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Jörg Bong

Nach Umfragerekord: AfD-Verbot in SZ-Artikel gefordert – Ihre Wähler würden die Demokratie für eine „verrottete Idee“ halten

Angesichts von 41 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt fordert der ehemalige Verleger Jörg Bong in der SZ ein sofortiges Verbot der Partei. Auch die AfD-Wählerschaft hätte sich mittlerweile von demokratischen Werten verabschiedet.

Nach Ansicht von Jörg Bong muss die AfD schleunigst verboten werden (IMAGO/Karina Hessland)

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Einer Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zufolge kommt die AfD in Sachsen-Anhalt mittlerweile auf 41 Prozent. Damit ist sie kurz vor den anstehenden Landtagswahlen nur noch hauchdünn von einer absoluten parlamentarischen Mehrheit entfernt. Der einstige Verleger des S. Fischer Verlags, Jörg Bong, nimmt dies in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung zum Anlass, erneut vehement ein Parteiverbot der AfD zu fordern.

Mit den Worten „Lasst sie uns endlich verbieten“ ist sein Kommentar übertitelt. „Die AfD“, behauptet Bong, „hält uns zum Narren“. Die Partei um Alice Weidel und Tino Chrupalla sei „Meister der jeweils aktuellen propagandistischen Inhalte und Technologien“. Angesichts der Stärke der AfD gelte es nun, die Demokratie zu schützen, bevor diese „von der Tyrannei verschluckt“ werde.

„Alle wissen, was gespielt wird, keiner will eingreifen“, so der Gastautor und setzt zu einer Tirade gegen die Partei an. Die AfD nutze „die Meinungsfreiheit als perfides Kampfmittel zur Zerstörung der freien, pluralen, demokratischen Gesellschaft“. Die freiheitlichen Prinzipien der Demokratie würde sie gegen diese wenden.

Bong ist sich auch sicher, dass die AfD bei einer Regierungsbeteiligung unmittelbar Grundrechte beschneiden würde. „Selbstredend würde in einem von der AfD regierten Land umgehend eingeschränkt“. Vollziehen würde sie dies etwa durch die „Kontrolle der Medien, Beschneidung der freien Lehre und Forschung, die Kürzungen bei unliebsamer Kultur und Kunst, durch Verfassungsbrüche und schwere Eingriffe in die Gewaltenteilung.“

Doch nun sei Bong zufolge die Zeit gekommen, in der man sich von der AfD nicht weiter vorführen lassen dürfe. Deutschland sei ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Die AfD und wesentliche Teile der Wählerschaft würden dies offenbar inzwischen für eine „verrottete Idee“ halten. Doch klar sei: „Die Ansicht einer Suprematie des Deutschen ist keine Meinung – sie gehört verboten, genau wie die Partei, die diese Ansicht vertritt. Selbst wenn die offenbar rund 40 Prozent AfD-Wähler in Thüringen so Denken“, meint Bong.

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Schon vor Jahren hätte seiner Meinung nach das Verbot der AfD vollzogen werden müssen. Mittlerweile sei ein Verbot der AfD „zwingend“. Dennoch müsse man die Ursachen, die den Aufstieg der AfD beflügelt hätten, nachvollziehen und bekämpfen. Der AfD-Wählerschaft, der er vor wenigen Zeilen noch eine Abkehr von demokratischen Werten unterstellte, schreibt er nun ein „stechendes Gefühl für die Gegenwart“ zu.

Bong führt aus, dass in den vergangenen Jahrzehnten viele Bürger deklassiert und marginalisiert worden seien. Die Angst vor einem „ökonomischen, sozialen, kulturellen Abstieg“ sei real. Die Ursachen hierfür sieht er jedoch in der ungleichen Verteilung von Vermögen. Eine immer kleinere Minderheit habe einen „mittlerweile astronomischen Reichtum bei sich konzentriert“. In der Folge macht Bong eine linke Umverteilungsdebatte auf. Diese sei Nährboden der AfD. Die Idee, dass es gerade die zahlreichen staatlichen Gängeleien und Bevormundungen sind, die die Wähler zur AfD treiben, kommt Bong nicht.

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125 Kommentare

  • „Kontrolle der Medien, Beschneidung der freien Lehre und Forschung, die Kürzungen bei unliebsamer Kultur und Kunst, durch Verfassungsbrüche und schwere Eingriffe in die Gewaltenteilung.“
    – eine exzellente Beschreibung des aktuellen Zustands unter Unseredemokratie!

