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Parlamentsbeschluss

Längere Wartezeiten und Anpassung an die Kultur: Schweden verschärft Einbürgerungsrecht drastisch

Das schwedische Parlament hat eine drastische Verschärfung des Einbürgerungsrecht beschlossen. Antragsteller werden künftig länger warten müssen. Zudem gelten strengere Integrationsanforderungen. Die neuen Regeln sollen ab dem 6. Juni gelten.

Entspannte Stimmung in der Regierung – mit dabei SD-Chef Jimmie Åkesson (IMAGO/TT)

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Pünktlich zu den alljährlichen Feierlichkeiten am 30. April, an dem Schweden beim traditionellen Valborg-Fest mit großen Lagerfeuern landesweit den Abgang des Winters feiern und noch dazu den Geburtstag ihres Königs Carl Gustaf zelebrieren, verabschiedete der Riksdag schärfere Einbürgerungs- und Aufenthaltsregeln für Migranten und Zugezogene. Ein weiterer Erfolg für die rechten Schwedendemokraten, die jahrelang für eine Straffung des Einbürgerungsrechts kämpften.

Die neuen Regeln sollen passenderweise am 6. Juni – dem Nationalfeiertag der Schweden – in Kraft treten und umfassende Änderungen der bestehenden Rechtslage vorsehen. Kern ist die Verlängerung der Mindestaufenthaltszeit, bevor man sich um eine Staatsbürgerschaft bemühen kann. Bisher konnte man einen entsprechenden Antrag nach fünf Jahren stellen, künftig sollen es acht Jahre werden. Von Erwachsenen wird auch zukünftig gefordert, dass sie ein gefestigtes Aufenthaltsrecht in Schweden haben, wie etwa eine permanente Aufenthaltserlaubnis. Zudem wird das unbefristete Aufenthaltsrecht abgeschafft. Antragsteller werden sich künftig entscheiden müssen, ob sie einen Antrag auf einen befristeten Aufenthalt stellen oder die Einbürgerung beantragen.

Ein wichtiger Aspekt, der bereits im ersten Entwurf Anfang Februar eingearbeitet wurde, ist die sogenannte Anforderung eines „geordneten und ehrlichen Lebens“. Diese sieht vor, dass Antragsteller sich in die schwedische Gesellschaft integrieren und sich an geltendes Recht halten. Straftaten oder etwa Verbindungen zu kriminellen Organisationen werden beim Einbürgerungsantrag damit stärker gewichtet – um zu verhindern, dass Personen eingebürgert werden, die kriminelle Absichten verfolgen. Sollte man eine Straftat begehen, muss man künftig mit deutlich längeren Wartezeiten rechnen; die Behörde spricht dabei von verlängerten „Qualifizierungszeiten“. Die konkrete Wartezeit hängt von der Schwere der Tat ab. In besonders schweren Fällen kann der Antrag auch abgelehnt werden.

Neu ist das sogenannte Selbsterhaltungsgebot. Die Antragsteller müssen grundsätzlich beweisen, dass sie ihren Unterhalt selbst finanzieren können. Die Schwelle wurde dabei auf 20.000 SEK (1.848 Euro) festgelegt. Zudem müssen Antragsteller ausreichende Kenntnisse der schwedischen Sprache und Kultur nachweisen – unter anderem durch Sprachtests und einen standardisierten Test über die schwedische Gesellschaft und Kultur.

Die verschärften Anforderungen sollen ab dem 6. Juni gelten. Sie wurden von den regierenden Tidö-Parteien – einem Bündnis aus den Liberalen (L), den Moderaten (M) und den Christdemokraten (KD) – und der Oppositionspartei Schwedendemokraten (SD), die die Minderheitsregierung unterstützt, beschlossen. Insgesamt stimmten 258 Abgeordnete für den Antrag – nur 33 stimmten dagegen. Ein Antrag der Opposition, der eine Übergangsregel für Personen vorsah, die ihren Antrag schon gestellt hatten, wurde mit einer knappen Mehrheit von 147 zu 146 abgelehnt.

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Die Verschärfung stellt einen weiteren Sieg der SD dar, die noch bis vor wenigen Jahren von den anderen Parteien als Außenseiter behandelt wurde. Eine engere Zusammenarbeit wie etwa eine Regierungskoalition mit der SD wurde von allen anderen Parteien bis vor Kurzem noch abgelehnt. Zuletzt öffneten sich die Liberalen gegenüber der SD und kündigten eine Kooperation mit ihr an, sollten sie bei der kommenden Wahl im September mit den anderen Parteien eine Mehrheit bilden können.

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27 Kommentare

  • Für Migranten alles kein Problem….Vollversorgung in Deutschland wartet, und ist garantiert ❗

  • Zu spät. Das Kind ist in den Brunnen gefallen.

    • Was ist der Sinn von Defätismus?

