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DDR-Staatssicherheit führte Sven Hüber als IM „Paul Schnelle“ 

Stasi-Unterlagen zeigen, dass Sven Hüber als Inoffizieller Mitarbeiter registriert war. Doch Teile der Akte fehlen. Hüber selbst erklärt, er wisse nichts von einer Akte. Brisant: Sollte er nach der Wiedervereinigung eine IM-Tätigkeit verschwiegen haben, sind seine Pensionsansprüche gefährdet.

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Nach Apollo News-Informationen hat das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) den ehemaligen Vorsitzenden des Hauptpersonalrats der Bundespolizei, Sven Hüber, als Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) registriert. Sein Deckname lautete „Paul Schnelle“. Der IM-Vorgang bestand seit Oktober 1988 und trug die Registriernummer 3940/88. Das zeigt ein Dokument, das die Übergabe des Vorgangs durch Hauptmann Kersten Liebert festhält und Apollo News vorliegt.

Hinweise auf die Registrierung Hübers erhielt Apollo News bereits im August von verschiedenen übereinstimmenden Quellen. Der Autor Roman Grafe hatte bereits 2007 im Magazin „Gerbergasse 18“ über Sven Hübers Registrierung als IM berichtet. Am 2. September wurde Hüber mit unseren Rechercheergebnissen konfrontiert, wonach ihn das MfS als IM „Paul Schnelle“ führte und im Stasi-Unterlagen-Archiv dazu Unterlagen vorhanden sind.

Hüber erklärte über seinen Anwalt, man kenne solche Unterlagen nicht und habe diese angefordert. Hüber wolle sich nur dazu äußern, wenn ihm die Unterlagen vorgelegt würden. Zur Frage der IM-Tätigkeit selbst erklärt sein Anwalt Johannes Eisenberg lediglich: „Die haltlose Verdächtigung, Herr Hüber sei ‚IM‘ gewesen, dürfen Sie nicht verbreiten.“ An anderer Stelle hatte der Anwalt noch verbreitet, es gebe überhaupt keine Stasi-Akte zu Hüber. 

Hübers Erfassung als IM erfolgte durch die Hauptabteilung 1, die unter anderem für die Grenztruppen der DDR zuständig war. Hüber war dort zunächst Politoffizier in einer Kompanie und ab September 1988 Instrukteur für Jugendarbeit in der Politabteilung des Grenzregiments 33. Dieses bewachte große Teile der Berliner Mauer. Ihre Büros hatte die Hauptabteilung nicht in der Stasi-Zentrale, sondern oftmals direkt in den Kasernen. Weil diese in der Wendezeit nicht von Bürgerrechtlern besetzt wurden, hatten die Offiziere noch wochenlang unkontrolliert Zugriff auf ihre Vorgänge und haben diese in vielen Fällen sorgsam bereinigt und gesäubert. Auch die Akte zu „Paul Schnelle“ ist unvollständig.  

Am 2. September fragte Apollo News ebenfalls, ob Hüber seine IM-Erfassung bei der Übernahme in den Bundesgrenzschutz angegeben habe. Das ist deshalb von Bedeutung, weil falsche Angaben gegenüber dem Dienstherrn seine Pensionsansprüche gefährden könnten. Hüber ist am 1. September in den Vorruhestand gegangen. 

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Nach der Wiedervereinigung wurden etwa 3.600 frühere Angehörige der DDR-Grenztruppen in den Bundesgrenzschutz übernommen. Erst später wurden sie genauer überprüft. Rund 600 dieser Ex-DDR-Grenzer wurden wieder entlassen, zum Beispiel, weil sie eine Schusswaffe „zum Nachteil von Gesundheit und Leben von Menschen“ eingesetzt hatten. Auch eine verdeckte Stasi-Tätigkeit war normalerweise ein Grund, das Dienstverhältnis wieder zu beenden.