    Bong (sinngemäß): „Demokratie ist, wenn man 41% der Wähler verbieten kann“

    123
    • Wann gehen die 41% auf die Strasse? Wann?!

      • Mit meinen 80 Jahren habe Angst alleine einzukaufen und möchte bei einer Demo nicht von der Antifa verprügelt werden.

      • Gehen Sie denn? Wann und wo?

      • Wie sollen denn 41% auf die Strassen gehen, wenn diese zuerst repariert und in Stand gestellt werden müssen?

      • Wenn das passiert, dann nur unter Anwendung GG Art. 20 Abs. 4
        Aber es ist durchaus möglich, sobald der Rechtstaat versagt und eine Dikatur errichtet wird.

        • Was genau muß denn passieren, damit Sie merken, daß das längst der Fall ist?

          2
        • Mein Gott, dieses ganze nachgeplapperte Geschwätz ist doch genauso dumm und großspurig wie der Bong aus der SZ.

          -7
      • Wenn sie von der Regierung bezahlt werden…
        Wie alle anderen Demonstrationen in der „unsereDemokratie“ auch.

    • Und wann werden die „Antidemokraten“ verboten?

    • ich hatte da auch gedacht, der ehemalige Verleger Jörg Bong müsste wohl aus der Vergangenheit kommen.
      Denn das was er als Zukunft prognostiziert, ist für die real lebenden Menschen schon lange Alltag.

    • Ich muss doch ernsthaft zweifeln an seiner geistigen Gesundheit!

  • Nur die AfD fordert Volksentscheidungen. Was kann denn demokratischer sein?

    • Wenn man vin vorneherein so entschiede wie Links wollte vielleicht…?

  • Gestern noch Wähler von CDU und SPD, heute schon Feinde der Demokratie.
    Der mit der aktuellen Politik unzufriedene Mensch ist nun Staatsfeind und muss verboten werden. Da haben wir ja noch Glück, in Russland und China hat man solche Elemente ins Lager gesteckt.

    • Tja, so schnell kann es im besten Deutschland aller Zeiten gehen: Von Freund zum Feind innerhalb eines Wimpernschlages. Ein Wort, eine Wahlentscheidung, das genüg schon, um als Feind der Demokratie zu gelten. So langsam wird es ein wenig fadenscheinig.

    • Kann hier auch kommen. Der Bing-Bong ist von solchen Ideen nur noch ein Wimpernschlag entfernt.

  • Wir leben in einer Demokratie-Simulation, wie Höcke richtig anmerkte.

    • Der „Mäckle“ (Telegram-Kanal) sagt immer:“Wir sehen einen Film.“

    • Herr Höcke ist ein sehr weiser Mann. Dieses Genie muss Bundesinnenminister werden und zwar in Personalunion mit dem Justizminister.

      • Und Herr Sellner muss Bundesminister für Remigration und Abschiebung werden.

  • „Die AfD nutze „die Meinungsfreiheit als perfides Kampfmittel zur Zerstörung der freien, pluralen, demokratischen Gesellschaft“

    Selbst wenn das stimmen würde, kann man diese deshalb dann einfach entziehen?

  • Die ungleiche Verteilung von Vermögen… Wer verteilt denn diese Vermögen? Da war ich jedenfalls immer abwesend. Die Regierung langt immer stärker in unsere Taschen, deshalb ist das bescheidene Vermögen des einfachen Arbeiters zunehmend kleiner geworden. Und so richtig verteilt wird ja eigentlich hauptsächlich unter Politikern.

  • Den Linken geht der Reis. Herrlich.

    • Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und jede weitere Aussagen dieser Art wird mit weiteren negativen Wahlumfragen beantwortet.

    • Bester Kommentar hier heute! 😆

  • „Selbstredend würde in einem von der AfD regierten Land umgehend eingeschränkt“. Vollziehen würde sie dies etwa durch die „Kontrolle der Medien, Beschneidung der freien Lehre und Forschung, die Kürzungen bei unliebsamer Kultur und Kunst, durch Verfassungsbrüche und schwere Eingriffe in die Gewaltenteilung.“

    Damit beschreibt er auf den Punkt genau das bisherige Vorgehen der Parteien links der Mitte.

