Mauerflüchtlinge misshandeln und „vernichten“: DDR-Zeitzeuge belastet Sven Hüber schwer
Exklusive Recherchen von Apollo News zeigen, wie der politisch einflussreiche Polizeigewerkschafter Sven Hüber als DDR-Grenzoffizier dazu beitrug, den Schießbefehl durchzusetzen. Ein Zeitzeuge belastet ihn namentlich und eidesstattlich schwer. Es geht um einen Vorfall, in dem Hüber einen Mauerflüchtling misshandelt haben soll.
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Kurz vor seiner Pensionierung hat sich der Erste Polizeihauptkommissar Sven Hüber noch einmal in die Schlagzeilen gebracht. Der langjährige Personalratsvorsitzende der Bundespolizei, Vizechef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und Vertraute von Ex-Innenministerin Nancy Faeser warnte in einem kämpferischen Artikel vor einer „AfD-Machtergreifung“ und rief Polizisten dazu auf, im Ernstfall Widerstand gegen den Dienstherrn zu leisten. Das stieß selbst in den eigenen Reihen auf Befremden und lenkte den Blick auf Hübers Biografie.
Denn die Karriere des politisch engagierten Beamten begann in der DDR – als SED-Politoffizier der Grenztruppen in Ostberlin. Mit etlichen Gerichtsprozessen hat Hüber immer wieder versucht, Journalisten und Historiker zum Schweigen zu bringen, die sich mit seinem „ersten Leben“ kritisch beschäftigten. Eine exklusive Recherche von Apollo News zeigt nun, was Sven Hüber möglicherweise über Jahrzehnte zu verbergen versucht hat. Akten des Ministeriums für Staatssicherheit und der schonungslose, umfassende Bericht eines Zeitzeugen offenbaren: Sven Hüber war daran beteiligt, den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze durchzusetzen. Er sollte als Politoffizier dafür sorgen, dass die Grenzsoldaten ohne Zögern auf eigene Landsleute schossen, die aus der sozialistischen Diktatur in den Westen fliehen wollten.
Hüber selbst bestreitet dies. Auf eine Anfrage von Apollo News ließ er seinen Anwalt mit einem sechsseitigen Schreiben antworten, in dem dieser alle Vorwürfe zurückweist. Doch merkwürdigerweise untersagt der Anwalt, aus diesem Schreiben zu zitieren oder „es in anderer Weise publizistisch zu nutzen“.

Axel Krause war einer der Grenzsoldaten, die von Hüber als Politoffizier indoktriniert werden sollten. Krause stammt aus Rostock, hat sich nach der Wiedervereinigung als Steuerberater in Westberlin selbstständig gemacht und bricht gegenüber Apollo News sein jahrzehntelanges Schweigen. „Denn ich möchte solche Zustände nie wieder haben“, sagt er. Als Wehrdienstleistender kam Krause im Sommer 1987 in die dritte Grenzkompanie des Grenzregiments 33 in Berlin-Treptow. Kurz darauf wurde Sven Hüber, der frisch von der Offiziershochschule „Rosa Luxemburg“ kam, dort als stellvertretender Kompaniechef und Politoffizier eingesetzt.
Grenzverletzer sind „zu vernichten“
Politoffiziere waren im DDR-Militär nach sowjetischem Vorbild für die ideologische Linientreue der Soldaten zuständig. Sie waren SED-Funktionäre in Uniform und hatten die Kontrolle der Partei über ihre Streitkräfte zu sichern. Bei den Grenztruppen, die auf „Republikflüchtlinge“ schießen sollten, war diese Aufgabe besonders wichtig. Denn die Bereitschaft, sogenannte Grenzverletzer – meist junge Männer im selben Alter – zu töten, musste den Wehrpflichtigen erst anerzogen werden. Genau das war die Aufgabe von Politoffizieren wie Sven Hüber.