Hüber überstand die Überprüfung unbeschadet. Seinen Angaben zufolge war der damalige Referent des Personalreferats im Bundesinnenministerium, Matthias Seeger, federführend dafür zuständig. Seeger wurde später Präsident der Bundespolizei, wie der Bundesgrenzschutz ab 2005 hieß. „Meine Personalüberprüfung fand ihren Abschluss in der schriftlichen Mitteilung des Vizepräsidenten des Grenzschutzpräsidiums Ost, Herrn Leitenden Regierungsdirektor Martin Buch, vom 28.09.1992, ‚als Ergebnis Ihrer Überprüfung‘, dass ‚keine Umstände festgestellt [wurden] die eine Weiterbeschäftigung verhindern‘“, schreibt Hüber. 

Auf Anfrage von Apollo News, ob diese Angaben zutreffend seien und ob die neuen Vorwürfe gegen Hüber damals bekannt gewesen seien, antwortete das Bundesinnenministerium nur: Aus Gründen des Datenschutzes und zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte könnten dazu keine Auskünfte erteilt werden.

Dass Offiziere der DDR-Grenztruppen heimlich für die Stasi arbeiteten, war keine Besonderheit. Besonders in Berlin, wo die Grenze mitten durch die Stadt verlief und manchmal nur wenige Meter ausmachte, war die Versuchung groß, über die Mauer zu flüchten. Der Anteil der Stasi-Informanten betrug unter Offizieren hier 1987 20 Prozent.  

Das Spitzelsystem führte dazu, dass sich die Grenzsoldaten permanent gegenseitig misstrauten. Hinzu kam, dass sie erst kurz vor dem Einsatz an der Grenze erfuhren, mit wem sie auf Posten gingen. Wer sich verdächtig machte, wurde mit Urlaubssperre oder Ausgangssperre bestraft oder kam im schlimmsten Fall ins berüchtigte Militärgefängnis Schwedt. Die permanente Indoktrination, für die Hüber als Politoffizier auch zuständig war, tat ihr Übriges. Nur durch dieses ausgeklügelte Regime gelang es der SED, die jungen Rekruten dazu zu bringen, auf unbewaffnete Flüchtlinge zu schießen. 

Nach der Wiedervereinigung machte Hüber bei der Bundespolizei Karriere. Im Jahr 2000 wurde er dort Hauptpersonalratsvorsitzender. Zugleich betätigte er sich als Funktionär der Gewerkschaft der Polizei (GdP), deren Vizevorsitzender er 2022 wurde. Infolge von Apollo News-Recherchen zu Hübers Zeit als Politoffizier bei den Grenztruppen der DDR trat er Ende August zurück.

Hüber weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu seiner Tätigkeit in der DDR als falsch zurück. Seinen Rücktritt als GdP-Vize begründete er damit, dass „es derzeit mehrere von mir angestrengte rechtliche und gerichtliche Prüfungen gegen erhobene mediale verunglimpfende und rufmordähnliche Vorwürfe vor meinem Dienst in der Bundespolizei und vor der GdP gibt“. Er möchte „während der notwendigen gerichtlichen Auseinandersetzung die täglich neuen, unhaltbaren Anschuldigungen von der GdP abwenden.“

Am Dienstag wird vor dem Berliner Landgericht Hübers Klage gegen Apollo News und den ehemaligen Grenzsoldaten verhandelt, der über sein Verhalten bei den Grenztruppen berichtet hatte.

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187 Kommentare

  • Ein Politoffizier war per Definition schon die Staatssicherheit. Diese Leute wussten was sie machten und waren zu 100% auf SED-Linie. Hüber hätte nie wieder Staatsgelder erhalten dürfen.

    521
    • seit wann sind pensionsansprueche von IM gefaehrdet?

      was ist insbesondere mit merkel, die in saus und braus dahinlebt?
      wer zahlt das?

      318
      • Die muss auch noch ihre Strafe bekommen, da kommt ja einiges zusammen…

        167
        • Die wird eher Präsidentin der BRDDR, die Mehrheit hat Pech beim Denken.

