Berlin
Nachzahlungen für Beamte kosten mindestens 1,2 Milliarden Euro
Das Land Berlin muss Beamten Geld nachzahlen, weil die Besoldung für mehr als zehn Jahre zu niedrig ausfiel. Finanzsenator Evers teilte mit, dass die Nachzahlung höher ausfallen wird als von ihm zunächst gedacht: Nun wird sie mindestens 1,2 Milliarden Euro kosten.
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Die gerichtlich angeordneten Nachzahlungen für Berliner Beamte werden höher ausfallen als von der Finanzverwaltung der Hauptstadt bisher angenommen wurde. Finanzsenator Stefan Evers teilte am Donnerstag mit, dass die Nachzahlungen mindestens 1,2 Milliarden Euro kosten werden statt 900 Millionen Euro, wie seine Behörde zuvor angenommen hatte. Doch die Kosten könnten noch weiter steigen, gibt Evers zu: Laut ihm handele es sich lediglich um einen Zwischenstand, wie der RBB berichtete.
Nun müssten die Personalakten durchgegangen werden, um eine belastbare Zahl zu erhalten. Ein Arbeitsentwurf für die reformierte Beamtenbesoldung liegt bereits vor. Doch Evers ließ offen, ob die Reform noch vor der Wahl am 20. September kommt. Es gibt jedoch eine Frist: den 31. März 2027.
Das Bundesverfassungsgericht hatte im November entschieden, dass die Besoldung der Berliner Beamten von 2008 bis 2020 verfassungswidrig gewesen sei, weil sie zu niedrig gewesen sei. Dadurch sei das Alimentationsprinzip verletzt worden, das besagt, dass der Dienstherr den Beamten lebenslang einen angemessenen Unterhalt zahlen muss.
Konkret war die Besoldung in der Besoldungsgruppe A nach Ansicht des Gerichts zu niedrig. Diese Gruppe umfasst zum Beispiel Polizisten oder Lehrer im höheren Dienst. Anspruch auf eine Nachzahlung haben einerseits die Kläger und andererseits diejenigen, deren Ansprüche noch nicht endgültig abgelehnt wurden. Jedoch soll die Nachzahlung nicht für die Beamten aller Besoldungsgruppen gelten. Bis Ende März muss die Landesregierung eine Gesetzesreform vorlegen, entschied das Bundesverfassungsgericht.
Finanzsenator Evers sagte, dass die Entscheidung des Gerichts „in seiner Tragweite und auch in seiner vollständigen Neuausrichtung der Grundsätze der Beamtenbesoldung alle miteinander überrascht hat“. Die Finanzverwaltung habe sofort mit den notwendigen Vorbereitungen begonnen, damit die Frist des Gerichts eingehalten werden könne. „Jetzt geht es um die Frage des politischen Ermessens, des politischen Gestaltungsspielraums, und das zu beantworten ist tatsächlich nicht Aufgabe der Verwaltung allein, dafür ist die Tragweite schlicht zu groß“, so Evers.
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Die Bundesverwaltung ist besonders oft krank. Im Jahr 2024 waren die Beschäftigten durchschnittlich 20,51 Arbeitstage krankheitsbedingt abwesend. Damit liegen sie eklatant über dem Durchschnitt. In einer Gruppe sind es sogar 35 Tage.Tatsächlich könnten die Kosten noch deutlich ansteigen: Die Finanzbehörde rechnete im schlimmsten Szenario mit Nachzahlungen in Höhe von insgesamt 7,2 Milliarden Euro (Apollo News berichtete). Der Finanzsenator zeigt sich dennoch von den scheinbar plötzlich ansteigenden Kosten überrascht.
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Wann wird endlich auf leistungsgerechte Besoldung umgestellt, warscheinlich könnten wir dann wieder zig Milliarden einsparen ? Wo bleibt die Gegenleistung?
Leistungsgerechte Besoldung? Dann würden aber nicht wenige Beamte beim Existenzminimum landen.
Der öffentliche Dienst gehört abgeschaft (bis auf die Polizei).
Und die höheren Pensionen für die Zukunft sind bestimmt noch nicht eingerechnet.
2026 Rechtsprechung Bundesverfassungsgerichts zur Beamtenbesoldung.
Nach Artikel 33 Absatz 5 des Grundgesetzes (GG) muss der Staat seine Beamtinnen und Beamten lebenslang angemessen ernähren. Das Gericht prüft dies an festen Parametern.
Im Ergebnis stellt der Senat fest, dass rund 95 % der geprüften Besoldungsgruppen in den Jahren 2008 bis 2020 mit dem Alimentationsprinzip aus Art. 33 Abs. 5 GG unvereinbar und verfassungswidrig sind.
