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Suraj Mailitafi

Nach Apollo News-Anfrage: Widersetzen-Sprecher droht Ausschluss vom Deutschen Engagementpreis

Trotz seiner Rolle als Widersetzen-Sprecher bei den teils gewaltsamen Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt ist Suraj Mailitafi für den staatlich finanzierten Deutschen Engagementpreis nominiert. Nach einer Anfrage von Apollo News droht ihm jetzt ein Ausschluss von dem Preiswettbewerb.

Hier auf einer Pressekonferenz mit Heidi Reichinnek: Widersetzen-Sprecher Suraj Mailitafi (IMAGO/Andreas Gora)

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Widersetzen-Sprecher Suraj Mailitafi droht ein Ausschluss vom Deutschen Engagementpreis 2026 (DEP). Das geht aus einer Antwort des Ausrichters, der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), auf eine Anfrage von Apollo News hervor. Demnach prüfe die Bundesstiftung gegenwärtig „einen möglichen Widerspruch zu den Teilnahmebedingungen“ des DEP.

Hintergrund ist Mailitafis Rolle als Sprecher des antifaschistischen Aktionsbündnisses Widersetzen im Rahmen der Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt, den das linke Bündnis im Vorfeld als „faschistische Zusammenrottung“ bezeichnete und mit illegalen Blockadeaktionen und anderen Mitteln des „zivilen Ungehorsams“ verhindern wollte.

Im Nachgang der Proteste, bei denen es Anfang Juli vonseiten linker und linksextremer Demonstranten zu massiver Gewalt gegen ein Reporterteam von Apollo News kam, solidarisierte sich Mailitafi unmissverständlich mit den Gewalttätern aus den eigenen Reihen. „Sie wollen eine Distanzierung von mir, die kann ich Ihnen aber nicht liefern, weil die Leute, die sich haben provozieren lassen, ebenfalls zur antifaschistischen Bewegung gehören“, stellte er damals in einem Interview mit dem Stern fest.

Dieses taktische Verhältnis zu politischer Gewalt könnte Mailitafi mit Blick auf den diesjährigen Deutschen Engagementpreis nun auf die Füße fallen. Denn die Teilnahmebedingungen des aus staatlichen Geldern finanzierten DEP legen ausdrücklich fest, dass das ausgezeichnete Engagement „auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ erfolgen muss.

Festgehalten wird dort außerdem: „Der DEP steht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, der Grundrechte und des Rechtsstaats. Ausrichtende von Engagementpreisen sind angehalten, diese Werte bei der Auswahl ihrer Nominierten zu berücksichtigen.“ Von der Teilnahme am Deutschen Engagementpreis kann ausgeschlossen werden, wer diese Werte und Regeln verletzt.

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Mailitafi wurde von der Allianz Foundation für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen, nachdem diese ihn bereits im September 2025 für seinen politischen Aktivismus mit dem „Movers of Tomorrow Award“ ausgezeichnet hatte. Bei der routinemäßigen Überprüfung seiner Nominierungsunterlagen scheint sich der DEP jedoch nicht über die gesamte Bandbreite von Mailitafis linksaktivistischen Tätigkeiten im Klaren gewesen zu sein. Gegenüber Apollo News erklärt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt, dass Mailitafis Unterlagen „zum Zeitpunkt der Einreichung durch das Team des Deutschen Engagementpreises geprüft und als teilnahmeberechtigt erachtet“ wurden.

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Eine eingehende, über die eingereichten Unterlagen hinausgehende Überprüfung der Vereinbarkeit von Mailitafis politischen Aktivitäten mit der Verfassungsordnung des Grundgesetzes fand demnach nicht statt. Erst auf Anfrage von Apollo News hin prüft die öffentlich-rechtliche DSEE jetzt, ob die Tätigkeit als Widersetzen-Sprecher mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar ist. „Hinweisen auf einen möglichen Widerspruch zu den Teilnahmebedingungen gehen wir bei jeder Nominierung nach, so auch aktuell in Bezug auf Ihre Anfrage zum Nominierten Suraj Mailitafi. Zu laufenden Prüfungen äußern wir uns nicht“, teilte die DSEE am vergangenen Montag auf Anfrage mit.