          91
      • ich, Sie … wenn man das nicht will: Mit den Füssen abstimmen

      • Als Mitarbeiter der Staatssicherheit wäre nicht verbeamtet worden,
        war er tatsächlich Mitarbeiter und wurde nicht nur „abgefischt“ (was als Politoffizier sicher nicht der Fall war), hat er bei der Übernahme in den Staatsdienst der Bundesrepublik wissentlich falsche Angaben gemacht, dadurch wäre das Beamtenverhältnis von Beginn an nichtig.

        • „Wäre“…

          16
        • @Tim,
          wie ich schrieb, Verbeamtungshindernis, Verbeamtung von Beginn an nichtig.
          Er weiß, das er für seine Verbeamtung log,
          er weiß das es Zeugen dafür gibt und Beweise gab und vermutlich irgendwo auch noch gibt.
          Der muß bis zum Rest seiner Tage damit rechnen, das jederzeit etwas gefunden wird und er dann komplett ohne Versorgung dar steht und er weiß es,
          ich empfinde das als eine durchaus angemessene Situation.

          21
      • Nicht nur sie, auch Herr Gauck.

      • die Russen und sogar die Amis wissen genau Bescheid über die Dame, warum rücken die das Material nicht raus?

        • Erpressung und Gegenerpressung können einen Turm zu Babel sehr lange stabilisieren. Wenn jeder Dreck am Stecken hat, bleibt am Ende nur noch übrig, die Gesellschaften von jeder Moral zu „befreien“. In diesem Stadium befinden wir uns.

          16
      • @ fuss
        Es gibt keinerlei Akten oder Beweise, dass Merkel als IM geführt wurde.

        • Weil Merkel bisher die Akten unter Verschluss hält… Menschen wie du, wählen noch immer die SED und zerstören unser Land, töten das deutsch Volk…

          8
      • @fuss: Bei nachgewiesener Stasi 1.0-Zugehörigkeit, sowohl hauptamtlich als auch als IM (Vorliegen einer Verpflichtungserklärung) sind Pensionsansprüche nicht gefährdet, sondern nicht vorhanden. Soweit die Theorie. Wenn bei solchen Typen wie diesem Hüber Nachweise fehlen, sind diese entweder bisher nicht gefunden oder vernichtet. Unabhängig davon ist sicher: entweder hat Hüber wissentlich falsche Angaben über sein Leben in der DDR gemacht (meine Frau musste vor Beginn einer kleinen, unbedeutenden Sachbearbeiterstelle im Öffentlichen Dienst 1990 eine Erklärung unterzeichnen, niemals mit der Stasi 1.0 zusammengearbeitet zu haben) oder er wurde im Wissen darum rechtswidrig von der BRD verbeamtet. Träfe Letzteres zu, darf sich Jeder selbst Gedanken über die Gründe machen.

  • Vielen Dank an alle beteiligten Mitarbeiter von Apollo-News. Dran bleiben! Wenn das Ministerium in der Weise blockt, muss sich das Ministerium die Frage gefallen lassen, ob die Entscheidungsträger aktiv weggeschaut haben oder ob innerhalb der Behörde Informationen verloren gegangen sind und wie das passieren konnte.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg am Dienstag!

    360
    • Das Blöde ist, dass morgen nur die Anwürfe von diesem Eisenberg verhandelt werden. Es geht also „nur“ um die Persönlichkeitsrechte Hübers, nicht um seine eventuellen Verfehlungen. Mit denen muss sich ein Staatsanwalt beschäftigen – falls sich einer finden lässt, der das auch will. Nach dem Rechtsverständnis der meisten Bürger, hätte eine dbzgl. Ermittlung und Anklage längst eingeleitet werden müssen. Wenn der Presse Dokumente vorliegen, muss die Justiz in Aktion treten. Umso länger verzögert wird, desto mehr Vertrauen geht baden.