– Abstand zur Armutsgrenze: Die Besoldung darf nicht zu nah am Existenzminimum liegen.
– Neue Prekaritätsschwelle: Als Untergrenze gilt künftig ein Wert von 80 % des Medianäquivalenzeinkommens (Durchschnittseinkommen der Bevölkerung), um gesellschaftliche Teilhabe zu sichern.
– Kein Haushaltsargument: Finanzielle Notlagen des Staates rechtfertigen eine dauerhaft unzureichende Besoldung nicht.
-Wirtschaftliche Entwicklung: Die Bezüge müssen regelmäßig an die Entwicklung der Verbraucherpreise und Tariflöhne angepasst werden.
Der Souverän muss das Recht haben, die Arbeitsbedingungen seiner Bediensteten zu verhandeln und an die wirtschaftliche Realität anzupassen. Die Privilegien des Beamtenstandes, die mit den „hergebrachten Grundsätzen“, so wie es in GG33,5 geschrieben steht, begründet werden, unterliegen mitnichten der Ewigkeitsgarantie. Zur Zeit entzieht das traditionelle Beamtentum die Arbeitsbedingungen des Staates dem demokratischen Aushandlungsprozess. Die Wagenburg, die der Beamtenstand errichtet hat, ist eindrücklich. Gleichwohl ist dieser Zustand anachronistisch und vor allem verhindert er jedwede gesellschaftliche Akzeptanz.
Das BVerfG hat so entschieden, nicht die „Wagenburg“ der Beamtenschaft. „Zur Zeit entzieht das traditionelle Beamtentum die Arbeitsbedingungen des Staates dem demokratischen Aushandlungsprozess“. Was ist das für eine gequirlte Kacke?
Wer arbeitet soll kaum mehr als Arbeitsverweigerer erhalten?
Ihr Neid auf Beamte macht sie
blind. Aber bleiben Sie ruhig: In 20 Jahren haben Sie ihr Ziel erreicht. Allerdings leben Sie hier dann unter der Knute der
Scharia. Ich gönne es Ihnen.
Die Klarstellung war nötig, wird aber sicher von den Wenigsten zur Kenntnis geommen.
Neue Prekaritätsschwelle: Als Untergrenze gilt künftig ein Wert von 80 % des Medianäquivalenzeinkommens (Durchschnittseinkommen der Bevölkerung), um gesellschaftliche Teilhabe zu sichern.
Die Prekaritätsschwelle hat massive Folgen für den sogn. Regelsatz, gesellschaftliche Teilhabe !!
Man sollte aber auch immer auf die effektiven Lebenshaltungskosten in einer Stadt schauen. Und da ist Berlin zumindest in der Vergangenheit im Vergleich mit anderen Großstädten sehr günstig gewesen. Wenn man also alles hochrechnet, ist der Beamte in Berlin sicherlich nicht schlechter dagestanden als seine Kollegen in München oder Frankfurt, trotz angeblich zu niedriger Bezüge.
Die Staatsquote ist eindeutig zu hoch. Auch für nicht rechtlich verpflichtende Maßnahmen und Projekte werden Stellen geschaffen und Umsetzungsbudget zur Verfügung gestellt. Eine sinnvolle Maßnahme wäre meines Erachtens, die Nachbesetzung und Neueinrichtung von Stellen im öffentlichen Dienst auf die hoheitlich erforderlichen Aufgaben zu beschränken und für nicht hoheitliche Aufgaben auch Angestellte statt Beamte vorzusehen.
Die Gerichte sind zu der Erkenntnis gekommen, dass diejenigen, die das Regime stützen, eine Nachzahlung bekommen müssen, weil sich erste größere Bewegungen hin zur Oppositionspartei deutlich geworden sind. Dies versucht man nun durch Bestechungsgelder aufzuhalten.
Bei geschätzten 5-6 Bio. Schulden ist das dann auch schon egal 💸
Die Frage ist: wie sexy kann eine Stadt werden?
Berlin hat seine Beamten der unteren Besoldungsgruppen kaum besser bezahlt, als Sozialhilfebezierher und dadurch das sog. Abstandsgebot zur Sozialhilfe verfassungswidrig verletzt um Geld einzusparen.
Dieser Schuss ging nach hinten los.
Beamtenstatus sofort abschaffen. Sozialversicherungsbeiträge für Beamte rückwirkend sofort erheben.
EX Deutsche Bank Chef Hilmar Kopper würden sagen :
Wir reden hier eigenlich von Penuts 🤣
Nur noch so weiter, bis zum Staatsbankrott. Keiner dieser unfähigen Bürokraten und Politiker sagt mal Stopp oder erkennt den Ernst der Lage.
