Negativrekord beim Strompreis an der Börse: Wie die Energiewende zur verqueren Kostenfalle wird
Am 1. Mai erreichten die Strompreise in der Bundesrepublik an der Börse einen neuen Negativrekord: fast minus 86 Cent pro kWh. Ursache war die massive Überproduktion durch Photovoltaik. Anbieter müssen immer öfter zahlen, um ihren Strom loszuwerden.
Mit der sukzessiven Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft gehen Herausforderungen einher, die Befürworter gerne leugnen. Neben Engpässen in der Stromproduktion, die bei ausbleibendem Wind und Sonnenschein entstehen (mehr dazu hier), stellt vor allem die Überproduktion bei günstigen Wetterbedingungen ein zentrales Problem dar. Dies kann nicht nur zu einer Belastung des Netzes (mehr dazu hier), sondern letztlich auch zu negativen Strompreisen führen.
Am Wochenende zeichnete sich eine solche Entwicklung ab. Dabei wurde sogar ein neuer Negativrekord bei den Strompreisen erreicht. Starker Sonnenschein führte zu einem Überangebot, während die Nachfrage – auch bedingt durch den Feiertag am 1. Mai – zurück blieb. Da Stromnetze und Speicherkapazitäten in der Bundesrepublik begrenzt sind, blieb keine andere Möglichkeit, als überschüssigen Strom kurzfristig am Markt zu negativen Preisen abzugeben. Anbieter zahlen in solchen Situationen dafür, dass ihnen jemand den Strom abnimmt.
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Zeitweise lag der Strompreis am Freitag laut dem Branchenportal Cleanthinking am Intraday-Markt bei minus 855 Euro pro Megawattstunde. Damit wurde nach Angaben des Portals der niedrigste Wert erreicht, der im deutschen Stromsystem bislang gemessen wurde.
Besonders stark schaden negative Strompreise den Stromerzeugern, die für die Einspeisung zahlen müssen, ohne ihre laufenden Kosten decken zu können. Betroffen sind auch die Steuerzahler: Viele erneuerbare Anlagen erhalten garantierte Vergütungen, insbesondere über das EEG. Ist der Marktpreis negativ, gleicht der Staat die Differenz aus.
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Auch das heimische Stromnetz wird erheblich belastet, da durch das Überangebot und die geringe Nachfrage zu viel Strom eingespeist wird. Netzbetreiber müssen aktiv eingreifen, Kraftwerke drosseln und überschüssigen Strom zu negativen Preisen umleiten – nicht selten ins Ausland. Andernfalls droht das Netz zu kollabieren.
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„Schaltet eure PV-Anlage ab“ – zu viel Solarstrom treibt Deutschland an den Rand des Brownouts
Minus 499,99 Euro kostet am heutigen 1. Mai zeitweise die Megawattstunde Strom an der Börse. Die hohe Stromerzeugung aus Photovoltaik, kombiniert mit einem niedrigen Feiertags-Verbrauch bringt die Stromnetze an ihre Grenzen – und birgt das Risiko eines Brownouts.Politisch kommt Kritik daran deutliche vor allem von der AfD. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Paul Schmidt erklärte zuletzt in einer Stellungnahme, dass sowohl bei sogenannten Dunkelflauten, wenn Deutschland seine Versorgungssicherheit durch Stromimporte sichern muss, als auch bei guten Wetterbedingungen, wenn Überproduktion zu negativen Preisen exportiert wird, Geld ins Ausland abfließt.
„Entweder wir zahlen, damit unser überflüssiger Strom abgenommen wird, oder wir zahlen, weil wir bei Dunkelflaute selbst nicht genug Strom erzeugen können.“ Dass alle im Bundestag vertretenen Parteien – außer der AfD – dennoch immer wieder für noch mehr Photovoltaik und noch mehr Windkraft stimmten, sei vor diesem Hintergrund unbegreiflich.
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Doch damit ist es noch nicht getan: Auch das europäische Stromnetz wird durch die Stromüberproduktion in Deutschland, in Mitleidenschaft gezogen. Europa betreibt ein eng gekoppeltes Stromsystem, in dem physikalische Stromflüsse keine Grenzen kennen. Die Überproduktion wird automatisch in Nachbarländer gedrückt, etwa nach Polen, Tschechien, Österreich oder Niederlande. Die Netze sind häufig nicht für solche zusätzlichen Mengen ausgelegt haben.
Für die meisten heimischen Verbraucher ergibt sich durch die negativen Strompreise, die bei Überproduktion aus erneuerbaren Energien entstehen – obwohl man dies erwarten könnte – kaum ein Vorteil. Wer einen klassischen Stromtarif mit festem Arbeitspreis nutzt, zahlt weiterhin den vertraglich vereinbarten Preis pro Kilowattstunde.
Darauf weisen auch Auswertungen des Tarifportals StromAuskunft hin: Während der Börsenstrompreis am 1. Mai zeitweise stark ins Negative rutschte, lag der Preis für Neukunden in Deutschland beim günstigsten Anbieter weiterhin bei 24,49 Cent je Kilowattstunde. Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis im April betrug nach Angaben von Verivox zuletzt 32,8 Cent je Kilowattstunde.