      124
      • Die mündliche Verhandlung kann durchaus interessant werden. Je detailierter apollo-news vorträgt, desto substantierter muss Herr Hüber bestreiten und zwar WAHRHEITSGEMÄß. Und hier wird sich zeigen, welche Punkte er konkret bestreitet.
        Wird nur mit allgemeinen Floskeln abgestritten, geht er die Gefahr ein, dass sein Antrag abgewiesen wird.

        • Leider nicht. Das Gericht wird darauf aufmerksam machen, dass es für die medialen Anklagepunkte nicht zuständig ist. Es verhandelt „lediglich“ die Klage gegen Apollo, die Persönlichkeitsrechte Hübers missachtet zu haben.
          In der Klagesache geht es darum, ob seine Persönlichkeitsrechte schwerer wiegen als das allgemeine Interesse und ob dieses berechtigt ist.

          37
        • NIL…die bei seiner Beamtung massgeblichen Beteiligten Dienststellen/Leiter samt den Unterlagen sind als Zeugen/ Beweise anzuführen und vorzulegen.
          Für diesen ….wird wohl keiner einen Meineid schwören.

          16
      • „desto mehr Vertrauen geht baden“

        Prima. Finde ich gut. Das wäre dann wenigstens mal etwas Positives an der Sache. Die Menschen müssen endlich erwachsen werden und das infantile „Vertrauen“ in Politik, Medien, Pharma, Justiz und andere Institutionen ablegen
        und der bitteren Tatsache ins Auge blicken, dass keiner von denen es gut mit ihnen meint. Vertrauen ist für kleine Kinder. Als Erwachsener muss man aber ein Mndestmaß an gesundem Misstrauen haben.

    • man kann sicher sein, daß die komplette Akte existiert. Fragt sich nur, wer die in den Händen hält.

      • Merkel? Oder er selbst.

    • Die Stasi hatte mehr als 10.000 Agenten im Westen. Wieviele davon haben Hüber geschützt, damit er als Politoffizier 36 Jahre lang weiter machen konnte?

      • @Skepti:
        Deshalb haben ja so Viele solcher Typen Angst, daß die AfD im Falle einer Regierungsbeteiligung, alles an’s Tageslicht bringt. Ist verstädlich aus deren Sicht. So Mancher wird entlarvt werden.

    • Nil. Ich schließe mich an. Es war ja schon etwas still, um den feinen Herrn geworden. Aber sehr gut, dass AN hier nicht locker lässt.

  • Dieser Hüber ist mit absoluter Sicherheit nicht der Einzige, der sich mit Erfolg in das neue System gerettet hat. Einer hat es sogar zum BP geschafft, und eine Andere auch ganz schön weit. Nur die ehrlichen Bürgerrechtler sind auf der Strecke geblieben. Das Ergebnis, was wir heute haben, ist natürlich reiner Zufall.

    219
    • So ist es. Prominentestes Beispiel ist die evangelische Pastoren-Tochter, mit ihrem wohlklingenden Kürzel IM ERIKA……..Die hat ja den perfekten Sprung als graue Ost-Maus in den Berliner Reichstag geschafft, sie wird bis heute „Muddi“ genannt. Es gibt unzählige Beispiele dieser Klein-und Groß-Kaliber, welche ihre Ost-Vergangenheit gekonnt verschleierten und dann bei uns im Westen Karriere machten. Leider.

      131
      • Ich rechne damit das „Muddi“ demnächst wieder an der CDU-Spitze auftaucht um „hinter Merz, der es nicht kann, aufzuräumen und Deutschland zu neuen Großtaten und glorreichen Zeiten zu führen“. ^^

        • Es ist zu befürchten….
          Und die Leute wählen weiter CDU.
          Unfassbar!!!

          30
        • @Erich Zann, Musiker:
          Um Gottes Willen! – Aber es ist alles möglich.

          19
        • Muddi Merkel drängt sich auffallend vor, seit der Erste Kanzler Zweiter Wahl seinem Ruf gerecht wird. Würde mich nicht wundern, wenn sie nicht nur als Bundespräser, sondern als CDU-Kanzlöse auftaucht.

