Brandmauer
Nach Vorstoß von Albig: Warum eine Zusammenarbeit von SPD und AfD politisch Sinn ergeben würde
Der ehemalige SPD-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, hat eine Zusammenarbeit seiner Partei mit der AfD vorgeschlagen. Mit Blick auf die dänischen Sozialdemokraten könnte ein solches Vorgehen tatsächlich Sinn ergeben.
Der frühere SPD-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, hat sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung für eine Zusammenarbeit der Sozialdemokraten mit der AfD starkgemacht. Die SPD solle die Brandmauer endlich überwinden und sich auf Minderheitsregierungen einlassen, die von der AfD toleriert würden. Albig schlug zudem eine pragmatische Zusammenarbeit mit der AfD in einzelnen Themen vor (Apollo News berichtete).
Auch wenn die Parteispitze erwartbar empört reagierte, ist der Gedanke einer Zusammenarbeit zwischen SPD und AfD politisch weniger abwegig, als er auf den ersten Blick erscheinen mag. In mancher Hinsicht läge eine solche Konstellation sogar näher als eine Minderheitsregierung unter Führung der CDU – und sie könnte der SPD tatsächlich neues Leben einhauchen.
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Auf ein historisches Vorbild verwies Albig selbst: die Sozialdemokraten in Dänemark. Während rechte Parteien in vielen europäischen Ländern stark zulegen und traditionelle Volksparteien unter Druck setzen, sind sie in Dänemark nach wie vor eher marginalisiert. Die Sozialdemokraten bleiben dort die stärkste politische Kraft. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass sie, anders als viele andere sozialdemokratische Parteien in Westeuropa, nicht primär auf linke Identitätspolitik setzen, sondern seit Jahren einen restriktiven Kurs in der Migrationspolitik verfolgen.
Dass die Verbindung sozialdemokratischer und migrationskritischer Politik in Dänemark kein historischer Sonderfall sein muss, zeigt ein Blick in die Geschichte. Anders als es heute oft suggeriert wird, war eine ausdrücklich positive Haltung zu offenen Grenzen keineswegs immer Bestandteil linker Politik. Das hat nicht nur kulturelle Gründe. Offene Grenzen galten in der linken politischen Theorie lange Zeit als problematische Begleiterscheinung der Globalisierung und wurden deswegen abgelehnt.
Zu offensichtlich war die Nähe zu Interessen, die auf billige und möglichst anspruchslose Arbeitskräfte aus dem Ausland setzten. Wie sich dennoch in weiten Teilen der Linken eine nahezu geschlossen liberale Haltung zur Migration durchsetzen konnte, bleibt bis heute erklärungsbedürftig. Die Entfremdung von der Arbeiterschaft vollzog sich erst im Zuge jener kulturellen Wende, in der Themen wie Diversität und Anerkennung zum Kern progressiver Politik wurden.
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Ein erst jetzt veröffentlichtes Video zeigt den Moment, der zu dem bundesweit diskutierten Foto des sachsen-anhaltinischen CDU-Fraktionschefs Guido Heuer mit dem AfD-Politiker Ulrich Siegmund führte. Die Aufnahmen zeigen einen kumpelhaften Umgang – und widerlegen Heuers Behauptung einer „politischen Konfrontation“.Konfrontations-Kuscheln in Sachsen-Anhalt
Ein Foto löst die übliche Distanzierungsspirale aus: Ein CDU-Politiker hatte sich freundlich mit Ulrich Siegmund gezeigt. Der Wahlkampf der CDU in Sachsen-Anhalt wirkt zunehmend schizophren.Anders als von einzelnen Politikwissenschaftlern oder Sarah Bosetti nahegelegt, ist die Hinwendung vieler Arbeiter zu rechten Parteien nicht einfach Ausdruck von Dummheit oder mangelnder Bildung. Sie beruht vielmehr auf einer positiven Haltung zum Nationalstaat, die heute fast nur noch in der politischen Rechten zu finden ist.
Mit ihrem Festhalten am Nationalstaatsgedanken bekennt sich die Rechte zu einem politischen Rahmen, in dem soziale Politik unter den Bedingungen der Globalisierung überhaupt noch realisierbar ist. Ob eine rechte Partei dann eher liberal oder sozialdemokratisch ausgerichtet ist, ist für viele Arbeiter letztlich zweitrangig. Tatsächlich ist es jedoch den dänischen Sozialdemokraten gelungen, diesen Zusammenhang zu erkennen und das verbindende Tischtuch zu den Arbeitern nicht zu zerschneiden.
