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Nius und die zwei Geschlechter: Wenn die BVG die Meinungsfreiheit vor den Bus wirft

Nius hält einen Reifen hin, die empörten Woken der Hauptstadt springen hindurch. Und dann verbietet die BVG kurzerhand das Aussprechen biologischer Tatsachen. Jetzt geht es richtig los.

Nius spricht von zwei Geschlechtern, die BVG entgleist. (IMAGO/Political-Moments)

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Das linke Berlin und all seine Organisationen nicht nur intolerant, sondern auch nicht besonders intelligent. Das legt jedenfalls die freidrehende Reaktion auf die Werbekampagne nahe, die Nius in und auf den Fahrzeugen der Berliner Verkehrsgesellschaft BVG geschaltet hat. Jetzt blamiert sich auch diese BVG nach Kräften. Aber der Reihe nach.

Ob auf den Doppeldeckerbussen oder in der U-Bahn: Über den ÖPNV dringt Nius plötzlich in die Wohlfühlblasen des linken Hauptstadtmilieus vor. Die sind total schockiert, wenn sie gegen halb elf ihre gentrifizierte Mietwohnung zum ersten Mal am Tag verlassen, um sich die Dinkelbrötchen von der örtlichen Bio-Bäckerei zu holen. Und sie rasten erwartbar aus.

Nius hält einen Reifen hin: Und die dressierten Linken springen natürlich hindurch. Die linke Kampagnenorganisation Campact mietet einen LED-Leinwandwagen, um dem Bus mit der Nius-Werbung 24/7 mit einer „Einordnung“ hinterherzufahren. Die Antwort der linken Vollzeitaktivisten auf den Nius-Claim „Morgens um 6 schon wissen, was einem abends um 8 verschwiegen wird“, ist ein unkreatives und geistloses: „Morgens um 6 schon Lügen und Hetze verbreiten.“ Gähn. Früher waren die Linken immerhin auch mal klug und kreativ, ja regelrecht witzig. Gerade in Berlin. Heute sind sie nur noch wütend und deswegen so stumpf.

Und wie Kampagne funktioniert, haben sie auch vergessen: Erst die empört-hysterischen Reaktionen auf die Nius-Werbung steigern deren Erfolg ins Unermessliche. Dass Campact dem Nius-Bus mit einem eigenen Digitalplakat hinterherfährt, auf dem dann noch mal der Name des Mediums draufsteht, zeigt das beispielhaft auf. Hass vernebelt das Hirn: Früher haben Linke die Mechanismen von Kampagnen besser verstanden als alle anderen. Heute hassen sie so viel, dass sie nicht mehr denken können.

Die BVG derweil, sonst total darauf bedacht, das Darling der linken Hauptstadt-Schickeria zu sein, steckt in einer Zwickmühle: Einerseits ist man ein Regenbogen-Unternehmen, das gerne alle woken Klischees der Hauptstadt bedient. Andererseits ist man immer noch eine Anstalt des öffentlichen Rechts, ein Staatsbetrieb. Und somit zur Neutralität verpflichtet.

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Das versucht die BVG über Instagram auch den empörten Linken zu erklären. Die jedoch sind nicht in der Lage, das zu begreifen, schimpfen unter dem entsprechenden Instagram-Beitrag einfach weiter irgendwas über „Werte“ – und verdammen die sonst so linientreue BVG in Grund und Boden.

In Panik schwingt sich die BVG dann einfach zum Richter über die Meinungsfreiheit auf und beendet die Nius-Kampagne kurzerhand. Und spätestens hier ist es dann nicht mehr witzig oder lächerlich, sondern problematisch. Die Berliner Verkehrsgesellschaft hängt sich an einem scherzhaften Posting von Nius-Gründer und -Chef Julian Reichelt auf. Der postet einen fiktiven Werbe-Claim als angeblich nächsten Schlag der eigenen Werbekampagne: „Wir werden immer beliebter bei sämtlichen zwei Geschlechtern.“

Und das ist für die BVG dann zu viel: Die erklärt kurzerhand, die Nius-Werbekampagne abzubrechen. Ob sie das als Unternehmen des öffentlichen Rechts so ohne Weiteres darf? Die Begründung lässt jedenfalls aufhorchen: Der Spruch mit den zwei Geschlechtern überschreite „die Grenzen der Meinungsfreiheit“. Zu diesem Schluss seien Juristen der Verkehrsgesellschaft gekommen.

Denn er spricht ja die Tatsache aus, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Das ist zwar eine biologische Tatsache, aber seit mehreren Jahren keine rechtliche Tatsache in Deutschland mehr. Und deswegen dürfen biologische Tatsachen nicht mehr benannt werden – meint jedenfalls die BVG. Na dann – nehmen wir alle mal zur Kenntnis, dass die Grenzen der Meinungsfreiheit jetzt offenbar von irgendwelchen Bus-und-Bahn-Juristen in staatlichen Unternehmen bestimmt werden.

Ganz nebenbei bemerkt die BVG auch gar nicht, was für einen Multiplikator sie mit ihrer kopflosen Aktion jetzt für die Nius-Werbung darstellt. Die dortigen Kollegen werden jedenfalls sicherlich klug genug sein, gegen diesen fragwürdigen Entschluss der BVG vor Gericht zu gehen. Was das an Aufmerksamkeit generieren wird, muss nicht erklärt werden. Die vor dem woken Mob eingeknickte Verkehrsgesellschaft wird bald lernen, was der „Streisand-Effekt“ bedeutet.