          19
      • Die evangelische Pastoren-Tochter, die mit der ganzen Familie in den 1950er Jahren aus Hamburg in die DDR ausgewandert ist.

      • Ich gehe davon aus, dass die Merkel die Stasi-Akten über die Westpolitiker hat. Also zumindest über die, die damals wichtig waren: Kanzler, Minister, Parteichefs.

      • Und immer noch machen!

      • Da musste gar nichts gekonnt verschleiert werden. Genau das ist ja das Schlimme. Man hat es vom ersten Tag an gewusst und sie gerade deshalb aufgebaut und zur Kanzlerin gemacht. Niemand sonst wäre so gnadenlos und skrupellos im Sinne des Sozialismus tätig geworden. Die Drahtzieher, die Deutschland insgeheim regieren, wollten den Sozialismus an der Macht.

        • Merkel sollte doch noch ihren Job bekommen. Wenn nicht als Staatsratsvorsitzende, dann eben als Bundeskanzler.

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      • @Till Eulenspiegel:
        Warum wohl wird Deren Stasi-Akte so vehement nicht geöffnet? Wenn nichts drin stehen würde, braucht man Diese ja nicht vor dem Volk (verdammt, jetzt habe ich „Volk“ geschrieben…), zu verstecken.

  • Chapeau! Meine Hochachtung für Apollo News und für den Zeitzeugen, ohne dessen Mut das alles nicht möglich gewesen wäre!

    126
    • Meiner Ansicht nach, bräuchte der Zeit- und Augenzeuge Polizeischutz.

      • Polizei? Da wär ich aber sehr zurückhaltend. Denn seit Frau Merkels Zeiten gibt es da nicht nur einen „Hüber“.

        • Dann halt private Personenschützer, aber wer bezahlt die?

          16
  • Sehr gute Recherche! Sven Hüber war offensichtlich ein Mann, wie ihn sich die DDR-Führung nur wünschen konnte: bereitwillig, voller Tatendrang und skrupellos. Aber auch in der BRD wurden diese Eigenschaften geschätzt, wie seine steile Karriere zeigt.

    113
    • Bärbel Bohley hatte Recht
      DDR 2.0 / 2026
      „Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.
      Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen.
      Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir.
      Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“

      • @blutmond:
        Dieses Zitat von Bärbel Bohley kann man nicht oft genug ALLEN bekannt machen. Bei jeder Gelegenheit schreibe ich es auch. Es ist heute so was von aktuell! Das ich so was noch einmal erleben muß, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten.

      • Dies geht doch schon seit sätestens 2015 weiter, da wurde die DDR 2.0 Praxis.

    • Ich fürchte, er ist da nicht der einzige, und hoffe, dass das der Anfang ist, dass dieses Thema „DDR-Kader, IMs etcpp. im Dienste der BRD“ vernünftig beleuchtet und aufgearbeitet wird. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die aktuelle Situation bei vielen ältere Ostdeutsche Erinnerungen an vor 1989 hervor ruft. Gute Arbeit Apollo News, weiter so!

    • In der BRD war es die SPD-Vorfeldorganisation GdP und insbesondere die rote Nancy (auch SPD), von Dez. 2021 bis Mai 2025 Bundesministerin des Innern, die von den Eigenschaften des SED-Politoffiziers besonders angetan waren.

      Nancy „Armbinde“ Faeser wechselte das Personal im Innenministerium durch SPD-nahe Leute aus und machte den „lieben Sven“ (Faeser an Hüber) zu ihren wichtigsten Berater in Fragen des Grenzschutzes (sic!).

  • Ein lautes „Vielen Dank“ an das ganze Team bei Apollo News für Ihre hartnäckige Aufklärungsarbeit. So geht Journalismus.

