Kanzlerwechsel mit Wüst? Wie der unfähige Friedrich Merz ein Gerücht adelt
Hendrik Wüst wird Kanzler – das war so ein laues Gerücht, das sich in den Medien verselbstständigt hatte. Bis Merz es mit einer erratisch peinlichen Reaktion erst so richtig befeuerte. Ein Wochenrückblick.
Hendrik Wüst soll Friedrich Merz ersetzen! Diese Geschichte schwirrte in dieser letzten Maiwoche durch Berlin und durch den Blätterwald der Magazine und Zeitungen. In der Union werde Wüst schon als „Einwechselkanzler“ gehandelt. Merz sei am Ende. So die Tonlage.
Nur: Woher kam diese Geschichte? Einen Sachgrund hatte sie nicht wirklich. Niemand glaubt ernsthaft, dass der Kanzler mal eben so, von heute auf morgen, ausgetauscht werden könnte. Es ist ein Grummeln, eine Stimmung in der Union, die Nius-Politikchef Ralf Schuler im April als Erster aufgriff und niederschrieb. Eine Stimmung, die vor allem Ausdruck von CDU-Hilflosigkeit ist.
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Mittlerweile liest man von Stern bis Bild über den angeblichen Kanzlertausch – oder jedenfalls über Hendrik Wüst, den „Einwechselkanzler“. Ein souveräner Politiker im Kanzleramt hätte diese wilden Spekulationen natürlich als genau das behandelt – als wilde Spekulationen, die man einfach abtropfen lässt. Ein Profi im Amt hätte dazu einfach geschwiegen. Denn nichts befeuert die Gerüchteküche noch mehr als ein Dementi an einer Stelle, an der es kein Dementi gebraucht hat.
Wir haben aber keinen Profi im Kanzleramt – nur Friedrich Merz. Den verbindet mit Wüst mindestens ein gepflegtes Konkurrenzverhältnis, wenn man nicht von einer gepflegten Feindschaft sprechen möchte. Und so war es wohl seine Eitelkeit, die ihn dazu verleitete, eine Stellungnahme zu den Wüst-Gerüchten an die Presse durchstechen zu lassen. „Aus dem Umfeld des Bundeskanzlers“ hieß es dann, all das Gehabe um Wüst sei bloß eine „wüste Spekulation“. Haha, Wortwitz. Als unverantwortliche Zündelei lässt er es auch noch beschreiben.
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Damit hatte Friedrich Merz aber genau die eine Sache gemacht, die er nicht hätte tun sollen – er adelte das Gerede rund um den „Kanzlertausch“ mit seiner patzig-beleidigten Reaktion erst recht. Diese zeigte nämlich vor allem seine Unsicherheit. Merz ist einfach zu emotional, zu sprunghaft. Und gerade, wenn es um Wüst geht, ist er vorbelastet.
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Rückblick: Es ist 2024. Für die Union läuft es gut, denn sie ist in der Opposition, die glücklose Ampel regiert. CDU und CSU stehen komfortabel über 30 Prozent, was man im Rückblick doch etwas ungläubig aufschreibt. Und alles läuft auf Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten zu. Doch dann kommt Hendrik Wüst. Kurz vor dem anstehenden CDU-Parteitag veröffentlicht er einen Gastbeitrag in der FAZ: „Das Herz der CDU schlägt in der Mitte“, lautet der Titel. Es ist ein kaum verhohlener Frontalangriff auf den CDU-Vorsitzenden und seine damalige politische Linie. Eine Provokation.
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Und Merz – der lässt sich natürlich provozieren. Fast hätte er an diesem Tag alles hingeschmissen. Seinen Traum vom Kanzleramt aus reiner Trotzigkeit, aus reinem Beleidigtsein begraben. Die Merz-Aussagen, die der Spiegel aus der CDU erfährt, sind vernichtend für ihn – und zeichnen 2024 schon sein kopfloses Regierungshandeln vor.
„Ich schmeiß hin“, wird der Kanzler zitiert. „Ich sag gleich im Bundesvorstand, dass der Wüst das machen soll. Soll der doch auch morgen die Rede halten. Ich hab’ die Schnauze voll. Das ist eine Schweinerei“, schimpft Merz – gefangen zwischen Rage und Selbstmitleid, wie wir ihn inzwischen alle kennengelernt haben.
Am Ende war es Wolfgang Schäuble, der den Merz-Rücktritt verhinderte. Merz schwänzte dann die CDU-Präsidiumssitzung, um sich zu beruhigen. Seitdem ist Merz Kanzler, aber nicht anders geworden. Und Hendrik Wüst ist offenbar immer noch in der Lage, ihn zum Kontrollverlust zu treiben, wie die letzten Tage zeigen.