Noch unerträglicher finde ich die 100 Milliarden für die Leistungs- und Lustlosen, derweil die arbeitende Bevölkerung und die Rentner noch stärker ausgepresst werden.
Oh, genau. Die ganzen Arbeitskräfte, die z.Z und in Zukunft freigesetzt werden, die finden ja jederzeit dauerhafte, neue Arbeit bei den ganzen anderen Unternehmen, die aktuell und in Zukunft insolvent gehen. Und in diesem Szenario ist der zusätzliche, massive KI- & Robotik-Impact der nächsten 3 bis 5 Jahre auf den Arbeitsmarkt noch gar nicht eingepreist.
Erst wenn die alle obdachlos und ohne Geld in der Gosse rumlungern müssen, dann ist Paradies gekommen, ja?
Na dann …
Da hat aber jemand was falsch verstanden!🤣
Brandmauer-Treue Beamte werden im Bananenstaat immer bestens versorgt. Dafür sollen dann nach Merz die anderen Bürger mehr arbeiten, mehr Steuern zahlen und später in Rente gehen.
Dieses Gesetz spaltet die Beamten, wenn nur die, die Widerspruch eingelegt haben etwas bekommen. Ich denke ,die Motivation bei dend leer ausgehenden Beamten geht gegen null.
Wenn der Senat nun herumheult, er könne es nicht bei allen ausgleichen, muss er sich gefallen lassen, dass er als Dienstherr schweren Schaden im Ansehen nimmt. Der Tennisspieler hat Angst, dass man Polizeibeamte an die AfD „verliert“, warum der die anderen Beamten in seiner Sorge, wie Feuerwehrbeamte usw., ausnimmt weiß keiner. Ob er sich beim Abendbrot von seiner Dulcinea die Klage anhören muss, warum er Schulbeamte ausschließt, fördert nicht die Verdauung.
Ich glaube, Berlin braucht jetzt dringend 631.000 neue Beamtenstellen, die sich darum kümmern, dass die Nachzahlung auch wirklich ausgezahlt wird.
Der Staat ist durch die in weiten Teilen linksextreme Regierung am Ende.
@Dirk.
Das hat absolut nichts mit Links zu tun. Seit min. 1993 plündert die Regierung alle, wirklich ALLE aus. Selbst DESTATIS rechnet auf politische Anweisung verkehrt. Siehe auch Armuts- Reichtumsberichte.
Das einzige nachhaltige Ziel war das Großdeutsche Reich die EU.
Länderfinanzausgleich sei Dank ist das alles kein Problem. Die bayrischen Steuerzahler werden das Geld gerne an Berlin überweisen. Es ist auch alternativlos!
Die Linken brauchen immer Geld.
Beim Bürgergeld wird wohl eher nichts eingespart, also müsse Steuern erhöht, noch mehr Sondervermögen aufgelegt werden, oder die zukünftige linke Regierung andere Länder mehr Geld fordern.
Mich würde interessieren, wie viele Beamte in Berlin eigentlich zwischen 2008 und 2020 verhungert oder obdachlos geworden sind? Gibt es dazu eventuell eine Statistik? 🙂 🙂 🙂
da kann sich das Beamten Milieu aber freuen
1,2 Milliarden werden extra an sie verteilt
und wie immer je höher der Posten jährlich Zaster gibt’s
den normalen z.B Streifenpolizisten bekommt die Krümmel welche man untern Tisch
fallen lässt.
Berlin hat es ja sie sind ja reich, gerade kurz vor der Wahl.
Shithole Berlin wie es leibt und lebt
das werden doch die Deutschen Schlafschafe durch den Länderfinanzausgleich gerne zahlen.
Nein, tun sie nicht. Deswegen wird ja auch gegen den Länderfinanzausgleich geklagt.
@Skepsis schaut anders aus
nur wählt die Mehrheit der Schlafschafe immer das Altparteien-Kartell gleich in welcher Konstellation, zur Not noch mit der ehemaligen Mauermörder Partei um die AfD zu verhindern: In der Not säuft der Teufel noch das Weihwasser.
Werden nicht die Richter auch nach dieser Verordnung bezahlt und paßt so ein warmer Geldregen für viele tausend wahlberechtigte Staatsbedienstete nicht hervorrangend für die Kartellparteien so kurz vor der Wahl?
Völlig egal. Wenns nicht reicht, muß es eben eine Salz-, Pfeffer- oder andere neue Steuer richten. Der Plebs ist noch nicht vollständig ausgequetscht.
Das Grundwahlvieh ist wichtig. Egal, was es kostet.