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Großbritannien

Reform UK könnte die heutigen Kommunalwahlen gewinnen – und Starmer’s Labour ein historisches Desaster bescheren

Keir Starmers Labour Party droht bei den britischen Kommunalwahlen am Donnerstag ein historischer Absturz. Dem ohnehin von Skandalen und schwacher Politik belasteten Premierminister könnte ein Wahldesaster den Rest geben.

Wird Starmer die 10 Downing Street verlassen müssen? (IMAGO/ZUMA Press Wire)

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Quer durch England werden am heutigen Donnerstag neue Gemeinderäte gewählt und in Wales und Schottland sogar Regionalparlamente. Keir Starmers Labour Party droht dabei ein historisches Desaster, das den Druck auf den Premierminister weiter erhöhen wird.

Besonders die rechte Reform UK hofft, als Gewinner aus der Wahl hervorzugehen. Prognosen für die Kommunalwahlen sehen die Partei von Nigel Farage trotz jüngster Einbußen bei der Beliebtheit weiterhin deutlich vor allen anderen Parteien. Ein weiterer Faktor ist die Grüne Partei unter der Führung von Zack Polanski. Ihr ist es gelungen, sich in den Umfragen nahezu gleichauf mit Labour zu positionieren. Besonders in Städten droht sie, Starmers Partei Stimmen wegzunehmen. Sollte Labour ein Wahldebakel erleiden, wäre Starmer womöglich dazu gezwungen, seinen Posten zu räumen.

In insgesamt 136 Gemeinderäten überall in England werden rund 5.000 Ratsmandate vergeben, darunter in allen 32 Londoner Stadtteilen. Zudem wird in insgesamt sechs bedeutenden Gemeinden ein neuer Bürgermeister gewählt. Zuletzt gelang Labour bei den Ratswahlen im Mai 2024 ein klarer Erdrutschsieg.

Die Konservativen verloren damals fast 400 Sitze. Labour gelang es dabei, sowohl in ländlichen Regionen als auch in den Städten starke Wahlergebnisse einzufahren. Seitdem hat sich in der britischen Politlandschaft jedoch vieles geändert: Nigel Farage gelang es, seine Reform-UK-Partei weiter auszubauen und im rechten Spektrum die historisch bedeutenden Konservativen abzulösen. Zack Polanski baute die Grünen zu einer antiisraelischen und linkspopulistischen Partei um, die vor allem in Großstädten Zuspruch von Studenten und migrantischen Wählergruppen erhält. Der Labour-Partei könnte damit eine Katastrophe in den Londoner Bezirken drohen.

In den Umfragen zur Unterhauswahl führt Reform derzeit mit rund 25 Prozent, gefolgt von Grünen und Konservativen mit jeweils 18 Prozent und der Labour-Partei mit 17 Prozent. Abgeschlagen liegen die Liberaldemokraten bei 12 Prozent. Die neu gegründete rechte Partei Restore Britain von Farage-Gegner Rupert Lowe kommt derweil durchschnittlich auf drei Prozent.

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Aufgrund des britischen Mehrheitswahlrechts sind diese Ergebnisse jedoch nicht einfach auf die Sitzverteilung übertragbar. Das war auch 2024 zu erkennen, als Labour trotz 34 Prozent der Wählerstimmen eine überwältigende Mehrheit im Parlament erhielt.

Weiterhin ist fraglich, ob sich Starmer im Falle eines Wahldebakels im Amt halten kann. Hinter den Kulissen brodelt es nämlich bereits, und mehrere Kandidaten liebäugeln mit dem Posten des Premierministers. Allen voran Parteikollege Andy Burnham, dem jedoch zuerst der Sprung ins Parlament gelingen müsste.

Dass Labour am Donnerstag wegen seines politischen Kurses abgestraft wird, gilt als unbestreitbar. Wenige Premierminister waren so unbeliebt wie Keir Starmer, und die Affäre rund um den Labour-Politiker Peter Mandelson und seine Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verschlechterte seine Stellung noch weiter. Sollten sich die schlimmsten Prognosen bewahrheiten, könnte der Druck auf Starmer zu groß werden, und in die Downing Street 10 könnte schon bald ein Neuer einziehen.

