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Plötzlich sehen selbst Überzeugungstäter in Merz nur noch einen Merkel-Klon

Anderthalb Jahre nach der Bundestagswahl hat Merz auch bei langjährigen Unterstützern seinen Kredit verspielt. Erst nach der chaotischen Personalrochade und dem Steuerdebakel scheint klar zu werden, dass Merz lediglich eine „riesige Projektionsfläche“ war.

Merz bei der Entlassung und Ernennung von Ministern durch den Bundespräsidenten (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Dass Friedrich Merz nicht der Heilsbringer sein würde, zu dem er vor allem in den späten Merkel-Jahren von seinen Anhängern gemacht wurde, war für viele Beobachter spätestens nach der Bundestagswahl im Februar 2025 erkennbar. Damals verständigte sich Merz mit der SPD auf ein umfassendes Schuldenpaket, von dem im Wahlkampf in dieser Form nie die Rede gewesen war. Die dafür nötige Grundgesetzänderung musste er sogar mit dem alten Bundestag beschließen. Ein nie dagewesener Vertrauensbruch.

Rund anderthalb Jahre später scheinen nun auch langjährige Merz-Anhänger vom politischen Alltag unter seiner Regierung vollends desillusioniert. Besonders aus Baden-Württemberg werden kritische Stimmen laut. Dort wurde über Jahre ein konservativerer Kurs eingefordert und Merz als Hoffnungsträger gepriesen, der die Links-Ausrichtung unter Angela Merkel und ihren Nachfolgern Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet beenden sollte.

So etwa Wolfgang Reinhart, früherer Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagt er, von Merz „gnadenlos enttäuscht“ zu sein. „Er hat seine Versprechen nicht gehalten, weder bei der Performance noch programmatisch und auch nicht mit seiner Persönlichkeit“, bilanziert Reinhart. Für Merz als Parteivorsitzenden habe man einst „dreimal wie die Löwen gekämpft“. Doch der erwünschte Effekt sei vollends verpufft.

In der Partei rümpft man über Reinharts Äußerungen mancherorts die Nase – da wolle sich nur einer wichtigmachen, so der Grundton. Dennoch trifft Reinhart den Punkt; inhaltlich widersprechen möchte ihm niemand. Wie könnte man auch noch? Wie stark sich die Stimmung gedreht hat, beschreibt ein erfahrener CDU-Mann aus Baden-Württemberg gegenüber der FAZ. Vor acht Jahren hätten noch rund 75 Prozent der dortigen Parteimitglieder Merz unterstützt, heute habe sich dieses Verhältnis praktisch umgekehrt.

Ein Vertreter der Jungen Union (JU) äußert gegenüber der Zeitung deshalb den Verdacht, dass Merz für viele womöglich über all die hoffnungsvollen Jahre hinweg lediglich eine „riesige Projektionsfläche“ gewesen sei. Eine Darstellung, die von Merz enttäuschte Unionspolitiker in Gesprächen immer wieder wählen.

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Während die Stimmung in der Jungen Union, die lange wie eine Mauer hinter Merz stand, bereits im vergangenen Jahr im Zuge des Rentenstreits zu kippen begann, wächst der Unmut inzwischen auch in den Reihen der Mutterpartei. Besonders die Personalrochade vor der Sommerpause sorgte für erhebliches Unverständnis und verstärkte bei langjährigen Unterstützern den Eindruck, dass Merz den hohen Erwartungen an seine Amtsführung nicht gerecht wird.

Ausgangspunkt der Rochade war der Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn, der unter Druck geriet, weil sein Ehemann mithilfe einer Leihmutter Vater geworden war. Die dadurch frei gewordene Position setzte eine Reihe weiterer Personalwechsel in Fraktion, Kabinett und Partei in Gang, die für Außenstehende weder inhaltlich noch politisch Sinn ergaben und auf erheblichen Widerstand stießen.

Beispielhaft dafür steht Ex-Generalsekretär Carsten Linnemann, der von Merz gegen dessen erkennbaren Willen zum Gesundheitsminister gemacht wurde. Noch chaotischer verlief die Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder. Als Nachfolger war ausgerechnet der Finanzpolitiker Fritz Güntzler vorgesehen, der sich nicht einmal selbst für inhaltlich geeignet hielt und zunächst zusagte, dann jedoch kurzfristig absprang. Reinhart bezeichnet die Wechsel gegenüber der FAZ als „Zwangsrochade“ und „Witz“, die teilweise schlecht begründet seien.

Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Gordon Schnieder zeigte sich über den Umgang mit seinem Bruder Patrick verärgert und kritisierte Merz deutlich. Die CDU-Landtagsfraktion sagte sogar ein geplantes Treffen mit dem Kanzler ab. Für einen persönlichen Austausch fehle derzeit „ein Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung“, hieß es in einem Schreiben an Merz.

Auch in der Causa Spahn zeigte Merz wenig Feingefühl für die Belange der Wählerbasis. Die Vehemenz der Kritik an Spahn, der mit seiner Entscheidung für eine Leihmutterschaft in den USA der grundsätzlichen Position seiner Partei widersprach, überraschte Merz sichtlich und brachte ihn in Erklärungsnot. Es sind diese Vorgänge, die den Eindruck nähren, dass Merz für viele Konservative vor allem eine Projektionsfläche war, deren Erwartungen er nur noch enttäuscht.

Besonders frappierend driften Anspruch und Wirklichkeit bei der geplanten Steuerreform auseinander. Angetreten mit dem Versprechen, die Mittelschicht zu entlasten und die Wirtschaft anzukurbeln, präsentiert die Koalition nun einen Entwurf, der de facto auf eine Mehrbelastung hinausläuft, weil etwa der Ausgleich der kalten Progression erstmals seit 2015 ausgesetzt wird und damit die ohnehin marginalen Entlastungen gleich wieder einkassiert werden. Maßgeblichen Anteil an dieser Täuschung hat die zusätzliche Abgabenlast in der Sozialversicherung.

Auch hiergegen regt sich nun Widerstand in der CDU. Die Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein nennt es eine „schwache Leistung“, bei der Einkommensteuer nicht einmal die Inflation auszugleichen. Ihr Fraktionskollege Yannick Bury fordert deshalb den vollständigen Abbau der kalten Progression und bilanziert zurecht, dass mit den bisherigen Plänen „die Steuerbelastung steigen“ würde.

Das grundlegende Problem der CDU liegt in den unterschiedlichen politischen Zielsetzungen gegenüber der SPD, die als Koalitionspartner jedoch nie ernsthaft infrage gestellt wird. Die bisherige Regierungsarbeit hat diese Differenzen erwartungsgemäß bestätigt. Von einer gemeinsamen Reformagenda kann selbstverständlich keine Rede sein. Ob in der CDU-Basis hier auf absehbare Zeit auch die letzten Illusionen zerbrechen, bleibt jedoch abzuwarten.

Dass Friedrich Merz die falsche Person ist, um den Koalitionspartner zur Raison zu bringen, scheint sich zumindest trotz aller Naivität langsam durchzusetzen. Noch unglaubwürdiger als der Kanzler wäre in diesem Zusammenhang nur ein Parteipersonal, das sich darüber noch überrascht zeigt. Möglich, dass ein beträchtlicher Teil der Wut, die Merz gerade aus der eigenen Partei entgegenschlägt, auch einer Wut auf die eigene Naivität entstammt.

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185 Kommentare

  • Man hat sich von seinen großspurigen Reden blenden lassen, ohne den Mann überhaupt zu kennen und beurteilen zu können. Das spricht gegen die gesamte Union – und für Merkels Menschenkenntnis.

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    • Es war immer klar, dass das ein Blender ist, der mental in der Bonner Republik geblieben. Ein Hochgekommener, der komischerweise ein feines Gespür für sein Publikum hat, aber keines für die CDU und schon gar nicht fürs Land.

      87
      • Mit „Bonn“ gab es noch halbwegs Demokratie, Werte und das Grundgesetz.

        43
      • Ein Produkt der Bonner Republik. Hmm gewagte These. Ich würde eher sagen eher nicht. Das mag bis zum aus bei Merkel so gewesen sein. Aber seine Veränderung ist schon merklich. Christian von Stetten, Mittelstandsunion mit 130 Mitglieder (mein letzter Stand) hat ihm durch die Blume verstehen zu geben, dass eine Minderheitsregierung eine Option sei. So interpretiert man seine Aussage.

