Dieser Artikel ist kostenlos für alle – dank  Apollo A Icon Freunden von Apollo News »

Apollo A Icon
Dieser Artikel ist kostenlos für alle – dank Freunden von Apollo News »

Werbung:

Werbung:

Establishment-Diskussion um Bellevue-Nachfolge: Der nächste Bundespräsident darf kein Steinmeier sein

Wenn im Februar der nächste Bundespräsident gewählt wird, sollte kein Parteikader auf der Liste stehen. Deutschland braucht ein integratives Staatsoberhaupt, keinen Gardisten der Politik von gestern.

Steinmeier war eine geistig-moralische Leerstelle – Zeit für etwas anderes. (IMAGO/IPON)

Werbung

Im Frühjahr 2027 bekommt Deutschland ein neues Staatsoberhaupt – Frank-Walter Steinmeier tritt nach zwei Amtszeiten ab, die schweren Schaden am Amt des Bundespräsidenten hinterlassen haben. Die Diskussion rund um seine Nachfolge zeigt derweil, dass die Politik diesen Schaden noch gar nicht begriffen hat. 

Über den nächsten Bundespräsidenten wird anhand allerlei Kriterien diskutiert. Die CSU und Stimmen aus der SPD sprechen sich für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner aus. Friedrich Merz will, so lässt er es offenbar in der Bild lancieren, Boris Rhein als Bundespräsidenten – so könnte er den hessischen Ministerpräsidenten als aussichtsreichen parteiinternen Konkurrenten aus dem Weg räumen.  Die offizielle Argumentation lautet, Rhein sei Jurist – und deshalb besonders geeignet, um als Bundespräsident der AfD und ihren schon im Voraus attestierten zahlreichen Rechtsverstößen zu begegnen. 

Begeistern tut das natürlich nicht. Und wer glaubt, das Amt des Bundespräsidenten wieder mit einem AfD-Fresser oder einer AfD-Fresserin zu besetzen, verübt mutwillig Beschädigung an der Demokratie. Steinmeiers parteipolitische Kampfreden wie die schreckliche Ansprache vom neunten November („tun wir, was getan werden muss!“), in der er mit beiden Füßen die deutsche Geschichte trat, sollten doch eine Lehre sein: Nach all den Jahren der Spaltung ist etwas anderes angezeigt. 

Irgendwelche Parteipolitiker ins Amt zu heben, um irgendwelchen Partei-, Proporz- oder Quotierungsregeln zu entsprechen – das ist aus der Zeit gefallen. Und es ist entlarvend, dass die Politik das nicht verstanden hat. Der Bundespräsident muss keine Frau sein – und auch kein Mann, sondern eine Figur mit Charakter. Der Bundespräsident muss auch kein Jurist sein – er hat ein ganzes Präsidialamt voller Juristen, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Bundespräsident muss eine integrative Figur sein, auf die Deutschland wieder mit Respekt schauen kann. 

Mit dem aktuellen Amtsinhaber ist das nicht gegeben: Frank-Walter Steinmeier ist ein schlimmer parteipolitischer Spalter und darüber hinaus das fleischgewordene Versagen des Politik-Establishments. Er hat dem Vertrauen in die Demokratie schweren Schaden zugefügt, seine Neutralität verletzt und das Amt des Bundespräsidenten entehrt. Bevor noch ein Steinmeier in dieses Amt kommt, sollte man es lieber abschaffen. 

Lesen Sie auch:

Wer tatsächlich mal etwas gegen die viel beschworene „Spaltung der Gesellschaft“ tun möchte, könnte hier ansetzen. Die Geschichte kennt Beispiele: Roman Herzog kam vom Bundesverfassungsgericht nach Bellevue und prägte etwa mit einer „Ruck-Rede“ das Idealbild eines Bundespräsidenten, der wichtige Debatten im Sinne des Landes anstößt. Auch sein Nachfolger Johannes Rau fällt im Rückblick positiv auf: Er war zwar sozialdemokratischer Parteipolitiker und skandalbelastet, aber der Rekord-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wirkte im Amt des Bundespräsidenten integrativ. Sein Motto: „Versöhnen statt spalten“. Frank-Walter Steinmeier dürfte schon damals ungläubig geguckt haben. 

Leider produziert die Parteipolitik der Gegenwart fast keine Männer und Frauen mit Format mehr, sondern in der Regel das absolute Gegenteil.  Dann muss man außerhalb der aktiven Parteipolitik suchen – man würde fündig werden. 

Wie wäre es mit Norbert Lammert? Der ehemalige Bundestagspräsident hat sich als Verteidiger parlamentarischer Rechte einen Namen gemacht. In einer Zeit, in der parlamentarische und demokratische Rechte im Rahmen des Kampfes gegen die AfD massiv beschnitten werden, wäre er ein demokratischer Gegenpol zu all diesen Entwicklungen.  Die DDR-Bürgerrechtlerin Marianne Birthler war bereits als Nachfolgerin von Joachim Gauck im Gespräch – wäre das nicht eine Frau mit Format? Was ist mit Roland Jahn, ebenfalls DDR-Dissident und Chef der Stasi-Unterlagenbehörde? Wolfgang Ischinger wäre als ehemaliger Diplomat und Chef der Münchner Sicherheitskonferenz ebenfalls ein diskussionswürdiger Name. 