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Auch oder gerade weil die AfD auf Bundesebene eher wirtschaftsliberal ausgerichtet ist, könnte eine Zusammenarbeit der Sozialdemokraten mit der Partei im Rahmen einer Minderheitsregierung durchaus Sinn ergeben. Sie würde den Arbeitern signalisieren, dass ihre Kernanliegen bei der ehemaligen Arbeiterpartei, wie etwa zu Zeiten Helmut Schmidts, wieder Gehör finden.
Zugleich würde sie ihrem arbeitnehmerfreundlichen Selbstverständnis wieder mehr Glaubwürdigkeit verleihen, sofern sie sich zugleich von der bedingungslosen Alimentierung Arbeitsunwilliger verabschiedet.
Hinzu kommt, dass der vor allem in der Ost-AfD vertretene Sozialpopulismus durchaus Anknüpfungspunkte zur SPD-Programmatik bietet und sich in den ostdeutschen Landtagen unter Absehung von der Brandmauer einzelne Vorhaben realisieren ließen, die mit der CDU nicht mehrheitsfähig wären. Richtigerweise ist daher für Albig vorstellbar, „wenn also nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise Manuela Schwesig sagen würde: ,Ich suche mir meine Mehrheiten im Landtag je nach Thema‘.
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AfD und SPD – das klingt wie Islam ist Frieden.
Mehr Widerspruch geht nicht
Das Klingbeil nicht vergessen
Wie kommt es nur das ich automatisch an die Antifa denken muss…?
Und das Bas.
und das Esken, und das Miersch und wer sich sonst noch so an Blindgängern bei denen tummelt.
@ J.B. sie haben recht. Die SPD ist vermintes Gelände und überall liegen Blindgänger rum.
und das Call-Center Boy.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß die SPD auf den Import neuer Wähler verzichten kann.
Weil man bei der SPD absolut nicht rechnen kann, verprellt man lieber die einheimischen Wähler und hofft hingegen bei den Migranten als Ausgleich mehr Wähler zu finden. Das immer mehr integrierte Migranten auch einen Hals auf die illegalen, gewaltbereiten und kulturfremden Migranten haben, kapiert man in der SPD ebenfalls nicht!
sozusagen Kolonialwarenhandel
Nein, die spd hat auch clevere Leutchen. Wenn die AfD das täte ginge sie den Weg der CDU.
In den Alternativmedien wird nun seit Wochen schon die AfD als neue „Arbeiterpartei“ aufgebaut, da muß nun schließlich auch die SPD her, um dergleichen Nonsense zu stützen. Die AfD ist eine Partei aus liberalen Quellen (Euro-Rettungspolitik!), und liberal und sozialdemokratisch/sozialistisch verträgt sich nun einmal kaum.
Es wäre der Treppenwitz der Geschichte. Während die SPD alles, aber auch alles von der CDU torpediert, und ihren Machterhalt durch die Brandmauer geschützt sieht, und die CDU mit Oberzenturio Merzus diese Brandmauer bis aufs Blut verteidigt, wäre eine Zusammenarbeit zwischen SPD und AFD ein Streich sondersgleichen. Die derzeitige Brandmauer wäre gefallen, und eine neue wäre aufgebaut. Und hinter der sitzt nun allein die CDU und überlegt bis in alle Ewigkeiten was schief gelaufen ist.
Hoffentlich fällt die AfD nicht darauf rein. Die Bremserpartei SPD würde ihre Zwietracht nur in eine andere Richtung verlegen.
und die islamische Unterwanderung in dieser Partei nicht zu vergessen
Öffentlich moderiert wird das dann von Esken, Bas und Stegner. Mit versöhnlichen Worten. 😂
AfD und BSW, beide national, das würde einigermaßen passen.
Ein Helmut Schmidt war „national“, lang, lang ists her.
Wie soll diese Minderheitsregierung im Bund nach einer Neuwahl aussehen?
Die AfD mit 35% wird von der 8% SPD toleriert?
Verstehe ich nicht
Was sagt denn eigentlich die AfD zu einer „möglichen Zusammenarbeit“ mit der SPD?
