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Aus für den Minijob? Im Vorübergehen streicht die Rentenkommission eine Entlastung für Millionen

Die Bundesregierung schafft Minijobs ab. Was als Schutz von Beschäftigten und Kassen verkauft wird, wird Millionen Menschen mit höheren Abgaben belasten. Branchen wie Gastgewerbe und Einzelhandel stellt das Vorhaben vor existenzielle Herausforderungen.

Gerade das Gastro-Gewerbe profitiert von Minijobs – und steht jetzt vor einem massiven Problem. (IMAGO/photothek.de)

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Unter den 33 Empfehlungen der Rentenkommission der Bundesregierung versteckt sich eine Mehrbelastung, die geeignet ist, Millionen Arbeitsplätze zu vernichten: die weitgehende Abschaffung des Minijobs. Ziel ist offiziell, Beschäftigte durch den Übergang in reguläre Beschäftigungsverhältnisse stärker zur Finanzierung der Finanzierungslücke in der Rentenkasse heranzuziehen, indem sie Sozialabgaben entrichten.

Politisch wird die Maßnahme vonseiten der Koalition gern auch als Schutz für die Beschäftigten selbst dargestellt. Doch die Maßnahme dient vor allem dem System, nicht dem Menschen. Die Abschaffung der Minijobs würde nicht nur die Rentenkasse stabilisieren, sondern könnte zugleich das Nettoeinkommen von Hunderttausenden Beschäftigten reduzieren und Wirtschaftsbranchen wie den ohnehin unter Druck stehenden Einzelhandel in existenzielle Schwierigkeiten bringen. Außerdem könnte die Schwarzarbeit zunehmen. Die Kritik aus der Wirtschaft fällt entsprechend deutlich aus.

Wie bereits vor der Präsentation des Reformprogramms durchgesickert war, empfiehlt die Kommission, geringfügige Beschäftigung – also Minijobs – künftig grundsätzlich nur noch für Schüler, Studenten und Rentner zuzulassen. Alle übrigen Minijobber, aktuell fast sieben Millionen Menschen, würden in die reguläre Sozialversicherungspflicht einbezogen.

Mit diesen Maßnahmen erhofft sich der Staat laut den Unterlagen der Kommission zusätzliche Sozialversicherungseinnahmen von rund 4,5 Milliarden Euro pro Jahr. Die Kritik aus der Wirtschaft, insbesondere aus dem Gastgewerbe, kam umgehend und mit ungewöhnlicher Schärfe. Denn die Branche wäre überdurchschnittlich stark von einer Abschaffung des Minijobs betroffen. Nach Daten der Minijob-Zentrale arbeiteten im Jahr 2025 bundesweit 870.615 Menschen im Hotel- und Gaststättengewerbe auf Minijob-Basis.

Jana Schimke, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), sagte dem Nachrichtensender Welt, eine Abschaffung der Minijobs würde das Gastgewerbe die Hälfte seiner Beschäftigten kosten – unter anderem, weil die Jobs für Betriebe, aber auch für Beschäftigte finanziell nicht mehr rentabel seien. Man sei erschüttert, wie wenig Weitsicht hinter diesem Vorschlag stecke. Statt eines der letzten flexiblen Instrumente am Arbeitsmarkt abzuschaffen und die Abgabenlast weiter zu verschärfen, sollte die Politik vielmehr darüber nachdenken, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei den Sozialbeiträgen entlastet werden könnten.

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Ähnlich deutlich äußerte sich Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Der Experte verwies im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters vor allem auf die negativen Folgen für den Einzelhandel. Auch hier sind laut HDE-Daten rund 800.000 Menschen in Minijobs beschäftigt. Die Abschaffung würde laut Genth Hunderttausende Arbeitsplätze in der Branche vernichten und sei ein gefährlicher Irrweg. Viele Minijobber, besonders Frauen, könnten beispielsweise aufgrund fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten gar nicht in Vollzeit arbeiten und würden durch die Reform nicht in mehr Beschäftigung, sondern faktisch aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Der Hintergedanke hinter dem Minijob-Aus – die Finanzierungslücke der Rentenversicherung zu schließen – wirkt vor diesem Hintergrund nicht nur undurchdacht, sondern geradezu sinnfrei.