  • Die Ermittlungen über Sven Hüber zeigen: Die Aufarbeitung der DDR-Diktatur ist kein historisches Hobby, sondern Fundament unserer Wehrhaftigkeit. Dass ausgerechnet der oberste Personalrat der Bundespolizei als IM „Paul Schnelle“ geführt wurde, ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Hübers Rücktritt war unausweislich. Wenn das System des organisierten Vertrauensbruchs unsere Sicherheitsorgane unterwandert hat, darf es kein Pardon geben. Apollo News hat bewiesen, dass investigativer Journalismus die blinden Flecken der Behörden ausleuchtet. Das schulden wird den Opfern!

    Für diese unnachgiebige Aufklärungsarbeit gebührt der Redaktion uneingeschränkter Dank und Anerkennung!

  • Nach Studium und erstem Staatsexamen absolvierte Eisenberg sein Rechtsreferendariat, u. a. in der Kanzlei von Hans-Christian Ströbele.[1] Seit 1984 ist er als Rechtsanwalt zugelassen und betrieb seit 1987 mit Stefan König eine Kanzlei in Berlin-Kreuzberg. Seit 2009 war Stefanie Schork weitere Partnerin in der Kanzlei, die auch mit Ströbeles Kanzlei zusammenarbeitete.[2] 2024 gründeten Eisenberg, König und Schork mit dem weiteren Rechtsanwalt Kai Kempgens die Kanzlei Eisenberg König Schork Kempgens PartG mbB.[3] Eisenberg gehört wie Ströbele zu den Gründern der Die Tageszeitung[4] und ist als Justiziar sowie Berater der Geschäftsführung und Anwalt der Zeitung tätig.

    • Die Tageszeitung ist die taz, oder?

      • Ja!!!!

      • Ja,korrekt.

    • Kabinettsorder des preußischen Königs Friedrich Wilhelm für Gerichte und Juristen-Fakultäten vom 15.12.1726
      “Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, dass die Advocati wollene schwarze Mäntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gemäß zu tragen haben, damit man die Spitzbuben schon von weitem erkennt.”

    • Ströbele ist nicht mehr unter uns.

      • Mir fehlt der Vogel nicht.

        • Der war wenigsten ab un zu lustig. Heute sind Grüne und Linke nur noch aggressiv.

          4
  • So ein Mann hätte NIEMALS übernommen werden dürfen.
    Man fragt sich, wer da seine Finger im Spiel hatte.

    106
    • Merkel!

    • na wer wohl?

  • „Unser Problem war ja nicht, den westlichen Rechtsstaat zu übernehmen, unser Problem war, dass wir Gerechtigkeit wollten. Und insofern haben wir natürlich dem Westen unsere Probleme vor die Füße gekippt in der Hoffnung, dass mit dem westlichen Rechtsstaat auch Gerechtigkeit in die neuen Länder kommt. Aber es sieht ja so aus, als ließe diese Gerechtigkeit lange auf sich warten. Und ich weiß auch nicht, ob das Recht selbst, das westliche Recht, dies überhaupt leisten kann.“ Bärbel Bohley

  • Wie passen eine nachweisbare IM-Tätigkeit mit der Verbeamtung in der Bundesrepublik zusammen?

    • Das müssen Sie Frau Merkel fragen.
      Und Gregor Gysi.

  • Vielen Dank für den Bericht.
    Ihr müsst euch mal vergegenwärtigen, wie wichtig eure Arbeit ist.
    Wenn man dann noch bedenkt, wieviele unbehelligt über die Jahre ihre Stasi-Tätigkeit unter den Teppich kehren konnten und sich Pensionsansprüche erschlichen haben….

    Eigentlich müsste die Pensionskasse euch die Hälfte der eingesparten Pension als Provision auszahlen.

    • Ich bin da noch nicht sicher, dass er seine Pension verlieren wird. Da wird sich sicher ein Hintertürchen finden, das zu verhindern.

  • Liebes Apollo Team, mit der tollen Recherche habt ihr jede Menge Beweise zutage gefördert. Herzlichen Dank und alles Gute für Dienstag.

  • Hoffentlich geht der leer aus. Die Gerechtigkeit muss siegen!