Wenn die SPD nichtmal stressfrei mit einer auf links gedrehten CDU zusammenarbeiten kann.
Warum eine Zusammenarbeit von SPD und AfD politisch Sinn ergeben würde !?
Weil jeder und alles was sich mit der SPD abgibt und zusammenarbeitet unweigerlich in Dystopie Niedergang Chaos und Elend endet !
Besser und schneller könnte man die AFD nicht bekämpfen und sie unweigerlich auf den Weg der Union in den Untergang führen !
Die SPD ist reines Kryptonit für jede Funktionierende Volkswirtschaft und Freiheitlich Demokratische Grundordnung !
Und welche Farbe hat Kryptonit?
Damit ist alles gesagt.
Es gab auch rotes Kryptonit. Da war Superman bei Kontakt die Sorgen und Nöte der Bevölkerung egal. Irgendwie passt das doch
🙂 🙂 😉
Die Farbe von Kryptonit ist Grüne. Diese Farbe hat hier und im Artikel noch gefehlt heute.
Was, wenn es für die AfD alleine nicht reicht und sie einen Koalitionspartner braucht? Ich denke, und jetzt bitte festhalten, dann wäre die FDP die beste Wahl. Vorausgesetzt natürlich, sie schafft es wieder in den Bundestag.
Die FDPler sind willig, postengeil und stehen, was Wirtschaftspolitik angeht, der AfD näher, als jede andere Partei. Die würden auf eine Brandmauer scheixxen.
Die links-woken Anwandlungen, die sie in der Ampel-Regierung hatten, gäbe es an der Seite der AfD mit Sicherheit nicht mehr.
Ich fände das besser, als eine Zusammenarbeit mit dieser CDU. Und mit der SPD, lieber Autor, das geht schon mal gar nicht!
Hervorragender Artikel.
Welcher?
Wenn die AfD das macht braucht sie in Zukunft nicht mehr zur Wahl anzutreten. Lasst die Bankrotteure der Altparteien weitermachen bis die Masse der Wähler für einen längeren Zeitraum bereit ist einen anderen Weg zu wählen. Das ständige Wechselwählen auf der Suche nach einem Messias bringt nur eine Fortsetzung dieser Machtsituation. Dann wäre die AfD auch nicht besser.
Ganz genau, auf den Punkt gebracht. Noch ist es zu früh, es muss alles noch viel schlimmer werden. Erst wenn D komplett am Boden liegt, wacht der Michel vielleicht auf und erst dann ist die Zeit reif
Dann ist die Zeit reif, aber dann ist es zu spät. Dann würde die AfD ein völlig kaputtes Land übernehmen und die Deutschland Feinde könnten sagen:“ Seht ihr ,die AfD kann es auch nicht.“.
das ist doch das, was Hoeneß so toll fände…da sieht man, was gedanklich bei denen los ist. Kaputte Köpfe.
Mit Linken arbeitet man nicht zusammen! Punkt.
Da könnte die AFD gleich mit den Grünen koalieren. Es wäre die gleiche Sooße.
Die Einheitsbreiparteien Rot, Rotlinks, Links, Grün, die Gelben und die CDU CSU würden ALLES tun, nur um an den Futtertrögen zu bleiben.
Wieder wird getrickst, geschoben, gelogen.
Gibt es wirklich immer noch soviele Wähler, die all den Müll der Einheits- Sooßen Parteien glauben?
Oder wird bereits beim Auszählen und davor maximal betrogen?
Warum sollte Linke nicht Linke tolerieren?
Taktik? Mehr ist das glaube ich nicht.
Endlich mal eine sinnvolle Idee, aber dieser Zug ist für die SPD längst abgefahren, fürchte ich.
Ich hoffe es!
Mit der jetzigen SPD ist das unmöglich.
Ja das S stört.
Wiese, Esken, Stegner und der Dauerlutscher- der Lolli – Scholz… oh nein….:-)))
AfD und SPD haben die Nähe zu Russland als grundlegende Gemeinsamkeit.
