Sondervermögen verkonsumiert – jetzt schwurbelt die Regierung sich aus der Verantwortung
Im letzten Jahr hat das Finanzministerium das Sondervermögen für allerlei Konsumtives verpulvert und Verschiebebahnhöfe der Extraklasse eingerichtet. Klingbeil und sein Top-Berater wehren sich gegen diese Vorwürfe – mit entlarvenden Argumenten.
Finanzminister wollte er nicht mehr sein – ganz ergriffen von sich und dem Nimbus seines „Sondervermögens“ inszenierte sich Lars Klingbeil stattdessen als „Investitionsminister“. So betitelte sich der SPD-Vorsitzende selbst.
Doch investiert hat der Investitionsminister fast gar nichts, wie uns jetzt verschiedene Wirtschaftsinstitute vorrechnen: Statt der versprochenen Investitionen wurde mit den 500-Milliarden-Schulden bisher eine hemmungslose Ausgabenorgie finanziert. Beispiel Schiene: Während jeder Bahnfahrer den Investitions- und Reparaturbedarf im deutschen Schienennetz bitterlich zu spüren bekommt, hat der Bund seine Investitionen in die Bahn und ihre Infrastruktur einfach komplett gestrichen und fast deckungsgleich durch Ausgaben aus dem Sondervermögen ersetzt.
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Das ist das, was man einen „Verschiebebahnhof“ nennt – und so ein Verschiebebahnhof sollte gerade nicht kommen; das hatte nicht zuletzt Lars Klingbeil versprochen. Alle Investitionen sollten „zusätzlich“ sein; das schreibt eigentlich auch das entsprechende Umsetzungsgesetz zum Sondervermögen vor. Es scheint für den Nicht-Investitionsminister nicht von Bedeutung zu sein.
Er hat genau das getan, wovor viele Politiker und Experten, sogar Friedrich Merz selbst, einst gewarnt hatten: Das Sondervermögen wird bisher vor allem zum Stopfen von Haushaltslöchern und als riesiger Rangierbahnhof des Finanzministers verwendet – Ausgaben ent- und umkoppeln, das eine hier anhängen, was dort wegfällt. In der Substanz ändert sich nichts. Linke Tasche, rechte Tasche, besagt ein altes Sprichwort.
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Seit Jahren kämpfen das linke politische Lager und ihm nahestehende Ökonomen für ein schuldenfinanziertes „Investitionspaket“, mit dem man einen wirtschaftlichen und strukturellen Aufbruch quasi erkaufen könnte – und Lars Klingbeil ist der linke Politiker, der das nun endlich umsetzen kann. Oder könnte. Stattdessen erfüllt er jedes Vorurteil, das man gegenüber linken Politikern in Sachen Geld gern hat: Er gibt es mit vollen Händen aus, und das nicht für Investitionen, wie er es versprochen hatte.
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Südekum wirft den Instituten vor, falsch zu berechnen. So beschreibt er es etwa, wenn es um den Sondervermögensanteil der Länder (pro Jahr 8,3 Milliarden Euro) geht: „Wären die 8,3 Mrd. noch vor Weihnachten 2025 statt im März 2026 geflossen, wäre die ifo Zweckentfremdungsquote sofort von 95 Prozent auf 70 Prozent gesunken“, stellt Südekum fest.
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Nur noch über zwei Drittel Zweckentfremdung – dann ist ja alles gut? Für die kommenden Jahre sind laut ifo-Institut schon jetzt bis zu 40 Prozent Schuldenverschwendung in der mittelfristigen Finanzplanung der Bundesregierung vorgesehen (Apollo News berichtete). Klingbeil und Merz laufen also ganz bewusst weiter in diese Richtung. Und der Anteil dürfte sich weiter erhöhen.