        28
      • @AllesAendertSich2
        Mit Verlaub, da muss ich ganz klar widersprechen, was sie da über die „Bonner Republik“ sagen. Es suggeriert ein komplett falsches Bild über diese Zeit. – Die „Bonner Republik“ endete formal im Jahr 1990 (!). Es gab danach eine Übergangszeit, welche am 1. Juli 1999 mit der letzten Plenartagung in Bonn endete.

        Die „Bonner Republik“ waren Jahrzehnte des Funktionierens und des wirtschaftlichen Aufschwungs. Auch die Politiker waren in diesen Jahrzehnten Leute, die fähig waren in ihren Ämtern.

        Völlig korrekt ist, dass Merz und Merkel in den 1990er Jahren bundespolitisch bekannt wurden. Merz war ein Finanzpolitiker und Merkel war zuerst Bundesministerin für „Frauen und Jugend“, danach für „Umwelt und Reaktorsicherheit“. Biographen und Historiker mögen ihre Leistungen beurteilen und hinterfragen, weshalb sie so handelten wie sie handelten, gerade auch vor dem Hintergrund des Erstarkens der Grünen und Woken.

        5
      • Im Hinblick auf diese Personaille „Mental in der Bonner Republik geblieben“ zu sagen, ist eine ziemlich eklatante Beleidigung auch der weniger hellen Kerzen unter dem Politpersonal der alten Bonner Republik.

        18
      • Wo soll der ein Gespür haben? Der redet völlig unsicher wie ein Grundschulkind, das völlig verunsichert vor der Klasse sprechen soll.
        Ein Blick in seine Augen zeigt ebenfalls kein Vertrauen, sondern einen Intrigenschmieder.

        Und gewählt wurde er nicht, weil er so tolle Reden gehalten und einen überzeugenden Wahlkampf geliefert hat, sondern weil die „Habe ich schon immer gewählt“-Leute stur bei „Ihrer“ CDU angekreuzt haben, Gegner #1 namens Olaf bereits vor der Wahl unten durch war und Gegnerin #2 namens Alice vom Staatsfunk sabotiert wurde.

        Bei einem normalen Wahlvolk und einem nicht sabotierten Wahlkampf wäre dieser Kerl auf höchstens 7% gekommen, weil Philipp Amthor und seine Kollegen ihre Kreuze bei ihm gemacht hätten.

        18
      • Er ist mental immer ein Lobbyist gewesen. Er hatte als Abgeordneter immer viele „Nebeneinnahmen“.

        8
    • Um die halbe Welt durchzufüttern, bedarf es natürlich gewisser Abgaben und somit persönlicher Einschränkungen des Zahlschweins. Kann man feiern, muss man aber nicht.

      39
    • Als muss man Führungscharakter haben, ein Macher sein.

      Man sollte schon auf anderen politischen Posten gezeigt haben, das man es gut kann.

      Seit Schröder habe ich da kaum mehr etwas gesehen.

      7
    • Nötig ist eine öko-konservative Politik gemäß Herbert Gruhl. Wenn das BSW in SA unter 5 % bleibt, kann die AfD allein regieren.
      https://cna343.wordpress.com

      3
      • Wieder der Sektenyogi. Die BASIS jetzt unwichtig?

        0
  • Die CDU ist zu 90% von der SPD gesteuert. Nun kommt noch die Zusammenarbeit mit der SED dazu und der Dolchstoss ist ausgeführt.
    Die CDU ist tot, es hat ihr nur noch niemand gesagt.

    205
    • Merz ist zu 100% von Blackrock gesteuert. Und mit der SPD wird er es schaffen die deutschen Millarden auf die Blackrockkonten umzuleiten. Siehe „Renten- und Umweltfonds“

      133
      • Was von Anfang an der Plan war. Was glaubt ihr denn wohin das Sondervermögen abgeflossen ist.

        41
      • Korrekt, und WEF und Blackrock sind inzwischen Personalunion.

        16
      • Das glaube ich auch. Erst macht man Deutschland Pleite und dann kommen die teueren Blackrock Kredite.

        4
      • Ich habe starke Zweifel, dass Blackrock jemanden mit der Kompetenz von Merz für wichtige Aufgaben einspannen würde.