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Der stellvertretende Vorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Sven Hüber, geht juristisch gegen den Historiker Hubertus Knabe vor. Der Stasi-Forscher hatte Hübers Ideen zum Widerstand gegen eine AfD-Regierung kritisiert – und auf dessen Vergangenheit als Politoffizier der DDR-Grenztruppen hingewiesen.Im Rahmen seiner „erzieherischen Arbeit“ habe Hüber mit den Soldaten seiner Kompanie über den Schießbefehl gesprochen, wie er ihnen bei der sogenannten Vergatterung täglich zum Dienstantritt vorgetragen wurde, sagt Zeitzeuge Krause. Sie enthielt lange die Formulierung: „Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.“ Im Jahr 1988 sollte die Vergatterungsformel geändert werden: Statt „zu vernichten“ hieß es nun, ein Grenzdurchbruch sei „durch Anwendung der Schusswaffe zu verhindern“. Hüber habe diese Änderung ausführlich mit den Soldaten diskutiert, erinnert sich Krause. Der Politoffizier habe ihnen erklärt, dass das Wort „vernichten“ seine Berechtigung habe. Deshalb werde er weiterhin den alten Wortlaut verwenden, gibt Krause die damalige Aussage Hübers nach seiner Erinnerung wieder. „Und das hat er dann auch durchgezogen.“

Eine Analyse des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) zu Fluchtversuchen im Jahr 1988 stellt fest, dass in den Ostberliner Grenzregimentern 33 und 36 „insgesamt 61,5 Prozent der versuchten und 65,2 Prozent der vollendeten ungesetzlichen Grenzübertritte“ der gesamten DDR erfolgten. „Aus diesen Gründen werden die beiden Grenzregimenter durch die Führung des Grenzkommandos Mitte als Raum der Hauptanstrengungen des Verbandes beurteilt.“ Es war also kein beliebiger Grenzabschnitt, in dem der später in der Bundesrepublik Karriere machende Hüber die Soldaten für ihre tödliche Aufgabe indoktrinierte. Es war einer der beiden wichtigsten Bereiche der deutsch-deutschen Grenze.
In demselben Stasi-Dokument, das Apollo News vorliegt, kommt die Sorge zum Ausdruck, dass Grenzsoldaten unter einer „gewissen Verunsicherung und teilweise Angst“ leiden und bei „der Anwendung der Schußwaffe“ zögern könnten. Als wichtigstes Gegenmittel wird „die erzieherische Arbeit“ in den Truppen angepriesen. Dabei ging es um „die Vermittlung eines aktuellen, konkreten und aufgabenbezogenen Feindbildes mit dem Ziel der Erhöhung der politischen Wachsamkeit und Standhaftigkeit der Angehörigen der Grenztruppen der DDR.“ Sven Hüber, so lässt sich diese Stasi-Analyse von 1988 deuten, sollte seine Soldaten dazu bringen, eigene Bürger als Feinde zu betrachten – um sie im Ernstfall ohne Zögern zu erschießen.
Postenführer schoss zweimal daneben
Nicht nur in Gesprächsrunden fand diese Erziehungsarbeit statt, sondern sie war auch Teil des Alltags. Dabei ging es weniger um Überzeugung als um Drohung. Zeitzeuge Axel Krause berichtet vom Schicksal eines Kameraden, „der das Pech hatte, zweimal nicht zu treffen.“ Mithilfe von Stasi-Akten und Presseberichten aus der damaligen Zeit konnte Apollo News die beiden Vorfälle rekonstruieren. Krauses Angaben decken sich dabei mit dem, was in den Dokumenten zu lesen ist. Der Historiker und renommierte DDR-Forscher Hubertus Knabe hat uns bei der Archivrecherche unterstützt. „Die Schilderungen des Zeitzeugen Axel Krause kommen mir sehr glaubwürdig vor“, sagt Knabe. „Einige konnte ich bereits anhand von Stasi-Unterlagen überprüfen. Sie bestätigen im Wesentlichen seine Darstellung. Bei anderen warte ich noch auf Rückläufe aus den Archiven. Insgesamt wirken seine Schilderungen auf mich ehrlich und nachvollziehbar.“
