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Gesetzentwurf

Deutscher Anwaltverein übt scharfe Kritik an Hubigs Po-Foto-Verbot: „Verdächtigung alltäglicher Aufnahmesituationen“

Weil ein Mann eine Joggerin von hinten gefilmt hat, will Justizministerin Stefanie Hubig solche Aufnahmen mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestrafen. Der Deutsche Anwaltsverein kritisiert ihren Gesetzentwurf scharf und warnt vor drastischen Folgen.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will stärker gegen „digitale Gewalt“ vorgehen (IMAGO/Andreas Gora)

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Der Deutsche Anwaltverein übt scharfe Kritik an dem von Justizministerin Stefanie Hubig geplanten Verbot, bestimmte Körperteile „in sexuell bestimmter Weise“ zu fotografieren oder zu filmen, selbst wenn sie bekleidet sind. Die von der SPD-Politikerin vorangetriebene Strafrechtsverschärfung gehe „in der vorgeschlagenen Fassung zu weit“, schreibt der Juristenverband in einer vernichtenden Stellungnahme zu Hubigs Gesetzespaket gegen „digitale Gewalt“ und fordert dessen ersatzlose Streichung.

Ansonsten „droht eine flächendeckende Pönalisierung (Unter-Strafe-Stellen) bzw. Verdächtigung alltäglicher Aufnahmesituationen, deren strafrechtliche Bewertung sich allein aus den Innenvorgängen des Aufnehmenden ergäbe“, warnt der Deutsche Anwaltverein (DAV) und erläutert seine Kritik anhand lebensnaher Beispiele.

„Eine Aufnahme der bekleideten weiblichen Brust einer Athletin bei einem Beachvolleyball-Wettkampf, der Badehose eines Schwimmers oder des Rocks einer Tänzerin auf einem Stadtfest wird nicht nach dem äußeren Erscheinungsbild zusätzlich sexualisiert, sondern erst durch das, was im Kopf des Aufnehmenden vorgeht“, so der DAV.

Die Konsequenzen können den Juristen zufolge drastisch sein: „Wer als Fotograf, und sei es nur als Vater bei der Schulaufführung seiner Kinder, unter Verdacht gerät, wird seine Motive nachträglich erläutern müssen, und die Strafverfolgungsbehörden werden, um die Motivlage zu klären, regelmäßig auf das Gesamtkonvolut der Bildaufnahmen, die Browserhistorie, die Chatkommunikation und ähnliche Daten zugreifen müssen.“ Der DAV warnt eindringlich: „Das Tatbestandsmerkmal wird damit zum Einfallstor für umfassende Eingriffe in den persönlichen Datenbestand.“

Das sogenannte Po-Foto-Verbot geht auf eine Kampagne der Kölnerin Yanni Gentsch zurück. Sie erwischte einen Mann dabei, wie er ihren Po beim Joggen filmte. Als sie ihn deshalb anzeigen wollte, merkte sie, dass das wohl nicht strafbar ist, und startete daraufhin eine Petition. „Ich fordere, dass das heimliche Filmen mit sexueller Intention strafbar gemacht wird. Das aktuelle Gesetz reicht nicht aus. Da ist eine klare Lücke, die geschlossen werden muss“, so Gentsch. „Es braucht mehr Konsequenzen für Männer, die Grenzen überschreiten.“

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Sie sammelte rund 137.000 Online-Unterstützer und übergab die Petition im August 2025 an die Justizministerin von Nordrhein-Westfalen, Benjamin Limbach. Der Grünen-Politiker setzte sich daraufhin für eine entsprechende Strafrechtsverschärfung ein und fand in Bundesjustizministerin Stefanie Hubig eine entschlossene Mitstreiterin.