        9
        • Doch. Larry (Fink) hat es gemacht.
          Jmd. der Chancen sieht konnte zumindest ahnen
          das Herr Merz eines Tages (nach der Kanzlerschaft von Frau Dr. Merkel) Chancen hat Kanzler zu werden.
          Also kaufe man so einen Mann ein.
          Er wird sich erkenntlich zeigen, denn Deutschland
          nimmt die größten Kredite seit der Gründung auf.
          100 (von 500) Mrd. an Deutschland (hat noch Triple A Rating) bringt bei 2% —-> 2 Milliarden Euro pro Jahr.
          Angenommen er bekam 10 Millionen / Jahr.
          Merz war 4 Jahre bei BR= 40 Millionen.
          Bleiben „nur“ 1960 Millionen übrig. Pro Jahr.

          Dafür bekomme „ich“ 39 Falcon Jets.
          Jedes Jahr.
          ps. G. Schröder ist kurz nach der Kanzlerschaft zu Gazprom gegangen.

          14
    • Wie wahr, wie wahr.
      Wer sich mit Kommunisten und Antisemiten ins Bett legt…….ist bestenfalls nur noch ein Bettvorleger.

      35
    • Das ist der Plan der ganzen linken Bagage gewesen.
      Die CDU hinter die Brandmauer verbannen,und wenn sie mal aufmuckt droht man ihr mit Liebesentzug und Bruch der Koalition.

      8
  • Merz als Merkel-Klon?
    No way, Merkel hat durchgesetzt was sie wollte, ohne markige Sprüche.
    Sie hat im Hintergrund die Fäden gezogen und nach ihrem Willen sind die Dinge passiert.

    Das hat so gar nichts mit Merz zu tun. Der zerschellt an Klingbeil und der SPD, das wäre Merkel nicht passiert.

    So sehr ich einen nicht unerheblichen Teil ihres Wirkens falsch finde, so muss ich doch anerkennen, das sie sehr durchsetzungsstark war.

    42
    • Korrekt.
      Man muss nur sehen, wie fest Merkel den mit allen Wässern gewaschenen Olaf im Griff hatte.

      Der sensible Lars hätte es bei Merkel nicht einmal zum Tellerwäscher geschafft und spätestens wenn er mit seiner Schiene wie bei Merz angekommen wäre, um seinen Willen durchzudrücken, hätte sie ihm sein vollstes Vertrauen ausgesprochen und 3 Tage später wäre er zur Müllabfuhr versetzt worden.

      33
    • In der Tat, der Vergleich mit Merkel hinkt. Merz scheint auf dem Abstellgleis ausgebrannt zu sein: Wenn man etwas wirklich möchte, aber so lange nicht zum Zuge kommt, dass jede Tatkraft und Selbstachtung verflogen ist, wenn es endlich so weit ist.

      10
    • Ogott was hat die denn durchgesetzt?

      Alles was durchsetzen durfte – sprich ihr das Willy Brandt Haus erlaubt hat.

      1
    • Merkel hat auch die SPD machen lassen. Aber es war subtiler einfach geschmeidiger. Bekam der grosse Teil der Bevölkerung nicht mit. Man muss auch sagen sie hat sehr viel Erfahrung in Ministerämtern sammeln können. Er ist ja gleich von 0 auf 100 oder irre ich mich da?

      13
      • Madame hat bei der SED, der Stasi und beim KGB/FSB gelernt.
        Dagegen ist jeder heutige westliche Politiker ein Kindergarten.

        26
    • Kunststück, die hat ja auch nur linke Politik gemacht, wie hätte sie da an der SPD und an den Grünen „zerschellen“ können?
      Von Merz hat man sich anderes erwartet, wurde aber ebenso enttäuscht.

      5
      • Eigentlich sogar Falsch, sie hat SPD/Linke Links überholt und Grünen auch, zB bezweifle das Grüne es je geschafft hätten die Atomkraftwerke abzuschalten.