Es muss keiner der Genannten sein. Es darf am Ende nur kein müder Parteikader sein, der einem Establishment als Schutzschild und als verrostete Galionsfigur dient. Das hat Deutschland nicht verdient – und das würde Staat und Demokratie beschädigen. 

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

60 Kommentare

  • So wie ich Deutschland einschätze, wird es noch links-extremistischer.

  • Eine Demokratie ist das hier sowieso nicht. Erst recht nicht, wenn das Staatsoberhaupt nicht direkt vom Volk gewählt wird.

  • Braucht Deutschland überhaupt einen BPräs? Die letzten waren doch auch hust hust. Und dafür belasten sie jetzt erheblich in der Nachzeit die Steurkassen.

    • Selbstverständlich braucht unser Land einen Bundespräsidenten, der den Schaden, den die AfD unserem Ansehen zufügt, soweit möglich entgegen wirkt.

      -32
      • Welchen Schaden?

      • Spezifizieren Sie bitte mal „Schaden“. Und welches Ansehen hat das hüpfende Kind unserem Ansehen eigentlich zugefügt?

      • Schaden? Satire?

      • Was stimmt mit dir nicht.

      • Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat unserem Ansehen Schaden zugefügt. Drei Weltmeisterschaften hintereinander!
        Dafür kann aber die AfD nichts.

      • Gerdolfo sucht nach Schäden, um unser Land schlechter dastehen zu lassen 🤣

      • Auf welchem Stasi-SED-Seminar haben Sie denn dieses Sprüchlein geimpft bekommen?

  • Die Politik schaut wieder nur unter ihresgleichen nach Kandidaten. In D sind nur gerade ungefähr 1.2 Mio. Personen Mitglied in Parteien (nicht mal 1.5 % der Bevölkerung). Das bei dieser Ausgangsmenge die Fähigsten Personen (nicht nur für das Amt des Bundespräsidenten, sondern auch für alle anderen politischen Ämter) dabei sind, lässt sich schon rein statistisch erahnen.

  • Das Amt sollte abgeschafft werden. Niemand braucht es. Parlament und Regierung reichen.

  • Es wäre Zeit für eine Frau an der Spitze. Ich würde Marla-Svenja Liebich vorschlagen.

  • Der nächste Bundespräsident darf kein Steinmeier sein… Björn Höcke wäre der perfekte Bundespräsident ! Nur Björn Höcke hat als einziger den Sachverstand um diese Position im Sinne des Grundgesetzes und zum Wohle Deutschlands auszuüben.

  • 🤣🤣🤣🤣 Meine bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass der Neue immer schlimmer als der Vorgänger war! Demzufolge: Besser wird es definitiv nicht!
    Da sich das Establishment wie ein Ertrinkender an eine Schwimmweste klammert, wird der Neue mehr spalten als einen! Reiner Selbstschutz!

  • „Wir brauchen eine neue Denkweise, wenn die Menschheit am Leben bleiben soll.“
    Albert Einstein


  • Anstatt einen Bundespräsident würde ich ein Kaffeeautomaten anschaffen und jeder Bundesbürger darf das Schloss besichtigen und erhält einen kostenlosen Kaffee!
    Wäre viel besser als dieses undemokratische Amt nochmal neu zu besetzten!

  • Wer denkt es geht nicht schlimmer ?
    Na dann ,
    auch hier sind durchaus noch Steigerungen möglich !

    Die “ Guten “ wissen doch genau was gefordert wird !

  • Irgendwer hat doch schon Hape Kerkeling vorgeschlagen 😂

  • Ich denke , ein Herr Mertesheimer hätte nicht nur das Format , sondern auch den Mut nicht umzufallen wie ein Herr Gauck , der den Bürgern auf‘s Maul schauen wollte , aber letztlich , dass Gegenteil tat ! Ein Herr Prof . Dr.Dr. Papier hätte auch das Format eines intellektuellen Juristen der sich nicht scheut zu widersprechen und sehr genau weiß wie das System tickt !!!
    Jedenfalls hat ein Steinmeier jedem gezeigt , wer nicht für diesen Posten geeignet ist … er wird für die Zukunft eher eine Mahnung sein und bleiben !!

  • Es wird jemand sein, der aus dem Sumpf „unserer Demokratie“ gekrochen kommt.
    Jede Wette, dafür werden sie schon sorgen. Gerade jetzt werden sie einen 100prozentigen brauchen…

    • Wieso „gerade jetzt“? Wenn Demokratie gefährdet ist, müssen angemessene Maßnahmen ergriffen werden.
      Und das zu jeder Zeit!