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Die negativen Börsenpreise schlagen sich in solchen Fällen nicht automatisch auf der Stromrechnung nieder. Leidiglich beim Ökostromanbieter Octopus Energy erhielten Kunden laut der Bild am 1.Mai zeitweise mehr als 42 Cent pro Kilowattstunde, um Strom abzunehmen.
Letztlich gilt festzuhalten: Negative Strompreise sind inzwischen kein seltenes Ausnahmephänomen mehr. Die Bundesnetzagentur registrierte für das Jahr 2025 insgesamt 573 Stunden mit negativen Großhandelspreisen; im Jahr 2024 waren es noch 457 Stunden. Damit gewinnt das Thema zunehmend an Relevanz und entwickelt sich mehr und mehr zu einem der zentralen Herausforderungen der Energiewende.
Um das Problem anzugehen, bedarf es dringend zusätzlicher Speicherkapazitäten. Diese sind in Deutschland aktuell Mangelware (mehr dazu hier). Eine Alternative wäre ein Verbrauch der unnötigen Stromproduktion, etwa durch Klimaanlagen. Im Duktus der Grünen heißen diese dann Kältespeicher.
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Frau Reiche ist die Einzige im Kabinett Merz, die sich traut, das anzusprechen.
Und bei der AfD sagen das alle. Deswegen wähle ich auch AfD.
Verschenkte Stimmen!!!
Die Stimmen sind nicht verschenkt. Die AFD hat es geschafft das ohne sie keine vernünftige Regierung mehr zu Stande kommt!
Also sind stimmen für Linke, Grüne, BSW und SPD vollkommen verschenkt!
Ohne AFD hätte es eine Impfpflicht gegeben.
Mit Brett vorm Kopf ist nichts mit Weit- und Rundumsicht. Überall ist nur Brett zu sehen.
Ich sage ihnen jetzt nicht was sie denken sollen, sondern appelliere an ihre Vernunft, einfach selber nachdenken, statt (gemutmaßt) des Merzels Lügen nachzuplappern.
Wäre sehr schön.
Mal weiteres zum „Erfolg“ der erneuerbaren Energien:
Seit 2020 wurde die installierte Leistung von Solar- und Windenergieanlagen in Deutschland stark erweitert. Betrug sie vor sechs Jahren noch 113,2 Gigawatt, liegt sie heute bei knapp 190 Gigawatt – ein Plus von rund 67 Prozent. Der Ausbau wurde im selben Zeitraum über die sogenannten EEG-Kosten mit mehr als 120 Milliarden Euro gefördert.
Im Jahr 2020, also vor 6 Jahren, hatten Wind und Sonne in den Monaten Januar, Februar und März noch 56,9 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Seit 2020 ist dieser Quartalswert nie mehr erreicht oder überschritten worden, obwohl Jahr für Jahr mehr Erzeugungskapazität zugebaut worden ist. Im ersten Quartal 2026 waren es 54,3 Terrawattstunden Strom – also knapp 5 Prozent weniger.
Daten findet man u.a. bei Energy-Charts.Info
Und Grüne laufen Sturm das weiterhin NICHT subventioniert werden soll .
Dieses ist ein gutes Beispiel warum man es nicht mehr machen sollte .
Die Leute denken immer noch, der Kobold speichert den Strom im Netz und zahlen gern dafür 🧟♂️
Der Kobold lässt sich anscheinend gut bezahlen 🙂
Ohne entsprechende Speicher-Systeme für Strom-Überschüsse im Netz, ist der weitere Ausbau der regenerativen eine (teure) Luftnummer.
Tja das ist wohl ein Haus gemachtes Problem mit der Energie Wende. 🙂
Was lernt man daraus? Man braucht nicht nur eine tolle Idee, sondern auch die Leute, die die Kompetenz haben diese Idee gut umzusetzen. Und das wird mit ungelernten halt schwierig!
Politiker Intelligenz
https://www.youtube.com/shorts/LHqNHqmDqek
Ich frage mich, wann der erste ein Konzept für eine Anlage entwickelt die einzig zum Ziel hat in kürzester Zeit massiv Energie zu verschwenden.
Gibt es schon, in Österreich, Pumpspeicherkrafterrke, Wasser hochpumpen und sofort ablaufen lassen ohne Stromerzeugung
Wenigsten eine idee einem brown-out entgegenzuwirken!
erneuerbare Energie !
https://www.youtube.com/shorts/SBrie4JUcUs
Warum hat Paul1 dislikes?
Das Video zeigt die Geldverschwendung sehr schön auf. Erst wird der Solardachstrom erzeugt und man erhält 8 Cent, danach nach z.B. Östreich bei Überprpduktion abgegeben für z.B. 20 Cent Kosten und am Ende, wenn Deutschland mal wieder Strommmangel hat, von Östreich wieder eingekauft.
Das Ganze medienwirksam vor viel Puplikum vorgetragen. Was ist daran falsch?