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Schon seit geraumer Zeit war Wüst Hoffnungsträger des linken CDU-Flügels, jener Christdemokraten, die gerne unzutreffend als „liberal“ beschrieben werden und in Wahrheit eigentlich nur Sozis oder Grüne mit etwas mehr Zentrismus und Gottesbezug sind. Die „Merkelianer“ eben. Der namensgebenden Säulenheiligen dieses Flügels hat Wüst ja auch schon einen Verdienstorden umgehängt. Diejenigen in der CDU, die einst Merz’ treueste Anhänger waren, sind vom Kanzler maßlos enttäuscht – aber um sich für Wüst zu begeistern, dafür reicht es dann doch nicht. Auch wenn manch einer zähneknirschend meint, anerkennen zu müssen: Regieren wenigstens kann Wüst. Vielleicht nicht gut in der Sache, aber gut im Handwerk.
Auch das ist nur die halbe Wahrheit: Wer auf Wüsts schwarz-grünes Regierungshandeln in NRW guckt, merkt, dass der Mythos vom „geräuschlosen Regieren“ auch nur halb stimmt. Im Übrigen muss Politik auch nicht geräuschlos, sondern in der Sache richtig sein. Merz’ Problem ist natürlich: Seine Politik ist laut und falsch. Daneben – und nur daneben – wirkt auch ein Hendrik Wüst wie eine denkbare Alternative.
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Nun, vielleicht zur Erinnerung:
Im Vorfeld der Bundestagswahlen 1990 wurde Helmut Kohl gefragt, was er vom Okar Lafontaine, dem damaligen Kanzlerkandidaten der SPD halte, worauf er im „Bericht aus Bonn“ antwortete: „Ach, Herr Nowottny, gegen mich sind schon so viele aus der SPD angetreten, daß ich mir da nicht jeden Namen merken kann:“
Max, wenn Sie mal (wieder) in München sind, haben Sie 2 Mass im Biergarten Ihrer Wahl gut bei mir.
Die AfD hätte sich sicherlich über Wüst oder Genosse Günther als Kanzler gefreut. Schneller kann sich die CDU nicht umbringen.
Da haben Sie wohl Recht, jedoch wird Deutschland in dieser Zeit auch weiterhin vernichtet.
Ach Pinocchio, was hast du denn erwartet. Nur noch die AFD kann Dummland und auch Bayern retten !!!!!
Dieses dumme Geschwätz hört man sein 2015 und jeden zweiten Tag wird die CDU „zerstört“ und jetzt hat sie immer noch/wieder einen Kanzler. Du verstehst offenbar nicht, was die CDU ist.
Gerdolfo kann sich bis 2015 zurück erinnern🤣
Noch so ein Politiker mit immer wiederkehrenden, aufdringlichen Zwangsgedanken:
„Die AfD ist eine Nazi-Partei.“ – Hendrik Wüst (CDU) in der FAZ am 24.09.2023
„Die AfD ist – und das zeigt sich immer klarer – eine Partei, in der stramme Nazis den Takt angeben. Das ist eine Nazi-Partei… Eine Partei, in der Nazis den Ton angeben, in der Nazi-Inhalte vertreten werden, ist eine Nazi-Partei.“ – Hendrik Wüst (CDU) im WDR am 14.01.2024
„Die direkte Konfrontation mit einem schlagkräftigen Demokraten der Mitte hat den Nazi Höcke geschwächt.“ – Hendrik Wüst (CDU) am 12.04.2024
„Wer denkt wie ein Nazi, wer redet wie ein Nazi, den müssen wir als Nazi bezeichnen. Die AfD ist eine Nazi-Partei.“ – Hendrik Wüst (CDU) am 05.05.2024
Nein danke.
Die wirkliche Nazipartei ist die cdu doch selbst. Oder mit was fuer “ Leuten “ hat Adenauer denn seit 1949 regiert ?
Fritz Bauer hat noch, glaube Anfang der 1960er Jahre dafuer gekaempft,
den “ braunen Sumpf “ aufzudecken. Der “ Staat “ hat nicht wirklich etwas dafuer getan. Sogar Morddrohungen hat Fritz Bauer erhalten.
Bei Merz dachte ich, es geht nicht mehr schlimmer. Aber anscheinend doch mit Wüst. Das ist allerunterste Schublade.
Merz stolpert wie ein Elefant durch den Porzellanladen und die Bürger wissen was los ist. Wüst ist nicht anders, aber er ist geräuschloser und das dicke Ende kommt ohne Vorwarnung.
Wenn ich die Wahl zwischen den Beiden hätte, dann würde mich dann doch eher für Merz entscheiden.
