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Kramer-Komplex

Erstmals Zeugen im Untersuchungs-Ausschuss: Ex-Referatsleiter des Verfassungsschutzes sollen zu Kramer aussagen

Der Thüringer Untersuchungsausschuss zur Affäre um den Thüringer Verfassungschef Stephan Kramer steht vor einem Meilenstein: Zwei ehemalige Referatsleiter des dortigen Verfassungsschutzes sagen am Montag im Landtag aus – und könnten ihren früheren Chef in Bedrängnis bringen.

Steht aufgrund schwerer Vorwürfe unter Druck: Thüringens Verfassungsschutzchef Stephan J. Kramer (IMAGO/Funke Foto Services)

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Rund anderthalb Jahre nachdem Apollo News in einer exklusiven Recherche schwere Vorwürfe gegen die Amtsführung des Thüringer Verfassungsschutzpräsidenten Stephan J. Kramer veröffentlichte, kommt es am Montag zum ersten großen Meilenstein in der Aufarbeitung: Erstmals seit Einberufung des Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag werden Zeugen vorgeladen.

Vor allem die beiden am Vormittag geladenen Zeugen könnten explosive Details zur Affäre rund um den Amtschef Kramer liefern und sollen mehrere Stunden lang öffentlich befragt werden. Beide amtierten zu unterschiedlichen Zeitpunkten als Leiter des wichtigsten Referats der Behörde – des damaligen Referats 52 für „Rechts- und Linksextremismus“. Sie erlebten die schwersten Verfehlungen Kramers während ihrer Zeit im Amt mit.

Thema der Befragung ist dabei zunächst der Komplex rund um das amtsinterne, rund 600-seitige Gutachten zur Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextrem“. In diesem Zusammenhang gibt es mehrere Vorwürfe, die durch eine Apollo News-Recherche offengelegt wurden: Beteiligten soll laut Insidern von Anfang an klar gewesen sein, was bei der Überprüfung der AfD herauskommen sollte. Außerdem beklagte der Verfasser des ursprünglichen Gutachtens beim Personalreferat des Innenministeriums, dass Kramer ihm körperliche Gewalt angedroht habe – es soll um die Frage seines persönlichen Arbeitseinsatzes gegangen sein.

Ein entscheidender Punkt ist außerdem ein 30-seitiger Vermerk, der für die AfD entlastend gewirkt hätte, da er die sogenannte Indemnität behandelte. Kramer untersagte zum Entsetzen von Mitarbeitern handstreichartig die Verwendung dieser Zuarbeit. Der Amtspräsident soll das nach übereinstimmenden Zeugenaussagen damit gerechtfertigt haben, „dem Gegner keine Argumente liefern“ zu wollen (mehr dazu hier).

Der Untersuchungsausschuss im Landtag zur Causa Kramer hat in der Vergangenheit bereits für Aufmerksamkeit gesorgt: Dem Innenministerium, das seit 2017 von dem SPD-Politiker Georg Maier geführt wird und dem Kramers Verfassungsschutz unterstellt ist, wurde von Insidern eine vollständige Blockadehaltung bei der Aufklärung vorgeworfen (mehr dazu hier). Der Ausschussvorsitzende Martin Henkel von der CDU beklagte öffentlich, dass der Ausschuss über Monate kaum Informationen erhalten habe.

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Auch Kramer persönlich ist in Sachen Untersuchungsausschuss aktiv geworden und hat inzwischen einen sogenannten „Betroffenenstatus“ erreicht. Den wollte ihm der Ausschuss zwar mehrheitlich verwehren – nach Apollo News-Informationen hat er sich den „Betroffenenstatus“ jedoch erfolgreich eingeklagt. Dadurch erhält Kramer deutlich mehr Rechte: Bei Anhörungen von Zeugen darf er mit am Tisch sitzen und sogar selbst Fragen stellen. Ein Anwalt für den Ausschuss wird ihm vom Freistaat Thüringen bezahlt.

Damit dürfte Kramer oder jedenfalls sein Rechtsbeistand bei der Anhörung der Zeugen am Montag anwesend sein – für ein brisantes Aufeinandertreffen ist damit in jedem Fall gesorgt.