Die erste erfolgreiche Flucht aus Ostberlin, von der Krause aus seiner Erinnerung berichtet, geschah den Unterlagen zufolge am 27. Januar 1988. Zwei junge Männer, 20 und 23 Jahre alt, stiegen mithilfe einer Leiter gegen 0.45 Uhr an der Heidelberger Straße nach Westberlin. Die DDR-Grenzsoldaten eröffneten zwar das Feuer, trafen sie jedoch nicht tödlich. Axel Krause war in dieser Nacht laut eigenen Angaben in der Nähe im Einsatz. „Plötzlich gingen die Sirenen los. Ich lief runter, ich musste dort den Kolonnenweg sichern, und hörte schon die Schüsse“, schildert er das einprägsame Erlebnis. „Wenn so eine Munition der Kalaschnikow auf Dauerfeuer, 20 oder 30 mal abgeschossen, in so einem Rahmen auf sieben Meter geschossen wird, dann prallen diese Kugeln ab. Das erzeugt ein unglaubliches Pfeifen und ein ganz merkwürdiges Geräusch. Dieses höre ich auch heute noch manchmal nachts.“
Der verantwortliche Postenführer, der die „Grenzverletzer“ verfehlt hatte, sei ein Gefreiter aus seinem Nachbarzimmer gewesen, so Krause. Er sei noch in derselben Nacht von einem grauen Barkas zum Verhör durch die Stasi abtransportiert worden und erst vier oder fünf Tage später wieder zur Kompanie zurückgekommen.
„Hüber riss ihm die Schulterstücke herunter“
Knapp zwölf Wochen später, am 19. April 1988, habe derselbe Gefreite wieder einen Mauerflüchtling verfehlt, berichtet Krause. Zu diesem Vorfall konnte Apollo News umfangreiche Stasi-Unterlagen einsehen und den Gefreiten namentlich identifizieren. Mithilfe einer Fensterputzleiter gelang es einem 31 Jahre alten Gebäudereiniger in der Nähe der Treptower Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ gegen 4.43 Uhr, erst die Hinterlandmauer und dann die deutlich höhere Grenzmauer zu überwinden und nach Westberlin zu entkommen.
Die beiden in dieser Nacht dort eingesetzten Grenzsoldaten, der Posten und sein Postenführer, gaben insgesamt 18 Schüsse ab, ohne den Flüchtling zu treffen. „Der Postenführer, welcher den Grenzverletzer in Höhe des Kolonnenweges feststellte, zögerte mit der Schußwaffenanwendung“, schrieb der Leiter der für Volksarmee und Grenztruppen zuständigen Hauptabteilung I der Stasi noch am selben Tag in einem detaillierten Bericht. „Zum Zeitpunkt der Feuereröffnung durch den Postenführer befand sich der Grenzverletzer bereits bei der Überwindung des vorderen Sperrelementes mittels der mitgeführten Leiter.“ Das vordere Sperrelement war die 3,60 Meter hohe Betonmauer, auf deren anderer Seite West-Berlin begann, das Tor zur Bundesrepublik. Postenführer war der Gefreite, der laut dem Zeitzeugen Krause schon bei dem ersten Grenzdurchbruch danebengeschossen hatte.

„Insgesamt kann eingeschätzt werden, daß bei zügiger und exakter Anwendung der Schußwaffe der Grenzdurchbruch hätte verhindert werden können“, schreibt der Stasi-Abteilungsleiter und kündigt „Maßnahmen“ an, um den Vorfall weiter aufzuklären und Konsequenzen daraus zu ziehen. Eine dieser Maßnahmen: „Durch den Einsatz von IM/GMS erfolgt die Reaktionskontrolle zu den am Vorkommnis beteiligten Grenzposten und in den Grenzkompanien.“ IM steht für Inoffizielle Mitarbeiter, das waren bezahlte Spitzel der Stasi. GMS heißt „Gesellschaftlicher Mitarbeiter für Sicherheit“, so nannte die Stasi systemtreue Bürger, die ihr Informationen lieferten.