Die CDU hat auch immer noch ihren „Joker“ Privatmann Günther in der Hinterhand. Aber auch Plagiator Mett-Mario könnte Merz auch noch in der Unbeliebtheitsskala übertreffen.
Nicht unterste Schublade. Das ist schon unter dem Dielenboden, auf dem der Schubladenschrank steht.
Warum ist das eigentlich für dein Leben relevant?
Was soll das heißen, dass es „nicht mehr schlimmer“ geht.
Was für ein Leben führst du, dass so abhängig davon ist, wer gerade Kanzler ist?
Gerdolfo will wissen wie die anderen so leben🤣
Servus Atlas, den Zug ins 10jährige Wochenende verpasst?
Hinter der Brandmauer sammelt sich die Unfähigkeit der Altparteien. Ob Merz als unbeliebtester Kanzler. Finanzminister Klingbeil der es nicht so mit den Zahlen hat oder die Bullshit-Maschine Bas. Sie klammern sich alle krampfhaft an die Macht, ohne eine fehlgeleitete Politik von Merkel ändern zu wollen. Stattdessen wird Madame Merkel noch der letzte Restblechorden verliehen, um die gescheiterte Politik auch noch aufzuwerten.
Wenn hinter der Brandmauer die Unfähigen der Altparteien sind, wieso wollt ihr dann die Brandmauer einreißen. Ich sehe da viele aufgeladene Begriffe und Metaphern in deinem Geschimpfe, aber keine Substanz.
die Brandmauer müsste fallen, um zur Zeit überhaupt falsche politische Entscheidungen noch korrigieren zu können. Die AFD wird jetzt aber auch immer stärker und braucht bald die CDU/CSU gar nicht mehr. Dann ist Links wirklich vorbei. (siehe Merz-Spruch)
Gerdolfo glaubt er hat Substanz🤣
Ach ja, der „Merkelismus“ wirkt also fort innerhalb der CDU – in Gestalt des Hendrik Wüst.
Und trifft auf einen Merz, der tatsächlich nicht als Kanzlernder geeignet ist. Und dessen Tun und Reden, seine Umfallerei usw. ich inzwischen als „Merzelismus“ bezeichne.
Für mich folgt daraus: Die CDU, zerrieben zwischen Merkelismus und Merzelismus, ist wohl bald am Ende.
Und bis es soweit ist, schadet sie dem Land immer noch weiter. Mit freundlicher Hilfe der SPD…
War der als Fraktionsvorsitzender auch schon so unfähig?
Wäre ein Austausch Pest gegen Cholera … viel Spaß. ^^
Mehr Gottesbezug. Ferner kann man dem Herrn kaum sein
„Das Herz der CDU schlägt in der Mitte“, sollte heute, wo man weiß, was neue Mitte bedeutet, eher abschrecken.
Das geht doch nicht, oder ist Wüst auch ein Blackrock-Agent?
Naja, irgendwie wird er schon zur Epsteinklasse gehören.
Merkt eigentlich keiner der Marketing-Trottel in der CDU-Zentrale, dass allein der Markenname „Bundeskanzler Hendrik Wüst“ der absolute internationale Rohrkrepierer sein wird?
Abgesehen von Gesicht und Gestalt.
Ihr lebt offensichtlich in der naiven, irrigen Vorstellung, dass das hier das Land von Milch und Honig wäre, wenn der böse Merz nicht wäre.
In der bisherigen globalen Krisenlage hat sich Merz sehr kompetent gezeigt und auch wenn Apollo Klicks sammeln will, es gibt keine tatsächliche Stimmungsmache gegen Merz. Niemand, der von Relevanz ist, interessiert sich für solche künstlichen Dramen.
Ihr wärt besser damit bedient Seifenopern auf RTL zu glotzen anstatt Politik.
„In der bisherigen globalen Krisenlage hat sich Merz sehr kompetent gezeigt“
Hmm, da fällt mir aber jetzt kein Beispiel dafür ein.
Könnten Sie eventuell ein Beispiel dafür nennen?
Oder vielleicht sogar zwei?
Du hast immer noch Benzin, Gas und Lebensmittel. Eben dass dir kein Beispiel einfällt ist nur Beleg dafür, dass du gar nicht weißt was die Versorgungswege deiner Alltagsgüter sind bevor du sie verfuttern kannst. Und ganz ehrlich kann man es dir nicht mal vorwerfen so ahnungslos zu sein, denn was willst du auch sonst machen. Du bist halt nur der alte, tumbe Ossi der wie das brave Vieh sein Gras frisst.
Gerdolfos Leben ist wie eine Seifenoper mit Merz🤣