparen müssen“.

    Na dann bin ich ja erleichtert, dass die „Nach-Boomer-Generation“ ausreichend Kinder zur Sicherung ihrer eigenen Rente bereits gezeugt hat oder gerade dabei ist dies zu tun.

    Wenn Boomer für den Lebensabend nicht vorgesorgt haben-dann dürften keine Erbschaften vorhanden sein. Warum will man dann Erbschaften hoch versteuern?
    Wenn Boomer für den Lebensabend nicht vorgesorgt hätten-wer besitzt dann all die kleinen Häuschen? Die hoch verschuldet gebaut wurden-um am Lebensabend keine Mieten zahlen zu müssen.

    Wenn Babyboomer nicht vorgesorgt hätten-wieviele Millionen mehr Menschen würden dann Miete, Heizung und Waschmaschinen vom Staat bekommen müssen.

    Warum können einige 3500 Euro für Pflegeheime bezahlen?

  • Der überwiegende Teil der 33 Punkte ist zum Nachteil der Bürger. Mehr zahlen, weniger bekommen, länger arbeiten. Das nenne ich nicht Reform, sondern eine Verarsche! Nichts, aber auch gar nichts was das Kartell bisher getan hat, war zum Wohle der arbeitenden Bürger. So wird es auch bleiben!

    • So funktioniert halt der Betrug mit Schneeballsystemen … und man wird vom Staat auch noch dazu gezwungen

  • Ich wußte gar nicht das die kommende Rentnergeneration der Boomer selbst entscheiden konnte wie ihre Rentenbeiträge angespart werden. Da weiß AN deutlich mehr. Aber warum habt ihr denn da früher nichts dazu gesagt ? Nein, sehr glaubwürdig ist das nicht. Klingt eher nach Panik und Schuldige suchen bei den Bürgern, denn alles was hier angeführt wird lässt sich 1:1 auf die Jüngeren übertragen, die dann später genauso durchs Dorf getrieben werden wie heute die Boomer. Die Jüngeren sollten gut aufpassen wem sie glauben.

    • Ich habe gesagt und versucht der gesetzlichen Versicherung zu entkommen. Leider so unmöglich wie die GEZ abzuschaffen!!!

  • länger arbeiten , mehr bezahlen , Almosen erhalten , Mini-Jobs weg.
    Das ist keine Rentenreform.Warum bezahlen die Beamten nicht ein???
    Perfekte Wahlwerbung für die AfD😂

  • „Die Generation der Babyboomer hat ihre gigantischen Rentenansprüche nicht gegenfinanziert“

    Was für eine unfassbare Frechheit und Lüge. Die Beiträge wurden allesamt entrichtet und damit ein rechtssicherer Rentenanspruch erworben. Was jedoch Fakt ist, dass die Rentenkasse richtiggehend geplündert wurde und immer noch wird, duch jede Menge versicherungsfremder Leistungen die allesamt schon vor über 20 Jahren hätten gestrichen werden müssen.
    Wäre das Geld für die Renteneinzahlung korrekt angespart und zinsbringend angelegt worden, würden wir heute darüber nicht reden müssen.
    Hätte man den Menschen ihre Altersvorsorge selbst überlassen, hätten wir das Problem ebenfalls nicht, aber leider ist der Staat viel zu gierig, es den Menschen selbst zu überlassen. Da ist immer eine Hand tief in der Tasche der Steuerzahler …

  • Wie war das ? Die Migranten bezahlen unsere Renten? Haha. Das jetzige Vorhaben zementiert die Enteignung eurer Kinder und Enkel zugunsten gleichalter Zuwanderer, sollten diese weiterhin mehrheitlich produktiver als die der Migranten sein. Das es umgekehrt wird, glaubt nur jemand, der Bildungsstatistiken nicht versteht. Es geht also weiter mit dem Ponzi Betrug und Verplempern an Nichtberechtigte.

Werbung