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„Schlag ins Gesicht für jeden Ehrenamtler“: Nominierter Verein protestiert gegen Engagementpreis für Ex-Widersetzen-Sprecher

Ein für den Deutschen Engagementpreis nominierter Verein sagt seine Teilnahme an der Preisverleihung ab. Dass der Ex-Sprecher des Antifa-Bündnisses Widersetzen den Preis bekommen soll, sei ein „Schlag ins Gesicht für jeden Ehrenamtler“, schreibt der Vereinsvorsitzende in einem Protestbrief an die staatliche Stiftung.

Als Widersetzen-Sprecher rechtfertigte Suraj Mailitafi die Angriffe auf Journalisten bei den Anti-AfD-Protesten in Erfurt. (IMAGO/Funke Foto Services)

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Die von der Bundesregierung gegründete Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt steht vor einem Eklat. Grund dafür ist die Entscheidung der Stiftung, den Ex-Sprecher des Antifa-Bündnisses Widersetzen, Suraj Mailitafi, für den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Engagementpreis zuzulassen. Dagegen regt sich nun Protest.

Einen „Schlag ins Gesicht für jeden Ehrenamtler“ nennt der Vorsitzende eines ebenfalls für den Preis nominierten Vereins aus Brandenburg die Nominierung Mailitafis in einem offenen Brief an den Stiftungsvorstand. Roland Arndt vom Bibliotheksförderverein Lesewelt Wittstock sagt darin die Teilnahme an der für den 26. November geplanten Preisverleihung in Berlin ab.

Mit dem Preis der staatlichen Stiftung sollen ehrenamtliche Initiativen in ganz Deutschland gefördert werden. Suraj Mailitafi ist als Einzelperson nominiert und führte vergangene Woche bei der offenen Onlineabstimmung mit weitem Abstand. Inzwischen sind die Abstimmungsergebnisse nicht mehr öffentlich abrufbar.

Mailitafi trat vor und während der linken Proteste gegen den Erfurter Bundesparteitag der AfD im Juli als offizieller Sprecher des Bündnisses Widersetzen auf und rechtfertigte als solcher die gewalttätigen Angriffe auf Reporter von Apollo News. Am Mittwoch distanzierte er sich öffentlich von seinen damaligen Äußerungen und trat als Widersetzen-Sprecher zurück. Das genügte der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, um ihn für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises zuzulassen.

In seinem Protestbrief an die beiden Vorstände der Stiftung, Lena Bloemacher und Jan Holze, verweist Roland Arndt darauf, dass Mailitafi bei einer Pressekonferenz in Erfurt „die gewalttätigen Übergriffe öffentlich durch starken Applaus vor laufender Kamera begrüßte.“ Und er erklärt: „Für solch undemokratisches, gewalttätiges Verhalten hat unser Verein absolut kein Verständnis, wir sind zwar für freie Meinungsäußerung und das Recht auf Demonstration, welches uns das Grundgesetz zusichert, aber wir können dieses extremistische Verhalten nicht tolerieren und gar auszeichnen.“

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Für seinen Verein Lesewelt Wittstock sei es unverständlich, wie es so jemand „überhaupt in die Nominierung geschafft hat, es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Ehrenamtler/rin, der sich über Jahre freiwillig für die Gemeinschaft engagiert, sich für ein friedliches, wertschätzendes, demokratisches Miteinander aktiv einsetzt.“

Im Stiftungsrat, der die Arbeit des Vorstands kontrolliert, sitzen drei Bundesminister und zwei Ministerpräsidenten, darunter Innenminister Alexander Dobrindt. Sein auch für den Verfassungsschutz zuständiges Ministerium hat erst vor Kurzem in seiner Antwort auf eine Bundestagsanfrage der AfD davor gewarnt, dass sich die extremistische „Interventionistische Linke“ bei Widersetzen engagiere. Dabei verzichte sie „einerseits aus strategischen Gründen auf die Propagierung von Gewalt, distanziert sich andererseits aber auch nicht von gewaltsamen Aktionsformen oder einem militanten Auftreten“, schrieb Dobrindts Ministerium.