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42 Kommentare

  • Merz paßt genau in diesen Absteigerclub von Macron und Starmer.

    • Unseren österreichischen Stocker nicht vergessen! Der österreichische Merz!

  • Starmer hat sich jede Niederlage redlich verdient!

    • Wirklich? Auweia.

  • Man sollte sich anschauen was in England passiert.

    Ich empfehle „History Debunked“ auf Youtube.

    https://www.youtube.com/@HistoryDebunkedsimonwebb

    Streng konservativ und unkorrekt. Ein Kämpfer gegen den Bevölkerungsaustausch.

    Aus der Selbstbeschreibung_

    For all too many people, history consists of no more than a set of familiar and well-worn stories such as the incompetence of First World War British generals, the heroic struggle of the suffragettes and the saintly devotion to duty of Florence Nightingale. We seldom stop to ask ourselves if Florence Nightingale actually saved any lives or whether the suffragettes hindered or helped women to gain the vote. In this channel, Simon Webb, author of many books of popular history, examines some of our favorite historical characters and incidents, looking at the truth behind the myths. We learn, for example, that Magna Carta has nothing to do with habeus corpus or the so-called ‚British Values‘ and that slavers from Africa were raiding Eng

  • Das der Typ immer noch im Amt ist, zeigt wie schwierig es ist einen Regierungschef loszuwerden.

    • Was zahlt Ihnen Frau Prien für einen Kommentar?

  • Wieder? Und dann?
    Die Labour Partei hat ein „historisches Desaster“ nach dem anderen und trotzdem regiert sie gerade Großbritannien. Das raffen Populisten einfach nicht, dass echte Institutionen bestehen egal ob Helmut vom Stammtisch sie „mag“ oder „wählt“. Das ist die Natur echter MACHT.

    -20
    • Das liegt ausschließlich am relativen Mehrheitswahlrecht. Den Rest können Sie sich sparen.

    • Weißt du überhaupt, was ein Populist ist???

      • einer wo in der Nase popult, so wie ich

        -14
        • Dann popule mal schön weiter bis der Finger abbricht. Vox Populti!!

          7
  • Nichts wird besser, solange diese 34% das Parlament beherrschen.

    Neuwahlen kommen 2029. Man kann nur hoffen, daß Lowe (Restore) bis dahin entweder Nr. 1 ist ODER zurückzieht, um Farage (Reform) nicht zu gefährden.
    Wahrschieinlicher ist natürlich, daß beide Egos die absehbare Mehrheit in den Sand fahren und gegeneinander antreten.

    • Reform UK stellt Leute als Kandidaten die nicht mal richtig englisch sprechen. Wie kann man so einen rotzdummen Namen wählen, so ein dummes Statement, und dann sich blind machen gegenüber dem EINEN Thema, über das man sich über seine letzten Tage noch aufregt.

      -23
      • Na, erzählen se mal: Welches EINE Thema überschattet denn Ihre letzten Tage?

  • Der größte Treppenwitz der Geschichte: Was die Nazis nicht schafften, das vollbringen die Engländer nun selber. Die Abschaffung ihrer Kultur und die Unterwerfung hin zu Islamo-Faschisten.

    Wäre es nicht traurig, man könnte darüber lachen.

  • Wahlen am Donnerstag? Sollen nur die Arbeitslosen wählen ?

    -10
    • Großbritannien hat traditionell seit dem 19. Jhdt. seine Parlamentswahlen an Donnerstagen abgehalten.

      Vor der Einführung von festen Wahlterminen war es üblich, Wahlen so zu legen, dass Landwirte ihre Felder nicht vernachlässigen mussten. Ein Donnerstag war ein Tag, der sich gut einfügte, weil die meisten Märkte an diesem Tag stattfanden.

      Es hat lange und historische Gründe.

  • England wird immer mehr zu Neu Pakistan.
    Auf der Welle kommen auch die englischen Grünen zum Erfolg, pro-islamistisch und antisemitisch.
    This battle of Britain has been lost.

    • The battle of Britain is not over. The battle of Britain is about to begin!

    • War klar, wer aus der EU austritt wählt seinen Untergang!!!

      -24
      • Wirklich?