      • Es geht EU-weit auf die Zielgerade der Agenda 2030!
        Die Daumenschrauben werden jetzt immer nur noch fester angezogen!
        Jetzt brauchen sie, siehe Flinten-Uschi, jemanden im Amt, auf den sie sich verlassen können…!

  • Die nächste Person in diesem Amt muss nur dient nur einem Zweck, und diesem Zweck müssen die Fähigkeiten untergeordnet sein, die Ernennungen von AFD-Leuten zu verweigern. Nur dieses Amt kann die AFD verhindern und damit die Demokratie beenden.

  • Das Amt kann weg. Wurde immer schlimmer mit den „Gewählten“ der letzten Jahre.

  • Es wird garantiert eine Frau, eine Linksgrüne und Islamversteherin.
    Wetten werden angenommen.

    • Solange es nicht Weidel wird ist die Demokratie nicht gefährdet.

      -16
      • Die AfD ist die einzige Partei die Abstimmungen möchte. Wie in der Schweiz.

        • Nein, Frau Dr. WEIDEL wohnt nicht in der Schweit.
          Verbreite keine Lügen bitte!

          2
        • Die Lesbe wohnt ja auch in der Schweiz.

          -11
      • Gerdolfo kennt sich mit Demokratie aus🤣

      • Tell II – toll, der neue Nick lässt sich großartig variieren. Dreimal wahlweise kleines L oder großes i.
        Ein Paradies für die AgitProp-Lügner.

        Hauen Sie ab! Diese kommunistischen Lauche sind widerwärtig.

  • Es wird ein AfD-Wadenbeißer werden. Ich müsste mich schwer täuschen. So wie die SPD Brosius-Gersdorf am höchsten Gericht installieren wollte, wird es auch mit diesem Amt passieren. Eine neutrale Person würde den Altparteien nichts nützen. Von Eintracht ist die Republik immer noch weit entfernt!

    Da Deutschland im Jahr 2030 in Schulden versinkt, müsste ein namhafter Insolvenzverwalter vorgeschlagen werden!

  • „Der nächste Bundespräsident darf kein Steinmeier sein“
    Ihr Wort in Gottes Gehörgang, Herr Roland!
    Was aber denken Sie denn, wen der (ich bleibe höflich) ultralinke Einheitsparteien-Klüngel sonst dort positioniert, hineinlaviert, wenn nicht erneut jemanden, der das nicht stramm linkest-wokistische Volk beschimpft? Von Glück kann man m. E. schon sprechen, wenn es wenigstens nicht SED-CandyCrush oder der SED-Notar werden, obwohl: auszuschliessen ist gar nichts!

  • Nun, mit Veraub, Herr Roland, Sie titelten: „Der nächste Bundespräsident darf kein Steinmeier sein“.

    Und ich wage einen verwegenen Blick in die „Kristallkugel“: Der nächste Bundespräsident wird kein Steinmeier sein!

    Aber, nach langjähriger Lebenserfahrung darf ich wohl hinzufügen: Egal, wer nachkommt, wir werden uns Steinmeier zurückwünschen, denn idR. kommt nichts Besseres nach …

  • Für mich ist der einzig denkbare Harald Martenstein – falls wir uns überhaupt nochmal einen Bundespräsidenten leisten wollen. Alle Wähler/ Steuerzahler sollten darüber abstimmen.

    • Selenski als Ehrenpräsident. Wenn Merz Kanzler der UKR bleibt, ist das konsequent.

  • GOTT SEI DANK das eine dritte Amtszeit für den Bundesuhu laut Grundgesetz nicht möglich ist. Ich würde ihm sonst zutrauen, noch um eine dritte Amtszeit zu betteln. Er ist der Prototyp eines Bundespräsidenten, der, völlig abgekoppelt von der Realität im Land und auf einer fernen ideologischen Insel lebend, niemals direkt von der Bevölkerung gewählt worden wäre.

  • „Deutschland braucht ein integratives Staatsoberhaupt, keinen Gardisten der Politik von gestern.“ Besser kann man es nicht sagen!

  • So wie man hört telefonieren Ilse Aigner und Fr. Klöckner bereits in Berlin herum und geben bekannt das es unter ihnen als Bundespräsidentin keinen AFD Minister geben wird.

    Wenn die zukünftigen Bundespräsidenten die Aufgabe haben, die Gesellschaft nur zu spalten, dann brauchen wir keinen.

  • „Horst Schlämmer“ auf den Posten! So n Komiker kann nicht mehr kaputtmachen als der Steini, der der Rolle als „Grüssaugust der Nation“ jedes bisschen an Restwürde genommen hat.

    Celebrities for President?
    Dieter Bohlen ist ungeeignet, denn der kann rechnen und redet straight. Leute mit eigener Meinung sind gefährlich. Auch wenn ers könnte…
    Atze Schröder ist nicht mehr vermittelbar. Eine Frau? Komm mir keiner mit Hella von Sinnen oder Kebekus. Zu „parteiisch“ und „keine Ahnung“ käme dann mMn. „primitiv“ dazu…

Werbung