Der ebenfalls angefragte Staatsminister für Sport und Ehrenamt, Schirmherr des Engagementpreises, erklärt gegenüber Apollo News, er verstehe „bürgerschaftliches ehrenamtliches Engagement als tragende Säule unserer Gesellschaft und einer lebendigen Demokratie, in der unsere Verfassung und ihre Werte geachtet und gelebt werden. Daher setzt er voraus, dass die genannten Prinzipien auch auf die Nominierten und potentielle Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Engagementpreises zutreffen. Der Staatsminister begrüßt daher die interne Prüfung der DSEE und möchte dem Ergebnis nicht vorgreifen.“

Auf mehrfache Nachfrage von Apollo News konnte die DSEE allerdings weder beantworten, wann mit einem Abschluss der Überprüfung zu rechnen ist, noch Auskunft darüber geben, ob man das Ergebnis der internen Prüfung öffentlich bekannt geben wird. Auf Anfrage hieß es am Donnerstag lediglich: „Die Prüfung der Nominierung von Herrn Mailitafi ist aktuell nicht abgeschlossen. Wir bitten um Verständnis, dass wir gegenwärtig noch keinen Zeitpunkt für den Abschluss der Prüfung nennen können.“

Weshalb sich die Überprüfung der Verfassungskonformität Mailitafis so schwierig gestaltet und dermaßen in die Länge zieht, wird wohl das Geheimnis der Bundesstiftung bleiben. Immerhin liegen der Bundesregierung selbst genaue Kenntnisse über die personellen und ideologischen Verbindungen von Widersetzen zur vom Verfassungsschutz beobachteten Interventionistischen Linken (IL) vor. In einer kürzlich veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion heißt es: „Wie auch bei vergangenen Großaktionen des Bündnisses „widersetzen“, mobilisierte die Mehrheit der Ortsgruppen der gesichert linksextremistischen „Interventionistischen Linken“ (IL) auch im Vorfeld des diesjährigen Protestgeschehens gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt offen für „widersetzen“ und seinen Massenprotest, maßgeblich über Social-Media-Kanäle.“

Und weiter: „Das Engagement der IL bei „widersetzen“ ist ein Ausdruck einer Scharnierfunktion zwischen autonomen, dogmatischen bis hin zu demokratischen Protestinitiativen. Dabei verzichtet die IL einerseits aus strategischen Gründen auf die Propagierung von Gewalt, distanziert sich andererseits aber auch nicht von gewaltsamen Aktionsformen oder einem militanten Auftreten.“

Eine zeitnahe Entscheidung über Mailitafis Teilnahme am Deutschen Engagementpreis wäre auch aus einem anderen Grund dringend angezeigt: Seit dem ersten Oktober läuft das öffentliche Publikumsvoting für den DEP. Mailitafi liegt dabei gegenwärtig mit etwas mehr als 2500 Stimmen und einem komfortablen Vorsprung auf seine Verfolger auf dem zweiten Platz und hat damit durchaus realistische Aussichten, letztlich zu den prämierten Preisträgern zu gehören. Die Abstimmung für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2026 läuft noch bis zum 29. Oktober.

Für den ersten Platz gibt es neben einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro außerdem ein professionell produziertes Imagevideo. Der zweite Platz ist mit 7.500 Euro dotiert, der dritte Platz mit 5.000 Euro. Für die zehn stimmenstärksten Teilnehmer werden zudem die Reisekosten zur Preisverleihung nach Berlin übernommen, und die 50 stimmenstärksten werden im kommenden Jahr zu einem Vernetzungstreffen eingeladen. Mailitafi hat bereits angekündigt, sein Preisgeld im Falle eines Gewinns vollständig zu spenden – unter anderem an eine palästinensische Organisation (Apollo News berichtete).

Der Deutsche Engagementpreis versteht sich als „Dachpreis für Engagementpreise in Deutschland“ und wird seit 2024 von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), einer bundesweit tätigen Stiftung des öffentlichen Rechts des Bundes, ausgerichtet. Er wird vom Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt gefördert und aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums finanziert.

Begleitet wird die Abstimmung für den Publikumspreis von der Kampagne „Deine Stimme für Engagement“. In deren Rahmen rufen Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Zivilgesellschaft wie Eckart von Hirschhausen und Philipp Lahm zur Beteiligung an der Abstimmung auf. Neben dem Publikumspreis vergibt der Deutsche Engagementpreis auch Auszeichnungen in fünf Jury-Kategorien. Zur elfköpfigen Jury gehört in diesem Jahr unter anderem die Klimaaktivistin und Fridays-for-Future-Mitorganisatorin Luisa Neubauer.

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44 Kommentare

  • Der „Gas-Wasser-Scheiße-Preis“ geht in diesem Jahr an
    den Installateur Ingo Spüler (genannt die „Spirale“)
    weil er tagtäglich um 06.00 Uhr morgens aufstand und zur Arbeit ging.
    In der Arbeit ging er seinem erlernten Beruf nach und
    dies trotz Gestank und Dreck.
    Er hat nie einen mit Gewalt bedroht und jeden bedient ohne Ansehen seiner Hautfarbe oder politischen Einstellung.

    Gott danke uns, dass es noch solche Aufrichtigen gibt.