Ex-Grenzsoldat Axel Krause berichtet davon, welche Konsequenzen dieser zweite nicht verhinderte Grenzdurchbruch für den Gefreiten aus seinem Nachbarzimmer hatte. „Diesmal war er nicht nur vier oder fünf Tage weg. Meines Erachtens waren es zwei Wochen, die er nicht mehr in die Kompanie gesehen wurde“, erinnert sich Krause. Als der Gefreite wiederkam, habe es einen großen Appell auf dem Appellplatz der Kaserne gegeben. „Dort gab es einen Auftritt des Hüber, der dem Gefreiten die Schulterstücke runterriss und wieder Soldatenschulterstücke übergab.“ Sven Hüber habe ihn damit symbolisch vom Gefreiten und Postenführer auf den normalen Status eines Soldaten degradiert. Dann habe Hüber in Richtung der anwesenden 200 bis 300 Kompanieangehörigen gesagt, dass es sich um einen Verräter handele, der mit bis zu fünf Jahren Militärgefängnis zu rechnen habe.
„Pistole in den Mund gesteckt“
An einen weiteren Vorfall erinnert sich Krause besonders eindrücklich. An der Ecke Teltowkanal/Britzer Zweigkanal im Ostberliner Stadtteil Treptow sei ein DDR-Flüchtling nachts mit einer Leiter über die erste Absperrung, die Hinterlandsicherungsmauer, gestiegen, berichtet Krause. Offenbar wusste der „Grenzverletzer“ nicht, dass danach noch ein zweites Hindernis kam. In diesem Bereich war das ein aus Metallgittern bestehender Grenzzaun. Denn er habe seine Leiter an der ersten Mauer stehen lassen.
„Er lief meinen Nachbarposten quasi direkt in die Arme“, erinnert sich Krause, der in dieser Nacht in der Nähe im Einsatz war und die Ereignisse beobachten konnte. Der Mann sei festgenommen und am Boden fixiert worden, ohne dass ein Schuss gefallen sei. Sven Hüber sei als Vorgesetzter hinzugerufen worden. „Dann kam wie ein Wahnsinniger dieser Trabant um die Ecke gerast“, berichtet der Augenzeuge. „Noch im Bremsen sprang Hüber raus und rannte dann zu dem Mann, der dort wehrlos und fixiert auf der Erde lag.“
Der Offizier habe seine Pistole gezogen und sich zu dem Festgenommenen hinuntergekniet. Was danach geschah, konnte Krause nur teilweise sehen, weil andere Soldaten ihm das Sichtfeld verdeckten. Auf dem Rückweg im Lastwagen habe er von einem Kameraden gehört, „der völlig fassungslos war und den Kopf schüttelte: ‚Der hat dem die Pistole in den Mund gesteckt, und der hat sich dabei eingenässt, der Gefangene.‘“ Als der Transporter der Stasi kam, um den Gefangenen zum Verhör mitzunehmen, habe Hüber diesem dreimal ins Gesicht getreten. Das, so erklärt es Axel Krause in einer strafbewehrten eidesstattlichen Versicherung, habe er mit eigenen Augen gesehen.
Sie sind Zeitzeuge? Melden Sie sich bei uns: kontakt@apollo-news.net
Hinweis: Um 12 Uhr erscheint die Recherche als Videodokumentation auf unserer Website und auf YouTube.
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Dieser Mann hätte niemals in eine solche Stellung kommen dürfen!
Wer hat ihm dabei geholfen?
Seine Vertraute Faeser?
Was ist eigentlich mit F. Merkel???
Sie weigert sich die Akten offen zu legen…
Merkel war Sekretärin des Stasi-Spion Wolfgang Schnur beim Demokratischen Aufbruch (DA). Merkels Vater war der Rote Kasner, der beste Beziehungen zum MFS hatte. Und dieser rote „Kuckuck“ wurde bei Helmut Kohl ins Regierungsnest gelegt.
Jürgen, das, was du hier machst, ist einfach nur niederträchtig.
Das ist genau die Richtige Frage !