Für die fast sieben Millionen betroffenen Minijobber bedeutet die weitgehende Abschaffung des Minijobs vor allem eines: eine direkte Reduzierung des Nettoeinkommens. Bislang gilt eine monatliche Verdienstgrenze von 603 Euro, bis zu der weder Steuern noch volle Sozialabgaben anfallen. Dieses Modell soll nach dem Willen der Kommission entfallen. Für Arbeitgeber sollen die Sozialabgaben auf Minijobs ab 2027 von derzeit rund 31 auf über 38 Prozent steigen. Auch die Opt-out-Möglichkeit von der Rentenversicherungspflicht soll wegfallen.

Künftig würden volle Sozialversicherungsbeiträge fällig – Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zusammen machen rund 20 bis 21 Prozent des Bruttoeinkommens aus. Bei einem Bruttoverdienst von 603 Euro würden damit rund 120 bis 130 Euro monatlich an Abgaben anfallen.

Für eine Haushaltshilfe, die samstags drei Stunden putzt, eine Kassiererin, die freitags und samstags aushilft, oder eine Pflegekraft in Teilzeit kann dies den Unterschied ausmachen, ob sich die Tätigkeit überhaupt noch lohnt. Hinzu kommt: Die Mehrheit der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten sind Frauen im Haupterwerbsalter. Außerdem hätte die Einschränkung von Minijobs zur Folge, dass die illegale Beschäftigung weiter zunimmt.

Der Linzer Ökonom und Schwarzarbeitsexperte Friedrich Schneider warnte unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne: Eine Abschaffung der Minijobs werde das Ausmaß der Schwarzarbeit massiv ansteigen lassen – nach seinen ersten Schätzungen bereits im Jahr 2027 um mindestens 25 Milliarden Euro. Das würde schwer wiegen: Denn schon heute taxiert Schneider den Wert der durch Schwarzarbeit erbrachten Leistungen in Deutschland auf rund 500 Milliarden Euro jährlich.

Brisant ist zudem: Minijobs wurden Anfang der 2000er-Jahre eingeführt, um genau diesem Phänomen entgegenzuwirken. Sie waren de facto eine Teillegalisierung der Schwarzarbeit in Deutschland. Schneider zufolge ging die Schwarzarbeit infolge der Einführung der Minijobs im Jahr 2003 um 20 bis 23 Milliarden Euro zurück.

Letztlich bleibt festzuhalten: Die Bundesregierung versucht seit Jahren mit Zollbehörden, Kontrollen und verschärften Meldepflichten, die Schattenwirtschaft einzudämmen. Mit einer Abschaffung der Minijobs würde sie jedoch das genaue Gegenteil bewirken. Menschen, für die eine legale Beschäftigung attraktiv war – gerade weil sie mit wenig Bürokratie und ohne hohe Abgaben verbunden ist –, würden wieder in die Informalität gedrängt. Das eigene Vorhaben, die Schattenwirtschaft um jeden Preis einzudämmen, würde der Staat mit der Abschaffung der Minijobs selbst sabotieren.

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182 Kommentare

  • Deutschland schafft sich ab

    137
    • Wir sind bereits abgeschafft! Was jetzt folgt ist Leichenschändung!

      116
      • Aber was macht der ÖRR-Michel? 29% AFD, 71% Links-Kartell. Ohne Worte…

        • Sie werden und werden nicht wach.

          18
        • nein, sie werden nicht wach.
          genauso auch in oesterreich zu beobachten, obwohl die FPO weit besser dasteht als die AFD.
          volle cafes, volle laeden, volle baeder, volle straende am mittelmeer, ausgebuchte flieger, …

          woran liegts?

          70% der leute geht es nicht so schlecht, wie man immer glaubt.
          sie kommen im alltag ueber die runden, koennen ihr leben so leben, wie sie es immer getan haben, mit eher kleinen einschraenkungen, die man aber gerne in kauf nimmt, wegen putin, klima, armen migranten usw.

          die muessen erst ganz unten sein, bevor sie umdenken.

          16
    • Das heißt ich werde entlassen und kann mir einen Strick nehmen. Ganz ehrlich bei mir wird es in Zukunft keine Gnade geben, die kennen sie uns gegenüber auch nicht. Immer wieder Gesetze gegen die einfache Bevölkerung und immer wieder gegen die Geringverdiener.

    • Die fleißigen, die sich ein paar EUR im Minijob dazuverdienen, gehen dann halt und Bürgergeld.

      Rundumversorgte Frührente ohne Sorgen.