Klingbeils Top-Ökonom kann das bisherige Ausgabenverhalten genauso schwer verteidigen wie sein Chef. Daher behauptet er nun, alles sei genau so gewollt. Im öffentlichen Diskurs mit dem Ökonomen Daniel Stelter meint Südekum: Dass das Finanzministerium bei den Investitionen, konkret für die Schiene, das Prinzip „linke Tasche, rechte Tasche“ anwendet, sei gar „nicht kritikwürdig“. Denn: „Es geht nur darum, wie viel in Summe investiert wird.“ Aus welchem „Unterkonto“, also dem Kernhaushalt oder dem Sondervermögen, etwas bezahlt werde, sei „völlig egal.“
Ob die Mega-Schulden also tatsächlich für zusätzliche Investitionen oder als Verschiebebahnhof verwendet werden, ist am Ende „völlig egal“ – womit die Ausgabenhaltung des Finanzministeriums sehr gut zusammengefasst wäre.
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Klingbeil beschwert sich derweil, genauso wie sein Berater, über angeblich falsche Berechnungsmethoden – der Vergleich der Investitionsausgaben 2025 mit 2024 sei kein sauberer Maßstab, heißt es aus dem Finanzministerium. Dabei arbeitete Lars Klingbeil bis ungefähr gestern selbst noch mit solchen Vergleichen – wie auch sein Berater Südekum.
Seine Haushaltsführung feierte der Minister unter anderem mit dem Verweis, dass die Investitionen im Jahr 2025 um 17 Prozent auf knapp 87 Milliarden Euro gestiegen seien. „Wir fangen jetzt schon an, das Sondervermögen umzusetzen, und wollen schon in diesem Jahr die Investitionen massiv auf rund 110 Milliarden Euro erhöhen“, so Klingbeil zu Beginn der schwarz-roten Regierungszeit. Das sei ein Anstieg um rund 46 Prozent. Im Vergleich wozu? Zu den Investitionen von 2024. Das also, was bei Kritikern laut Klingbeil kein sauberer Maßstab ist.
Der Finanzminister argumentiert so, wie er haushaltet – im Kern unsauber. Und vor allem: unehrlich. „Investitionsminister“ wollte Lars Klingbeil sein. Bisher ist er ein Verpulverungsminister, der mit dem Schuldengeld alles Mögliche anstellt – vor allem nicht das, wofür es gedacht war und wofür es versprochen wurde. Setzt sich dieser Klingbeil-Kurs fort, haben wir am Ende dieser Legislatur eine genauso marode Infrastruktur wie vorher. Schneller als unsere Brücken und Schuldächer wird dann nur die deutsche Kreditwürdigkeit in sich zusammenstürzen.
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Diese Leute wollen Deutschland in einen Finanzkollaps treiben. Gigantische Schulden
werden nicht investiert, sondern verkonsumiert.
Das Ende wird der Staatsbankrott sein. Unvermeidbar.
Es ist ein Verbrechen an der Zukunft der jungen Deutschen und zukünftiger Generationen.
Ich habe mich beim Lesen des Artikels naiverweise gefragt:
Warum machen die das? So? Die regieren doch schon, was wollen die mehr?
Agenda 2030 und alle Fragen sind geklärt! Es braucht Elend und Verarmung und der Digitalkomplex hat dich fest im Griff!
Seien Sie mir nicht böse. Aber genau diese Frage kann ich nicht mehr hören oder lesen.
No problem: DER Kommentar war für MICHEL, klar?
öh Ergänzung, auch wenn es die meisten verstanden haben: ..dem deutschen Michel, nicht Herrn Sonnemann.
Man will der nachfolgenden Regierung nur so wenig wie möglich Spielraum lassen. „Sie“ ahnen ja was kommen wird 👍
Kriminelle gehören auf die Anklagebank und eben nicht auf ReGIERungsbank, würden manche hinweisen.
Jeder Buchhalter wäre im gleichem Falle für Jahre Insasse einer JVA.