Aber auch wichtig ist die Frage warum er gerade jetzt meint seine Maske fallenlassen zu können oder müssen . Was passiert da im Dunstkreis der neuen Kartell SED 2..0 in Unserem Land .
War es ein Test um zu sehen wie und wer Loyal oder zu Mindest gefügig als Mitläufer den Linksextremen Umsturz und Machtergreifungsparolen folge Leistet ?
Ist diese Gewerkschaft am Ende eine Art von Kaderschmiede für Fasers Linksextremistische Machtergreifungsphantasien ?
Immerhin steht der Vorsitzende der Gewerkschaft hinter den Aussagen seines Stellvertreters !
Man wird sehen ob und wie Hüber aber auch sein Vorsitzender Dienstrechtlich belangt werden !
Hüber ist mit Sicherheit kein Einzeltäter !
Die GdP ist ein zahnloser Tiger, absoluter Regierungsgesangsverein
Ein Zahnloser Tiger oder am Ende doch ein schwer bewaffneter und willfähriger Wolf im Schaftspelz der Regierung ?
Wer geholfen hat Opportunist Kohl, der eine Wahl gewinnen wollte (Stichwort Einigungsvertrag).
Ebenfalls Karlsruhe mit Urteilen, die vereinfacht formuliert bedeuten was „Recht/Gesetz“ in der DDR war, kann die BRD nicht rückwirkend als Unrecht darstellen (Ausnahme z.B. (tödlicher) Schuss auf ein sich ergebender Flüchtling)
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/1996/bvg96-069.html
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/1998/bvg98-041.html
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1998/05/rk19980512_2bvr006196.html
Ach? Nach dem NS-Terror ging das doch (zum Teil) auch – und das zu recht! Es gab wohl genügend Genossen, die eine Aufarbeitung der DDR, SED und Stasi Schweinereien um jeden Preis verhindern mussten! Dazu zähle ich Merkel, Hüber und auch Gysi, den „unsereDemokratie“ auch noch zum Alterspräsidenten des Bundestags gemacht haben. Was für eine Entehrung des hohen Hauses. Da wird mir übel 🤢🤮
Schlimm genug, dass dieser Mann Jahrzehnte lang unbehelligt Karriere machen konnte. Aber wenn nach diesen Recherchen Hüber weiterhin in der Polizeigewerkschaft bleiben darf, wenn dieser Mann weiterhin auch nur einen einzigen Cent von diesem Staat ausgezahlt bekommt, dann ist das Urteil über die Polizeigewerkschaft und über diesen Staat gesprochen.
Volle Zustimmung.
Als wäre es das nicht längst. Besatzungsrechtliche Unterdrückungskonstrukte ohne Souveränität sind übrigens keine Staaten. Im Grundsatz volle Zustimmung.
Wo sind die „Qualitätsmedien“ ÖR, Stern, Spiegel, Frankfurter Allgemeine etc. ? Danke Apollo für Eure wichtige Arbeit.
Die nennt man Regierungssprecher, die haben vergessen Journalist zu sein.
Ich nenne diese Medien Jubelperser des Niederganges, Kommunistisch-Stalinistische Kampfpresse.
Die alten DDR Seilschaften sind teilweise immer noch existent! Das wurde von Insidern bereits mehrfach berichtet und bestätigt.
Sind allesamt hier eingesickert, nachdem sie den nicht produktiven Teil der westdeutschen Gesellschaft schon jahrzehntelang infiltriert und indoktriniert hatten. Ich erinnere an das bekannte Zitat von Bärbel Bohley.
Gute Recherche und Dank an Axel Krause.
Starke investigative Arbeit. Ich bin auf die Videoreportage gespannt.
Unglaublich, dass so jemand als ranghoher Beamter in der BRD einfach so weiter machen konnte. Ist wahrscheinlich kein Einzelfall und hat sicher wieder keine Konsequenzen.
Vielen Dank auch an Herrn Krause, dass er damit an die Öffentlichkeit geht und die Geschehnisse eidesstattlich bezeugt.
Top Recherche. Wenn das morgen noch von anderen Medien vervielfältigt wird, ist Hüber erledigt.