Der Werbeslogan der BVG könnte ab diesem Zeitpunkt auch lauten: Weil wir nicht denken. Völlig klar ist, dass ein Staatsbetrieb nicht Richter über die Meinungsfreiheit sein kann und darf. Nicht nur unterwirft sich die BVG dem Regenbogen-Autoritarismus – sie wird willfährig zu seinem Organ.

Die biologische Tatsache ist klar – der Mensch kennt, wie jedes Säugetier der Welt, zwei Geschlechter. Und Biologie wird durch Gesetz nicht verändert. Dass Deutschland gerne mal pseudobiologischen, ideologischen Unfug in Gesetze schreibt, ändert an der Realität nichts.

Und auch der Umstand, dass es insbesondere in Berlin ein paar hundert Menschen gibt, die sich irgendwo zwischen Mann und Frau mental verlaufen haben, ändert an dieser Realität nichts. Die dürfen sich natürlich gerne als drittes, viertes oder fünfundvierzigstes Geschlecht begreifen – es wird deshalb aber nicht wahr. Es gibt nur zwei Geschlechter – das war so, das ist so, das bleibt auch so. Und wenn man das nicht mehr plakatieren darf, ist nicht etwas ins Rutschen geraten in diesem Land. Dann sind die Meinungsfreiheit und die Freiheit, die Wahrheit zu sagen, schon abgerutscht und verschwunden.

Ganz sicher entscheiden nicht irgendwelche feigen Staatsangestellten, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit zu ziehen sind. Und die Nius-Werbekampagne – die könnte jetzt erst so richtig anlaufen. Unterstützt von Campact, der BVG und vielen wütenden Linken, die alle miteinander keine klaren Gedanken mehr fassen können.

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21 Kommentare

  • Gut gemacht NIUS! Die „Grüne, SPD und Linke“ auf der Palme. Lasst sie wedeln.

    • Berlin halt. Mauer drum und zuscheißen🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

  • Die Linken haben die in sie gesteckten Erwartungen übererfüllt. Das nennt man eine gelungene Wirkungsverstärkung.
    Bravo!

  • Berlin war mal eine wunderbare Stadt.
    Heute ist sie nur noch was zum wundern. Leider nicht im positiven Sinn.

  • Reichelts Strategie geht auf … und durch die erwartbare juristische Auseinandersetzung wird Steuergeld endlich auch mal sinnvoll eingesetzt: Werbung für NIUS! Finde ich klasse, auch wenn ich die Art von Werbung bei und für Apollo News letztendlich für besser und nachhaltiger halte … aber Mannhart ist nicht Reichelt — und das ist gut so!

  • Es sollte JEDEN egal sein, ob manche (vielleicht) einmal witzig waren, was zu melden hatten etc..

    WAS NICHT egal ist, die Unsummen an Steuergelder die direkt und indirekt dafür veruntreut wurden.

    Da haben wir „Juristen“, ngos, Rechtsstreitigkeiten wg. Vertragsbruch, Gerichtskosten als „Staat“ auf der Anklagebank usw.

    Und alles basierend auf in Gesetz gegossenen Lügen wo man Biologie durch Ideologie ersetzt, würden manche hinweisen.

    Nebenbei gefragt, wie sah denn der CO2 Fußabdruck bzw. die Klimabilanz aus für die LED Show und dem hinterher fahrenden Bus aus???
    Komisch da muss man nicht einsparen, aber wehe im Heizungskeller sind die Werte knapp über die Norm….

  • Ich fahr‘ jetzt nicht mehr mit ÖPNV in Berlin! Ich kauf‘ einen alten Diesel!

  • Einfach nur köstlich und Joachim Steinhöfel übernehmen sie dieses Affentheater!

    • Da freue ich mich ja jetzt schon drauf.

      • @Kobi ganz deiner Meinung und die NIUS Aussage ist einfach genial und im 783 Geschlechter Universum brennt der Dachstock!

  • Barbara ick hör dir tapsen 😁

  • Wenn schon nicht mehr linke Kampagnenhoheit, dann wenigstens linke Terror- und Zensurhoheit, hier gegenüber der BVG. Und dahinter versteckt sich die CDU per verdeckter Finanzierung, zwecks Konkurrenten Beseitigung.

  • So bröckelt Stück für Stück die ganze Fassade der selbsternannten Gutmenschen und die Mainstreammedien müssen darüber berichten. Alles richtig gemacht NiUS

    • Respekt an die zuständige Werbeagenturr/den kreativen Kopf (m/w) der hinter der Werbebotschaft steckt. Wird Einzug in die Geschichtsbücher finden
      „Morgens um 6 schon wissen, was einem abends um 8 verschwiegen wird“

  • Die Linken waren einmal witzig, mag sein. Leider sind diese Zeiten lange vorbei.
    Heute sind sie, durch was auch immer, komplett geisteskrank.

  • Unheilbar kranke Hirne , da hilft kein Arzt mehr !
    Aber Gratulation an NIUS
    , bessere Werbung geht gar nicht !

  • Müssen “ Vollzeitaktivisten“ eigentlich auch Lohnsteuer für ihre “ Arbeit“ zahlen?
    Und was sagt eigentlich Gott und dessen Lautsprecher in der Kirche zu den “ 72 Geschlechtern“?

  • Sobald die AfD an die Macht kommt wird hoffentlich Campact verboten und diese Verbrecher kommen in den Knast.

  • Die Kotz und Piss BVG wird von Stein hoefel in Grund und Boden geklagt..

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