      • und wieder hat die regierung ein paar willige waehler kreiert.

        wer beisst schon die hand, die ihn fuettert?

        das ist doch der witz an der sache.
        abhaengige, lenkbare buerger, bald in die 15min.stadt verbannt.

        wenn die AFD sich jetzt nicht allmaehlich mal richtig auf den endspurt begibt,
        bleibe ich bei meinem rat:
        wer etwas zu verlieren hat, mache sich vom acker, solange es noch moeglich ist.
        wenn die notlage zu gross ist, ist auswandern nicht mehr so einfach.
        jetzt kann man es noch planen.
        mehr denn je haben es schon getan, und nicht bereut.

  • Damit wird Gerhard Schröders Agenda 2010 vollständig rückabgewickelt und die Folgen werden dramatisch sein:
    steigende Arbeitslosigkeit, steigende Sozialkosten, schrumpfende Nachfrage und schrumpfende wirtschaftliche Aktivität.
    Der letzte macht das Licht aus.

    112
    • Nun … das Licht ist doch schon aus – zumindest wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht.

    • Sie wollen offenbar den Bürgerkrieg……

      • Das wird nicht passieren. Der deutsche muss Fussball schauen und möchte nicht dass der Nachbar ihn sieht wie er was gegen die Obrigkeit unternimmt

        • Deshalb wird es niemals eine AfD Regierung geben!

          7
        • buergekrieg liegt generell nicht in der mentalitaet der noerdlich-.westeuropaeischen buerger.

          kommen dann noch brachiale verteidigungsmassnahmen der staatsgewalt hinzu, ueberlegen sie es sich erst recht.

          und wer soll denn gegen wen krieg fuehren?

          westbuerger und soja-latte kevins gegen erfahrene migranten aus kriegsgebieten?
          keine chance.

          buerger gegen den staat?
          eurogendfor

          linke gegen rechte?
          aehnlich unergiebig wie *westbuerger* gegen migranten.

          nene, das wird so nix.

          3
    • Schröders Agenda war sehr durchwachsen. Ich wundere mich immer, warum ihn heute noch manche gut finden.
      Wenn man, so wie ich damals, neben einer Halbtagsarbeit noch einen kleinen Minijob hatte, war man eigentlich gezwungen, diesen aufzugeben, da sich das Ganze gar nicht mehr lohnte. Kann mich gut erinnern, dass auch etliche Zeitungszusteller aufgehört hatten.

      • Das ist doch das Ziel der CDU/CSU – Arbeit soll sich nicht mehr lohnen. Mehr Grundgesicherte und mehr Beamte ist das Ziel. Und 2% aller Einkommen an Blackrock Fonds. Danach die Vermögenssteuer und Sozialabgaben auf Miet- und Kapitalerträge. Wer es nicht glaubt, davon hat Merz schon lange vor der Wahl öffentlich fabuliert!

  • Agenda 2030 läuft auf Hochtouren. Die Enteignung der Menschen. Der letzte Cent wird noch genommen. Und dann heißt es, die Kontrolle der Menschen ist geschafft. Denn die Menschen werden nichts besitzen und trotzdem glücklich sein.

    • Am Ende steht der digitale Euro.. Bargeld wird dann mit dem Tode bestraft!

      • ….und dieser wird auf alle Fälle nicht programmierbar sein und kein Ablaufdatum haben….ich schwör‘….zwinker, zwinker….

        • genau. 😉

          die sind mit allen wassern gewaschen.
          arbeiten ja auch schon seit dekaden an dem plan.

          ** Europäische Zentralbank (EZB) und EU-Kommission versichern, der digitale Euro werde „nicht programmierbar“ sein. Ein Verordnungsentwurf für den digitalen Euro macht sehr deutlich, dass das Augenwischerei ist.**

          https://norberthaering.de/geldsystem/mogelpackung-digitaler-euro/

          1
    • Am Anfang habe ich noch vermutet, dass die Herrschaft die Uhren um 300 Jahre zurück drehen möchte. Daraus wurden dann 3000 Jahre und mit den Erkenntnissen vom WEF, UN, etc. liegt meine Einschätzung mittlerweile bei Geisteskranken, die Gott spielen wollen. Es wird wie immer nicht funktionieren und uns hinterlässt man die Ruinen dieses „historisch einzigartigen Experiments“.

      Zum Eigentum: Vielleicht können sich einige an das WEF-Video erinnern, wo eine Drohne eine geleaste Küchenmaschine liefert. Es wird nach deren Vorstellung nicht mehr möglich sein, Eigentum zu besitzen, weil in der 15-Minuten-City jede Nacht eine andere Schlafröhre zugewiesen wird. Krank!