    • Er ist leider nur die Spitze des Eisbergs.
      Wie vorher @Schwester richtig kommentierte, sind viele aufrichtige Bürgerrechtler
      auf der strecke geblieben, während die skrupellosesten Kader atemberaubende
      „Karrieren“ in Gesamtdeutschland hingelegt haben und die BRD konspirativ
      unterwandert haben.
      „Unsere Demokratie“ mit ihrem immer größeren Zwang gegen Kritiker
      (Ballweg usw), entspringt dem angewandten Wissen aus dem Stasi Lehrbuch.
      Wir Ossis sehen die Schlange durch den Hintereingang ins gesamtdeutsche
      Haus hineinschleichen, die westdeutschen Schlafschafe werden in einer DDR2,0
      light erwachen, wenn es zu spät ist.
      Bestürzend, wie Bärbel Boley es schon Anfang der 90er vorausgesehen hat !

      • Rentner…stimmt genau. Was mich irritiert, ist, dass so wenig Gefolterte, Negierte, Verletzte Ex-Ostler (nicht nur Grenzsoldaten) eine Strafanzeige gegen die Grenzmörder und ihre Mitratten/Stasi beweisbar mit Zeugenaussagen etc. stellen. Erinnert euch an die Namen eurer betroffenen Kameraden und bringt diese zum sprechen.
        Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.
        Steht auf und erhebt Anklage.

  • Wo ist Merkels Akte ?

    • in Moskau liegt eine, und eine andere in Washington

  • Seltsam, dass selbsternannte Qualitätsmedien die Causa Hüber nie interessierte, bis sie nach Apollo-Recherchen so tun mussten.

  • Ein Politoffizier der DDR-Grenztruppen hätte gar nicht in den Bundesdienst übernommen werden dürfen. Da ist schon etwas schief gelaufen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, daß er IM war aufgrund seiner Tätigkeit ungleich höher, als das er es nicht war. Als Politoffizier war eine Ablehnung der IM-Tätigkeit an sich unmöglich.

  • Gute Arbeit!
    Aber die Akte aller Akten bleibt verschlossen.
    Die der “ überzeugten Kommunistin“( Oskar Lafontaine)
    Sie sollte endlich offen gelegt werden,ehe
    durch einen dummen Zufall auch noch Teile ,oder die ganze Akte gelöscht werden.

    • Oder verbrennen… wie die Steuerakten einer Stiftung zugunsten Nordstream 2 und Putin.
      Im Land der früheren Finanzbeamtin Schwesig, in MeckPom.

  • Hauptsache er ist kein Rechter.
    Alles andere ist doch mittlerweile der breiten Masse egal.

  • Ich warte noch immer auf die Akte IM Erika!

  • danke, dass ihr diese Story so hervorragend recherchiert habt. Tolle Freund hat die Nancy.

  • Wie kann es sein, dass das erst 37 Jahre nach Ende der DDR und nach einer jahrzehntelangen Karriere in Führungspositionen der Bundespolizei ans Licht kommt?
    Mich beschleicht das Gefühl, und das würde einige Merkwürdigkeiten in diesen Lande erklären, dass die alten Stasiakten bei Bedarf, also wenn die Leute bereits erledigt bzw. nicht mehr nützlich sind oder beginnen unbequem zu werden, lanciert werden.
    Das Problem: Die Zeit wird knapp. Denn in spätestens 15 Jahren verliert die Stasikeule vollständig an Durchschlagskraft.

  • Als Polizist war man sehr nah an der Staatssicherheit, weil im Allgemeinen die Geheimdienste aus der Polizei rekrutiert wurden und werden.

  • ist doch wieder nett, „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“…

  • Da gibt es das Informationsfreiheitsgesetz und wer sich darauf beruft stellt fest, daß das nur wischiwaschi ist. Entweder Datenschutz, vertraulich bis geheim, jede Menge Gründe, keine Infos rauszurücken. Ist wie bei den Sondervermögen. Tolle Bezeichnung, nix dahinter.
    Was so alles nicht an die Öffentlichkeit käme, wenn es die freien Medien nicht gäbe?

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