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Vermögenserhebung: Der transparente Bürger ist ein Regierungsziel von CDU und SPD

Die Debatte um die Einführung eines Vermögensregisters köchelt wieder einmal hoch. Unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Überprüfung der Vermögensungleichheit will die Bundesregierung im kommenden Jahr Bürger nach ihren Vermögensbeständen befragen –zunächst.

IMAGO/Bernd Elmenthaler

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Wird 2027 das Jahr der Einführung eines Vermögensregisters? Arbeitsministerin Bärbel Bas jedenfalls bestätigte in der Bild in dieser Woche, dass ihr Ministerium im kommenden Jahr eine stichprobenartige Befragung der Bürger nach ihren Vermögensbeständen und ihrer persönlichen Meinung zur Verteilungsgerechtigkeit im Lande plane. Eine klassische Volte dieser Regierung: Noch drei Wochen zuvor hatte Bas derartige Pläne kategorisch ausgeschlossen.

Konkret ist eine steuerfinanzierte Datenerhebung unter rund 5.000 Bürgern geplant. Die Umsetzung erfolgt über ein externes Forschungsinstitut im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens, dessen Angebotsfrist am 1. September endet. „Survey-Experiment zu Vermögensungleichheit in der Bevölkerung“ nennt sich diese zunächst harmlos klingende Erhebung, die ein erster Schritt auf dem Weg hin zu einem umfassenden Vermögensregister sein könnte.

Im Mantel wissenschaftlicher Arbeit geht die Politik in Trippelschritten auf das heikle Thema zu, das seit Jahren wie ein Damoklesschwert über der politischen Debatte schwebt: das Vermögensregister. Dieses Register, eines der zahlreichen Projekte der Europäischen Union, soll am Ende lückenlose und individuelle Vermögenserhebungen ermöglichen – die perfekte Steuerbasis des perfekt durchleuchteten Bürgers.

Neu ist dabei weniger das Format: Ähnliche Vermögenserhebungen gab es bereits im Vier-Jahres-Turnus, erhoben von Instituten wie dem DIW in Berlin. Wirklich neu ist die explizite politische Ausrichtung und normative Auslegung der Ergebnisse. Selbstverständlich ist die Vermögensverteilung in Deutschland ungleich – ein Ergebnis der freiheitlichen marktwirtschaftlichen Ordnung und fundamentaler Teil eines auf Leistungsgerechtigkeit fußenden Systems.

Fragedesign und Auslegung der Ergebnisse docken unmittelbar an diese Vermögensungleichheit an und sollen politische Optionen für die Einführung einer Vermögensbesteuerung, Erhöhung von Erbschaftssteuern oder anderer umverteilender Maßnahmen legitimieren. Immerhin gibt sich Berlin noch den Anschein wissenschaftlicher Argumentation, bevor der dreiste Zugriff auf die Sparguthaben der Mittelschicht exekutiert wird.

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Dass die Bundesregierung mehr als nur einen flüchtigen Blick auf das Vermögen der Bürger geworfen hat, dürfte spätestens am Montag klar geworden sein. Da meldete das Statistische Bundesamt ein gesamtstaatliches Defizit von 71,3 Milliarden Euro im ersten Halbjahr – ein Anstieg um 36,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Not ist groß. Der Schaden, den die ideologische Ausrichtung Berlins und Brüssels in den vergangenen Jahren in der Wirtschaft angerichtet hat, droht die Steuertöpfe einzuschmelzen.

Noch vor einer Woche hatte das ifo-Institut vor einem fiskalischen Kipppunkt gewarnt. Die Ökonomen kamen zum Schluss, dass das Steueraufkommen künftig sogar schrumpfen und der Füllhornpolitik Berlins ein Ende bereiten könnte. Als mögliche Ausweichmaßnahmen plant Berlin nun ganz offensichtlich Steuererhöhungen sowie die Ausdehnung der Steuerbasis auf das Vermögen der Bürger.

Die Lage ist fatal: Konjunkturabhängige Steuern wie die Körperschafts- und die Gewerbesteuer weisen bereits seit einigen Quartalen einen negativen Trend auf, und die Insolvenzwelle, die durch das Land rollt, die zahlreichen Unternehmensaufgaben und die wachsende Arbeitslosigkeit deuten nicht darauf hin, dass sich an dieser Entwicklung auf absehbare Zeit etwas ändern wird.