Jeder Unternehmer wäre wg. Insolvenzverschleppung angeklagt und verurteilt.
Jeder Privatmann hätte einen Offenbarungseid abgegeben und wäre über Jahre unter extremer finanzieller Beobachtung.
Mehrwertsteuer rauf auf 25% für alle, Erbschaftssteuer ab dem ersten Euro 50%, für alle Immobilienbesitzer den Lastenausgleich von 50% des Immobilienwertes. Zwangsabgaben auf Bankeinlagen und Sparguthaben
Wäre doch gelacht, wenn wir den Laden nicht noch ein paar Jahre am Laufen erhalten könnten bis die Zitrone ausgequetscht im Müll liegt!
Bei der SPD sieht es wohl nach einer neuen Variante des Nerobefehls aus !
Da habe ich schon lange das Gefühl der nach mir die Sintflut Mentalität bei den Genossen .
Solchen Menschen dürften eigentlich nicht einmal einen Führerschein haben . Geschweige über die Zukunft von Millionen Menschen Entscheiden!
Sie haben sich wirklich in aller kürzester Zeit dem Niveau der Grünen angepasst !
Wie ist es möglich, dass dieser Wahnsinn nicht gestoppt wird?
Hinterher ist es wieder keiner gewesen. Wie 45 und 89
Weil die große Mehrheit von ÖRR systematisch gehirngewaschen wird.
Viele kriegen es gerade noch hin, sich so anzupassen, dass es für Wohnung und Brot reicht.
Würden sie den bequemen realitätsrelativistischen Raum betreuten Denkens durchzwangsfinanzierte Journalisten und lügenzüngige Politiker verlassen, käme es zu Verwirrung und Angststörungen.
Man will im Gleichgewicht bleiben, also schaut man nicht hin.
Das ist eine Massenbewegung, getragen übrigens überwiegend von Akademikern, die sich bei einem mit Mühen erreichten Bildungsstand auf Fachschulniveau für echte Wissenschaftler halten.
Immunität aufheben; anklagen.
Ein Finanzminister, der nach eigenem Bekunden lieber „Investitionsminister“ sein möchte, scheint das Prinzip einer Bilanz nicht verstanden zu haben. Und das beunruhigt mich ein wenig…
Nachdem die Grünen keine Verfassungsklage einreichen wollen, weil sie auf Stimmen der AfD angewiesen wären, stelle ich die Frage in den Raum, ob auch Bürger eine solche Klage einreichen könnten? Das ist eine ernst gemeinte Frage! Ich bin kein Jurist – darum frage ich ja! Das Verhalten der Grünen bezeichne ich als Arbeitsverweigerung! Den regierenden Parteien auf die Finger zu schauen und ggf. auf die Finger zu klopfen, IST einer dér essenziellen Aufgaben der politischen Opposition. Die Frage, warum die AfD keine Verfassungsklage einreicht, dürfte klar sein: die AfD würde scheitern, und die anderen Parteien würden nur Spott, Hohn und Beleidigungen für die AfD übrig haben. Seit dem Urteil aus Köln, habe ich den Eindruck, dass Hetze, Hass, Beleidigungen und Unterstellungen zugenommen haben.
Da helfen nur noch Baukräne.
Das wird auch kommen. Und die GRÜNE/LGBT-Front wird ganz vorne in der Schlange stehen.
Jetzt mal Butter bei die Fische: wer hat tatsächlich etwas anderes erwartet?
Die Politiker können ganz einfach nicht mit dem Geld
der Steuerzahler umgehen, es ist genug da und man wird nicht haftbar gemacht.
wie gewählt so geliefert.
Ich glaube, dass sollte man auch mal umgedreht so machen. „Wie – ich soll Steuern zahlen; das Geld habe ich in meine Rechnungen gesteckt. Alles bezahlt…
Diese Nutzung des Sondervermögens hat mich nicht empört.
Warum nicht?