        Die standen da alle und die Merkel hat Dinge gemacht die die sich nicht mal wirklich je hätten gedacht das sie diese in eine Koalition durchsetzten, einer der Ursachen für den Höhenflug der Grünen und Absturz der SPD

        1
    • @ AnonymousIsBetter
      … Das sehe ich absolut auch so, wenn Sie schreiben:

      „Merz als Merkel-Klon?
      No way, Merkel hat durchgesetzt was sie wollte, ohne markige Sprüche.
      Sie hat im Hintergrund die Fäden gezogen und nach ihrem Willen sind die Dinge passiert.

      Das hat so gar nichts mit Merz zu tun. Der zerschellt an Klingbeil und der SPD, das wäre Merkel nicht passiert.“

      👍👍👍

      1
  • Mir ist nicht klar warum er an der Koalition so fest hält. Er muss doch merken, dass es die CDU zerreißt.

    25
    • Er will doch die CDU halbieren!!!😃👍

      18
    • „Mir ist nicht klar warum er an der Koalition so fest hält. Er muss doch merken, dass es die CDU zerreißt.“

      Dazu mal meine Gedanken:

      1. Zerissen ist die CDU ja jetze schon. Durch Merzels oft unverständliche Volten (Minister tauschen), gebrochene Wahlversprechen usw.
      Wie im Artikel hier auch angetönt.

      2. Warum der an der Koalation festhält?
      Würde der nicht „festhalten“, dann gäbs Neuwahlen.
      Und danach wär der eben nicht mehr Kanzlernder.
      DAS ist m.E. der Hauptgrund für sein „Festhalten“.
      Er wär dann – also nach Neuwahlen – der Kanzlernde mit der kürzesten Amtszeit, der mit dem schnellsten Vertrauensverlust bei seinen Wählern – und auch bei seinen Parteigenossen.
      Sowas gabs meines Wissens bisher nicht hier in der BRD.

      Wie auch immer – der hat sich selber ins Aus manövriert.
      Vielleicht ahnt er das inzwischen sogar selber,
      will es aber nicht wahr haben.
      Auf jeden Fall ist der aber voll in der Klemme.
      Welche er sich allerdings selber eingebrockt hat.
      Halt 2. Wahl…

      28
    • Er hat keine andere Wahl. Seine Agenda ist ihm wichtiger als seine Partei. Die mag für ihn untergehen, hauptsache er erreicht seine Ziele. Die CDUler brauchen noch eine Weile um das zu erkennen.

      8
      • „… seine Partei. Die mag für ihn untergehen, hauptsache er erreicht seine Ziele…“
        Das mit „Hauptsache er erreicht seine Ziele“
        seh ich mittlerweile ebenso.
        ABER: Was sind eigentlich seine Ziele?
        Nur „Kanzler sein“ eventuell?
        Es sollte dazu tiefer nachgebohrt werden.
        Kann ja durchaus sein, daß die Kanzlerschaft hier im Schland sein hauptsächlichstes Ziel gewesen ist. Nachdem das Merkel ihn diesbezüglich abserviert hatte. Dieses Ziel hat der ja nun erreicht.
        ABER: Was hat der Typ nun nach Erreichen dieses ersten Ziels nun für Ziele auf seiner Agenda?
        Ich sehe da aktuell nix Konkretes.
        Außer „natürlich“ -> Kanzlernder bleiben, solang es irgend geht.
        Vielleicht hilft mir ja jemand auf die Sprünge bzgl. seiner Ziele – in seinen Sprechblasen fand ich jedenfalls bisher nix dazu…
        😉

        8
    • Ich habe den Eindruck, das Merz nicht viel mehr interessiert als Merz.

      Die Frage ist eher, warum die gesamte CDU dabei zusieht, wie sie den Bach runter geht. Oder eigentlich schon gegangen ist.
      Wenn die letzten Ü70 Wählern aus biologischen Gründen nicht mehr CDU wählen können, schaffen die keine 20% mehr.

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  • O, Frederice, cave ab Idibus Septembris …

    16
    • Die Iden sind aber erst Mitte des Monats, oder?

      2
  • In der Union hat man sich an Loriot bei der Umbildung des Kabinetts erinnert.
    https://www.srf.ch/play/tv/news-clip/video/das-bild-haengt-schief?urn=urn:srf:video:fa88c9fe-0581-49df-996c-8e938b720d32
    Zur Erbauung oder auch nicht! Hier der Sketch für die die ihn nicht kennen.