    • Genau, Hauptsache der Ball rollt.

  • Abwarten. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

    • Genau, auch die Millionen Minijobber sind Wähler, das wird nie kommen!

      • Hart am Existenzminimum, ohne Minijob bleibt nur noch Bürgergeld, aber dafür muß man dann ja nichts mehr tun.

        • Auch das Bürgergeld hat eine Grenze. Es lässt sich schon jetzt nicht mehr finanzieren, deswegen wurde auch das Sondervermögen dafür verwendet.
          Das Durchschnittseinkommen in Dummland liegt bei ca 50000 Euro im Jahr Brutto, bedeutet max 3000 Euro die an Lohnsteuer an den Staat zurückfließen, pro Jahr.
          Ganz grob überschlagen erhalten knapp 6 Millionen Menschen zwischen 1000 und 1500 Euro Bürgergeld im Monat. Nimmt man 1500 Euro kommt man auf ca 108 Milliarden Kosten im Jahr.
          Es gibt 46 Millionen Erwerbstätige, die werden bei weitem nicht alle 50000 im Jahr verdienen. Aber akzeptieren wir das, dann kommt man auf 135 Milliarden was der Staat durch Lohnsteuer einnimmt. Davon sollte er noch viele andere Dinge finanzieren, z.B. Kindergeld hat dafür aber nur noch 27 Milliarden übrig.
          Bei 7,5 Millionen Bürgergeldempfängern geht dann die gesamte Lohnsteuer ins Bürgergeld.
          Und meine Rechnung halte ich jetzt schon eher für zu optimistisch in Bezug auf die Lohnsteuer und zurückhaltend beim BG

          7
      • Naja, Millionen Arbeitnehmer wählen auch weiterhin stur SPD und CDU, obwohl sie von diesen Parteien jedes Jahr noch dreister geschröpft und ausgepresst werden.

        Das kann man nicht als Vernunft bezeichnen, wegen der Minijobber nun anders wählen würden…

    • Doch, gerade passiert! Alles in trockenen Tüchern….

    • Ich bin irritiert. Bisher habe ich nur den Wortlaut „rentenversicherungsfreie Minijobs nur noch für Schüler“ gelesen, was überhaupt nicht mit der Abschaffung von Minijobs gleichzusetzen ist, sondern nur die Option der Befreiung von der Rentenversicherung im Minijob bedeutet.

      Hier sprechen wir bei vollen 603€/Monat über 20€, die der Arbeitnehmer weniger Netto ausgezahlt bekommt, weil das dann an die RV geht. Für den Arbeitgeber ändert sich nichts dabei, weil er auch mit der Befreiung des AN den vollen Beitrag als AG bezahlen muss.

      Also entweder habe ich einen veralteten Entwurf gelesen, oder der Großteil der sich empörenden Leute/Redakteure haben den Entwurf selber gar nicht verstanden und verbreiten ihr Missverständnis einfach weiter.

      Wo steht, dass Minijobs abgeschafft werden sollen? Selbst die Minijobzentrale sagt, sowas ist gar nicht geplant.

    • Das letzte Wort noch nicht aber einfach mal in die Umfragen und die * Wahlergebnisse * schauen ! Daemmerts ?

  • Aus den offiziellen Minijobs wird dann Schwarzarbeit.

    • EBEN !!!

    • …bei der der Arbeiter dann WIEDER nicht gegen Arbeitsunfälle versichert ist!

  • Mancher kleinere Arbeitgeber hält sich noch über Wasser, indem er den einen oder anderen motivierten Rentner im Minijob weiter beschäftigt. Würde für beide, Rentner und Arbeitgeber infolge der „Reform“ daraus eine sozialversicherungspflichtige und vielleicht auch noch steuerpflichtige Beschäftigung, würden beide das wohl nicht mehr mitmachen. Der Rentner hätte keinen Hinzuverdienst (würde vielleicht zukünftig Flaschen sammeln) und der Arbeitgeber könnte seinen Laden zusperren, weil er sich keinen „richtigen“ Beschäftigten mehr leisten könnte.