  • Über dieses Thema werde ich mich heute Abend umfassend von der Tagesschau informieren lassen…

  • Auch das ist nur um das Volk zu beruhigen.
    Uschi wird den Schweden den Takt vorgeben.

  • Das Einwanderungsland schlechthin macht eine scharfe Wende; sie wissen warum! Die Hauptstadt steht in Flammen. Demnächst Bürlün in Flammen; analog zu „Rhein in Flammen“.

  • Das kommt viel zu spät.

    • Was ist der Sinn von Defätismus?

    • Warum?

  • Ein Schritt in die richtige Richtung, aber:

    „Sollte man eine Straftat begehen, muss man künftig mit deutlich längeren Wartezeiten rechnen“

    Solche Subjekte dürfen in einer Gesellschaft, die Anspruch darauf erhebt, zivilisiert zu sein, überhaupt nicht eingebürgert, sondern müssen SOFORT ausgewiesen werden!

  • Deutschland und Österreich haben hingegen den Untergang gewählt. Und der Dumm-Michel wählt in unseren beiden Ländern auch weiterhin seinen eigenen Untergang. Von Deutschland und Österreich aus wird sich in Hinkunft der Islam auf ganz Europa ausbreiten, in wenigen Dekaden wächst ganz Europa mit der Türkei zusammen, das Land wird dereinst dann Erdoganland heißen. Der Traum Erdogans, seine Vision wird Wirklichkeit. GsD muss ich das nicht mehr erleben, aber meine armen Kinder und Enkelkinder…….

    • Lustig wie die „Populisten“ das Volk tatsächlich nur hassen. Wie viel ist wirklich charakterliche Niedertracht, und was ist einfach nur plumpe Dummheit. Erdoganland? Was für ein Stuss.

      -14
      • … und in 5-15 Jahren von Ihnen: „Also, DAS konnte man ja nun wirklich nicht ahnen.“ „Also, hätte ich das damals auch nur geahnt …“

  • Wie schade, dass unsere Regierungen nicht an diese vernünftigen Massnahmen auch nur denken. Schweden hat massive Probleme mit Verbrechen durch Migranten und Clans. Jetzt hat die Regierung verstanden und zieht die Konsequenzen

    • lassen wir uns mal ueberraschen, wie ernsthaft sie die neuen regeln auch ausfuehren.

      von zur abschiebung verurteilten kriminellen ist bisher nicht einmal die haelfte tatsaechlich ausser landes gebracht worden .

      die verbleibenden werden dann oft gleich wider straffaellig.

      wen wunderts?
      bei bei so konsequenter durchfuehrung von regeln und gesetzen …

  • Umsere Nachbarn erkennen die Übeltäter und machen ihnen das Leben schwer. Kein Problem Deutschland hat Platz, Geld und ein Volk das sich selbst aufgegeben hat.

  • naives Gutmenschentum und Förderung der Umvolkung IST schwedische Kultur.
    Ausserdem hassen sie Bargeld und lieben die NAhTOd.
    Wird nicht leicht sich dieser Kultur anzupassen.

  • Erfreulich! Blaupause für Deutschland – nach Merz‘ Abgang.

    Bis dahin dürften die „schwedischen“ Migranten es hier versuchen, und Sánchez schickt ja eine halbe Million Marokkaner …

    • Vergessen Sie, exakt andersherum, mehr Fachktaäfte für D….

  • die Schweden haben sich fast angepasst an uns.
    So wie ich das gelesen habe ,bei uns 5 Jahre., und Integrationskurs.
    Ob jetzt 3 Jahre länger ei Ausläner, dann ein bessere Schwede wird ?
    Na ja vielleicht dann ,ohne Akzent 🙂

  • Dieser Erkenntnis wurde einiges an Mobiliar geopfert.

  • Den Letzten beissen die Hunde… Bis die Links-grün-extremistische Bunte-Regierung in Deutschland das Asylgesetz (Asylrecht gibt es nicht !) verschärfen, habes es längst alle anderen EU Länder getan und sämtliche EU-Asylanten sind bereits nach Asylanien, früher Deutschland genannt, weitergezogen !

  • Es gibt Hoffnung in der EU, weiter so ,aber ob es der/die Dummdeutsche schnallt ist fraglich

  • Ich wusste es schon lange: Die Schweden sind übele Nazis! Und die Dänen sowieso! Ganz Skandinavien ist Nazi-verseucht! Man sollte deshalb Skandinavien in den deutschen Schulbüchern aus den Landkarten und in den Schul-Atlanten tilgen! Auch diese Rentiere sind Nazis!

    • Herrlicher Sarkasmus!

  • Anpassung? Damit diese Leute dann verrotteten Fisch fressen und in die Viertel ziehen, wo die Schweden leben? Das ist populistischer Unsinn der Schweden noch mehr schaden wird.

    -15
    • Genau, nichts tun und alles zu akzeptieren ist die Lösung, sieht man ja seit 11 Jahren…

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