    11
    • Ging laut Fleischhauer in den Ortsverbänden um.

      10
    • Um es klar zu sagen, wir haben niemand anderen. Wer soll denn anstelle Merz agieren und das müsste auch seine Partei wissen. Denn was ist die Alternative? Mit Günther und Wüst würde es eher nicht besser. So meine ich. Wir müssen einfach hoffen, dass er irgendwie die Kurve mit der SPD bekommt.

      -46
      • „Wir müssen einfach hoffen, dass er irgendwie die Kurve mit der SPD bekommt.“
        Hmm, Sie sind offensichtlich noch nicht vom Glauben abgefallen. 😉

        (Das mit dem „Glauben“ bezieht sich auf meinen Kommentar von 21:17 Uhr)

        15
        • Ich glaube deine Kommentare sind überflüssig!

          0
      • Ist das ihr Ernst?

        7
      • Hoffen und Harren hält Marie-Anne zum Narren. Sie ist nicht allein damit

        5
      • Marie-Anne! Wenn Sie hier seit Jahren mitlesen, sollten Sie wissen, dass die Union längst gestorben ist. Sie hat es nur noch nicht gemerkt. Es geht ihr da wie Bruce Willis in dem Film „The Sixt Sense“. Nur stark Traumatisierte können ihn noch wahrnehmen.

        1
      • Ähäm?
        „Um es klar zu sagen, wir haben niemand anderen“?
        Wer ist jetzt „wir“?
        „Wir müssen einfach hoffen, dass er irgendwie die Kurve mit der SPD bekommt“
        Nochmals gefragt: Wer ist jetzt „Wir“?
        Und worauf hoffen diese „Wir“?
        Und warum eigentlich?

        3
      • Das sind extrem naive realitätsferne Vorstellungen
        Die symbolische Verklammerung mit der linksextremen SPD nimmt doch jede Luft zum Atmen.

        0
  • Frage: sollte man sein Portrait aufhängen oder an die Wand stellen? 🤔

    1
    • An die Wand stellen, also son Bild -> allerdings mit der Bildseite zur Wand hin. 😉
      Wär jetze meine Idee dazu.
      Um nicht auf dümmliche Provokationen a la Steimle reinzufallen…

      5
      • Satirischer Humor ist keine „dümmliche Provokation“, es ist Humor.

        2
  • Vielleicht besteht noch Hoffnung, und der Mann war nur ein Testlauf: Wie viele Schmerzen halten die Deutschen nach ca. 20 Jahren noch aus…..? Das einzige Problem danach: Wo findet sich eine Person, die wie Phoenix aus der Asche steigt, und unser Land wieder zu dem macht, was es einmal war ?

    16
    • Warum geht mein Blick nur in den Osten?

      13
      • Weil da die Sonne aufgeht……und Siegmund zeigen wird, dass er und die AfD besser machen werden

        16
        • Die AfD wird niemals irgendwo regieren und die Luftpumpe Siegmund kann wieder zurück in die richtige Arbeitswelt – er kann doch arbeiten?

          -41
      • Weil da seit Jahrzehnten unser Soli hingeht!

        -16
      • wird da etwa wieder gemauert

        -7
  • Kein Mann hat ein Gedächtnis um ein erfolgreicher Lügner zu sein. Abraham Lincoln

    6
  • Es hat mal ein Poster geschrieben die CDU wurde von Merkel entkernt, der Aderlass hat zur AfD geführt. Dies ist die neue konservative Kraft. Sollte sie an die Macht kommen müssen die NGOs und die Stiftungen auf den Prüfstand. Die macht Professor Schmidt verantwortlich für das Politikversagen.
    https://m.youtube.com/watch?v=qqDmEBe2JZ8&pp=0gcJCWoCo7VqN5tD&ra=m
    Wusstet ihr zum Beispiel dass Toyota ein veritabler Finanzier der Deutschen Umwelthilfe. Die wollten den Diesel weg haben.
    Was Merz betrifft je eher Neuwahlen um so besser.