Aus Sicht der Bürger stellt sich die Lage naturgemäß so dar: Angesichts der turmhohen fiskalischen Belastungen, die ein immer weiter expandierender Staatsapparat ihm aufbürdet, droht aus einem Souverän ein Steuervasall zu werden – wenn er es nicht schon längst ist.

Ein Staat, der seine eigene Haushaltsführung nicht in den Griff bekommt, neigt zur fiskalischen Wegelagerei – und wird auch nicht davor zurückschrecken, mehrfach besteuertes Vermögen von Familien und Betrieben mit hohen Abgaben zu belegen.

Sie wissen schon: Alles geschieht im Namen der sozialen Gerechtigkeit. Gründe finden sich stets – doch mit dieser Politik erodiert der Rest von Souveränität der bürgerlichen Gesellschaft, die der Motor von Prosperität, gesellschaftlicher Stabilität und Republikanismus ist.

Friedrich August von Hayek hätte wohl geurteilt: Deutschland wandert auf dem Pfad zur Knechtschaft und hat davon schon ein gutes Stück zurückgelegt. Und wer gegenwärtig noch der Ansicht ist, der Zugriff auf Vermögen, Erbschaften und Grund und Boden würde sich auf die vermeintlich Reichen beschränken, wird sich schon bald eines Besseren belehren lassen müssen: Die wirklich Reichen entziehen sich dem fiskalischen Raubzug aufgrund ihrer hohen räumlichen Mobilität.

Nein, der Staat hat es auf diejenigen abgesehen, die ihm nicht aus dem Weg gehen können: die klassische Mittelschicht, die Mittelständler, die an die Scholle gebunden sind. Kann der Fiskus jederzeit zugreifen, wird Privateigentum zu geliehenem Besitz – und der Bürger zum Steuerknecht. Genau aus diesem Grund sind neidaufgeladene Debatten über Substanzsteuern und Verteilungsgerechtigkeit so gefährlich: Sie verschieben die Macht vom Bürger zum Staatsapparat, der naturgemäß keine Grenzen kennt und inzwischen auch kein Hehl mehr daraus macht.

Am Ende bleibt nur die bittere Erkenntnis: Ein Staat, der seine Bürger schamlos durchleuchtet und die Immunsphäre von Privateigentum sowie die Rückzugsmöglichkeiten des einstigen Souveräns mit einem billigen, ressentimentgeladenen Argument aufhebt, hat das Vertrauensverhältnis zwischen Staat und Bürger bereits aufgekündigt. Vermögen als letzte verbliebene Verteidigungslinie des Bürgers löst sich so in Luft auf.

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27 Kommentare

  • Langsam wird es in Deutschland -zumindest für Deutsche- wieder gefährlich….

    • ist es doch schon, ‚Stichwort‘ Messermann….

  • Jeder Deutsche kann auch ohne Wohnsit in der Schweiz dort ein Bankkonto in Euro eröffnen. Voraussetzung ein fester Wohnsitz und Personalausweis.
    Die Schweitz hat per Volksentscheid Bargeldbesitz rechtlich festgeschrieben. Man kann in die Schweiz unbegrenzt Geld ein und ausführen.

    • Gut zu wissen.

    • Das geht meines Wissens seit kurzem nicht mehr.

  • Diese Gestalten vergessen wer den heutigen Wohlstand hart erarbeitet und auf vieles verzichtet hat.
    Das mit dem Vermögensregister dem staatlichen Raubzug Vortrieb geleistet wird, wissen alle, denen der Raub droht

  • „…eines auf Leistungsgerechtigkeit fußenden Systems.“
    Da kann man aber drüber streiten.

    Warum verdient eine Wirtschaftsweise ein vielfaches von dem, was eine Kassiererin an der Aldi Kasse oder ein Maurer verdient?
    Die Kassiererin räumt zusätzlich vielleicht noch Waren ein, leistet Schwerstarbeit, der Maurer baut Häuser und erschafft so Gegenwert.

    Der oder die Wirtschaftsweise produziert im wesentlichen heiße Luft.
    Ist eigentlich immer auf Regierungslinie.
    Kommt oft zum Einsatz, wenn der Bürger wieder bluten soll.

    Wo ist da die „Leistungsgerechtigkeit“?