    • Bringt die Abschaffung der Minijobs denn irgendwas? Die bislang geltenden Pausch-Abgaben des Arbeitgebers sind doch höher als die regulären Abgaben wären.
      Die Gesamtabgaben für Minijobs liegen für Arbeitgeber bei rund 31 % (bestehend aus ca. 15 % Rentenversicherung, 13 % Krankenversicherung sowie Pauschalsteuer und Umlagen). Die regulären Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung machen momentan etwa 21 % aus. Minijobs sind teurer für Arbeitgeber.
      Für die Beschäftigten, die geneigte Mutti oder sonst welche, ist der Verlust von Nettoeinkommen aber hässlich. Vermutlich will man genau die zwingen fürs gleiche Netto mehr Stunden zu arbeiten.

      • Doch eine weitere Änderung ändert viel: Für Arbeitgeber sollen die Sozialabgaben auf Minijobs ab 2027 von derzeit rund 31 auf über 38 Prozent steigen. Dazu soll der Beschäftigte volle Sozialversicherungsbeiträge abgeben, rund 20 bis 21 Prozent des Bruttoeinkommen. – Nicht einfach die andere Hälfte, wie gehabt????
        Also? Für 600.- netto muss der Arbeitgeber über 1000.- ausgeben (für 760.- brutto zahlt der Arbeitgeber dann knapp 1050.-) Statt vorher 186.- (vom Arbeitgeber) gehen neuerdings 450.- (von beiden zusammen) ab.

    • Für Rentner würde sich aber nichts ändern. Artikel bitte nochmal lesen.

      • @Kuhbacke: Danke für den Hinweis, hatte ich zuvor an anderer Stelle anders gelesen, da war nur noch von Schülern die Rede. Aber jetzt habe ich den Passus gefunden.

  • Mal sehen wann die ersten Pfandautomaten das Geld nur gegen Vorlage des Personalausweises ausgeben, damit der Fiskus gleich abkassieren kann!

  • Das Aus für Minijobs trifft genau die Falschen: Rentner, deren Altersbezüge nicht reichen und Menschen, die auf einen Zweit- oder Drittjob angewiesen sind. Höhere Abgaben fressen diesen bitter nötigen Lohn auf. Auch Gastronomie und Einzelhandel verlieren so ihre flexiblen Helfer.

    Die Folge dieser Politik ist sonnenklar: Die Schwarzarbeit wird massiv aufblühen. Wer ehrlichen Zuverdienst kaputtmacht, drängt Menschen in die Illegalität. Ein klassisches Eigentor der Politik!

    • Schüler, Studenten und Rentner dürfen weiter in Minijobs arbeiten.

  • Der Pfad lautet dann Grundsicherung + Schwarzarbeit.

  • Mal losgelöst von den sog. Minijobs und der Analyse dazu im Artikel finde ich das Konzept eines Jobmodells speziell für Schüler, Studenten und Rentner gar nicht so schlecht. Das sollte eben dann nicht dafür gemacht sein, reguläre Arbeitnehmer in dieses Jobmodell zu bringen.

  • Wenn man ohnehin kaum noch was vom Lohn behalten darf, dann ab ins Bürgergeld.

  • „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

  • War doch schon immer ein Dorn im Auge der Weltverbesserer. Wie oft hat man es schon probiert? Mal schauen, ob die Mehrheit diesmal darauf reinfällt.

    • Die fallen drauf rein wie immer ! Die wollen nichts anderes deutsch eben !

  • Es gibt auch Menschen, die arbeiten Vollzeit und müssen bereits parallel dazu einen Minijob ausüben um überhaupt über die Runden zu kommen.
    Was sollen diese Leute machen? Bürgergeld?

    • @ Der Neue
      Bleibt nur black.

  • Kann mir jemand erklären was Rente mit 70 heißt? Wenn ich mit 50 Jahren anfange zu arbeiten bekomme ich mit 70 Jahren volle Rente? Die Rente muss sich doch an Einzahlungsjahren berechnen und nicht am Alter!

  • Aussagen zum Thema Renten gegenüber sollte man sehr kritisch sein. Vor allem weil man sich hier entschieden hat, Migration aus Nahost und Afrika zu fördern und diese Leute direkt in die Sozialsysteme zu bringen.

  • Das mit dem Ziel 70% vom letzten Netto als Rente wurde auch nur eingestreut, daß die Bürger mal kurzzeitig die Höhe der Beamtenpensionen vergessen.