  • schon morgen KÖNNTEN Meteortiten einschlagen.
    Mann, soll das eine Meldung sein was sein könnte?

    • Wieso?

  • Der Starmer macht’s dem Merzel vor. Rausschmiss anstelle geordnetem Abtreten.

    Dat Macrönchen hat es in sofern besser, da er nicht neu antreten kann. Dafür muss er aber dann pünktlich, wenn die Lampen angehen, zu Hause bei der Angebeteten sich täglich langweilen.

    Die großen Staatenlenker haben es auch nicht immer einfach.

    • da sie alle 3 hervorragende dienste im rahmen der *kreativen zerstoerung* fuer das kommende *build back better* geleistet haben, wird ihnen, so sie wollen, ganz sicher ein warmes und gutdotiertes plaetzchen angeboten,

      sie werden sicher kein truebsal blasen oder in armut untergehen.

  • Hoffentlich denken die Engländer an ihr Volk— und wählen den linken Starmer ab, bevor er sie evtl. gemeinsam mit Merz und Macron gegen Russland in den Krieg führen würde.

    • @Walnut Grove das Wettrüsten von Merz bestätigt deine Aussage alles für die korrupte Ukraine.

  • Eine solche Entwicklung vom irren Sozialismus hin zu konservativen Politik wie sie nur die AfD in Deutschland verkörpert. Wünschte ich mir von Herzen für Deutschland, damit dieses Land keinen weiteren Schaden nimmt.

  • ,,Erdrutschsieg“? Mein Gott, windschiefe Sprachbilder auch hier. Ein Erdrutsch kann nur eine Niederlage sein – weil es dann nach u n t e n geht!

    -15
    • Ein Erdrutsch begräbt vieles/alles unter sich.

      Von daher halte ich den Begriff „Erdrutschsieg“ für durchaus berechtigt.

      Man spricht dann davon, wenn es eine gewaltige Veränderung der bisherigen politischen Landschaft gibt.

      Dieser Begriff hat sich diesbezüglich schon seit langer Zeit allgemein durchgesetzt.

      Für Ihre Kritik an dieser Sprachwahl habe ich kein Verständnis.

      • ,,Ein Erdrutsch begräbt vieles/alles unter sich.“

        Eben, er kennzeichnet das Schicksal des Verlierers, aber nicht den gewaltigen Erfolg des Siegers, nämlich den A u fstieg. Der ist rasant, überragend, kometen- oder raketenhaft usw., also voller Glanz.

        Ich stelle mir gerade einen Goldmedaillengewinner auf dem Podest bei der Siegerehrung vor, der seinen deutlichen Sieg als Erdrutsch gegenüber seinen Konkurrenten empfinden und feiern soll. Wohl geling’s.

        Was sich durchgesetzt hat, ist einfach nur die Wiederholung eines schiefen Bildes.

    • Die Redaktion von AN beherrscht die deutsche Sprache stilsicher und vollendet. Weiß man doch.

      -20
  • Na hoffentlich wird der Starmer bald gegangen, sonst werden sie auf der Insel bald die Islamische Republik Großbritannien ausrufen 🫣

  • Wenn die Briten schlau sind, dann wählen sie Restore Britain und nicht Reform Britain. Aber mit der Intelligenz ist es ja immer so eine Sache,

  • Er wird gegangen….

  • Die Frage ist, wer wie stark von der Verlusten von Labour profitiert. Sicherlich Reform UK, aber leider wohl auch die sogenannen Grünen sowie in Schottland die SNP (Scottish National Party), die mit ihrer abenteuerlichen Mischung von Wokism und schottischen Unabhängigkeitdrang (zu) vielen Leuten den Kopf verdreht.

    • Wieso bevormundest du uns hier ständig und diktierst „was die Frage ist“??

      • Das ist eine leere Floskel, mehr nicht. Die Leute posten hier ständig leere Floskeln. „Die Frage ist“ also, was regen Sie sich gerade in diesem speziellen Fall so auf…?

        -18
        • Wieso? Es sind doch nur die Linken, die sich hier aufregen, weil sie keiner mehr mag.

          11
  • PPPPPLLLLLEEEEAAAASSSSEEEEE! Nigel Farage and Reform UK are the only party to rescue the UK and get rid of socialism once and for all!

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