Weil ich von dieser Regierung nichts anderes erwartet habe.
Keine Umsteuerung in finanzrelevanten Politikfeldern, das heißt, ein immer höherer Bedarf im konsumtiven Bereich soll befriedigt werden.
Da bleibt kein Geld für Investitionen.
Ich werde bei meiner Bank auch ein Sondervermögen beantragen für ein Hausbau, es aber großzügig für was anderes ausgeben. Mal schauen was meine Bank dazu sagt. Ich kann es mir denken.
Danke Max Roland für die – wieder einmal – brilliante Analyse und die klaren Worte.
Und warum können sich die Koalitionspolitiker all das erlauben? Genau, weil die Kontrolle durch eine einwandfrei funktionierende Opposition fehlt. Ein Haltungs- und Belehrungsjournalismus durch die „Qualitätsmedien“ verschärft die Situation zusätzlich.
Solange es ist, wie es ist, habe ich keine Hoffnung auf Verbesserung 🙁
Verkonsumiert? Verjuxt!
In der Sache handelt es sich die Umsetzung der Empfehlungen des britischen Ökonomen Sir Maynard Keynes, die immanent schon problematisch sind und zudem von Anfang an von Sozialisten falsch interpretiert wurden. Bei gewachsenen, durch politische Fehlentscheidungen hervorgerufenen strukturellen (!) Problemen ist so zu handeln fatal, weil es dazu benutzt wird, kausale Veränderungen zu umgehen und die Ursachen zu kaschieren. Aber auch in einer konjunkturellen (!) Delle (dafür hatte es Keynes gedacht: „Hubschraubergeld“) bringt es nichts, außer eine weitere Erhöhung der Staatsverschuldung (kommt zu spät, Mitnahmeeffekte, preistreibend, verhindert, daß ökonomisch Unfähige aus dem Markt ausscheiden -Selbstreinigungseffekt der Marktwirtschaft).
Nein, nicht der Lars, Nein nicht der Fritz, Nein, Nein, Doch Ohhhhh.
Seit gestern Abend sind die E10 Preise im Südwesten schon um ca. 15 CT. gestiegen😞!!
Macht nix, macht nix – legen wir doch einfach das nächste Sondervermögen auf! Einmal ist kein mal! Diesmal wird alles besser werden, Leute, isch schwöre!
Die Regierung wird jetzt sagen wir müssen da zukünftig eine Automatic wie bei den Diäten haben und alle Parteien außer der AfD werden dem zustimmen.
Investitionsminister …… LOL
Wenn einer nicht rechnen kann,weiss er nicht wieviel er wofuer ausgibt.
Das Problem ist nicht, dass sich unsere Eliten beim Umschaufeln der Geldhaufen ab und zu mal ein wenig vertun, sondern das Problem ist der schuldbeladene und ungerechtfertigt sondervermögende Steuerzahler, bei dem unerklärlicher Weise seit Jahrzehnten der Strom aus der Steckdose kommt. Da kann doch etwas nicht stimmen!
Das muss einmal aufs rechte Maß herunter korrigiert werden
Hermann Göring soll kurz vor seinem Selbstmord gesagt haben: „Hauptsache 12 Jahre gut gelebt.“. Das ist die Mentalität der seit >25 Jahren mitregierenden Sozialisten und ihrer Wasserträger:
Hauptsache 25 Jahre gut gelebt.
Göring war ja auch ein Soze.
Yep. nationaler Soze, wie Honecker.
Also wenn schon ,dann: 😉
Göring- *Rosenheim — bayrischer nationaler Soze
Honecker-*Neunkirchen- saarländischer kommunistenSoze
Welcher Politiker:in hat die längste
Pinocchio-Nase?
Pst, nicht laut sagen – zu gefährlich!
Es würde mindestens einen Bademantel
kosten. Durch alle Instanzen einen
ganzen Bademantelladen.