AfD und SPD
und
CDU und Die Linke
herrlich
Eine Zusammenarbeit zwischen der AfD und Sozialdemokraten mag man für möglich halten. Nur gibt es in Deutschland aber keine Sozialdemokraten mehr. So wie in der FDP die Verfassungsliberalen ausgestorben sind, sind aus der SPD die Sozialdemokraten verschwunden. Es gibt sie zwar noch, jedenfalls dem Namen nach, die SPD, die früher einmal sozialdemokratisch war, bei der heutzutage aber sozialistische, linksradikale, demokratie- und freiheitsfeindliche Strömungen vorherrschend sind. Ein fester Bestandteil im verfassungsfernen ökosozialistischen Einheitsblock. Und mit so etwas sollte keiner, dem die FDGO am Herzen liegt, etwas zu schaffen haben…
Die Freie Deutsche Jugend war nicht frei.
Die Deutsche Demokratische Republik war nicht demokratisch.
Und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist nicht (mehr) sozialdemokratisch.
Und die Nazis waren Linksextremisten!!!!
Der Kern der SPD sind doch heute Spezialbädagoginnen, die unter dem Vorwand soganannte Flüchtlinge zu betreuen den Staat ausnehmen. Googeln Sie mal AWO Skandal Frankfurt, Öztürk Skandal Bremen – fast hätt ichs vergessen: gelegentlich, so wird berichtet, findet ein Genosse einen Geldkoffer.
Den finden die anderen auch. Jüdische Vermächtnisse und Ehrenwort.
Ob links, ob rechts, ob gestreift oder gepunktet – Wer die eigene politische Sichtweise als alternativlos verabsolutiert, Kompromissfähigkeit verachtet, und politisch Anderstickende geifernd dämonisiert, der klebt an tumb und aggressiv aufgeladenen Freund-Feind-Schemata – unfähig zu vernunftgeleiteter Realpolitik.
Danke für den Artikel.
Geht’s noch? Das wäre ein Grund die AfD nicht mehr zu wählen und zu Hause zu bleiben.
Warum sollte die AFD (29%) eine Minderheitsregierung der SPD (12%) tolerieren? Sind wir in einer moderneren Art des Feudalismus? Außerdem sehe ich keinerlei Übereinstimmung in Bezug zu Wirtschaft und Energieversorgung, selbst wenn die SPD bei der Migration einlenken sollte.
Die AfD sollte auf Sicherheitsabstand gehen zu dieser SPD!
Absolut undenkbar. Keine Zusammenarbeit mit Kommunisten. Nie.
… Hauptsache den linken Fuß in die Tür bekommen …
AFD mit SPD. Jetzt träumen sie schon mit offenen Augen!
Ich sage voraus, dass die SPD, und sei es im Angesicht des nahen Parteientodes, mit der AfD koalieren wollen wird und damit ein großes „Zisch aus“ in Richtung CDU abgibt. Ich bin dann gespannt auf die Begründungen der SPD und die gaaaanz langen Gesichter bei der CDU.
Never ever!
Es nutzt der SPD. Nutzt es der AfD?
Nur zur Erinnerung Brandmauer kann auch beidseitig funktionieren. Eine von der AfD tolerierte Minderheitsregierung könnte/sollte jeden SPD Vorschlag grundsätzlich ablehnen.
Aber egal, die aktuelle Bas/Klingenbeil SPD muss weg!
es nutzt nicht der AfD. Die Partei würde sich komplett unglaubwürdig machen, ihre Seele verlieren. Und folglich jede Menge Menschen, die an das Gute glauben. Die SPD hat sich komplett abgewirtschaftet. Das Vertrauen der Menschen komplett verloren. Von Willy’s 47% auf Klingbeils 12% ( zumindest noch) Tendenz fallend ….unweigerlich.
Die Industrie kündigt das Linksindustrielle Migrationsprojekt wegen genug Facharbeitslosen und die gelenkte Demokratie rutscht Richtung Dänemark.
Der Sinn einer Zusammenarbeit mit der AfD liegt nur darin, da es um das Land und die Bevölkerung geht und nicht um den Machterhalt einzelner Parteien ! Aber langsam würde es auch für SPD und die Union Sinn machen, wenn sie verhindern möchten , den Weg der FDP zu gehen
Guter Vorschlag – der traut sich wenigstens was zu
Die SPD ist heute linker als die SED…
Das wird mir jetzt zu bunt 😉 . Ich denke ja auch gerne queer 😉.
Aber das sich Wasser und Wein zu Sekt verarbeiten lassen…🤷🏻