Frauen müssten sich im öffentlichen Raum so selbstverständlich bewegen können wie Männer, sagte die Sozialdemokratin im November der Rheinischen Post. „Sexueller Belästigung, digitalem Voyeurismus und vergleichbaren Übergriffen muss der Staat deshalb entschlossen entgegentreten – auch mit den Mitteln des Strafrechts.“

Im Zuge der Ulmen-Fernandes-Affäre präsentierte Hubig dann ihren Gesetzentwurf. Das darin enthaltene Po-Foto-Verbot ist nur eine von mehreren hoch umstrittenen Verschärfungen. Formuliert ist es so: „Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder einer dritten Person zugänglich macht, die (…) in sexuell bestimmter Weise die bekleideten Genitalien, das bekleidete Gesäß oder die bekleidete weibliche Brust einer anderen Person abbildet.“ Betroffen wären also sowohl der weibliche als auch der männliche Po in Rock oder Hose.

Laut Bundesjustizministerium ist noch nicht absehbar, wann das Gesetzesvorhaben im Bundeskabinett behandelt wird. Zunächst konnten Länder und Verbände ihre Stellungnahmen zum Entwurf abgeben. Die Frist dafür endet diesen Freitag.

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34 Kommentare

  • Was meint Hubig zu Genitalverstümmelung, Schächtungen im Hinterhof, Femizide, Verheiratungen von Minderjährigen, etc.!?

    • Mit solchen wirklich schmutzigen Sachen will sie sich nicht beschäftigen. Sie verfolgt lieber die deutsche Bevölkerung.

    • Die darf man dann auch nicht mehr fotografieren. Erklärt das das Motiv?

  • Ich habe mittlerweile vor Frauen in der Politik und an der Wahlurne Angst!

    • Da haben „wir“ ja Glück, dass Merz mutmaßlich ein Mann ist.

      • Wieso?Hat er sie schon entlassen?
        🤔😉

  • Ich würde es begrüßen, wenn sich diese Frau mal um echte Sexualverbrechen so kümmern würde 😡😡😡

    • Wer weiß ob es eine „Frau“ ist…?

  • Wenn die Burka Pflicht ist erübrigt sich so ein Verbot 😉

    • Das war auch mein erster Gedanke: Burkapflicht für alle Frauen (und die, die sich so fühlen). Ich werde mich dann als Mann fühlen und auf dem Standesamt ummelden.

  • Anstatt die Justiz zu reformieren (Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft), erleben wir ständig unrechtmäßige Einmischungen in die Privatsphäre der Bürger

  • Ist es auch Deepfake eine Puppe mit KI-Fake-Stimme einer Politikerin sprechen zu lassen?

  • Habe ich die Proteste und Demos der CDU-ler verpasst?!

  • Möchte man nicht sehen, was man selber nicht (mehr) hat?

  • Foto in der Öffentlichkeit machen: 2 Jahre.
    Vergewaltigung bei richtigem Pass: 6 Monate auf Bewährung.

    Genau so ruiniert man das Vertrauen in einen Rechtsstaat.

  • das gucken des ESC dürfte dann zweimal lebenslänglich machen.

  • Warum muss ich beim Ansehen des Bildes sofort an Brosius-Gersdorf denken?

  • Ich plädiere dafür, dass das gesamte Filmmaterial zum diesjährigen deutschen ESC Beitrag, d.h. die Hinterteile der beteiligten Damen auf der Bühne, umgehend noch verpixelt werden.

    • Bitte auch gleich noch den Ton weglassen, und das Kalibrier-Bild reicht eigentlich beim ÖRR völlig aus, da hat man für 10 Milliarden EURO wenigstens Ruhe 🙂

  • Schlage Kaftan- und Burkazwang vor. Da ist so was ausgeschlossen.
    Und wer als Frau im Sommer luftig angezogen durch die Gegend wandelt, ist wegen sexualisierter Störung der öffentlichen Ordnung mit Geldstrafe oder bis zu 2 Jahren Freiheitsentzug zu bestrafen.