Die vollständige Apollo News-Recherche hier lesen:

Der Kramer-Komplex

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17 Kommentare

  • Dass die Referatsleiter gegen Kramer aussagen wird bestimmt nicht geschehen. Zudem sind Monate nach dem Bekannt werden der Vorwürfe gegen Kramer vergangen. In dieser Zeit wurden mögliche „Wackelkandidaten“ als Zeugen bearbeitet. Eine kritische Befragung der Zeugen durch die Brandmauer-Kartellparteien wird nicht geschehen. Bleibt nur die Befragung durch die AFD-Ausschussmitglieder. Der ÖRR wird kaum oder gar nicht berichten. Und so wird Kramer „ungeschoren“ davonkommen.

  • Wird für die Zeugen sicherlich toll sein in dem Landtag auszusagen der gerade erst seine Integrität damit bewiesen hat, Mario Voigt zu bestätigen. Daher ist der Ausgang jetzt schon bekannt. Die Kartellparteien haben sich das Land zur Beute gemacht.

  • Es wird sich zeigen, ob wir noch Restbestände eines funktionierenden Rechtsstaats haben.

  • Der Abgrund aller wichtigen Institutionen im Land könnte gar nicht größer sein !

    Wer eine findet die noch demokratisch funktioniert ,
    bitte Melden !

    Entwicklungsland , demnächst unser Standard !

  • Diese Taliban, gehört schnellstens, aus diesen Amt entfernt

    • Die eine Krähe und die andere Krähe. Unsere Demokratie eben.

  • Es wäre schön, wenn Kramer des Amtes enthoben werden würde. Auch der thüringische Innenminister fällt immer wieder mit sehr fragwürdigen Aussagen und Handlungen auf.
    Mich erinnern sowohl Kramer als auch Maier in ihrem Handeln sehr an das SED Regime. Bisher wurden beide sehr stark geschützt. Gäbe es eine AfD Regierung und hätte diese den Zugriff auf alle Unterlagen, würden wohl noch weitaus mehr sehr unschöne Dinge zu Tage kommen. Das ist deren eigentliche Angst vor der AfD.

  • Es handelt sich hier, wie so oft in Deutschland, um einen Fall von Kakistokratie (Herrschaft der Schlechtesten). Wer oder was diese Perso n auf einen solchen Posten befördert hat, entzieht sich jeglichem Verständnis.

    • Optisch passt seine vorherige Chefin jedenfalls zu ihm.

  • Solchen Typen weicht man intuitiv auf dem Heimweg in der Nacht aus.

  • Gleiches gesellt sich, Gleiches deckt sich.

    In „Plagiatshausen“ hält man zusammen, egal wie weit man sich von der Legalität entfernte, würden manche hinweisen.

    Ähnlich wie im Politbüro weis man wer und wie viel der Gegner Dreck am Stecken hat und holt es bei Bedarf dann hervor.

  • Mir kommt das so vor wie die Mafia Prozesse in den 1980-er in Italien. Hat lange gedauert, bis klar war wie ehrenwert die ehrenwerte Gesellschaft wirklich war.

  • Der Kollege gehört ordentlich rasiert, in zweierlei Hinsicht.

  • Was soll denn dabei rauskommen und vor allem diesem seltsamen Kramer denn passieren? Nichts ,einfach Nichts ! Solange Betrüger MP sein können und bleiben dürfen , wird sich doch um diesen optisch wirkenden Nikolaus doch keiner kümmern ! Auch Kramer steht für die traurige Erkenntnis ! Der Point of no Return., ist in Deutschland überschritten und es entsteht unausweichlich die neue DDR 2.0 ! Verantwortlich dafür ist nur die Mehrheit der Wähler der letzten 10 Jahre bis heute!

  • Ich bin mir absolut sicher, weder Dobrindt, noch ein Pistorius und sein Doppelgänger Laschet, ein Özimir oder sonst einer der aufrechten Demokraten wollte mit diesem bizarren Kramer an einem Tisch sitzen geschweige denn sonst etwas teilen.

  • Berufsbild Körperpflege Verweigerer…

  • Ein Schmierlappen..
    In jeglicher Hinsicht….

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