  • Kann Bas die Zahlen überhaupt kognitiv interpretieren?

  • 2030 werden Sie nichts besitzen und glücklich sein ✨

    • In den fünf Hauptsäulen (5 Ps) der Agenda 2030 der UN steht das für den zweiten Punkt – Prosperity (Wohlstand). Natürlich ist das Ganze von der UN schön ummantelt, Herr Kolbe hat es prima entschlüsselt.

    • Das „Vermögensregister“ ist nichts anderes als ein politisch geforderter Gaunerzinken, um anzuzeigen, wo es noch etwas zu rauben gibt.

  • „Fiskalische Wegelagerei“ beschreibt das Handeln dieser Wohlstandsvernichter haargenau.

  • Wie gläsern sollen wir denn noch werden?
    Wir nähern uns dem totalen Überwachungsstaat.
    Nächstens müssen wir noch melden, wenn wir kacken gehen.

  • Sie wollen uns ausrauben.
    Nur noch AFD !!!!!

    • Enteignung durch die AfD ist schlimmer!

  • Da ist ma wieder ein Stöckchen, über das ihr springen sollt.
    Und ihr springt.

  • Mist, jetzt kommt raus, dass das Original der Mona Lisa bei mir auf’m Klo hängt.

    • Das ist bloß das Louvre-Original.
      Das Prado-Original-Original ist bei mit überm Bett. Ätschi.

    • Was für ein Schenkelklopper.

      • @Witzigkeit kennt keine Grenzen:

        VORSICHT mit Schenkelkloppen:

        Zu früh gelacht und laut gefreut
        man später vielleicht stark bereut

        Den CDU+SPD+anderen Kartellparteien sind ALLE Schurkereien zuzutrauen

  • Für jeden Bürger sollte eine maximal zulässige Gesamtsteuer- und Abgabenlast von 33% im Grundgesetz gesetzlich garantiert werden, als Teil der Menschenwürde.
    Alles was darüber hinaus geht schränkt die Entscheidungsfreiheit und damit die Charakterbildung ein, in Konsequenz den freien Bürger überhaupt.
    Wenn es staatliche Angebote über diese Grenze hinaus gibt, müssen diese freiwillig sein.

  • Das ist pure Linke Politik. Wir brauchen sofort Neuwahlen bevor sie die AfD ganz festgesetzt haben.

  • Verweigern! Der Zensus ist damals auch nicht durchgekommen (da waren allerdings v.a. die Linken dagegen)

    Ansonsten: Cayman für Kleinanleger – via Remitly auf Konten außerhalb der EU umlagern und dort anlegen …. man muß freilich jemanden kennen …

  • und der deutsche Trottel wird treu und brav parieren und alle gewünschten Auskünfte angeben – wetten?

  • Kurzum gesagt:

    Die Kartellparteien versuchen dem Bürger auch noch das letzte Hemd zu nehmen Und kommt er deshalb nackt unter die Erde: Bedauerlich aber Hauptsache wir als die Herrscherkaste kommen auf unsere Kosten

    Und somit NOCH EIN Grund mehr weiterhin ungeliebte Parteien zu wählen und hoffen daß diese künftig mit absoluter Mehrheit regieren können

    LEIDER die einzig legale Möglichkeit seine Abscheu darüber zu äußern

    Nur vergessen sie in ihrer grenzenlosen Geldgier genau einen Punkt:

    Sind die Bürger finanziell geschlachtet/ausgeblutet war´s das mit der Parasitenexistenz der Herrscherkaste

  • Kurzum gesagt:

    Die Kartellparteien versuchen dem Bürger auch noch das letzte Hemd zu nehmen Und kommt er deshalb nackt unter die Erde: Bedauerlich aber Hauptsache wir als die Herrscherkaste kommen auf unsere Kosten

    Und somit NOCH EIN Grund mehr weiterhin ungeliebte Parteien zu wählen und hoffen daß diese künftig mit absoluter Mehrheit regieren können

    LEIDER die einzig legale Möglichkeit seine Abscheu darüber zu äußern

    Nur vergessen sie in ihrer grenzenlosen Geldgier genau einen Punkt:

    Sind die Bürger finanziell geschlachtet/ausgeblutet war´s das mit der Parasitenexistenz der Herrscherkaste

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