    • Genau, hier wird der Status Quo beschrieben.

  • Eigentlich hat Harald Martenstein zu dem Thema alles gesagt.

  • Der arme Mann. Noch so jung und schon so einen Bong.

  • Das muss ich ihm lassen: Er ist ein wahrer Meister der Projektion.

    • Vielleicht ist er deshalb vielfacher Krimi-Autor.

  • Panik aller Orten. Unsere Demokraten.

    Panik das Corona doch noch richtig aufgearbeitet, durch eine richtige Untersuchungskommission einberufen von der AfD. Keine Enquetekommission. Die Parlamente wollen deshalb das Recht der Opposition auf diese Einberufung verhindern warum wohl. Stattdessen Enquetekommission. Hört sich toll an. Aber man braucht nicht erscheinen und Wahrheit kein Muss. Auch wenn man relevante Daten nicht holt oder Grafiken nicht sehen will dann kommt was dabei raus? Verdammt wenig. Und soll es vermutlich auch. In einer Untersuchungskommission muss die Wahrheit gesagt werden. Es muss erscheint werden.
    https://m.youtube.com/watch?v=_aWGFKQNUTo&ra=m

  • Wenn man keine Arguente hat und einem die Muffe geht, daß diese ganzen Schweinereien der Kartellparteien und der Mainstream-Medien aufgedeckt werden, greift man halt zu den Mitteln von „Unserer Demokratie“. Blöd nur, daß das nicht lange gut geht und immer mehr Bürger, Dank APOLLO, YOUTUBE und Co. wach werden! Diese Scheindemokratie der Kartellparteien wird scheitern.

  • Und weiterhin behaupten Linke das Gegenteil von dem, was ist: Wenn es noch ein Bollwerk zum Schutz unserer Demokratie gegen die Zerstörungwut des linksgrünqueerwoken Öko-Sozialismus gibt, dann sind es die AfD und ihre Wähler!

  • Komisch, die AfD möchte sogar noch mehr Demokratie. Sie möchte auch Volksabstimmungen. Warum darf die SZ ungetraft Lügen verbreiten?

  • Meine Mutter pflegt über Leute mit seltsamen Ansichten zu sagen: Der/die ist nicht ganz bong im Kopf…

  • So denken und sprechen Leute, die mit der Demokratie nichts anfangen können. Die totalitären Linken im Land laufen sich warm angesichts der Umfragewerte im Bund und in den Ländern. Die Stimmung ist gekippt und ich mag mir gar nicht ausmalen, was im Falle der zu erwartenden Wahlerfolge der AfD im Land los sein wird, wenn NGOs und Antifa das Deutschland mit Terror im Stil der RAF überziehen…

    • Sollte Herr Siegmund die Mehrheit erringen können, dürften wir die schwersten Ausschreitungen seit 1968 erleben. Die Vertreter von „UnsereDemokratie“(TM) werden die Regierungsgewalt nicht einfach so an die AfD übergeben, wie das in einer Demokratie üblich ist. Die werden zetern, beißen, sich am Türrahmen festklammern und ihre Truppen von der Antifa auf die Straßen schicken.

  • Fällt mir nichts mehr zu ein. Sinnlos, sich damit noch auseinanderzusetzen.

  • SZ = Sowjetzone?

    • SZ=ScheissZeitung

      • SPD Zeitung – darum SZ
        Ehemals konservative Süddeutsche Zeitung ist längst vorbei

  • Ich wäre mittlerweile auch für ein Verbot der … … … SZ.

  • Bongo ist Antifa. Antifa demnächst verbieten!

  • SZ = Alpen-Prawda. Mehr muss man dazu nicht sagen.
    Es ist mittlerweile nicht mehr erstaunlich, dass sich erbitterte Feinde demokratischer Prinzipien zu Verfechtern „UunsererDemokratiee“ aufwerfen.
    Fragt man aber solche Leute bzw. Nachplapperer von deren Parolen, was ihrer Meinung nach „Demokratie“ überhaupt ist, dann sträuben sich einem ob deren Antworten die Nackenhaare… 🙁

  • Rattata Zong, Rastatt Zong, weg mit diesem Bong..
    ..

  • Wenn eine Partei in den Umfragen immer stärker wird muss sie man vor den Wahlen vorher schnell noch verbieten. Und dieser Bong wagt, dass Wort Demokratie noch in den Mund zu nehmen?

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