Daran ist nichts falsch! Es ist nur zu harmlos dargestellt.
Der 1. Mai hat den Steuerzahler und die Energiekunden vorsichtig geschätzt mindestens 150‘000‘000.00 € gekostet, die Verbraucherkosten nicht eingerechnet!
Das an einem einzigen Tag! Für Nichts!
Ein guter Teil dieses Betrages ging an die Stromproduzenten für den Schrottstrom UND für NICHT produzierten Strom!
Wir brauchen keine neuen Stromspeicher, sondern die EEG-Umlage gehört abgeschaft; dann regelt sich vieles automatisch!
Die Energiewende scheitert an fehlendem Speicher. Alle anderen Behauptungen sind Ideologie. Punkt.
Ach noch was. Sie scheitert auch an einer absoluten Mehrheit von Leuten, die alle etwas ganz wichtiges wissen, aber die Zusammenhänge nicht verstehen. Wer alle 15 Minuten im Gleichschritt Erzeuger zu und abschaltet, statt die Erzeugung KONRINUIERLICH an den Bedarf anzupassen, gewinnt den Oberpreußenorden, sonst nichts. Aber man kann nicht soweit denken in der Wirtschaft und bei den Bürokraten der verschiedenen AGENTUREN. Und bei den Zockern an der neuen Strombörse würde niemand Denken erwarten. Und nun heulen und jaulen wir gemeinsam den Mond an.
M.G.
PS.Kleiner Tipp für alle CDU – Politiker und Wähler: der erste von euch, der es schafft, die Energiewende abzublasen und gleichzeitig nicht von den Merkelianern gesteinigt zu werden, dem winkt unbegrenzte Macht. Traut euch!
Wir vollkommen unzuverlässige Stromerzeuger. Es gibt sie nur, weil uns der Staat in 15 Jahren Billionen Euro gestohlen hat und damit diesen nutzlosen Dreck so subventioniert hat, dass die Hersteller wie Ölbarone in Geld schwimmen. Aber, satt zu kapieren was passiert, glaubt der Deutsche halt an ein Wunder…
Nutzloser Dreck würde ich nicht sagen! Aber unsere genialen uns selbstverliebten Politiker haben versäumt, eine möglichkeit zu schaffen, diese ganzen Solarstrom-Produzenten komplett oder teilweise abschalten zu können! ( Was ja bei der Windkraft implementiert würde )
Es ist halt generell so: was man einschalten kann, muss man auch ausschalten können! Die Appelle jetzt an die Betreiber, die Anlagen bei viel Sonne und wenig Verbrauch manuell abzuschalten wirken ja nur hilflos und peinlich.
Aber das ist halt das Niveau unser aktuellen Politik!
Ist es auch Schwachsinn, so hat es doch Methode.
Stimmt!
Man kann Herausforderungen annehmen, oder meckern, und keine Taten vollbringen.
Deutschland war schon immer Meister von Herausforderung.
Und das soll so bleiben. Black outs hatten wir schon mal nicht.
Ich glaube das waren auch Meckerer.
Auf geht´ s Fr.Reiche. Lösungen sind auf dem Tisch.
Welche Lösungen denn?
Herausforderungen gibt es viele. Aber es werden immer mehr. Gerade weil wir KEIN Meister mehr darin sind damit umzugehen. Black-out gab es in Spanien trotz Sonne. Und in Berlin wegen links-grünen Terroristen.
WAS „waren die Meckerer“?
Haben sie den Artikel überhaupt gelesen? Finden sie da Kritik etwa nicht angebracht?
In Spanien gab es nicht trotz, sondern wegen der Sonne den Blackout. Die gleiche Situation wie in DE am 1. Mai. DE ist nur mit viel Glück am Blackout vorbeigeschrammt, weil es genug Nachbarn gab, die den Strom abnehmen konnten UND genügend Konventionelle am Netz hatten um das Netz zu stabilisieren. Also FR, Polen und die Tschechei.
Das hat Spanien (zu wenig Leitungen nach FR) damals gefehlt und das Netz wurde instabil und brach zusammen. Das hätte in DE auch passieren können. Nicht das erste Mal in diesem Jahr!
Bis jetzt: einfach Dussel gehabt.
@Wortleser
Weil er recht hat mit seinem Kommentar.
Und wozu soll IHRER gut sein?
Wozu solche Kommentare hier?
Lösungen?
Die einzige Lösung ist, das EE-Zeugs abzustellen.
Alles andere wie Speicher ist entfernte Zukunftsmusik, die wahrscheinlich nie gespielt wird, weil viel zu teuer.
Wenn wenigstens die drei KKWs wieder angeschlossen würden, wäre schon viel geholfen. Dauert halt ein paar Jahre, wenn man jetzt anfangen würde, aber sehr viel schneller, als Reiches Gaskraftwerke…
Allen Politikern, welche diesen Schwachsinn Vorschub geleistet haben, alle Zuwendungen und Pensionen streichen! Anschließend wegen Hochverrat vor Gericht!
Frau Reiche … immerhin …