  • Wie so oft muss man sich fragen „Cui bono?“ wie alle Themen die in letzten Dekade behandelt wurden wie vDL Stop Schilder.
    ich befürchte das man wieder mal getarnt als “ gut gemeint“ Hintergedanken hat, welche wird die zeit zeigen

  • Dümmliche und überflüssige Diskussionen eröffnen, um von den wahren Problem in Deutschland abzulenken. Das ist keine „Politik“, sondern Verarschung!

  • *** SATIRE EIN*** So langsam sehe ich die ganze Sache als intellektuelle Empfängnisverhütung. Gesetze wie „nur ja heisst ja“ oder wie aktuell das „Po-Foto“, aber auch zu lange anschauen, Komplimente oder Berührungen als sexuelle Belästigung! Selbst ein harmloser Pfiff wird als Catcalling geahndet. Egal was ich als Mann unternehme um Kontakt zu einer Frau zu bekommen, es könnte zur Strafsache werden, je nachdem in welcher Stimmung die Dame sich gerade befindet. Mann sein wird zunehmend zum Berufsrisiko und es kommen Gedanken über die toxische Weiblichkeit auf. Jedoch, man könnte sich ja auf Zuruf beim Standesamt als Frau umgeschlechtern lassen. Dann entfallen vorgenannte Risiken natürlich!!! *** SATIRE AUS***

  • Bitte verhaftet alle und sperrt alle ein.
    Deutschland muss leiden.
    Politiker erkennen nicht die Folgen solch eines Gesetzes.
    Wenn der ganze Islam dann unsere Gefängnisse füllt
    … Ach das wird sowieso nie passieren .

  • Die hat nicht alle Tassen m Schrank, weg mit diesen Sozialisten.

  • Diese Frau ist eine Extremistin mit sehr schlechtem juristischen Verständnis und gänzlich ungeeignet für dieses Amt. Sie ist Ausdruck dieser extremen gender-ideologischen Unterwanderung unserer Behörden, die nur noch ihre Positionen sehen.

  • 2 Jahre für ein Po-Foto!
    Und eine Verwarnung und Freilauf bei Vergewaltigung, Grooming, etc..

    Das deutsche Linkssystem im vollen Hochlauf 🙂

  • Hubig kann es nicht und wird es auch nicht mehr können. Sie ist wie die ganze SPD vollkommen fehl am Platz, wenn es um die politische Führung in einem Land geht.

  • Personen wie diese durchgeknallte Joggerin und ihre Unterstützer sind das Ende jeder Demokratie. Diese Leute besitzen Wahrrecht, aber offensichtlich keinen Verstand. So kann das nicht funktionieren.
    Das eine Ministerin so etwas aufgreift und umsetzt ist dagegen bereits ein Zeichen, dass die gesamte Gesellschaft bereits gekippt ist. Eine geistig gesunde Gesellschaft würde es nicht akzeptieren, so regiert zu werden.
    Die schweigende Mehrheit macht sich einmal mehr mitschuldig.

  • Die, wie auch ihre Co-Minister, dreht nur noch frei durch.

  • Wie soll ich so ein Ansinnen von Frauen ernst nehmen, wo sich doch tausende und abertausende tagtäglich vor irgendwelchen Webcams räkeln und weit geöffnet tiefe Einblicke gewähren – aber nur, so lange es dafür Kohle gibt? Onlyfans ist da nur ein boomendes Beispiel unter richtig vielen…
    Ich für meinen Teil meide jeden Kontakt mit Frauen, außer den handverlesenen aus meinem inneren Umfeld.
    Alle anderen erfahren von mir nicht einmal mehr die Uhrzeit, wenn sie danach fragen.

  • Richtig so. Seid es Handycams gibt sind die goilen Oppahs außer Rand & Band.

    • Auf der Mauer auf der Lauer sitzt ne kleine Wanze…
      Und die Wanze bist du.

    • Siehe Wahlumfragen 🤣

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