    13
  • Ich habe vor der Bundestagswahl nie verstanden, wie Leute in meinem Umfeld meinten, Merz kann Wirtschaft. Ich habe immer gefragt, woher soll der das können? Black Rock ist ein Finanzunternehmen, kein Wirtschaftsunternehmen! Und irgendetwas hat mir an diesem Mann nie gefallen, er ist mir in seiner Art zu schmierig. Alles, was nach der Wahl kam, hat mich bestätigt. Er ist vor allem total verlogen und kann absolut nicht mit Menschen umgehen. All das, wie auch die Koalition mit einen Klingbeil oder einer Bas zeigen, dass er nie einen Plan hatte oder hat, wie er dieses Land aus der Krise führt. Und das hat uns wieder Jahre zurück geworfen und uns weitere Schulden gebracht. Es wurde nichts, aber auch gar nichts bei irgend einem Thema erreicht, es ist alles nur noch schlimmer geworden!

    60
  • Jeder ernsthaft konservative hat noch kurze Zeit in die AFd zu wechseln. Wenn das Volk erstmal entschieden hat, werden alljene, die dann ihr Fähnchen in den Wind hängen, nur noch als Wendehälse bezeichnet werden können und abgelehnt werden.

    17
  • Die CDU ist ein Merkel Clon. Merz hatte von Tag 1 an keine Chance. Die Frage ist doch, was macht der Wähler mit dieser Information. Die 20% CDU sind Überzeugungstäter. Der Rest ist zur AfD gewechselt. Der Wähler reagiert also. Nicht so die CDU. Sie bleibt exakt so, wie Merkel sie umgeformt hat.

    8
    • Zustimmung! Merz passt genau in Merkels Agenda….Dass immer noch soviele dieses perfide Spiel Merkels nicht durchschauen und ihr noch Rosen streuen, schockiert mich. Die Frau lullte ihr Wahlvolk 16 Jahre ein. Und tut es noch!

      1
  • Was tun, wenn das Offensichtliche (noch) nicht ausgesprochen wird: Er kann es nicht, ihm fehlt Machergen.

    3
  • … Ein merz-klon … ?
    Ich halte zwar nichts von Merkel, aber:
    Sorry, aber das Format hat er bei weitem nicht !

    1
  • Ach,…..die Württemberger! Die haben doch ihren Cem und sind glücklich mitregieren zu dürfen. Die brauchen sich über Bundesmerzkel nicht zu echauffieren……

    1
  • Von Herrn Merz würde ich kein Gebrauchtflugzeug kaufen.

    0
  • Merz ist der Tänzer um das goldene Kalb, der Exodus der Nation.
    Wie konnte so ein Mensch an diese Position kommen.

    29
    • a. Vor der Wahl rechts blinken.
      Allen alles versprechen
      b. Nach der Wahl links abbiegen.

      Schauen sie sich / ihr euch die Wahlumfragen an:
      Lange hat die CDU nach den Märchen kaum verloren,
      selbst jetzt hat sie rd. 21%.
      Anscheinend kann man die CDU/CSU Wähler „anmeiern“ wie man will. Es hat kaum Konsequenzen.

      8
    • Weil die Nation sich aufgegeben hat, und zwar vor allem der akademische Teil.

      25
      • Sie haben definitiv recht.

        „Die überreizte Intellektualität seiner Zeit ist ein Symptom des Verfalls.“
        F. Nietzsche

        Sprechen wir von einer arroganten und selbstherrlichen Elite, welche sich völlig vom Realen entfernt hat. Im Eigentlichen sind sie ganz arme und seelenlose Menschen, die den Boden völlig verloren haben.

        8
  • einziger Verdienst war es, diese Figur über lange Jahre hinweg von der Macht fern zu halten. Jetzt weiß man warum……

    21
  • Tja, da fallen nun einige CDUler doch vom Glauben ab.
    Hat aber lange gedauert – nu ja, wie es bei Gläubigen halt so ist.
    Für wirklich Konservative, also nicht CDU- und Merzel-Gläubige war von Angang an zu sehen, daß der Merz eher ein Blender ist – und
    1. alles tat um an die Macht zu kommen – und
    2. alles tun wird um Kanzler bleiben zu können.
    Für 1. hat der sich in zweiter Wahl wählen lassen und
    ist schon in den Kopulations-Verhandlungen weitgehend eingeknickt
    Und für 2. muß der sich halt auch immer wieder der SPD beugen.
    Ein Trauerspiel!
    Nun, schaun mer mal, welche Wendungen dieses noch nehmen wird.
    Und wie lange es noch aufgeführt werden wird…

    13
    • Nein, wir Ossis sind nicht alle so dumm und wollen mit dir diskutieren!