Die Staatsmedien ducken sich doch feige weg, wie immer.
Wenn’s das nur wäre… es sind überzeugte Komplizen und Gesinnungstäter, die sich nicht „feige wegducken“ sondern (wie der gesamte Rest der „Zivilgesellschaft“) die Fortsetzung/Wiederherstellung des sozialistischen Verbrecherregimes mit allen Mitteln unterstützen, weil sie damit vollständig übereinstimmen und natürlich vollständig davon abhängig sind.
Wer das immer noch nicht begriffen hat…
Super-Recherche, liebes Apollo-Team! So geht guter Journalismus! Ich hoffe sehr, dass andere Medien eure Befunde aufgreifen und der Druck wächst. Es ist erschreckend, dass so jemand – trotz der bisherigen Veröffentlichungen – weiterhin in Amt und Würden ist. Ein klares Zeichen dafür, wie wenig man bereit ist, sich wirklich mit der Diktatur der SED auseinanderzusetzen bzw. wie sehr diese mittlerweile verharmlost wird.
Warum sollte die SED-Diktatur sich mit sich selbst auseinandersetzen? Mittels welchen Bewußtseins und welcher Ethik sollte sie das tun?
Aus letztklassigen Komplettverkommenen werden keine zivilisationstauglichen Normalkompetenten, nur weil man sie in Maßanzüge steckt und in Limousinen von einem Mikrofon zum nächsten karrt.
Mal lesen:
„Vom DDR-Politoffizier zum Bundespolizisten Eine deutsche Karriere und ein Justiz-Albtraum“ SZ vom 19. Mai 2010, 19:29 Uhr
https://www.sueddeutsche.de/politik/vom-ddr-politoffizier-zum-bundespolizisten-eine-deutsche-karriere-und-ein-justiz-albtraum-1.890725
Da lernt man diese Person und ihre Einstellung zur Meinungs- und Pressefreiheit kennen, auch die GdP, die ihn massiv unterstützt hat und die Kosten eines privaten Rechtsstreits übernimmt sowie auch Gerichte, die die Nennung von Tatsachen unterbinden.
Ach ja, auch was zum ÖRR „Das Schulfernsehen der ARD widmete Hübers Leben in der DDR 2002 eine ganze Sendung: Sven als Baby, usw. Sein „erstes Leben“ nennt es der Zeitzeuge Hüber. Der Beitrag unterschlägt die Tätigkeit Sven Hübers als Politoffizier“. Das Thema seiner Diplomarbeit (1987) war sein späterer Arbeitgeber: „Der Bundesgrenzschutz als Instrument imperialistischer Macht- und Herrschaftssicherung“.
Bevor man meckert, dass es ein Artikel aus der SZ ist, erst lesen.
Interessanter, gut recherchierter Artikel in der SZ. Danke.
Wahnsinn! Dieser Hund!
Und so einer will die Polizisten gegen die AfD aufhetzen. Der gehört hinter Gitter, da kommt vieles zusammen.
Eine hervorragende journalistische Arbeit nach der „Maxime Stefan Aust“ wie damals zum Baader-Meinhof-Komplex. Hingehen, Akten wälzen, berichten was tatsächlich war/ist. Großartig! Auch deshalb aus gerne ein Freund von Apollo-News😃 bitte weiter so!
Beamtenrechtlich liegt der entscheidende Punkt weniger in den behaupteten Vorgängen von 1988 selbst als in der Frage, unter welchen Voraussetzungen später die Übernahme in den Bundesdienst erfolgte. Vor Begründung des Beamtenverhältnisses begangenes Verhalten lässt sich nicht kurzerhand nach § 77 BBG zum Dienstvergehen erklären.
Sollten die Vorwürfe zutreffen, wäre deshalb zunächst die Ernennungsakte auf den Tisch zu legen: Was wurde seinerzeit offengelegt, wonach wurde gefragt und was wusste der Dienstherr? Wurde eine Ernennung durch arglistige Täuschung herbeigeführt, steht nicht irgendeine Disziplinarmaßnahme, sondern § 14 Abs. 1 Nr. 1 BBG – Rücknahme der Ernennung – im Raum.