Auf Anfrage von Apollo News, was Dobrindt als Mitglied des Stiftungsrates davon halte, dass der Ex-Widersetzen-Sprecher den mit 10.000 Euro dotierten Engagementpreis erhalten soll, lehnte seine Pressestelle eine Stellungnahme ab. Das Bundesinnenministerium beziehungsweise der Bundesinnenminister seien „nicht Ausrichter des Preises und dementsprechend nicht an der genannten Prüfung beteiligt“, hieß es zur Begründung.

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16 Kommentare

  • Die Ehrenamtlichen, die sich friedlich für die Gesellschaft einsetzen, sollten geschlossen nicht hingehen.

  • Richtig so.

    Aber das ist sowieso eine NGO Veranstaltung, da hängen die meisten am Tropf des Staates.

    Dementsprechend ist da auch nicht mehr Widerstand zu erwarten.

  • Schlimmer: Das ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden anständigen Bürgers! Genau so zerstört man den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein vernünftiges, halbwegs wertschätzendes Miteinander.

  • „… ein Schlag ins Gesicht für jeden Ehrenamtler/in, der sich über Jahre freiwillig für die Gemeinschaft engagiert, sich für ein friedliches, wertschätzendes, demokratisches Miteinander aktiv einsetzt.“

    Das ist alles richtig. Allerdings zählen diese Attribute in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr, in der Leute wie Steinmeier, Böhmermann, Kerkeling, Hallervorden, Danger Dan etc. die neuen Umgangsregeln vorgeben.

  • Dass Rentner teilweise über Jahre ehrenamtlich öffentliche Anlagen und Spielplätze auf den Dörfern pflegen und Instandhalten, zählt anscheinend heute nichts mehr.

  • gewalttaten zu rechtfertigen ist offenbar in diesem land das perfekte engagement

  • Er wäre ein Feiertag für mich, der Tag, an dem eine Bundesregierung mit einem Akt alle NGO-Finanzierungen, alle Haltungspreise usw streichen würde. Alles. Auf Null.

    Die NGOs könnten natürlich weiterbestehen, halt dann als echte N-GOs ohne Staatsgelder.

  • „Das Bundesinnenministerium beziehungsweise der Bundesinnenminister seien „nicht Ausrichter des Preises und dementsprechend nicht an der genannten Prüfung beteiligt“, hieß es zur Begründung.“ – nun, aber ansonsten setzt man doch „Kontaktschuld“ so gerne ein… Und außerdem sagt Wikipedia: „Wenn der Stiftungsrat nicht selbst die Geschäfte führt, setzt er eine Geschäftsführung ein und berät und beaufsichtigt die anderen Stiftungsorgane.“ Also Herr Dobrindt, dann beraten und beaufsichtigen Sie mal schön!

  • Bravo!

  • Bei dieser Politik auf allen Ebenen, darf man sich nicht wundern, daß immer weniger bereit sind sich zu engagieren oder Wehrdienst zu leisten.

  • Die Antwort von Dobrindts Pressestelle ist das Ekelhafteste an der ganzen Geschichte. Die ganze feige und charakterlose Korruption der CDU kommt darin zum Ausdruck.

  • „Schlag ins Gesicht für jeden Ehrenamtler“:
    Das liegt aber nur daran das ich noch nie jemals einen Linken in überhaupt einem Ehrenamt gesehen hätte !
    Das Ehrenamt dient dem Wohle der Bevölkerung !
    Wo bitteschön haben Linke aller Couleur jemals dem Allgemeinwohl gedient ?

    Wieder so ein Preis der von den Linken Ideologisch Okkupiert und missbraucht wird .
    Wenn in Deutschland mal allen Ehrenamtlichen eine Tag zuhause bleiben bricht das Land zusammen.
    Wenn Suraj Mailitafi und seine Gang das Land verlassen würden wäre es ein ganz normaler Tag .

  • Diese „Unsere Demokratie-Preise“ haben denselben Blechwert, wie das Bundeskreuz vom Frank-Spalter. Für das verschwendete Steuergelb gäbe es sicherlich eine sinnvollere Verwendung. Daher gehören diesen Woken „Haltungs-„NGOs endlich alle Fördermittel endgültig gestrichen.

    • Korrektur: Steuergeld

  • Klarnamen von den Gestalten dieser Stiftung gut.

  • Die schlimmsten und erbärmlichsten Gestalten sind diejenigen, die den Antifantenn überhaupt nominieren.

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