      5
      • „Nein, wir Ossis sind nicht alle so dumm und wollen mit dir diskutieren!“
        Irgendwie versteh ich Ihre Antwort auf meinen Kommentar nicht – Wo ist der Zusammenhang?
        Nu, wenn Sie diskutieren wollen, dann fangen Sie doch einfach unter dem Thread hier damit an…

        5
        • @Hubertus:
          Zu: „Diese widerlichen Trolle hier, sind ein trifftiger Grund AN zu verlassen.“

          Seh ich nicht so – also eher AN nicht verlassen.
          Sondern die oft ziemlich primitive Trollerei beobachten – und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.
          Was allerdings die Nick-Klauerei, grad von so unregistrierten Troll-Accounts vs. regstrierten Nicks betrifft, damit sollte sich AN wirklich mal ernsthaft befassen.
          BTW: Sie kommentierten hier auch mit unregistriertem Account.
          Haben Sie Angst? Wenn ja, wovor?
          Ein Grüezi von mir….

          5
        • Diese widerlichen Trolle hier, sind ein trifftiger Grund AN zu verlassen.

          3
        • Bitte nerv hier nicht rum!

          -4
  • Aus der Tatsache, dass diese Kanzlerschaft und diese Person sicher die agile Phantasie eines Loriot überfordert hätten, ist nicht zu schließen, dass die Leuchten der CDU-Parteibasis nicht in der Lage wären, dem noch weitere lange Jahre hoffnungsfroh erleuchtet zuzuschauen.

    Und der Rest der Eingeborenen der bundesdeutschen Landen hat sich ohnehin mental (von intellektuell will ich gar nicht reden, schon gar nicht im Hinblick auf unsere Bologna-Multiple-Choice-Akademiker) wirtschaftlich und sozial aufgegeben.

    Was also bleibt, sind Gelegenheitskonstellationen für findige Funktionsträger, die sich im Niedergang maximal eigennützig zu positionieren verstehen.

    Da ist dieser Mann Galionsfigur, Verständnisträger und Vorbild.

    Nach diesem blendenden Schauspiel mit gekonnten rhetorischen Einlagen aus selbstberufenem Munde mit feuchter Unterlippe wird das krude Elend, aber dann für Alle, folgen.

    Und statt sich wieder aufzubauen, wird sich die Nation erstmal an der AFD abarbeiten.

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  • Könnte einem fast leid tun. Voll Karacho in die ewige Düsternis.

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  • Der Mann besteht nur aus Phrasen und erkennt nicht, dass das Boot sinkt.
    Er feiert großspurig seinen eigenen Untergang und Klingbeil/Bas spielen mit ihm wie mit einem Luftballon-
    Die CDU hat weder die Kraft noch eine Alternative , das zu ändern.
    Boris Rhein und vielleicht Linnemann, falls er nicht schon resigniert hat, wären evtl denkbar.
    Wenn man den mit den Grünen und Linken liebäugelnden Günther oder den extrem laschen in nrw hilflos herumstolpernden Wüst nähme, wäre nichts gewonnen aber alles verloren.
    Deutschland hat auf das falsche Pferd gesetzt und muss das nun bitter bereuen.

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  • Er ist kein Klon, sondern so wie Merkel nur eine SPD Marionette.

    Sie haben seit 1998 nunmal alle Fäden in der Hand – egal wer im Kanzleramt sitzt.

    Wers nicht glaubt?

    Schau Dir mal die Elefantenrunde nach der Bundestagswahl 2005 an mit Schröders angeblich so schrägen Auftritt an….
    Er wusste genau warum er so auftrumpfen konnte. Die SPD konnte weiter und weiter regieren quasi dank Bundesrat ÖRR, BVG und Funke etc bis heute.

    Ohne wirkliche demokratische Mehrheiten…perfektes System.

    Nicht für Deutschland.

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    • Schröder hätte aber damals gern selbst weiterregiert.

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