    • Weg mit solchen Goldstücken. Der Flieger wartet schon💩💩💩💩 Die ehrlichen Worte wären nicht durch die AN Zensur gekommen🤢🤢🤢🤢

      • Stimmt leider!

  • Gebt ihm diesen Preis doch!
    Der hat genau so viel Wert, wie die 13, die Merkel bekommen hat.
    Nämlich nichts.
    Sollen die sich doch gegenseitig mit Orden behängen, wer‘s braucht.

  • Luisa Neubauer in der Jury… hahaha….welche Chance dann wohl ein Konservativer hat?
    Wie schaffen es die Linken immer, überall an den Geldtöpfen zu respawnen?

    • Auf Grund einer komplett verkrachten und durch Angie verlinkten Union…

    • Weil es „Den Deutschen Untertan“ gibt!

    • Weil sie es können. Aber Luisa interessiert eh fast niemand. Millionärstöchterchen ohne Arbeit und mit dem Lauch Klamroth in der Kiste.

  • Hallo Apollo-Team, macht bitte nicht zu viel Wind um Mailitafis eigenwilliges Verhältnis zu Gewalt … sonst kriegt er von Herrn Steinmeier noch das Bundesverdienstkreuz.

  • Ein Aktivist in eigener Sache, aber gegen Deutschland.

    • Aber sich hier durch schmarotzen.

  • Was darf Comedy…

  • Er hat sich doch so schön eingesetzt für seine Landsleute; gebt ihn doch einen Preis.

    • Ein One Way Ticket in die alte Heimat.

  • Wir als Ostdeutsche haben vor 37 Jahren eine Banane erhalten.
    War zwar kein Preis, aber in dem Fall angemessen.

  • Oje, da seh ich noch schwarz für den Suraj Mailitafi.

  • Suraj weiß genau, warum er ein Bild vom 16-jährigen Lorenz auf seinem Pullover trägt und nicht als 21-jährigen…

  • Wer ist denn noch für diesen Preis nominiert? Maja T.?

  • Naja, Gewalt gegen Reporter gehört halt nun zum Alltag, findet man auf Demos von Rechten ständig. Ebenso wie die neuesten Einschüchterungsversuche seitens der AfD gegen einen ZDF Reporter.

  • Seine „Tätigkeiten“ neben dem angeblichen Studium würden in einem anderen Land dieser Welt ausreichen um diese Person auszuschaffen.

  • Farce

  • Die Allianz Foundation und die üblichen Verdächtigen.
    Was hat das mit Engagement zu tun?

  • Deutscher Engagementpreis – was für ein Blödsinn!

    • “ Zur elfköpfigen Jury gehört in diesem Jahr unter anderem die Klimaaktivistin und Fridays-for-Future-Mitorganisatorin Luisa Neubauer.“
      Keine weiteren Fragen.

      • 😂🤣😂🤣😂🥳🥳🥳

  • Ein Tritt ins Gemächt für alle Ehrenamtlichen daß so einer überhaupt nominiert wird…

  • Einfach einen Container Blechorden aus China ordern und beim Karneval wie Kamellen vom Wagen werden.

  • Der weiß doch nicht mal wie man „Widersetzen“ schreibt.

    • „wieder setzen“…

      • Am besten gleich sitzen bleiben.

    • Der Preis sollte wohl Niedersetzen! heißen.
      Bei den linken Begriffverdrehern weiß man nie….
      Abflug!
      Nein, ich meinte Abmarsch! Flieger sind zu teuer…. Bestenfalls mit 🦼🦽🛺🛼

  • Dieser gewalttätige Typ gehört von Allem ausgeschlossen. Dieser Verein steht in krassen Gegensatz zum GG.

  • Wieder so ein Preis der Schande, und dann noch ein Bonus weil er nicht weiß ist.

  • Ekelhaft!

  • Für was engagiert sich denn Mailitafi außer für sich selbst??
    Das ist so ein Typ, der von Deutschland jede Chance bekommen hat, die er in seinem Herkunftsland nie gehabt hätte, und dann will er den Deutschen vorschreiben, wen sie wählen dürfen und wen nicht, und schreckt dabei auch vor Gewalt nicht zurück.
    Mich ekelt so ein Verhalten. Noch mehr ekeln mich aber heuchlerische Organisationen wie die „Allianz Foundation“ an, die halt irgendein Charity-Feigenblatt braucht.
    Liebe Linke: Kann man da nicht irgendwas mit Enteignen machen?

  • Wer sind denn die anderen Kandidaten für diesen Preis?
    Wahrscheinlich ist es sch…egal, wer hier mißbrauchte Steuerknete bekommt.

  • Notfalls wird sich ein anderer Schwarzer finden lassen. Es geht ja eh nur um das Symbolische an der Verleihung.

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