  • Rauchen für die Sicherheit, Rasen für die Rente,
    Brot für die Welt, der Staat braucht Geld 💰

  • Als Gastronom kann ich meinen Kollegen und den dort beschäftigten Aushilfen nur dringend anraten, die Füße auf die Straße zu bewegen und künftig wählen zu gehen. Dasselbe würde ich mir von den Kollegen im Handel, in der Pflege und allen anderen Gewerben, die Aushilfen beschäftigen, wünschen. Das ist keine Wahlempfehlung für die AfD, sondern gegen CDU und SPD. Ich bin ziemlich sicher, dass andere Parteien, wie FDP und BSW dies genauso adressieren werden und wir werden solche Parteien mit 5%+ dringend in den folgenden Parlamenten brauchen. Ich bin ehrlich schockiert davon, wie diese Regierung zielgenau das Falsche tut und das Richtige nicht anpackt.

  • Ich möchte einmal darauf hinweisen, dass sich etliche CDUler und vor allem die SPD in der Regierung selbst als „links“ bezeichnen – ein Spektrum, das sich selbst auf die Fahnen schreibt, gegen Armut vorgehen, die Schere zwischen arm und reich schließen und für „soziale Gerechtigkeit“ einstehen zu wollen.

    All das tun sie nicht! Sie tun das genaue Gegenteil davon. Durch diese Maßnahme werden ohnehin arme Menschen noch ärmer. Familien, Kinder – es werden mehr Menschen in die Armut und in die Bedrohung ihrer Existenz getrieben.

    „Links“ ist das nicht, das hat mit linker Politik rein gar nichts mehr zu tun. Aus „soziale Politik“ wurde schon vor geraumer Zeit „asoziale Politik“. Das ist auch einer der Gründe, warum so manche „Alt-Linke“ wie ich seit vielen Jahren die AfD wählen. Ja, ich würde sie nicht wählen, wenn es andere Parteien gäbe, die tatsächlich auf Vernunft fußende liberal-linke Politik im Sinne der deutschen Bevölkerung betreiben würden. Die gibt es aber nicht mehr.

  • E-Mail an Epstein: „Ich habe viel über die Frage nachgedacht, die Sie B.G. gestellt haben: ‚Wie werden wir die armen Menschen los?‘ … und ich habe eine Antwort.“ (Zitat) Bei der Suche nach einer Lösung scheinen der Kreativität keine Grenzen gesetzt zu sein.

  • „vor diesem Hintergrund nicht nur undurchdacht, sondern geradezu sinnfrei“ Ist das was neues? So sieht deutsche Politik doch schon seit Jahren aus. Aber vielleicht würde es „helfen“ diese „Weisheiten“ dem Wähler nur besser zu erklären.

  • Ich habe einen Sicherheitsdienst, mit BG muss ich für jede Aushilfe jetzt schon 36% bezahlen. Für was, außer die BG? Keine Ahnung. Die Abgaben für eine Aushilfe würden effektiv auf über 43% steigen.
    Aushilfen sind bei uns fast nur an Wochenenden bei Veranstaltungen beschäftigt. Punkte warum ich dann den Laden schließe und mein Leben irgendwo anders genieße:
    Um profitabel zu arbeiten muss der Stundensatz angepasst werden.
    Bruttolohn ohne Zuschläge 15 €, Um auf 0 rauszukommen sind wir dann schon bei Faktor 1,7 + Gewinn also Faktor 2,0, macht also 30 Euro. Dann kommen für abends ab 20 Uhr Zuschläge von 3,50 dazu und Sonntags 3,90 dazu und Feiertag 15 Euro jeweils pro Stunde.
    Also pro Stunde mindestens 33.50 Euro.
    Welcher Veranstalter will und kann das bezahlen?
    Keiner, vorallem nicht kleinere Vereine.
    Für die Leute ist es dann auch nicht mehr interessant zu arbeiten. Veranstaltungen werden schlagartig wegfallen und/oder für Besucher extrem teuer.

  • Rentner und Menschen unter 25 Jahren sind in Minijobs deutlich überrepräsentiert. Das hätte diese Kommission eigentlich beachten müssen. Man könnte auch sagen:“ Sie waren stets bemüht ihr Bestes zu geben.“ Mir stellt sich die Frage, ob all diese Menschen noch irgend etwas mitbekommen.
    Armutsrentner und Studenten sind auf Minijobs angewiesen.

  • Ach, ich als Rentner dürfte doch noch? Ansonsten hätte ich das Arbeiten sofort eingestellt. Mach ich aber wegen der neuen Abzüge jetzt wohl eh. Werde dann halt weniger oder gar nicht mehr rauchen, dann paßt das… Arbeiten wirklich nur noch als Nachbarschaftshilfe.

    • Wird dann als Schwarzarbeit gewertet.

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