Wie ist es möglich, dass so ein Mann nach der Wende bei der Polizei unterkam? Oder überhaupt irgendwo im Staatsdienst?
Danke an Apollo News.
Liebes Apollo Team, lieber Herr Krause, das ist die bewegendste, mutigste Recherche, die ich je gesehen habe! Die Ausschnitte von dem Interview, die bereits auf X zu sehen sind, machen einfach sprachlos. Hoffentlich melden sich weitere Zeitzeugen. Es muss endlich ein Ende haben mit der Verharmlosung der sozialistischen Diktatur! Es reicht! Aus tiefstem Herzen danke!
Vielen, vielen Dank an das Apollo-Team und alle weiteren Beteiligten. Das ist eine öffentliche Aufarbeitung, die schon vor vielen Jahren hätte gemacht werden müssen. Es ist unsäglich, daß dieser Mann nach der Wende in den Staatsdienst übernommen wurde. Ich hoffe, das hat noch Konsequenzen, sowohl für Hüber als auch andere Beteiligten, die ihm wissentlich nach der Wende zu dieser Karriere geholfen haben. Möge noch ein bißchen Gerechtigkeit kommen, wenn auch spät.
Leider hat es nach dem Scheitern des Unrechtsstaates „DDR“ nie eine „Entsozifizierung“ gegeben.
Ich hätte mir eine „Entkommunistifizierung“ mit einem Gerichtshof für politische Führungspositionen und deren Handlangern gewünscht.
Phantastische journalistische Arbeit, vielen Dank dafür! Nur Rauschen im ÖRR Wald…
Das ist die Folge wenn man eine Diktatur wie die DDR nicht aufarbeitet.
Damit ist die Eignung für Polizeidienst nachweislich ausgeschloßen.
Das BerfG hatte vor Jahrzehnten eine Verfassungsbeschwerde eines seinerzeit sehr jungen Mauerschützen abgewiesen. Verkürzt, er konnte sich nicht darauf berufen, er habe geltendes Recht der DDR angewandt. Er hätte die Unrechtmäßigkeit des DDR Rechts erkennen und den Befehl verweigern müssen.
Rechtspoltisch wollte man die DDR Spitze belangen können (wäre das DDR Recht rechtens, ließe sich eine Verurteilung der Befehlsgeber schwerlich begründen). Es half dem jungen Mauerschützen nicht, dass er sehr jung war und als unterer Befehlsempfänger unter Druck stand.
Und nun liest man über Sven Hüber, er sei Politoffizier der Grenztruppen gewesen. Dobrindts Schweigen schreit einfach nur.
Passt zu Faesers Amtsführung.
Ich würde gerne mehr erfahren über den Grenzsoldaten, der quasi den Schießbefehl verweigert hat. Und das gleich 2x, obwohl er die Konsequenzen bereits kannte.
Wie lief sein Leben nach der Grenzöffnung? Wahrscheinlich diametral zu Hübners neuem Leben
Nein. Denn es ist und war keine Indoktrination, weil das nur funktioniert, wenn der Trugschluss bewusst ist, der verbreitet wird – wie bei einem Zauberkünstler.
Ein Überzeugungstäter hält hingegen den Trugschluss für die Realität und verbreitet ihn wie ein Missionar. Ein Politoffizier unterscheidet sich nicht vom einem Missionar der vergangenen Jahrtausende.
Die Überzeugungen eines Überzeugungstäters wurden wie bei einem Missionar unhinterfragt übernommen. Nennt sich Introjektion.
Die aktuelle Epoche Aufklärung kann einen Trugschluss (z.B. diesen) nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.
Das sich die Polizei und ihre Gewerkschaft nicht von Hüber distanzieren sagt alles aus. Und erst recht wenn man an Gruppierungen wie „better police“ denkt.
Nach diesem Aussagen unter Eid gehört Sven Hüber vor den Strafrichter und aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Unter Verlust jeglicher Ansprüche.